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Montabaur

Bitte nehmen Sie doch Platz: Der längste Tisch Montabaurs spendet für die Tafel

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Bild: VG Montabaur / Larissa Metz - mit Selbstauslöser

MONTABAUR »Bitte nehmen Sie doch Platz!« Immer wieder luden die Organisatoren der Aktion “Der längste Tisch Montabaurs” Passanten in der Fußgängerzone ein, sich an den Tisch setzen, den sie vor dem historischen Rathaus aufgebaut hatten. Das war Anfang September. Viele folgten der Einladung spontan oder waren extra dafür in die Stadt gekommen. Es gab Kaffee, Kuchen, Snacks, Brettspiele und jede Menge Anregungen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Davon machten die Menschen am Tisch reichlich Gebrauch und spendeten gerne für die gelungene Aktion und die freundliche Bewirtung. So kam schließlich ein Betrag von 367,21 Euro zusammen, den das Orgateam dem Förderverein der Tafel Westerwald – Montabaur / Wirges spendete. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafeln sammeln Lebensmittel ein, die in Supermärkten nicht verkauft werden, und verteilen sie an bedürftige Menschen. Zur Unterhaltung ihrer Ausgabenstellen sind sie auf Spenden angewiesen. In der Ausgabestelle in Montabaur nahm der Vorsitzende Alexander Schnupp (Bildmitte) den Scheck entgegen. “Jeder Euro kommt unseren Tafelkunden unmittelbar zugute”, so Schnupp.

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»Der längste Tisch Montabaurs« ist aus der Plattform JumaZu – Jugend macht Zukunft – hervorgegangen. JumaZu wird vom Haus der Jugend im Auftrag der Stadt und der Verbandsgemeinde Montabaur durchgeführt. Die Idee ist es, Jugendliche am politischen Prozess vor Ort zu beteiligen und gesellschaftliches Engagement zu unterstützten. Zum Orgateam von “Der längste Tisch Montabaurs” gehören (von rechts) Maxime Chetchouga, Keana Müller, Polina Volodina und Larissa Metz, die Projektleiterin von JumaZu. “2024 soll es wieder einen längsten Tisch geben. Wer mitmachen will beim Orgateam, ist herzlich eingeladen”, sagt Polina Volodina. 

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Blaulicht

Das Unerträgliche ertragen helfen: Notfallseelsorge Rhein-Lahn-Westerwald bietet Einsatzkräften Stärkung und Austausch

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Foto: Dekanat/Sabine Hammann-Gonschorek

NEUHÄUSEL Zu einem ökumenischen Gottesdienst der Notfallseelsorge (NFS) aus dem Westerwald und dem Rhein-Lahn- Kreis sind Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfswerke sowie die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in der katholische Kirche in Neuhäusel zusammengekommen. Dekanin Kerstin Janott aus dem Dekanat Nassauer Land, Pastoralreferent Rainer Dämgen, NFS-Leiterin Bea Vogt und andere Mitarbeitende der Notfallseelsorge sowie Daniela Dott an der Orgel gestalteten den Gottesdienst.

Rainer Dämgen sprach über die Geschichte von Jesus auf dem See Genezareth aus dem Matthäus-Evangelium. Darin ist Jesus in einem Boot mit seinen Jüngern, während ein Sturm aufzieht. Seine Jünger bekommen Angst, doch Jesus schläft zunächst. „Die Geschichte will uns sagen, Jesus ist bei uns, auch wenn ein Sturm aufzieht. Er kann uns helfen, das Unerträgliche zu ertragen,“ sagte Dämgen. „Jesus wirbt darum, Vertrauen in das Leben zu haben. Vertraut dem, der hinter dem Leben steht.“

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Im Anschluss wurde Ulrich Dörschel aus Ransbach-Baumbach als neuer Notfallseelsorger beauftragt. Danach brachten Mitarbeiterinnen der Notfallseelsorge die Belastungen, die ihnen in den Einsätzen begegnen, in einem symbolischen Entlastungsritual mit dem Entzünden von Kerzen vor Gott. Die Notfallseelsorgenden in den beiden Landkreisen werden zu Verkehrsunfällen, Suiziden und anderen plötzlichen leidvollen Ereignissen gerufen und begegnen dort Situationen der Ohnmacht und müssen große Trauer der Betroffenen aushalten. Das, seit mehr als 20 Jahren in der Region aktive ehrenamtliche Team der Notfallseelsorge hilft in Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften da, wo es besonders weh tut: In der ersten Phase des Schocks, in der die Verzweiflung am Größten ist.

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Im Anschluss an den Gottesdienst waren die zahlreichen Besucher zu Gesprächen und einem gemütlichen Beisammensein in das benachbarte Haus Anna eingeladen.

Ulrich Dörschel aus Ransbach-Baumbach wurde als neuer Notfallseelsorger beauftragt. | Foto: Dekanat/Sabine Hammann-Gonschorek
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Montabaur

Nentershäuser Musiker unterstützen herzkranke Kinder

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Foto: Andreads Egenolf

NENTERSHAUSEN Es war ein Konzert, dass es in dieser Zusammensetzung in Nentershausen so noch nicht gegeben hatte: Der Männergesangverein „Eintracht“ 1905 (Leitung: Marco Herbert) und der Musikverein „Musikalische Löwen“ (Leitung: Lukas Oberbauer) aus der Westerwaldgemeinde hatten Anfang Dezember erstmal zu einem gemeinsamen Adventskonzert in die Pfarrkirche St. Laurentius nach Nentershausen eingeladen. Damit sorgten die Sänger und Musiker für ein mit fast 400 Menschen restlos gefülltes Gotteshaus, in dem es nicht nur Klassiker wie „Maria durch ein Dornwald ging“ oder „Von guten Mächten“ zu hören gab, sondern beispielsweise auch englische Stücke wie das Weihnachtsliedermedley „A Christmas Festival“.

Dass die Laurentiuskirche seinerzeit bestens gefüllt war, war aber nicht nur der sehr guten Musik der beiden Vereine zu verdanken, sondern auch dem Spendenziel: Der Erlös des Konzertes ging zugunsten des Vereins „Kleine-Herzen-Westerwald“ mit Sitz in Höhn, der seit mehr als 15 Jahren eine Anlaufstelle für Eltern und deren herzkranke Kinder bietet und diese sowie vier Kinderkliniken finanziell auf vielfältige Weise unterstützt.

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Erlös von Adventskonzert an Verein „Kleine-Herzen-Westerwald“ übergeben

Der Erste Vorsitzender Günter Mies konnte nunmehr vor Kurzem im Nachgang des Adventskonzertes freudestrahlend eine große Spendensumme aus den Händen von Vertretern der „Eintracht“ und der „Musikalischen Löwen“ entgegennehmen. 6250 Euro kamen durch das Konzert in Nentershausen und den anschließenden Essens- und Getränkeverkauf zusammen. Mies konnte prompt auch berichten, dass das Geld in Nentershausen für eine Herzoperation eines 14-jährigen Mädchens im Uniklinikum Bonn verwendet wird. Der Heranwachsenden aus dem Kosovo, die bereits wenige Wochen nach ihrer Geburt am Herzen operiert werden musste und seinerzeit schon von „Kleine-Herzen-Westerwald“ unterstützt wurde, wird unter anderem eine neue Herzklappe eingesetzt. Insgesamt soll die OP 73.000 Euro kosten, wovon der Westerwälder Verein 27.000 Euro beisteuert, zu denen nunmehr auch das Adventskonzert in Nentershausen beigetragen hat. „Ich hoffe, dass sie dann auch ein ganz normales Leben leben kann“, sagte Günter Mies bei der Spendenübergabe mit Blick auf die 14-Jährige.

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Gleichzeitig dankte er den Nentershäuser Musikern und Sängern für ihr Engagement und das sehr gute Konzert. Aufmerksam geworden auf den Verein „Kleine-Herzen-Westerwald“ waren die Nentershäuser durch den ersten Vorsitzenden des Musikvereins, Bernd Reifenscheidt, dessen Schwiegervater bereits anlässlich seines 70. Geburtstages an die Wohltätigkeitsorganisation aus Höhn gespendet hatte.

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Montabaur

Montabaur blüht auf

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Foto: Stadt Montabaur

MONTABAUR Bald ist es wieder so weit: Der Frühling hält Einzug. Die Osterbrunnen in Montabaur und in den Stadtteilen werden geschmückt, das Frühlingsgärtchen vor dem historischen Rathaus liebevoll gestaltet, und die fantasievoll bemalten Rieseneier zieren die Kreisel und verbreiten eine frühlingshafte Stimmung.

Der Start für die Aktion „Montabaur blüht auf“ beginnt am Samstag, 16. März von 11.00 bis 14.00 Uhr mit der Begrüßung durch Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland auf dem Großen Markt. Musikalisch begrüßt der Musikverein Horressen in der Zeit zwischen 11.00 und 11.45 Uhr beschwingt den Frühling in Montabaur. Im Anschluss erfreut die Gärtnerband bis 14.00 Uhr mit ihren fröhlichen und swingenden Melodien Jung und Alt.

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Kinder dürfen mit dem Haus der Jugend ein Blumentöpfchen bemalen und anschließend eine Frühlingspflanze darin einsetzen. Der Bürgerverein verteilt Frühblüher an die Gäste und die überdimensionalen Walk-Act Figuren „Biene und Hase“ erfreuen nicht nur die Kinder, sie sind auch ein beliebtes Fotomotiv.

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Die Aktion „Montabaur blüht auf“ wird von der Stadt Montabaur in Kooperation mit dem Bürgerverein Montabaur und dem Haus der Jugend veranstaltet. Für die liebevolle österliche Dekoration sorgt wie immer das Team des städtischen Bauhofes.

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