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Gesundheit

Zukunft des Paulinenstiftes in Nastätten sichern – Dr. Nick (CDU) setzt sich für Standort ein

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Erwin Rüttel (CDU) setzt sich ebenfalls für das Paulinenstift ein

NASTÄTTEN Bezüglich der Zukunft des Paulinenstiftes in Nastätten erklären der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses Erwin Rüddel und der zuständige Wahlkreisabgeordnete Dr. Andreas Nick:

Andreas Nick: Regionale Krankenhäuser sind für die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum unabdingbar. Mit der am 11. Juni 2021 vom Deutschen Bundestag beschlossenen Änderungsregelung zum Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG), besteht nun die Möglichkeit für die Bundesländer, Ausnahmetatbestände bei konkreten Nachteilen für Patienten insbesondere durch verlängerte Transport- und Anfahrtswege zu prüfen, um die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Ein entsprechender Antrag beim Landesgesundheitsministerium wurde gestellt.

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Mit der Einführung der Ausnahmeregelung wird die grundsätzliche Möglichkeit als Voraussetzung dafür geschaffen, dass bestimmte Funktionen, wie z.B. Operationen an Hüftgelenken und von Oberschenkelhalsfrakturen, auch künftig in Nastätten vorgehalten werden können, deren Fortbestand am Standort zunächst in Frage gestellt schien. Es liegt nun an der Landesregierung, die Weichen dafür zu stellen, dass das Paulinenstift in Nastätten erhalten bleibt.“

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Erwin Rüddel (CDU) setzt sich ebenfalls für das Paulinenstift ein

Erwin Rüddel: “Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, eine mögliche Lösung für das Krankenhaus zu finden, die versucht, Qualität und flächendeckende Versorgung zu vereinen und hoffe, dass die Landesregierung diese Lösung unterstützt.”

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Gesundheit

SPD Lahnstein zum Elisabeth-Krankenhaus: So kann man mit Menschen nicht umgehen!

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LAHNSTEIN Rund 190 Mitarbeitende werden voraussichtlich im Elisabeth-Krankenhaus ihren Arbeitsplatz verlieren. Nach derzeitigem Stand soll lediglich die Psychiatrie erhalten bleiben. Für die SPD Rhein-Lahn, aber auch im gesamten Rhein-Lahn-Kreis ein Schock. „So kann man nicht mit Menschen umgehen“, teilt der SPD-Kreisvorsitzende Manuel Liguori und MdL mit. „Es ist vollkommen unverständlich, dass wir als kommunale Vertreter nicht informiert wurden und wir aus der Presse erfahren mussten, dass es im Elisabeth-Krankenhaus zu Massenentlassungen kommt. Wir gingen bis zur Presseveröffentlichung davon aus, dass bereits eine tragfähige Lösung mit der Gerontopsychiatrie gefunden wurde.“ Die SPD Rhein-Lahn kritisiert, dass die Informationspolitik von Anfang an nicht vorhanden war, vielmehr sogar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit getäuscht wurden. Noch Ende November wurde im Rahmen des Schutzschirmverfahrens davon gesprochen, das Krankenhaus zukunftssicher aufzustellen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden aufgerufen, ihren Tätigkeiten unverändert nachzugehen.

Kritik kommt auch vom Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Carsten Göller: „Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Beteiligten sieht anders aus. Ganz im Gegenteil muss man jede Information, die vielleicht doch gegeben wird, intensiv auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen. Viele Aktive in Stadt und Kreis hätten sicherlich gerne gemeinsam nach einer vernünftigen und tragfähigen Lösung gesucht, wenn man Stadt- und Kreispolitik, denn an dem Prozess beteiligt und nicht vor vollende Tatsachen gestellt hätte. Wir arbeiten daran, den Gesundheitsstandort Rhein-Lahn zu festigen und dann werden im Grunde alle von den derzeit Verantwortlichen vor den Kopf gestoßen. Unfassbar!“

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Jochen Sachsenhauser: »Es gab zwar ein Gespräch mit der Klinik, doch Antworten haben wir nahezu keine erhalten.«

Am Mittwochnachmittag waren die SPD-Spitzen aus Lahnstein, Jochen Sachsenhauser und Gabi Laschet-Einig, vor Ort und baten um ein Gespräch mit der Geschäftsleitung. „Es gab zwar ein Gespräch mit der Klinik, doch Antworten haben wir nahezu keine erhalten“, führt Jochen Sachsenhauser aus. „Das ist enttäuschend. Es wurde noch nicht einmal mitgeteilt, weshalb die kommunale Politik nicht in den Prozess mit einbezogen wurde. Alle gestellten Fragen blieben unbeantwortet, mit dem Hinweis, dass man sich in laufenden Verhandlungen befinden würde. Erst in der kommenden Woche möchte man sich dazu äußern.“

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Für Gabi Laschet-Einig ist das Verhalten der Geschäftsleitung bemerkenswert: „In der Vergangenheit scheinen in der Führung des Krankenhauses einige Fehlentscheidungen getroffen worden zu sein.“ Wie man allgemein hört, hatte das Krankenhaus noch vor wenigen Jahren solide Rücklagen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. „Wenn das korrekt ist, wurden hier gravierende Managementfehler gemacht und ausbaden dürfen das jetzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“, so Gabi Laschet-Einig weiter. „Teilweise sind die Menschen dort über Jahrzehnte beschäftigt und stehen kurz vor der Rente. Das ist der Dank: Hinhalteparolen, kaum Transparenz und schließlich die Kündigung! Dazu noch die Patientinnen und Patienten, die jetzt das Krankenhaus verlassen müssen. Geplante Operationen wurden kurzfristig abgesagt. Mir tun all die Menschen unendlich leid, die davon betroffen sind. Da kann man durchaus wütend und traurig werden.“

Die Lahnsteiner SPD ist sich sicher, dass auch Roger Lewentz, MdL und Landrat Jörg Denninghoff mit ihren Kontakten und Erfahrungen bei einer Lösungsfindung unterstützt hätten. Jochen Sachsenhauser von der Lahnsteiner SPD: „Es ist total unverständlich, dass mit dem Kreis oder den örtlichen Abgeordneten kein Kontakt gesucht wurde. Bis gestern gingen alle davon aus, dass die zuvor angekündigte Umstrukturierung mit neuen Abteilungen greifen wird. Offensichtlich war die Hilfe von außen bewusst nicht gewünscht. Das Vorgehen der Beteiligten wirft erhebliche Fragen auf.“

Die SPD Lahnstein und die SPD Rhein-Lahn betonen erneut, dass sie noch immer gerne unterstützend helfen möchten, wenn man denn endlich transparent mit der Kommunalpolitik sprechen und nicht mauern würde.

 

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Gesundheit

190 Mitarbeiter werden ab morgen im Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein entlassen: Hospital wird zur Psychiatrie!

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LAHNSTEIN Heute fand im Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein die erwartete Mitarbeiterversammlung statt. Schon beim letzten Zusammentreffen wurden die Diskussionen zwischen dem Geschäftsführer Claudius David Walker und den Bediensteten hitzig und kontrovers geführt. Die Übernahmeverhandlungen zwischen der BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier) und dem St. Vinzenz-Verbund sind weit fortgeschritten und stehen möglicherweise kurz vor einem Abschluss, aber die Bedingungen für das Personal sind hart.

190 Mitarbeiter sollen ab morgen ihre Kündigung erhalten und sind ab dem 01. März freigestellt. Das Arbeitsverhältnis endet zum 31. Mai 2024. Sonderkündigungsrechte für Behinderte und Schwangere sollen außer Kraft gesetzt werden. Dahingehend ist bereits Widerstand seitens der Schwerbehindertenbeauftragten angekündigt worden.

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Sämtliche Abteilungen des Elisabeth-Krankenhauses sollen geschlossen werden. Das beinhaltet auch die Chirurgie, das medizinische Versorgungszentrum, die Kurzeitpflege und die Endoskopie. Alle OP Termine wurden für sofort abgesagt. Die Abteilungen werden umgehend dicht gemacht! Einzig übrig bleibt die Psychiatrie. Von der neuen Gerontopsychiatrie war nicht mehr die Rede.

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Der Schock dürfte tief sitzen. Nicht nur die Mitarbeiter der zu schließenden Abteilungen werden entlassen, sondern auch zahlreiche Beschäftigte in der Verwaltung. Wie es mit den Auszubildenden in den einzelnen Abteilungen außerhalb der Psychiatrie weitergehen könnte, ist noch unklar.

Das Ganze hat einen Beigeschmack. Bereits im vergangenen Sommer gab es Verhandlungen mit der BBT-Gruppe. Schon damals war die Rede von einer reinen Psychiatrie in Lahnstein. Genau die wurde jetzt in der Insolvenz in Selbstverwaltung auf dem Präsentierteller serviert. Zufall?

Laut dem Geschäftsführer Claudius David Walker gibt es keine Alternative, da die Gelder, trotz Insolvenz in Eigenverwaltung, nur noch bis April reichen werden. Die BBT-Gruppe ist sicherlich ein guter und namhafter Arbeitgeber, aber die Einschnitte sind gravierend. Während die Mitarbeiter mit Durchhalteparolen über Monate hingehalten wurden, bekommen sie nun die Quittung für ihr Verständnis: die Kündigung!

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Gesundheit

Nach vorläufigem Sana Rückzug: Wie geht es weiter mit dem Paulinenstift in Nastätten?

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Foto: BEN Kurier

NASTÄTTEN Nachdem die Sana Gruppe am 07. Februar die Übernahme-Verhandlungen mit dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein als gescheitert betrachtet hatte, ist auch das Paulinenstift in Nastätten als letztes verbliebenes Krankenhaus mit nahezu Grundversorgung von den weiteren Entscheidungen in Koblenz betroffen.

Immerhin gehören sie dem Verbund mit den Standorten in Koblenz, Mayen und Boppard an. Seit Jahren wird nach einer Lösung gesucht. Für die Sana ist das Kostenrisiko der betrieblichen Altersvorsorge der Belegschaft nicht kalkulierbar. Dabei soll es um etwa 300 Millionen Euro gehen. Bisher wurde das GKM (Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein) vom Kreis Mayen-Koblenz, der Stadt Koblenz und drei Stiftungen getragen. Eine davon ist die Nassauische Diakonissen-Mutterhaus Paulinenstiftung, die für das Hospital in Nastätten zuständig ist. Den Standort im Blauen Ländchen gibt es bereits seit der Grundsteinlegung im Jahre 1904. Seit 1921 wird es durch die Stiftung geführt. Rund 150 Mitarbeiter versorgen jährlich 2700 stationäre oder teilstationäre Patienten. Einzigartig im Rhein-Lahn-Kreis ist die Palliativstation.

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Neben der Inneren und Palliativmedizin, wird in der Klinik auch die Akutgeriatrie, Chirurgie, Intensiv und Notfallmedizin, Schmerztherapie, HNO und Frauenheilkunde angeboten. Rund 9100 ambulante Patienten, inklusive ambulante Operationen, werden jährlich dargestellt.

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In Schieflage ist das Krankenhaus nicht. Im Gegenteil. Das Paulinenstift ist zu einem hochmodernen Krankenhaus mit Perspektive im Rhein-Lahn-Kreis ausgebaut worden. Dennoch herrscht Verunsicherung, die wahrscheinlich unnötig ist. Bisher galt ein Bestandschutz für das Krankenhaus und das aus gutem Grund: Nach dem Wegfall der Hospitäler in Katzenelnbogen, Diez, Nassau und zuletzt Bad Ems, sowie der Insolvenz in Eigenverwaltung beim Elisabeth Krankenhaus in Lahnstein, mit der Neuausrichtung zum großen psychiatrischen Gesundheitsstandort mit dem Wegfall der Chirurgie, verbleibt einzig das Nastätter Paulinenstift im Kreis als stationärer Grundversorger.

»Das Land hat den Standort Nastätten als bedarfsnotwendig erklärt. Somit unverzichtbar, um die Fläche zu versorgen. Da hat meines Wissens nach der Minister Hoch auch noch einmal bekräftigt!«, teilt der Nastätter Bürgermeister Marco Ludwig mit. »Die Paulinenstiftung steht ganz klar zum Standort und ist in den Gesprächen zu vielen bereit, soweit der Standort sichergestellt bleibt.«

»Die Frage, wie es hier weitergeht, beschäftigt nicht nur mich, sondern die ganze kommunale Politik seit Wochen.« für Nastättens Verbandsbürgermeister Jens Güllering aus. »Ich bin zunächst erleichtert, dass es durch Entscheidungen der kommunalen Gesellschafter gelungen ist, den Fortbestand des Gemeinschaftsklinikums insgesamt zu gewährleisten. Für die Klinik in Nastätten sehe ich die bestehenden Gesellschafter in der Verantwortung und Verpflichtung, ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten.«

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