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Montabaur

Fachkräfte regional: Bekanntes Projekt mit neuer Struktur und neuen Partnern

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Foto v.l. Landrat Dr. Peter Enders (AK), Martin Reitz (KHS RWW), Landrat Jörg Denninghoff (RLK), Ulf Hoffmann (KHS MR), Landrat Achim Schwickert (WW), Tanja Steeg (WFG RLK), Harald Schmillen (WFG NR), Richard Hover (IHK-RGS Montabaur), Katharina Schlag (WFG WW), Dominik Mono (Agentur für Arbeit NR), Landrat Achim Hallerbach (NR), Elmar Wagner (Agentur für Arbeit Montabaur), Lars Kober (WF AK) Es fehlen: Kritina Kutting (IHK-RGS Neuwied) und Daniela Becker-Keip (HwK)

RHEIN-LAHN/WW Bereits im Jahr 2012 kamen die Agentur für Arbeit in Montabaur, der Rhein-Lahn-Kreis und der Westerwaldkreis, jeweils vertreten durch die Wirtschaftsförderungen, mit Partnern zusammen, um die Entwicklung der Region – mit einem besonderen Fokus auf dem Thema Arbeitsmarkt und Fachkräfte – zu gestalten. Unter den Partnern waren die IHK Regionalgeschäftsstelle Montabaur und die Kreishandwerkerschaften Rhein-Westerwald und Rhein-Lahn. Gemeinsam wurde ein Stellenportal aufgebaut, das für Karrierechancen vor der Haustür geworben hat und eine Plattform für den regionalen Arbeitsmarkt bot.

Die Zeiten haben sich geändert“, stellten die Initiatoren nach rund zehn Jahren fest. „Viele Unternehmen suchen heute direkt über Headhunter, Personaldienstleister und die großen Portale mit teilweise internationaler Reichweite. Auf dem Niveau können wir mit dem aktuellen Portal nicht mithalten, zumal es für die Unternehmen einen weiteren zeitlichen Aufwand für das Einstellen und Pflegen bedeutet“, resümieren sie. Auch in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied gab ein ähnliches gemeinsames Projekt mit Beteiligung der Wirtschaftsförderungen, der Agentur für Arbeit und Partnern, das vor diesem Hintergrund schon ein Jahr zuvor beendet wurde. Über „Wir Westerwälder“, eine Initiative der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis, gab es zu diesem Zeitpunkt andere Kooperationsprojekte zum Thema Fach- und Nachwuchskräfte und es wurde überlegt, wie man die Kräfte bündeln und einen Mehrwert für die Unternehmen der Region bieten kann.

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In den Gesprächen wurde schnell klar, dass es viele Angebote, aber keine zentrale Anlaufstelle gibt“, erklären die Partner. „Also haben wir beschlossen, ein Informationsportal aufzubauen, dass Personalverantwortlichen und Fachkräften einen thematisch sortierten Überblick über zentrale Angebote, Anlaufstellen und Initiativen in der Region und darüber hinaus bietet. Damit erleichtern wir eine Recherche, geben Orientierung, bündeln und bewerben Angebote der Kooperationspartner und vernetzen den Bildungsraum Westerwald – Neuwied – Rhein-Lahn.“

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Auch die vier Landräte Dr. Peter Enders (Altenkirchen), Achim Hallerbach (Neuwied), Jörg Denninghoff (Rhein-Lahn-Kreis) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis) freuen sich über dieses Gemeinschaftsprojekt. „Für Unternehmen, Fachkräfte und Auszubildende spielen die regionalen Grenzen keine Rolle, daher sind wir gut beraten, bei diesem Thema, wie auch in anderen Bereichen, interkommunal zu denken und zu agieren. Mit zwei Arbeitsagenturbezirken, zwei IHK-Regionalgeschäftsstellen, zwei Kreishandwerkerschaften, der HwK Koblenz und vier Wirtschaftsförderungen bündeln 11 Partner ihre Ressourcen und zeigen damit die Stärke und Angebotsvielfalt der Region im nördlichen Rheinland-Pfalz“, sind sie sich einig.

Zum offiziellen Startschuss kamen nun alle Partner in Montabaur zusammen. Das Informationsportal ist unter www.fachkraefte-regional.de sowie auf Facebook und Instagram zu finden. „Es ist ein dynamisches Portal und wir freuen uns über Hinweise, wenn Themengebiete oder Angebote fehlen“, heißt es von den Betreibern.

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Montabaur

Eisbachtaler U16 mit neuem Trainer: Gary Allmann übernimmt 2009er-Jahrgang

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Foto: Sportfreunde Eisbachtal

NENTERSHAUSEN Die U16 der Eisbären wird in der neuen Saison in der Fußball-Rheinlandliga, der dritthöchsten deutschen Spielklasse in dieser Altersklasse an den Start gehen. Das Sagen an der Außenlinie wird dann ein neuer Trainer haben: Gary Allmann übernimmt den jüngeren B-Jugend-Jahrgang der Eisbären.

Talente zum Probetraining willkommen

Der 37-Jährige aus dem Raum Dierdorf ist bei den Westerwäldern kein Unbekannter: Bereits seit fünf Jahren ist er in verschiedenen Jugenden der Eisbachtaler bereits als Co-Trainer mit an Bord. In seinem sechsten Jahr beim Traditionsverein in Nentershausen übernimmt Gary Allmann, der eine B-Lizenz als Trainer besitzt, nun erstmals einen Job als hauptverantwortlicher Trainer bei den Eisbären. In seiner neuen Tätigkeit bei der U16 wird er dabei unterstützt von Co-Trainer Sascha Kurz und dem Betreuerteam Kai Gasteyer/Pascal Avieny.

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Wer gerne in der kommenden Saison aus dem Jahrgang 2009 für die Eisbachtaler in der U16 spielen möchte, der hat ab sofort die Möglichkeit sich bei einem Probetraining zu beweisen. Jeweils dienstags, donnerstags und freitags von 17.30 bis 19 Uhr wird im Eisbachtalstadion in Nentershausen trainiert. Es ist eine Voranmeldung bei U16-Trainer Gary Allmann, Mobil 0176/30582413, notwendig.

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Montabaur

Tierisch gut: Ziegen im Einsatz als Grünpfleger im Regenrückhaltebecken in Niederelbert

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Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

NIEDERELBERT Tierisch gute Rasenmäher haben die Verbandsgemeindewerke auf ihrem Regenrückhaltebecken in Niederelbert an der Nordstraße im Einsatz: Die Ziegen von Gerd Höber weiden dort im Wiesenbecken am Weiherhellbach. Um die Funktion der Regenrückhaltung erfüllen zu können, muss das Gras in den Wiesenbecken immer kurz gehalten werden. Da ist der Einsatz der Ziegen nicht nur praktisch, sondern auch naturnah und fördert die Artenvielfalt. Die Weidetiere schonen den Boden im Vergleich zu einem Traktor oder Rasenmäher und sie erreichen mühelos auch die schwer zugänglichen Stellen im Gelände. Sie brauchen kein Benzin oder Strom. Außerdem sind sie sehr gründlich und fressen alles ab; nichts bleibt liegen oder stehen. Und das ist besonders wichtig: Wenn abgeschnittenes Gras auf den Grünflächen verbleibt, setzen sich die starken Arten und die Generalisten unter den Wiesenpflanzen durch – zum Beispiel der Löwenzahn. Die anspruchsvollen Spezialisten wie Schafgarbe, Johanniskraut, Flockenblume oder Wiesenknopf werden hingegen zurückgedrängt. So geht Artenvielfalt verloren und den Insekten fehlen ihre typischen Nahrungsquellen.

Seit einigen Jahren setzen die Verbandsgemeinde Montabaur und die Verbandsgemeindewerke Weidetiere wie Ziegen, Schafe oder auch Heidschnucken in der Grünpflege ein. Das fördert die Biodiversität. Frank Bartels ist bei den Werken für die Wiesenbecken zuständig und organisiert die Beweidungen, wo immer es möglich ist. Derzeit „arbeiten“ Weidetiere von privaten Tierhaltern als „Rasenmäher“ auf den Wiesenbecken in Gackenbach, Horbach, Niederelbert und Oberelbert. Die Ziegen von Gerd Höber sind nun schon im dritten Jahr im Einsatz. Es sind acht weiße deutsche Edelziegen, zwölf weitere gehören noch zu Höbers Herde. „Ich beobachte immer, wie die Leute beim Spaziergang am Zaun stehenbleiben und den Tieren zuschauen. Besonders die Kinder haben Spaß daran“ so der Tierhalter. Ein Hinweis ist ihm wichtig: „Bitte die Ziegen nicht füttern. Sie werden krank, wenn sie Futter bekommen, das nicht geeignet ist für sie. Besonders die Jungtiere sind empfindlich. Es gibt genügend frisches Futter in dem eingezäunten Bereich.“ Wenn die Ziegen ihre „Arbeit“ in Niederelbert erledigt haben, werden sie zum Gelände der ehemaligen Kläranlage in Holler gebracht, wo die nächste Wiese gemäht werden muss.

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Kontakt

Wenn Sie Halter von Weidetieren sind und diese in der Grünpflege bei den VG-Werken einsetzen wollen, wenden Sie sich bitte an: Frank Bartels, E-Mail: fbartels@montabaur.de, Tel.: 02602 / 126 – 206.

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Lahnstein

Am Boys Day interessante Eindrücke bei der Caritas gesammelt

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Foto: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn/Maik Wolf

RHEIN-LAHN/WESTERWALD Ausbildungsberufe im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich stehen bei männlichen Jugendlichen eher selten auf der Liste möglicher Berufswünsche. Der Boys’Day – der sogenannte „Jungen-Zukunftstag“ – will das ändern. Einen Tag lang haben Jungs an diesem Tag die Möglichkeit, Berufsfelder zu erkunden, in denen Männer bisher eher wenig vertreten sind – allen voran in Bereichen wie Erziehung, Soziales und Gesundheit. Auch der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn beteiligt sich regelmäßig an dem bundesweiten Aktionstag und gab auch in diesem Jahr wieder Schülern ab der 7. Klasse Gelegenheit, unterschiedliche Berufe sowie den Alltag in einer sozialen Einrichtung kennenzulernen.

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„Ich war neugierig, wie so ein Tag in einer Caritas-Werkstatt aussieht“, nannte Bulcsú Bóna den Grund für seine Teilnahme am Boys’Day 2024. Der 14-jährige Montabaurer besucht die 8. Klasse am Raiffeisen-Campus in Dernbach und hatte bereits im vergangene Jahr erste Boys’Day-Erfahrungen gesammelt. In diesem Jahr hatte er sich gezielt für die Caritas-Werkstätten in Montabaur entschieden. „Ich kannte die Einrichtung, bisher allerdings nur von außen“, sagt Bulcsú, der zuvor kaum Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung sammeln konnte.

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Berührungsängst hatte er keine: „Alle haben mich super freundlich aufgenommen. Ich durfte an mehreren Stationen reinschnuppern und war erstaunt über die umfangreichen Aufgaben, die hier geleistet werden“, zog der 14-Jährige nach der Hälfte des Tages ein erstes Zwischenfazit. Seine berufliche Zukunft sieht er nicht im sozialen Bereich: „Nach der Schule will ich gerne studieren, am liebsten was mit Finanzen und Wirtschaft“, hat Bulcsú klare Ziele. „Ich könnte mir aber vorstellen, mich später mal ehrenamtlich zu engagieren“, ergänzt er und berichtete, dass er die Caritas sogar schon mal mit Geld- und Sachspenden unterstützt hat.

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Schüler schnupperten einen Tag lang in verschiedene soziale Berufe rein

Interessante Eindrücke sammelte auch Felix Schwarz im Betrieb der Caritas-Werkstätten in Lahnstein. „Man merkt sofort, dass die Beschäftigten sehr viel Spaß an der Arbeit haben“, sagte der 14-jährige Schüler aus Eitelborn. Nach einem Einführungsgespräch startete er seinen Boys’Day in der Ergotherapie, ehe er später auch die Möglichkeit hatte, im Bereich „Verpackung und Montage“ reinzuschnuppern. Begeistert zeigte sich Felix insbesondere von der Atmosphäre am Arbeitsplatz: „Hier herrscht eine tolle, sehr harmonische Stimmung. Jeder mag hier jeden.

Der 14-jährige Bulcsú Bóna absolvierte seinen Boys’Day in den Caritas-Werkstätten in Montabaur. Für den Schüler vom Raiffeisen-Campus in Dernbach war der Tag sehr abwechslunsgreich: „Ich kann das jedem nur empfehlen, mal am Boys’Day teilzunehmen“, zog Bulcsú seine Bilanz. Foto: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn/Holger Pöritzsch

Das macht richtig Spaß“, fühlte sich der Schüler sichtlich wohl bei seinem Schnuppertag in Lahnstein. Als in der Schule Werbung für den Aktionstag gemacht wurde, war Tim Abrahiem (15) aus Hachenburg sofort begeistert und meldete sich freiwillig. Über die Boys’Day-Website suchte er nach dem geeigneten Platz und wurde schließlich in den Caritas-Werkstätten in Rotenhain fündig. „Das klang einfach super interessant. Es hat mich gereizt, die Arbeit in einer solchen Einrichtung kennenzulernen“, nannte Tim die Beweggründe für seine Entscheidung. Der begeisterte Musiker besucht das Landesmusikgymnasium in Montabaur und absolviert derzeit unter anderem eine Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker. Überrascht war der 15-Jährige vor allem von den vielfältigen Aufgaben in einer Caritas-Werkstatt.

„Ich finde es toll, dass Menschen mit Beeinträchtigung auf diese Weise die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht wird. Vor allem spielt die Art und Stärke der Beeinträchtigung keine Rolle, für jeden gibt es eine entsprechende Aufgabe, auf jeden wird individuell eingegangen“, schwärmte Tim von seinen Eindrücken. Berührungsängste hatte auch der junge Hachenburger keine: „Alle sind freundlich und nett. Hier herrscht vor allem ein großes Gemeinschaftsgefühl, jeder unterstützt jeden.“ Seine berufliche Zukunft lässt er noch offen: „Ich könnte mir was im Bereich Architektur oder im Ingenieurwesen vorstellen; Städteplanung finde ich sehr spannend“, sagte Tim, der seine große Leidenschaft Musik später eher nur nebenberuflich ausleben möchte. Bei einem ist er sich aber sicher: „Beim Boys’Day 2025 bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

Tim Abrahiem aus Hachenburg ist – wie er selbst sagte – immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Daher hatte er sich für den Boys’Day in den Caritas-Werkstätten in Rotenhain entschieden. „Der Tag war super interessant, ich habe viele tolle Menschen kennengelernt – und das Essen war auch richtig lecker“, zog er ein rundum positives Fazit. Foto: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn/Holger Pöritzsch
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