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Lahnstein

Caritas bereitet „Menschen in Not“ wieder eine Freude

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Mit Weihnachtsaktion sollen Hilfsbedürftige aus der Region (Symbolbild-Lizensiert für den BEN Kurier) unterstützt werden

WW/RHEIN-LAHN Mit der Aktion „Menschen in Not“ will der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn auch in der diesjährigen Vorweihnachtszeit wieder Hilfsbedürftigen im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis eine kleine Freude bereiten. Aus ihrer täglichen Beratungsarbeit wissen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas, dass das Einkommen vieler Menschen nur noch für das Nötigste ausreicht. „Viele Familien befinden sich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Zuerst durch die Corona-Pandemie und ganz aktuell aufgrund der Energiekrise hat sich diese Situation natürlich nochmal weiter verschlimmert“, sagt Andrea Steinhauer, Beraterin der Allgemeine Lebens- und Sozialberatung im Caritas-Zentrum in Lahnstein, und weist darauf hin, dass Familien in Arbeitslosigkeit wie auch Familien mit niedrigem Einkommen gleichermaßen davon betroffen sind. „Die höheren Preise nicht nur für Strom, Gas und Öl, sondern auch für Dinge im Alltag, wie etwa Lebensmittel, treffen besonders Menschen, die am Monatsende auf jeden Cent schauen müssen“, so die Beraterin. Und genau diesen Menschen möchte die Caritas auch in diesem Jahr wieder helfen!

Wir wollen Menschen, von denen wir aus unseren Beratungskontakten wissen, dass sie in schwieriger Lage sind, eine kleine Unterstützung zukommen lassen und ihnen so ein wenig Freude in der Advents- und Weihnachtszeit bereiten“, erläutert Steinhauer die Hintergründe der Aktion. So werden die Spenden beispielweise verwendet, damit sich auch Kinder hilfsbedürftiger Familien über Weihnachtsgeschenke freuen dürfen. „Vorrangig geben wir Gutscheine aus, etwa für Lebensmittel- oder Spielwarengeschäfte“, sagt die Caritas-Beraterin und fügt hinzu: „Wichtig ist es uns, dass die Spenden den Menschen in Not in unserer Region direkt und in vollem Umfang zugutekommen.“

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Mit Weihnachtsaktion sollen Hilfsbedürftige aus der Region unterstützt werden

Gleichzeitig weist Sabine Prothmann-Vollet von den Beratungsdiensten im Caritas-Zentrum in Montabaur darauf hin, dass die Spenden allerdings nicht ausschließlich zur Weihnachtszeit verwendet werden. „Wir unterstützen natürlich das gesamte Jahr über Einzelpersonen oder Familien und helfen ihnen in akuten Notlagen mit den Spenden“, betont sie. „Gerade alleinerziehende Mütter fallen mitunter durch die Maschen des sozialen Netzes“, erklärt die Beraterin. „Viele Mütter können aus dem, was ihnen monatlich zur Verfügung steht, ihren Kindern keine Weihnachtsgeschenke ermöglichen. Mit der Aktion ‚Menschen in Not‘ hilft die Caritas schnell und unbürokratisch denen, die aktuell keine Chance auf andere Hilfen haben“, so Prothmann-Vollet.

Wer spenden möchte, kann dies tun an: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn e.V., Nassauische Sparkasse Lahnstein, IBAN: DE87 5105 0015 0656 0979 73; oder: Sparkasse Westerwald-Sieg, IBAN: DE11 5735 1030 0000 5009 83.; Verwendungszweck „Menschen in Not“. Auf Wunsch erhält man natürlich auch eine Spendenbescheinigung (Spenden bis 300 Euro werden vom Finanzamt mit Überweisungsbeleg anerkannt). Spenden ist auch ganz einfach online möglich, und zwar über die Homepage von Spenden Stiften und Strahlen unter https://ogy.de/qsyk.

Weitere Informationen gibt es bei den Beratungsdiensten in Montabaur (Telefon 02602/1606-14) und Lahnstein (Telefon 02621/9208-14) sowie unter www.caritas-ww-rl.de.

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Lahnstein

Vor 150 Jahren wurde die erste feste Straßenbrücke in Lahnstein eingeweiht

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LAHNSTEINMit Bezugnahme auf das nachstehende Programm erlauben sich die unterzeichneten Gemeindevorstände, die Bewohner der beiden Lahnstein zur Feier der Eröffnung der Lahnbrücke ganz ergebenst einzuladen“, so beginnt die Anzeige im Lahnsteiner Tageblatt für die Eröffnungsfeier der ersten festen Brücke über die Lahn am Samstag, den 8. Februar 1873.

Vormittags um 10.30 Uhr wurden die Festteilnehmer an den Bahnhöfen in Ober- und Niederlahnstein in Empfang genommen. Nach der Zusammenkunft im Oberlahnsteiner Bahnhof bzw. im Niederlahnsteiner Hotel Noll folgte die Begrüßung auf der Brücke. Anschließend wurden ein Frühstück im Hotel Noll, mittags ein „Festessen mit Harmoniemusik“ im Hotel Weller in Oberlahnstein sowie am Abend ein Ball im Saale Rosenbach (Emser Straße) angeboten. Für das Festessen war Voranmeldung nötig – Kosten 25 Silbergroschen (Die Reichsmark wurde erst 1876 eingeführt!).

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Zweibogige Stahlbrücke verband Nieder- und Oberlahnstein von 1873 bis 1926

Auf der Titelseite stand ein Gedicht mit folgenden Versen „Die Brücke sei das Band der ew‘gen Treue, das beide Lahnstein fest zusammenhält. Wenn‘s auf den Bergen grünen wird auf‘s Neue, dann beide Nachbarorte haben sich vermählt! So möge das schöne Fest der Brückenweihe den Anfang bilden einer bessern Zeit. Die Zukunft stelle Lahnstein in die Reihe der Städte, der Freiheit und Einigkeit.“ Der Dichter war wie auch einige Leserbriefschreiber der festen Überzeugung, dass die feste Straßenbrücke der Beginn für ein gemeinsames Stück Geschichte der historisch rivalisierenden Städte als auch die Basis für ein Zusammengehörigkeitsgefühl ihrer Bürger darstellen kann, und er sollte recht behalten, auch wenn die politische Vereinigung noch 96 Jahre auf sich warten ließ.

Brückengeldmarke (Foto: Stadtarchiv Lahnstein)

Bei dieser ersten Brückenkonstruktion handelte es sich um eine zweibogige, auf einem Mittel- und zwei Uferpfeilern ruhende Stahlbrücke. Die 63,5 m lange und 5,5 m breite Fahrbahn war mit Eichenholzbohlen gedeckt. Beidseitig existierte neben der Fahrbahn ein 1,2 m breiter Bürgersteig. Schon während der Bauzeit wurde die mangelhafte Ausführung des Brückenoberbaus moniert, sodass die ausführende Baufirma Ruetz AG in Rotherde bei Düsseldorf mit einer Konventionalstrafe von rund 19.000 Mark belegt werden sollte. Der schadhafte Bohlenbelag musste nach wenigen Jahren erneuert werden. Auch mussten immer wieder aufgrund von Überlastung Reparaturen an der Eisenkonstruktion vorgenommen werden. Für eine Pflasterung war die Konstruktion nicht geeignet.

Beiden Städten wurde die Erhebung von Brückengeld gestattet, um die aufgenommenen Kredite für die Baukosten abzuzahlen und auch Geld für die laufende Unterhaltung vorhalten zu können. „Jeder, welcher als Fußgänger, Reiter, Führer eines Fuhrwerks oder Schlittens, als Treiber oder Leiter von Vieh, oder mit einem Handwagen, Handkarren, Handschlitten oder mit einem mit Hunden bespannten Fuhrwerk die für den gewöhnlichen Verkehr zwischen Nieder- und Oberlahnstein bestimmte Lahnbrücke passiert, muss auf die Aufforderung des Brückengelderhebers an der Brückengeld-Erhebestelle anhalten … Der Tarif betrug zunächst zwei Silbergroschen für Fußgänger, zwei für unbeladene und drei für beladene Fuhrwerke, nach Einführung der Mark (1876) für Fußgänger 2 Pfennige, für einen Handwagen 5 Pfennige und für ein Fuhrwerk 30 Pfennige. Es gab Oberlahnsteiner Firmen, die ihre Arbeiter im Nachen übersetzten, um das Brückengeld zu umgehen, obwohl es auch Monatskarten für Arbeiter gab. Ein auf der Brücke angebrachtes Schild verkündete eine Polizeiverordnung, die den Verkehr über die Brücke bei Strafandrohung regelte. Zum Beispiel duften Fuhrwerke nicht mit über 100 Zentner (entspricht 5 t) Belastung die Brücke passieren. Menschenansammlungen oder das Begegnen zweier beladener Wagen waren verboten. Die Stelle des Brückengelderhebers wurde auf drei Jahre verpachtet, der Tarif wurde von einer Brückenkommission festgelegt, die Einnahmen aus der Pacht teilten sich beide Städte zu gleichen Teilen. Auch die Straßenlaterne auf der Mitte der Brücke wurde gemeinschaftlich unterhalten, während für die Beleuchtung an den Auffahrten jede Gemeinde für sich zuständig war.

Die Polizeiverordnung von 1909 zur Brückenbenutzung war neben dem Schlagbaum angeschlagen. Zuwiderhandlungen wurden mit 20 Mark bestraft. (Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)

Zunächst sollte das Brückengeld für 40 Jahre erhoben werden, doch die beiden Städte machten nach Ablauf dieser Zeitspanne keine Anstalten, die Erhebung einzustellen, obwohl dies von den Bürgern als erhebliche Belastung empfunden wurde. Ein unabhängiger Prüfbericht verdeutlichte, dass die Erhebung für die Kassen beider Städte dringend notwendig war, worauf Wiesbaden einlenkte. Das Recht der Städte auf Brückengelderhebung wurde unbefristet. Die letzten Schulden konnten die beiden Städte erst 1916 tilgen. Brückengeld für Kraftfahrzeuge wurde erst 1911 festgelegt. Autos waren damals noch eine Seltenheit. So passierten im Jahr 1925 durchschnittlich 88 Fahrzeuge pro Tag die Brücke. Das Brückenhäuschen war aus Holz und Blech, das steinerne, das sich bis heute erhalten hat, wurde erst 1927 mit der neuen Brücke errichtet.

Im 1. Weltkrieg wurde die Brücke durch Transport schweren Kriegsgeräts stark in Anspruch genommen. Ein großes Problem war die Einschränkung, dass jeweils nur ein Fahrzeug die Brücke befahren konnte. Damit wurde die beplankte Brücke für den zunehmenden Verkehr mit Kraftfahrzeugen ein Verkehrshindernis. Auch sollte die Straßenbahn über die Brücke verlängert werden, wozu ein Neubau unausweichlich war. Mit den Arbeiten für eine neue Brücke konnte aus wirtschaftlichen Gründen erst 1926 begonnen werden, obwohl die Pläne seit 1922 in der Schublade lagen. Während der zweijährigen Bauzeit der zweiten Brückenkonstruktion wurde aus Kostengründen auf die Errichtung einer Notbrücke verzichtet und der Verkehr per Fähre abgewickelt. Das verpachtete Fährrecht wurde dabei von beiden Städten subventioniert, um die Belastung der Bürger durch Fährgebühren zu senken.

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Lahnstein

Speed-Dating mit der Stadtbücherei: Lahnsteins Bücherei bietet umfangreiches Medienangebot für Schulen und Kitas

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LAHNSTEIN In der Stadtbücherei Lahnstein kann man nicht nur Bücher und Medien ausleihen – seit Jahren wird dort auch konzeptionell daran gearbeitet, die Bücherei zu einem Ort nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche zu machen und Kooperationen mit Kindertagesstätten und Grundschulen einzugehen. Lehrer und Erzieher finden hier ein vielfältiges Angebot für unterschiedliche Altersstufen – vom Kindergartenalter bis hin zur Oberstufe. Das bibliothekspädagogische Angebot wird ständig weiterentwickelt und richtet sich nach dem Bedarf der Kinder sowie der Bildungseinrichtungen.

Bee-Bot-Medienkiste“: Bee-Bot Lernroboter ist ein kinderfreundlicher Roboter in Gestalt einer Biene, durch den Kinder spielerisch lernen, einen Roboter zu programmieren (Foto: Stadt Lahnstein)

Beim Tag des „Speed-Datings“ in (und mit) der Stadtbücherei hatten interessierte Lehrer und Erzieher die Möglichkeit, das Angebot kennenzulernen und individuell von den Mitarbeiterinnen beraten zu werden. „Wir freuen sehr uns über weitere Kooperationen mit Kitas und Grundschulen aus Lahnstein und der Umgebung“, betont Heike Handlos, Leiterin der Stadtbücherei Lahnstein. „Unser Ziel von solchen Aktionstagen ist es, ins Gespräch zu kommen und Ideen für gemeinsame Projekte zu entwickeln“, so Büchereimitarbeiterin Silvia Rüdell, „wir sind stets an Rückmeldungen und neuen Impulsen interessiert – gerade bei den Themen Leseförderung, Medienerziehung und digitale Bildung.“

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Für Schulen, Kindertagesstätten und Vereine hält die Stadtbücherei besondere Angebote bereit: Hierzu zählen die „Medienkisten“ – fertiggepackte Kisten in stabilen Transportboxen, die für die Arbeit mit Kindern verwendet werden können. Jede Kiste enthält 20 bis 25 Medien zu unterschiedlichen Themenbereichen, wie Wald, Sexualkunde und Verkehrserziehung. Auf Wunsch werden auch individuelle Medienkiste zusammengestellt.

Klassenführungen stellen das zentrale Bindeglied zwischen Schule oder Kita und Stadtbücherei dar. Das spielerische Heranführen der Kinder an die Nutzung der Medien ist hier ein wichtiger Aspekt. Ziel ist es, auf die Medienvielfalt neugierig zu machen und Interesse zu wecken. „Wir bieten gut konzipierte Führungen meist zu einem bestimmten Thema, wie Entdeckerreisen oder Märchen, an und transportieren die relevanten Informationen ganz nebenbei auf spielerische Art und Weise“, erklärt Handlos.

Schulen, Kitas und andere Kooperationspartner haben die Möglichkeit, Medien kostenlos für den Unterricht auszuleihen. Hierzu kann ein Institutionsausweis direkt in der Lahnsteiner Stadtbücherei beantragt werden.  Bei Fragen und Anliegen helfen die Mitarbeiterinnen gerne weiter und gehen dabei jederzeit auf unterschiedliche Bedürfnisse ein. Wer Interesse an einem Kennenlernen hat und sich eine künftige Kooperation vorstellen kann, wendet sich gerne per E-Mail an bücherei@lahnstein.de oder meldet sich telefonisch unter 02621 914292.

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Lahnstein

Stadt Lahnstein gratuliert Elisabeth Aderjahn zum 106. Geburtstag: Glückwunsch!

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LAHNSTEIN Am 19. Januar 2023 feierte Elisabeth Aderjahn in Lahnstein ihren 106 Geburtstag. Die Mutter von elf Kindern kommt gebürtig aus Vorpommern und kam über Niedersachsen vor über 70 Jahren mit ihrem Mann nach Lahnstein. Sie lebt alleine in ihrer Wohnung, kocht gerne und ist eine tolle Gesprächspartnerin, die viele Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählen kann.

Jochen Sachsenhauser, Beigeordneter der Stadt Lahnstein überbrachte der Jubilarin die Glück- und Segenswünsche der Stadt und des Oberbürgermeisters Lennart Siefert, des Landrats Jörg Denninghoff und der Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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Für die Stadt Lahnstein überreichte er einen mit fair gehandelten Produkten liebevoll zusammengestellten Präsentkorb aus dem Eine-Welt-Laden.

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