Fröhliches Tauffest in Diez begeistert Klein und Groß

Fröhliches Tauffest in Diez begeistert Klein und Groß

in VG Diez

DIEZ Erstmals hatten die drei evangelischen Kirchengemeinden in und rund um Diez zu einem gemeinsamen Tauffest in die Lahnanlagen eingeladen. Das Mega-Event von St. Peter-, Stiftskirchen- und Jakobusgemeinde, mit dem um Gottes Segen und Schutz gebeten wurde, bereitete trotz mancher Herausforderung Klein bis Groß sehr viel Freude.

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24 Täuflinge im Alter zwischen sechs Monaten und 21 Jahren, deren Angehörige und Gemeindeglieder hatten sich zum außergewöhnlichen Tauf-Gottesdienst an der Aar-Mündung versammelt. Noch am Abend zuvor musste das Pfarrer-Ehepaar Kerstin und Ingo Lüderitz krankheitsbedingt seine Teilnahme absagen. Dekanin Kerstin Janott sprang in die Bresche, um Erziehungsberechtigten, Paten und den mehr als 250 Gästen ihr Versprechen zu entlocken, die Kinder im christlichen Glauben zu erziehen, zu begleiten und ihnen auch in schwierigen Zeiten beizustehen. Die Taufe ist das sichtbare Zeichen dafür, dass Gott die Getauften angenommen hat. Das Sakrament wird von fast allen christlichen Kirchen gegenseitig anerkannt. Deshalb kann jeder Mensch nur einmal im Leben getauft werden, auch wenn er beispielsweise die Konfession wechselt oder aus der Kirche austritt. Mit der Taufe werden Menschen in die Gemeinschaft von Christinnen und Christen aufgenommen.

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24 Familien feiern segensreichen Gottesdienst an der Aar-Mündung in Diez

An vier Tauf-Stationen spendeten Janott, Vikar Sebastian Schmidts, Pfarrerin Maike Kniese und Pfarrer Manuel Fetthauer, Ideengeber und Motor für das außergewöhnliche Tauffest, das Sakrament. 40 Personen scharte an einer fünften Station Gemeindepädagogin Sabine Güntner um sich, die sich alle an ihre Taufe erinnerten und symbolisch einen Segens-Stein überreicht bekamen. Einem Täufling gefiel das Prozedere so gut, dass er selbst die mit Wasser gefüllte Taufschale zuerst mit den Fingern inspizierte, um dann den ganzen Kopf reinzuhalten. Lautes Lachen und viel Applaus begleitete die Zeremonie, die auf ein breites positives Echo stieß. Trotz der Vielzahl empfanden die Familien jede einzelne Taufe als würdigen Akt in einem wunderschönen natürlichen Ambiente.

Zuvor hatten die theologischen Protagonisten auf die Bedeutung der Taufe hingewiesen, die auf dem biblischen „Tauf- und Missionsbefehl“ im Matthäus-Evangelium basiert und das Leben von Kindern unter einen Schutz stellt, der höher ist als menschliche Vernunft: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Noch mehr als ein Dübel in der Wand gebe die Taufe Halt und trage ein ganzes Leben lang. Damit es nicht nur beim schwierig vorstellbaren Segen bleibt, versprachen die Paten in den Fürbitten, ihren Taufkindern beizustehen, wann immer sie Rat und persönlichen Zuspruch und Hilfe brauchen.

Jonas van Baaijen am Keyboard sowie die evangelischen Posaunenchöre der St. Peter- und der Jakobusgemeinde unter Leitung von Peter Schreiber sorgten für die musikalische Umrahmung der Freiluft-Taufe, während der anwesende Kinder wie selbstverständlich spielen konnten, ohne die Zeremonie zu stören. Manuel Fetthauers Dank richtete sich auch an die Paddler-Gilde, die pragmatisch das Event unterstützt hatte.

So viele positive Rückmeldungen es auch von den anwesenden Familien gab: Ob es eine Wiederholung des Tauffestes gibt, darüber werden die Kirchenvorstände nach einer Auswertung der Premiere entscheiden. Fotos und Text: Dekanat Nassauer Land

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