Harald Gemmer, Rosel Dietrich und Peter Walter Maxeiner – es regnet, das Dach kann getestet werden, ist notwendig und willkommen - Foto: Uschi Weidner

Schlosser spenden für die „Räuber“

in Schulen/VG Aar-Einrich

KATZENELNBOGEN Augenzwinkernd verriet Peter-Walter Maxeiner, Inhaber der Firmen Gestaltender Metallbau Thorn und Metallbau Thorn in Katzenelnbogen, dass das seine Wunschüberschrift über einem Bericht für eine sehr besondere Arbeit wäre. Bekanntlich handelt es sich bei der Kindertagesstätte in Mittelfischbach um die „Räuberhöhle“ – folglich sind die 72 Kinder, die hier im Ganztagsbetrieb betreut werden, die Räuber.

In der Kindertagesstätte Mittelfischbach stand an, für die U3- (17 Kinder) und Ü3- (55 Kinder) wegen der gesetzlich vorgeschriebenen „Nichtmischung“ getrennte Eingangsbereiche zu schaffen. Verschiedene Lösungen waren in der Diskussion.

Auf Nachfrage bei der Firma Thorn konnte gemeinsam mit der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Aar-Einrich zeitnah einen Vorschlag als Übergangslösung erarbeitet werden. Die Firma Thorn überraschte sowohl das Team der Kindertagesstätte als auch die Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde Aar-Einrich mit ihrer Geste, das Aluvordach zu spenden. „Der Grundgedanke des Zusammenrückens steht für mich in diesen schwierigen Zeiten dabei im Vordergrund“, so Peter-Walter Maxeiner.

Die Konstruktion war fast ein Projekt für mehrere seiner insgesamt 14 Auszubildenden. Eile war geboten, es galt, die neuen Vorschriften im Kindergarten umzusetzen, deshalb waren zwei Gesellen behilflich. Die neue Lösung musste ab 1. November, spätestens jedoch am 16. Dezember zur Verfügung stehen.

Die Leiterin der Kindertagesstätte Rosel Dietrich freute sich über das unbürokratische Zustandekommen: „Ich habe Peter-Walter Maxeiner angerufen, er versprach sofort zu kommen und sich die Örtlichkeiten anzusehen – es lief.“

Bürgermeister Harald Gemmer lobte ebenfalls den jungen Unternehmer: „Es war ein Projekt in Zeiten der Corona-Pandemie das erforderte, unter den besonderen Bedingungen näher zusammenzurücken, eine schnelle Übergangslösung zu finden für eine Unterstellmöglichkeit über dem zweiten Eingang. Das ist sehr gelungen – und noch dazu hat es die Kommune nichts gekostet.“

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