Bürgerinnen und Bürger werden nun gebeten, Vorschläge, wie die Baumaßnahme optimiert werden kann, an CDU-Braubach@gmx.de zu senden, damit 2024 nicht wieder ein Verkehrschaos entsteht wie bei der Testsperrung vor einigen Jahren. Die CDU verspricht, alle Vorschläge an den Landesbetrieb Mobilität weiterzuleiten.

CDU Braubach sammelt Ideen zur Verbesserung der Verkehrslage während der Sperrung der Lahneckbrücke

in Politik/VG Loreley

BRAUBACH Die Sanierung der Hochbrücke über die Lahn in Lahnstein wird in der gesamten Region und vor allem auch in Braubach heiß diskutiert. Bürgerinnen und Bürger aber auch Unternehmerinnen und Unternehmer befürchten nach dem misslungenen Testlauf des LBM vor zwei Jahren wieder den Verkehrskollaps. Braubach wäre davon neben Lahnstein mit am stärksten betroffen, da die  Hauptverkehrsrichtung der Einwohnerinnen und Einwohner der Marksburgstadt der Weg nach Koblenz und zurück ist. Auch weiterführende Schulen besuchen die Braubacher Kinder meist im benachbarten Lahnstein. Darum schaltet sich die CDU Braubach nun aktiv in die laufende Diskussion um die Planung der Brückensanierung ein.

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Stadtrats- und CDU Ortsvorstandsmitglied Manfred Legrand nutzte die Vorstellung der aktuellen Planungen im Rahmen der jüngsten Lahnsteiner Stadtratssitzung, um sich selbst ein Bild zu machen. „Vertreter des für die Brückensanierung zuständigen Landesbetriebs Mobilität waren vor Ort und erklärten, dass sie sehr intensiv an einem Verkehrskonzept arbeiteten, um ein Chaos wie damals bei der Testphase zu verhindern“, berichtet Legrand seinen Parteikkollegen im Anschluss.

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Eines wurde aber nach dem Bericht des LBM in der Stadtratssitzung klar, die Großbaustelle unter Burg Lahneck wird für die ganze Region zur extremen Belastungsprobe werden. Täglich passieren nämlich 27.000 Fahrzeuge die Brücke. Selbst bei den geplanten großräumigen Umleitungen und der  zeitgleichen Sanierung der L335 zwischen Braubach und Dachsenhausen rechne man damit, dass die Zahl der die Lahnsteiner Innenstadt passierenden Fahrzeuge von 13.000 auf täglich 26.000 ansteige, wie Manfred Legrand berichtete. Lahnsteins neuer Oberbürgermeister Lennart Siefert informierte über die innerstädtisch geplanten Maßnahmen. Von einem Kreisel am Globus bis zur Umkehr von Fahrtrichtungen, zum Beispiel in der Adolfstraße und der Sperrung kleiner Nebenstraßen war die Rede. Eine nur halbseitige Sperrung der Brücke sei jedoch vom Tisch, hieß es. Dies sei nicht möglich; aus Gründen des Arbeitsschutzes – die Brücke ist zu schmal, um Bauarbeiten und halbseitige Befahrung gleichzeitig zu ermöglichen – und, weil viele Arbeiten nur ohne Last auf der Brücke erfolgen können. Gleiches gelte für den 24 Stunden-Betrieb der Baustelle. Auch der sei aus Gründen des Lärmschutzes für die darunter und umliegend wohnenden Anwohner der Brücke wohl rechtlich nicht zulässig.

Manfred Legrand, Verkehrsexperte der CDU Braubach, berichtete seinen Parteikollegen von den Plänen zur Sanierung der Lahnbrücke unter Burg Lahneck.

Der LBM machte in der Stadtratssitzung auch deutlich, dass er allen Vorschlägen zur Verbesserung dieser größten Baumaßnahme, die die Region seit Jahrzehnten gesehen hat, offen gegenüberstehe und diese einarbeiten werde. Die CDU Braubach nimmt dieses Angebot nun zum Anlass aktiv in der Bevölkerung um Vorschläge zu bitten, wie sich die Situation rund um die Brückenbaustelle noch entschärfen lassen könnte: „Es ist uns besonders wichtig, dass die Menschen in der Region wissen, ‚Wir werden von der zuständigen Behörde gehört. Unsere Ideen kommen dort an und werden mit in die Überlegungen einbezogen.‘ Darum bitten wir die Menschen in der Region: Schreiben Sie uns ihre Vorschläge. Wir leiten alle Ideen direkt an den LBM in Diez weiter.“

Die CDU nimmt die Vorschläge aus der Bevölkerung ab jetzt per E-Mail an CDU-Braubach@gmx.de an und verspricht diese unmittelbar der zuständigen Behörde weiterzugeben. „Wir hoffen so einen Beitrag dazu zu leisten, dass nicht nur die beste Lösung für die Region gefunden wird, sondern die Bürger sich auch ernst- und mitgenommen fühlen. Ohne größtmögliche Akzeptanz in der Bevölkerung kann ein solches Projekt nicht gelingen“, so Manfred Legrand (Pressemitteilung: CDU Braubach).
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1 Comment

  1. Etwas unverständlich für mich ist, das von Lärmbelästigung zu Gunsten Weniger zu Lasten Vieler die Rede ist. Ein 24.Std Dauerbetrieb mit notwendiger Sperrung der Brücke / Zubringer würde die Bauzeit um mind.50% verringern und somit die Belastung aller. Wer spricht von den Lärm-, Abgasbelästigungen, die durch den unvermeidbaren Rückstau entstehen, von den Betroffenen Anwohner Braubach, Ober-und Niederlahnstein, Horchheim u.s.w.. Ganz zu Schweigen von den enormen Zeitverlusten um Ware an- oder abzufahren, zur Arbeit zu kommen, natürlich auch um einfach einzukaufen. Auch könnten ein Teil der rechtsrheinisch nach Koblenz fahrende Fahrzeuge über die Rheinfähren Kaub, St.Goarhausen und Filsen linksrheinisch umgeleitet werden . ,,9EuroTicket´´ ??? . Eine weiter Möglichkeit, das den Linienbussen die Haltebuchten nicht nur freigehalten (mehr Kontrollen, Ordnungsgeld) werden, sondern wenn möglich verlängert werden( ein Parkplatz weniger), damit die Busse befahren können und der Verkehr weiterfließen kann. Zebrastreifen in Gruppe und zügig überqueren und nicht wie oft am Globus zu sehen als Entenkarawane. Kurz mit etwas Verständnis und Rücksicht , nicht nur für sich selbst, lässt sich die Situation entschärfen. Am Rande möchte ich noch anmerken, das ich zum Zeitpunkt der Entstehung 1979 des Tunnels und Lahnbrücke Anwohnerin der Ostalle war. Zum damaligen Zeitpunkt kamen zu dem Baulärm noch etliche Sprengungen hinzu und wesentlich längere Bauzeit hinzu.

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