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Rhein-Lahn-Kreis

Wie vielfältig ist „Vielfalt Rhein-Lahn-Limes“?

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Vielfalt Rhein-Lahn-Limes geht LIVE!! Veranstaltung mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt

NASTÄTTEN Das Projekt Vielfalt Rhein-Lahn-Limes geht neue Wege in der Art, eine Region ihren Bewohnern und Besuchern nahezubringen. Was zunächst eine vergleichsweise trockene Beschreibung ist, entfaltet seinen Zauber, sobald man sich darauf einlässt und einen wichtigen Schritt geht:

Ausprobieren!

Der Zugang zur Vielfalt ist denkbar einfach. Kaum jemand, der kein Mobilphone hat, welches mit einer Kamera ausgerüstet ist. Und das reicht auch schon, um Einzutauchen in eine bunte Welt aus Hörgeschichten, Bildern, Szenen und virtual reality. Und wenn es heißt „bunte Welt“, dann ist das wortwörtlich gemeint, denn mittlerweile findet man auf der Webseite und zunehmend an vielen Orten im Rhein-Lahn-Limes-Kreis Zugang zu mehr als 900! dieser Geschichten. Initiiert wurde das Projekt von der Wirtschaftsförderung Rhein-Lahn und Landrat Jörg Denninghoff, mitgearbeitet haben dabei aber unzählige Menschen mehr. Menschen, die in der Region leben und die Geschichte ihrer Heimat bewahren.

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HistorikerInnen, AutorInnen und das Team von Lindner&Steffen trugen die Inhalte zusammen und schufen daraus einen dichten, einzigartig vielfältigen und unterhaltsamen Teppich, der die Region in einer Tiefe erlebbar macht, die vorher undenkbar war. Vielfalt Rhein-Lahn-Limes funktioniert“ unterwegs in der Region, wo die Schilder an vielen Stellen darauf aufmerksam machen, dass es hier „was zu erzählen“ gibt, oder am PC, wo es sich vortrefflich virtuell durch die Region schlendern lässt und auf der Karte die Punkte dazu einladen, die vielen, vielen Geschichten kennenzulernen. Unverbindlich, ohne Abo und kostenfrei.

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Und kein Ende in Sicht

Das vom Land Rheinland-Pfalz geförderte Projekt ist trotz seiner jetzt schon beeindruckenden Größe nur der Anfang. Erst einmal gestartet, können nach und nach mehr Geschichten produziert und installiert werden. Denn genau wie Geschichte wächst dieses Projekt, in dem man es lebt. Tanja Steeg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Rhein-Lahn, sagt: „Vielfalt Rhein-Lahn-Limes wird noch wachsen und ist offen für neue Geschichten. Auch Unternehmen der Region, die Geschichten erzählen wollen, können sich mit der Wirtschaftsförderung in Verbindung setzen und neue Schilder initiieren.“

Fotos: WfG Rhein-Lahn

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Politik

AFD tagt am 23. März in Nassauer Stadthalle: Parallel zur Veranstaltung soll es eine Kundgebung gegen Extremismus geben

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Foto: BEN Kurier

NASSAU Die AFD hat für den 23. März die Stadthalle in Nassau angemietet. Dagegen regt sich Widerstand bei einigen Bürgern in Nassau. In einer Anfrage an den Stadtrat will ein Bewohner die Einwohnerfragestunde am kommenden Montag nutzen, um gegen die Vermietung zu protestieren. Mit einem Aufruf wollen sie zahlreiche Nassauer dazu bewegen, der Fragestunde beizuwohnen, doch dabei scheinen sie die Rechtslage verkannt zu haben. Am 02. Februar fand in Simmern eine Großdemo gegen Rechtsextremismus statt. Die AFD hatte dort mit ihrer Vorsitzenden Weidel die Hunsrückhalle angemietet. Verhindern konnte das die Stadt nicht, denn der Gleichstellungsgrundsatz verpflichtet eine Stadt, nicht verbotene Parteien gleichzubehandeln.

Klagen von Städten, die nicht an die AFD vermieten wollten, wurden allesamt von den Verwaltungsgerichten abgeschmettert. So haben die Parteien in der Stadt Simmern reagiert und mit einem großen Bündnis vor der Hunsrückhalle mit mehreren Tausend Menschen demonstriert.

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Mittlerweile mietet sich die AFD häufiger in städtische Veranstaltungsräume ein, wohl wissend, dass einer Vermietung nicht widersprochen werden kann, während private Anbieter vielfach die Vermietung ihrer Tagungsräume an die AFD scheuen. Im Rhein-Hunsrück-Kreis war den Menschen bekannt, dass die Stadt Simmern keine Chance hatte, die Vermietung zu verhindern und sie unterstützten lieber zu Tausenden den Bürgermeister und das große Bündnis gegen Rechtsextremismus mit einem lautstarken Zeichen.

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Zwischenzeitlich soll eine Privatinitiative eine Kundgebung gegen Extremismus parallel zur Veranstaltung der AFD angemeldet haben.

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VG Nastätten

Klein, aber oho: Die Gemeinde Eschbach in der Verbandsgemeinde Nastätten

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Foto: BEN Kurier

ESCHBACH In unserer Serie »Wir im Rhein-Lahn« haben wir die Gemeinde Eschbach in der Verbandsgemeinde Nastätten besucht und haben uns vom Ortsbürgermeister Carsten Göller die Schönheiten seines Dorfes zeigen lassen. »Im Jahre 1260 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt«, teilt uns der Ortsbürgermeister mit. Vor wenigen Jahren konnte die Gemeinde ihr 750-jähriges Bestehen feiern. Seit dem 14. Jahrhundert lag Eschbach im sogenannten »Vierherrischen« und wurde nach dem zweiten Nastätter Rezeß im Jahre 1755 dem Amt Reichenberg zugeschlagen.  Bis 1806 war der Ort hessisch. Nach einer vorübergehenden französischen Besetzung kam der Ort 1816 zum Herzogtum Nassau. Seit 1866 gehört Eschbach zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. 1972 ging es dann ab zur Verbandsgemeinde Nastätten.

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Die Einwohnerzahl hat sich von 1939 bis heute stark verändert. 1987 lebten 234 Bürger im Ort. Das mittlerweile genutzte Wappen ist nicht mehr heraldisch und somit eher eine Gebrauchsgrafik. Es zeigt die Getreideähren der Landwirtschaft sowie Schlägel und Eisen für den früher ansässigen Bergbau. Der Portikus im unteren Teil soll das Anwesen eines römischen Legionärs symbolisieren.

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Heutzutage spielt die Landwirtschaft kaum noch eine Rolle in Eschbach. Zwei Betriebe sollen noch aktiv sein. Drei Handwerksbetriebe, ein Hotel und Ferienwohnungen findet sich in dem kleinen Örtchen. Eines der Wahrzeichen dürfte der traditionelle Backes im Fachwerkstil sein. Beinahe wäre es einmal einem Brand zum Opfer gefallen, doch das konnten schnell eintreffende Feuerwehrleute verhindern, denn die Wache liegt unmittelbar neben dem historischen Gebäude.  Auch in der Gegenwart wird des Backes von den Bürgern für frische Brote oder Pizza bei Dorffesten genutzt.

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Ein weiteres Wahrzeichen dürfte die evangelische Kirche in der Gemeinde sein. Dort fühlt man sich als Besucher zurückversetzt ins frühe 20. Jahrhundert. Über dem Altar thront die alte Orgel direkt neben der ehrwürdigen Empore. Nun dürfte man glauben, dass eine Gemeinde mit weniger als 200 Einwohnern nur bedingt etwas bewegen kann, doch das Gegenteil ist der Fall. Aktuell wird das Gemeindehaus umfangreich saniert. Viele fleißige Hände aus Dorf helfen bei den Umbauarbeiten mit. Energetisch auf dem neuesten Stand und natürlich barrierefrei soll es werden. Schon bald möchten die Eschbacher dort ihre zahlreichen Feste feiern denn irgendwie gibt es ja immer einen kleinen Grund den kleinen oder großen grill herauszuholen.

Langweilig wird es nicht in der Dorfgemeinschaft. Wenn man nicht selber in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, dann ist man im Förderverein der Floriansjünger, bei Wir für Eschbach oder vielleicht beim Sportverein TV Eschbach, die neben Fitness und Aerobic auch eine erfolgreiche Tischtennisabteilung unterhalten.

Eschbach ist eine Reise und Übernachtung wert.Entspannung und Entschleunigung findet man direkt vor der Haustüre im Hotel zur Suhle oder bei den Ferienwohnungen der Familie Hergenhahn, Wilkommen in Eschbach.

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Blaulicht

Das Unerträgliche ertragen helfen: Notfallseelsorge Rhein-Lahn-Westerwald bietet Einsatzkräften Stärkung und Austausch

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Foto: Dekanat/Sabine Hammann-Gonschorek

NEUHÄUSEL Zu einem ökumenischen Gottesdienst der Notfallseelsorge (NFS) aus dem Westerwald und dem Rhein-Lahn- Kreis sind Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfswerke sowie die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in der katholische Kirche in Neuhäusel zusammengekommen. Dekanin Kerstin Janott aus dem Dekanat Nassauer Land, Pastoralreferent Rainer Dämgen, NFS-Leiterin Bea Vogt und andere Mitarbeitende der Notfallseelsorge sowie Daniela Dott an der Orgel gestalteten den Gottesdienst.

Rainer Dämgen sprach über die Geschichte von Jesus auf dem See Genezareth aus dem Matthäus-Evangelium. Darin ist Jesus in einem Boot mit seinen Jüngern, während ein Sturm aufzieht. Seine Jünger bekommen Angst, doch Jesus schläft zunächst. „Die Geschichte will uns sagen, Jesus ist bei uns, auch wenn ein Sturm aufzieht. Er kann uns helfen, das Unerträgliche zu ertragen,“ sagte Dämgen. „Jesus wirbt darum, Vertrauen in das Leben zu haben. Vertraut dem, der hinter dem Leben steht.“

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Im Anschluss wurde Ulrich Dörschel aus Ransbach-Baumbach als neuer Notfallseelsorger beauftragt. Danach brachten Mitarbeiterinnen der Notfallseelsorge die Belastungen, die ihnen in den Einsätzen begegnen, in einem symbolischen Entlastungsritual mit dem Entzünden von Kerzen vor Gott. Die Notfallseelsorgenden in den beiden Landkreisen werden zu Verkehrsunfällen, Suiziden und anderen plötzlichen leidvollen Ereignissen gerufen und begegnen dort Situationen der Ohnmacht und müssen große Trauer der Betroffenen aushalten. Das, seit mehr als 20 Jahren in der Region aktive ehrenamtliche Team der Notfallseelsorge hilft in Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften da, wo es besonders weh tut: In der ersten Phase des Schocks, in der die Verzweiflung am Größten ist.

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Im Anschluss an den Gottesdienst waren die zahlreichen Besucher zu Gesprächen und einem gemütlichen Beisammensein in das benachbarte Haus Anna eingeladen.

Ulrich Dörschel aus Ransbach-Baumbach wurde als neuer Notfallseelsorger beauftragt. | Foto: Dekanat/Sabine Hammann-Gonschorek
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