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VG Bad Ems-Nassau

700 Jahre Stadtrechte Bad Ems: Ausgelasse Stimmung bei den Feierlichkeiten

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Public-Viewing beim Länderspiel Deutschland gegen Spanien
Foto: BEN Kurier

BAD EMS Vor gut 700 Jahren bekam Bad Ems die Stadtrechte verliehen und so war es an der Zeit, sich einmal selber feiern zu dürfen. Bad Ems zählt zu den imposantesten Kurstädten in ganz Europa. Als Gast wird man geradezu erschlagen von der Geschichte und den beeindruckenden Gebäuden. Mit Ehrfurcht steht man vor dem Häckers Grand Hotel und kann sich nur zu gut vorstellen, wie zu Beginn des 19ten Jahrhunderts die Adligen einen Nachmittagskaffee in dem prunkvollen Gebäude zu sich nahmen. Direkt daneben grenzt die nicht weniger bewunderungswürdige Spielbank an. Wo fängt man an zu erzählen und wo hört man auf über Bad Ems? Am besten überhaupt nicht. Selber erleben ist die Devise.

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An diesem Wochenende feiert sich die Stadt und das ist gut so. Nach dem verheerenden Brand vom historischen Haus der vier Türme war so einigen in Bad Ems die Feierlaune vergangen. Trauer und Entsetzen wichen der Freude zum Fest, doch eine Absage wäre sicherlich der falsche Weg gewesen. Es wird weitergehen, auch wenn die bauliche historische Substanz der Türme unwiederbringlich verloren sind und ein Wochenende in Depression wäre nicht die Lösung gewesen.

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Uwe Bruchhäuser: Trotz des tragischen Unglücks mit dem Haus der vier Türme lassen wir uns nicht entmutigen

So startete die 700-Jahr-Feuer der Stadt nach einer kurzen Rede des Stadtbürgermeisters Oliver Krügel und des Landrats Jörg Denninghoff mit dem Public-Viewing zum dramatischen Länderspiel Deutschland gegen Spanien an der Bühne vor der Spielbank. Etwa 150 Zuschauer hatten sich vor der Großleinwand versammelt und fieberten mit der Nationalmannschaft mit, bevor im Anschluss zu rockigen Klängen von The Wild Bobbin Baboons ausgelassen getanzt wurde. Herrlich.

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Der Samstag gehörte zunächst den Bad Emser Vereinen. Mit Chordarbietungen, Guggemusik und Auftritten der Turner ging es in das Wochenende. Der VfL und die Sportfreunde Bad Ems begeisterten die Fußballfans, für ihre jeweiligen Vereine und musikalisch überzeugten InTakt und Sidewalk auf der SÜWAG-Bühne. Am heutige Sonntag wird ein stimmgewaltiges Highlight die Zuhörer verzücken. Drei Ausnahmetenöre erinnern um 15 Uhr 30 an Luciano Pavarotti. Alles live und ohne Mikrofone.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet um 20 Uhr der Kabarettist Lars Reichow mit seinem Programm Wunschkonzert.

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VG Bad Ems-Nassau

Niemals vergessen: Geisig stellt Erinnerungstafel am Standort der ehemaligen Synagoge auf

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Foto: Stefanie Witte

GEISIG In der Geisiger Dorfchronik haben die Verfasser Mona Gillmann und Berthold Krebs festgehalten, dass in Geisig von 1895 bis 1938 eine Synagoge stand.  Die jüdische Gemeinde bestand 1938 aus fünf Familien, welche acht Häuser im Ort bewohnten. Am ehemaligen Standort erinnerte bis jetzt nichts an die Synagoge.

Es ist eine sehr gepflegte Grünfläche der Gemeinde, um die sich dankenswerterweise die Familie Abt über Jahre hinweg kümmert. Die vormalige Beigeordnete Daphne Schmidt regte unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!“ im Gemeinderat an, eine Erinnerungstafel aufzustellen. Dem folgte der Gemeinderat einstimmig.

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Nun wurde von fleißigen Helfern die Tafel am einstigen Standort der Synagoge im Lärchenweg aufgestellt.

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Gesundheit

Eine Erfolgsgeschichte: Das KS Medical in Nassau feierte sein drittes Fest!

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NASSAU Zum nunmehr dritten Mal feierte das KS Medical Center in Nassau ein großes Fest und das ist ein richtig gutes Zeichen, denn beim ersten Mal ist es eine Premiere, beim zweiten Mal, eine Wiederholung und beim dritten Mal eine feste Veranstaltung und so darf man sich schon jetzt auf die gesundheitlichen Fortschritte am Standort für 2025 freuen.

Bei Würstchen und kalten Getränken durften die zahlreichen Besucher das komplette medizinische Center erkunden. In den unteren Etagen befindet sich die PuraVita mit ihren Arbeitstherapien für Menschen mit psychischer Einschränkung. Bei einem herrlichen Cocktail kam man mit den Mitarbeitern ins Gespräch und durfte parallel große Handwerkskunst der Heimbewohner bestaunen. So geht es zurück in den ersten Arbeitsmarkt.

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Gleichzeitig feierte auch 2nd Chance mit seinem Restpostenmarkt sein 2-jähriges Jubiläum. Ebenfalls eine Erfolgsgeschichte, doch bleiben wir ein wenig beim Gesundheitsstandort. »Wir haben vor vier Jahren das ehemalige Marienkrankenhaus übernommen und zum Gesundheitsstandort ausgebaut«, teilt der ansässige Allgemeinmediziner Dr. Thomas Klimaschka mit. »Mittlerweile ist das KS Medical Center zu Zweidritteln belegt.«

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Neben der Gemeinschaftspraxis im Nassauer Land und der PuraVita ist auch eine Physiotherapiepraxis im Haus, eine psychiatrische Institutsambulanz mit Tagesklinik, dazu ist der Gastroenterologe Dr. Münzel aus Bad Ems einen Tag die Woche vor Ort und zusätzlich gibt es noch eine Heilpraktikerin in den Räumlichkeiten.

So ist das KS Medical längst zu einem vollwertigen medizinischen Versorgungszentrum geworden, das vom Angebot mittelfristig noch weiter ausgebaut wird. Gerade durch solche vorhandenen Angebote können weggefallene Therapien des geschlossenen Paracelsus-Krankenhauses in bad Ems zu Teilen aufgefangen werden, ohne dass die Menschen bis nach Koblenz oder weiter fahren müssen.

Schon jetzt darf man sich auf das Fest im kommenden Jahr freuen, denn bis dahin wird sich das KS Medical in Nassau weiter gut entwickeln. Eine schöne Erfolgsgeschichte.

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Schulen

Stolpersteine: Schüler des Leifheit-Campus in Nassau setzen ein Zeichen der Erinnerung

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Fotos: Bilder: Ulrike Weiwad-Klenk und Wolfgang Dorr

NASSAU Es ist eine Tradition geworden: Im Rahmen eines Projekttages säuberten die beiden 9. Klassen des Leifheit-Campus auch in diesem Jahr wieder die Stolpersteine in Nassau. Die Messingsteine sind auf den Bürgersteigen vor den Häusern eingelassen, in denen jüdische Mitbewohner lebten und tragen die Namen der Menschen, die während des Holocausts umgebracht wurden. Sie erinnern uns daran, dass sich diese Geschichte nie wiederholen darf.

Im Beisein von Ulrike Weiwad-Klenk vom Beirat für Migration und Integration und Wolfgang Dorr, dem Vertreter der jüdischen Gemeinde in Bad Ems, sowie den Lehrkräften Oliver Janz und Theresa Ziegenfuß reinigten 41 Lernerinnen und Lerner die Steine von dem Schmutz, der sich im Lauf des Jahres auf den Messingplatten gelegt hat. Vor dem Rundgang informierten sich die beiden Klassen über die Biografien der Menschen, deren Namen die Stolpersteine tragen. Text: Ulrike Weiwad-Klenk

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