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Leserbriefe

LESERBRIEF: Bettendorfs ehemaliger Wehrführer Werner Witzky zeigt sich enttäuscht

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LESERBRIEF: Bettendorfs ehemaliger Wehrführer Werner Witzky zeigt sich enttäuscht (Archivbild).

BETTENDORF/LESERBRIEF Liebe Ben Kurier Leser, in den letzten Wochen musste ich leider erleben, wie leicht man doch in eine Ecke gestellt wird, wo man sich selbst nicht sieht. In meiner Eigenschaft als ehemaliger Wehrführer hatte ich wohl auch etwas unbedarft einen Facebook Post gesetzt, indem ich meine Meinung zu einer Regelung nur anschließend erläutert wollte. Im Vorfeld hatte ich bereits intern argumentiert und mich dann der Anweisung des Dienstherrn gebeugt, dass die 2 G Regelung überall einzusetzen ist. Dieser Post war dann Auslöser einer Hetzkampagne, so habe ich es empfunden, gegen meine Person.

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Zuerst werde ich von Mitgliedern, darunter der erste Beigeordnete der Ortsgemeinde, massiv wegen eines Impfaufrufes kritisiert. Dann werde ich von der Wehrleitung kritisiert, weil ich mich für eine Sonderregelung für kleine Einheiten (3G Regelung anstatt 2G Regelung)einsetze, die nach Auskunft der ADD möglich gewesen wäre. In einer Zeitung wurde gar geschrieben, ich hätte einen Feldzug gegen die VG Regelung geführt. Völlig übertrieben. Ich war nur anderer Meinung und habe zu meiner Meinung gestanden, dachte sowas wäre in einer freiwilligen Feuerwehr möglich.

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Höhepunkt war, dass man eine Dienstversammlung meiner Einheit durchgeführt hat und nicht Mal bereit war diese um einen Monat zu verschieben. Dieser eine Monat hätte mir u.a. Gelegenheit gegeben mit den Mitgliedern einzelnen zu reden und an der DV teilzunehmen. Und diese Organisation legt auf den Begriff Kameradschaft soviel Wert. Laut Internetrecherche ist Kameradschaft eine soldatische Tugend, die ein hohes Maß an Solidarität ausdrückt. Ist es solidarisch eine Versammlung durchzuführen, ohne dass der Betroffene anwesend ist. Ist es solidarisch in dessen Abwesenheit über ihn zu reden oder gar zu urteilen? Ist es solidarisch an dem Abend zu schweigen um hinterher nur sagen zu können: “ich habe nichts gegen Dich, ich habe es mir nur angehört”?

Dass an dem Abend dann eventuell ein verzerrtes Bild entstand, ist wohl wahrscheinlich. Über den Verlauf der Dienstversammlung (DV) wurde ich bis heute nicht durch den Dienstherrn offiziell umfassende informiert.

Ich habe damals das Amt des Wehrführers in meiner Heimatgemeinde wohl aus falschen Pflichtgefühl angenommen.  Unter anderen wurde ich von dem damaligen Fördervereinsvorsitzenden und heutigen Ortsbürgermeister dazu animiert.

Leider hatte ich schon bald den Eindruck, dass ich nur eine Notlösung bin und einige Mitglieder (auch örtliche Funktionsträger) meinten, sie wüssten eh alles besser. Insbesondere nachdem ich den Gruppenführerlehrgang an der Feuerwehrschule absolviert hatte und einiges ändern wollte.

Richtig harmonisch war das leider selten. Trotzdem gelang es mir eine funktionierende Einheit aufzubauen, die sogar an der Ahr im Einsatz war. Ich bin in Bettendorf aufgewachsen und dachte eigentlich, dass die Mehrzahl der Menschen mich mögen und mich unterstützen.

Zumindest viele in der Feuerwehr offensichtlich nur solange, solange ich in ihrem Sinne handele. Diese Erkenntnis hat mich schon schockiert. Nach der besagten Dienstversammlung habe ich daher meine Konsequenzen gezogen und werde mein ehrenamtliches Engagement in Bettendorf deutlich reduzieren. Persönlich bin ich schon sehr enttäuscht.

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1 Comment

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  1. Romy

    2. Februar 2022 at 8:07

    Es ist eine Schande, wie mit Ehrenbürgen umgegangen wird. Das zeigt leider wieder den Reifegrad unserer Gesellschaft!
    Großen Respekt habe ich vor Herrn Wytzki vielen Dank für den Mut und ihren Einsatz.
    Sie haben genau richtig gehandelt.
    Coronamasnahmen spiegeln genau unsere Probleme in der Gesellschaft.
    Selber denken ist zu anstrengend.
    Die Sinnlosigkeit dieser Regeln wird nich in Frage gestellt und das ist krank.
    Alles gute für Herrn Wytzki machen Sie so weiter es gibt noch mehr gute Menschen.

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Leserbriefe

LESERBRIEF: Gedanken zur Verbandsbürgermeisterwahl in Aar-Einrich

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AAR-EINRICH Hab mir mal Gedanken über unseren zukünftigen VG-Bürgermeister gemacht. Die kommunale Verwaltung ist das Herzstück der Verbandsgemeinde. «Politik findet in Mainz, Berlin und im TV statt», hat mir kürzlich ein Zeitgenosse erklärt. Da ist was dran! Eine kleine, aber wesentliche Tatsache übersieht er dabei glatt. Nämlich, dass sich Kommunalpolitik und damit die Tätigkeit des Dienstleisters Verwaltung unmittelbar und direkt auf ihn selbst auswirkt. Kommunalpolitik ist das, was uns alle unmittelbar betrifft, weil sie von uns und für uns Bürger vor der eigenen Haustür betrieben wird! (mehr …)

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Alexander Lorch ist NICHT Harald Gemmer 2.0, sondern Alexander Lorch 1.0

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AAR-EINRICH Kommunalwahlen sind Personenwahlen, daher spielt ein Parteibuch nur eine untergeordnete Rolle. Was zählt und entscheidet, ist die Person und das was sie anzubieten hat bzw. an Fähigkeiten für das entsprechende Amt mitbringt! Einen Harald Gemmer gibt es nur einmal!

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Viele Jahre hat er die Geschicke der VG Katzenelnbogen erfolgreich geleitet. Dafür gebührt ihm unser aller Respekt, größte Anerkennung und Dank. Den Übergang zur
neuen VG Aar-Einrich hat er begleitet, stellt jedoch im Oktober 2022 seinen Posten als VG Bürgermeister zur Verfügung. Alexander Lorch hat seine Kandidatur auf das Amt des Verbandsgemeindebürgermeisters der VG Aar-Einrich bekanntgegeben, um zu gestalten, anzupacken und eine positive Weiterentwicklung der VG Aar-Einrich voranzutreiben und nicht um in die Fußstapfen von Harald Gemmer zu treten.
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LESERBRIEF: Anlieger wollen Straftatbestände zum Bau der Straße “Am Rotlöffel” in Arzbach prüfen lassen

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ARZBACH Unrecht Gut gedeiht nicht! Die bittere Wahrheit zur Straße “Am Rotlöffel” in Arzbach, die täglich mehr und mehr zu Tage tritt, müsste jeden Bürger von Arzbach, einschließlich der Ratsmitglieder, die dieser Maßnahme zugestimmt haben, empören. Wie weit die Ratsmitglieder (z.B. mit Fristen und Dringlichkeiten) getäuscht wurden, ist anderweitig zu klären.

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Von Beginn der Massnahme fragten immer wieder die Anlieger, wem soll der überdimensionale, tiefbautechnische Vollausbau der Straße Vorteile bringen. Sie wurden mit ständig wechselnden Begründungen sehr lange getäuscht. Schon seit den 70er Jahren war die Sanierung der Kanal- und Frischwasser- Rohre, ein leidiges Thema in den Gemeinderat – Sitzungen. Diese Problematik wurde von den Verantwortlichen der Verbandsgemeinde immer wieder in die Zukunft verschoben. Dies 50 Jahre, bis dato. Wie sich aus den Recherchen vom BEN Kurier zeigte, hatte die Verbandsgemeinde bis dato, keine Sanierungspläne entwickelt. (mehr …)

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