Connect with us

Rhein-Lahn-Kreis

So feiern wir (sicher) Weihnachten

Ein nie dagewesenes Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir erlebten viel Leid aber auch Solidarität im Rhein-Lahn-Kreis.

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen

Veröffentlicht

am

Der BEN Kurier wünscht all seinen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest. BITTE bleibt gesund!

Ein nie dagewesenes Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir erlebten viel Leid aber auch Solidarität im Rhein-Lahn-Kreis. Kaum einer konnte sich im Januar 2020 vorstellen, dass der Corona Virus das Leben in Deutschland und der ganzen Welt lahmlegen könnte. Und doch ist es passiert.

Heute ist Weihnachten. Eine stille Zeit. Kein heiliger Abend wie je zuvor. Und dennoch hat es etwas Gutes. Wir dürfen uns wieder auf das besinnen, was wirklich Bedeutung im Leben hat.

Anzeige

Sich selber nicht so wichtig sehen sondern die Menschen betrachten, die unsere Hilfe und Zuneigung benötigen. Wir sind bei unseren Liebsten und gedenken all der Menschen, die heute nicht mehr bei uns sein dürfen.

Anzeige

Wer in der Pandemie als vermeintlicher Querdenker und ohne Beachtung der AHA-Regeln die Welt als Superspreader vergiftet, dem gehört mein Mitleid für solche Dummheiten. Denn diese haben nichts gelernt.

Heute haben wir die Chance im Kreise der Familie das Weihnachtsfest zu feiern. Aber ich möchte auch im kommenden Jahr mit meinen Großeltern lachen dürfen. Und so stehen wir alle vor der Frage wie wir unsere Liebsten schützen wollen.

Es wird anders sein. Aber gerade weil ich sie liebe, werde ich sie heute nicht umarmen können. Klar denke ich, dass ich nicht infiziert bin aber habe ich Gewissheit? Mein Hals kratzt nicht und ich habe noch meinen Geschmackssinn und gleichwohl hab ich täglich Kontakt mit Menschen.

Und mal ganz ehrlich. Können wir immer zu 100% Abstand halten? Gibt es da nicht die Momente wo die Grenzen unterschritten werden? Die kleine Unachtsamkeit?

Hey, ich habe doch eine Maske auf. Das ist schön aber die haben wir alle im Gesicht und dessen ungeachtet steigen die Infektionszahlen unaufhörlich.

Nein. Ich würde es mir nie verzeihen können, wenn ich dafür verantwortlich bin, dass ein Familienmitglied erkrankt oder sogar stirbt. Corona wird uns wahrscheinlich das kommende Weihnachten nicht mehr so beherrschen. Und dieses möchte ich dann mit all denen feiern dürfen, die mir lieb sind. So werde ich heute Abstand halten. Und dieses Jahr fahre ich nicht meine Verwandten besuchen. Selbst meinen Vater werde ich nicht sehen. Weil ich ihn liebe. Aber ich werde mit ihm skypen. Lange. Sehr lange.

Ob mich das traurig macht? Natürlich. Genauso wie Sie. Wie uns alle. Die Zeit steht ein wenig still. Doch genau dieses ist auch der Sinn der heiligen Nacht.

Heute haben wir die Chance uns emotional näher zu sein wie jemals zuvor im Leben. Liebe beginnt und lebt im Kopf und den Gedanken. Worte berühren. All dieses dürfen wir uns Weihnachten geben. Aber ohne physische Nähe.

Liebende schützen einander. Und genau das werde ich heute tun. Im Namen des BEN Kurier wünsche ich allen Lesern ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest. Bleibt gesund. (Text: Dirk Kaschinski)

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen
Zum Kommentieren klicken

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Blaulicht

Kreisbereitschaft weiterhin im Landkreis Trier-Saarburg im Einsatz

Veröffentlicht

am

von

Foto: Kreisverwaltung | Guido Erler

RHEIN-LAHN/TRIER Den zweiten Tag in Folge unterstützt die Kreisbereitschaft des Leitstellenbereichs Montabaur im Rahmen der überörtlichen Hilfe die Blaulichtfamilie im Landkreis Trier-Saarburg. Das Personal wurde dazu komplett ausgetauscht, so dass sich weiterhin um die 150 Einsatzkräfte vor Ort befinden. Als Führungskraft des Rhein-Lahn-Kreises ist der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Marcus Grün im Einsatz.

Am heutigen Sonntag geht es schwerpunktmäßig um das Auspumpen von Gebäuden und um das Wiederherstellen der Infrastruktur. Landrat Jörg Denninghoff und die Erste Beigeordnete Gisela Bertram danken allen Helferinnen und Helfern für ihr ehrenamtliches Engagement: „Wir sind stolz, dass wir uns im Rhein-Lahn-Kreis auf unsere Einsatzkräfte verlassen können, und das nicht nur zum Wohle unserer eigenen Bürger. Ein herzliches „Danke“ und kommt alle wieder gut zurück!“

Anzeige
Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

VG Loreley

Eltern in Reitzenhain fühlen sich im Stich gelassen: Dauerstreik beim Busunternehmen

Veröffentlicht

am

von

Foto: BEN Kurier

REITZENHAIN Bei den Eltern in Reitzenhain liegen die Nerven blank. Seit Jahresbeginn 2024 kam es im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) immer wieder zu Streiks bei den Busunternehmen. An 31 Schultagen sollen die Kinder vergeblich an den Haltestellen gestanden und auf die Beförderung gewartet haben. Auf der Seite von Martin Becker steht ein Laufbanner, das auf Einschränkungen im Busverkehr durch Streiks im ÖPNV ab dem 8. Mai bis 19. Mai hinweist.

Anzeige

Betroffen von der Situation ist nicht nur die Gemeinde Reitzenhain, sondern auch die umliegenden Orte. Vorrangig geht es um die Beförderung der Kinder zu den Schulen in St. Goarshausen. Beschwerden mit der Bitte um Abhilfe bei der Kreisverwaltung Rhein-Lahn blieben erfolglos. Zwischenzeitlich hat sich die Situation zugespitzt. Versuche der Eltern, Fahrgemeinschaften zu bilden, waren nur zum Teil erfolgreich. Trotz helfender Großeltern oder nicht berufstätiger Elternteile war es nicht mehr möglich, alle Kinder zu den Schulorten zu fahren.

Anzeige

video
play-sharp-fill

Anzeige

Eine Mutter berichtet, dass ihr Mann in Vollzeit berufstätig ist und frühzeitig das Haus verlässt. Auch sie müsse um 7:30 Uhr an ihrem Arbeitsplatz sein. Damit blieb ihr nichts anderes übrig, als ihre beiden Kinder bereits um 6:45 Uhr an der Schule abzusetzen, obwohl die Schulaufsicht erst um 7:30 Uhr vor Ort ist. In diesem Fall musste sie die Verantwortung an den großen Bruder übertragen, was die Frage nach der Aufsichtspflicht aufwirft. Eine tatsächliche Lösung zeichnet sich nicht ab. Die Streiks im ÖPNV bei den Busunternehmen werden oftmals kurzfristig von den Gewerkschaften angesetzt. Im Gegensatz zur Firma Martin Becker sollen andere Betriebe wie Klotz weiterhin die Schulbusbeförderung aufrechterhalten haben.

Die Kreisverwaltung Rhein-Lahn teilte auf Anfrage des BEN Kuriers mit, dass nicht nur die Firma Martin Becker, sondern beispielsweise auch DB Regio Bus Mitte sowie zahlreiche andere große Busunternehmen im Norden von Rheinland-Pfalz, wie zum Beispiel die Koblenzer Busbetriebe, von den Streikmaßnahmen betroffen sind. Lediglich wenige kleine Firmen würden möglicherweise nicht bestreikt werden. Der Rhein-Lahn-Kreis hat keine Möglichkeit, Ersatz für die durch den Streik ausgefallenen Beförderungsleistungen zu schaffen, da er über keine eigenen Busse oder Busfahrer verfügt. Auch ein Rückgriff auf besagte kleinere unbestreikte Busunternehmen ist nicht möglich, da deren Kapazitäten für den Ausfall nicht ausreichen würden, um den ÖPNV in der Schülerbeförderung im Rhein-Lahn-Kreis sicherzustellen. Es ist daher eine grundsätzliche Aufgabe der Eltern, trotz einer teilweise staatlich finanzierten Schülerbeförderung die Fahrt der Kinder zu den Schulen faktisch wie wirtschaftlich selbst sicherzustellen. Die Frage nach Home-Schooling für Kinder ohne eine Fahrperspektive muss durch die jeweiligen Schulen oder die Aufsichtsbehörde (ADD) beantwortet werden.

Verantwortung für die Situation möchte keiner übernehmen

Zu Corona-Zeiten wurde der Präsenzunterricht aufgehoben. Bei Busstreiks besteht weiterhin Pflicht zur Teilnahme am Unterricht vor Ort, doch wie die Teilnahme daran sichergestellt werden kann, ist vollkommen unklar. Die Situation ist verfahren. Der Kreis kann keine Abhilfe schaffen, zumal die Busstreiks meist sehr kurzfristig angesetzt werden, und die Eltern stehen in den Verpflichtungen bei ihren Arbeitgebern und können nicht immer Fahrgemeinschaften bilden. Zwar haben die Eltern Anspruch auf Übernahme der Fahrtkosten, was durch die Ausstellung eines Deutschlandtickets für das Schuljahr umgesetzt wurde, doch das nützt den Betroffenen nichts, wenn kein Bus fährt.

Anzeige

Eine Möglichkeit wäre ein Sammeltaxi. Die Kosten dafür sind immens und werden nicht vom Kreis getragen. Und nun? Jetzt dürfen die Eltern und Kinder erneut bangen. Die Streikmaßnahmen sind aktuell beendet, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann die Gewerkschaften erneut zum Stillstand im ÖPNV aufrufen werden. Im Gegensatz zu Flug- oder Bahnverkehr haben die Betroffenen dann keinen finanziellen Anspruch auf Schadensersatz. Viele Busunternehmer reagierten und schafften es, einen umfangreichen Notfallfahrplan zu erstellen. Die Reitzenhainer und umliegenden Orte hatten dabei kein Glück. Sie fühlen sich zu Recht im Stich gelassen, aber von wem? Verantwortung für die Situation möchte keiner übernehmen und von Abhilfe kann keine Rede sein.

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Lahnstein

Vorzeigekita: Besuch aus Mainz bei der Konsultations-Kita LahnEggs in Lahnstein

Veröffentlicht

am

von

Foto: Eva Dreiser | Stadtverwaltung Lahnstein

LAHNSTEIN Die kommunale Kindertagesstätte LahnEggs ist eine von sechzehn rheinland-pfälzischen Konsultationskitas 2024 – 2026 mit dem Schwerpunkt „Kita als Ausbildungsbetrieb“. Um sich persönlich kennenzulernen und sich ein Bild vor Ort zu machen, besuchten kürzlich Susanne Skoluda und Sabine Theisen vom Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz sowie Susanne Hübel vom Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum in Mainz die Einrichtung.

Während des konstruktiven Treffens konnten offene Fragen geklärt werden und ein intensiver Austausch zum Thema Ausbildung stattfinden. Ein wichtiger Punkt war dabei die bevorstehende Ausbildungsmesse der Kita LahnEggs am 13. September.

Anzeige

Seit 2008 unterstützt das Land mit dem Projekt Fachkräfte dabei, pädagogische Schwerpunkte umzusetzen. Für drei Jahre erhalten die ausgewählten Kitas eine jährliche Förderung für ihre Arbeit. Ihre Hauptaufgabe ist es, anderen Kitas, Trägern, Eltern, Fachschulen und Interessierten ihre Schwerpunktarbeit aus dem Alltag nahe zu bringen und Anregungen zu vermitteln, diese umzusetzen. In einer Konsultationskita erleben pädagogische Fachkräfte, wie ein pädagogisches Schwerpunktthema in den pädagogischen Alltag integriert werden kann und welche Ausstattung und Qualifikation es dafür bedarf.

Anzeige

Als Konsultationskita mit dem Schwerpunkt „Kita als Ausbildungsbetrieb“ bietet die Kita LahnEggs Material und Know-How zur Gestaltung des praktischen Teils der Ausbildung an, das sie online, telefonisch oder vor Ort weitergeben. Da von 21 pädagogischen Fachkräften 17 bereits den Praxisanleiterschein besitzen, können sie dabei auf vielfältige Erfahrungen und Fähigkeiten zurückgreifen.

 

 

Bildunterzeile:

Susanne Skoluda, Sabine Theisen und Susanne Hübel waren im intensiven Austausch mit dem Konsultationsteam der Kita LahnEggs, Jennifer Fuchs, Melanie Mangold, Julia Rademaker und Leiter Björn-Schrewe-Mangold, sowie Katrin Seelbach von der Stadtverwaltung.

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Trending

×

Hallo.

Klicke auf den Button um uns eine WhatsApp Nachricht zu senden oder sende uns eine Mail an redaktion@ben-kurier.de

× Whats App zum BEN Kurier