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VG Bad Ems-Nassau

Kinderwald-Tafel im Freiherr vom Stein-Park enthüllt

NASSAU Namen der Neugeborenen auf Tafel – Symbolische Zeichen der Verbundenheit

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NASSAU Namen der Neugeborenen auf Tafel - Symbolische Zeichen der Verbundenheit

NASSAU Ein im vergangenen Jahr neu gepflanzter Baum und eine davor befindliche Tafel – im Freiherr vom Stein-Park – zeigen symbolisch die Verwurzelung der Neugeborenen aus dem Kinderwaldjahr 2018/2019 zu ihrer Heimat, der Stadt Nassau. Auf dieser Tafel vor dem Jahrgangsbaum 2019 – die Flatter-Ulme (Ulmus laevis) – sind die Namen aller Nassauer Neugeborenen aus der Kinderwaldaktion des vergangenen Jahres verewigt.

Obwohl das Thema Heimat für die Neugeborenen jetzt noch keine Rolle spielt, so wird es sich im Laufe ihres Lebens sicherlich entwickeln. Denn nur wer tief verwurzelt ist und seine Herkunft kennt, hält dem Wind des täglichen Lebens stand.

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Namen der Neugeborenen auf Tafel

Mit dieser Aktion, welche vor 13 Jahren ins Leben gerufen wurde, will man den neuen, kleinen Bürgern der Stadt zeigen, dass sie für immer mit Nassau verwurzelt sind, auch wenn es sie einmal beruflich oder privat woanders hin verschlägt.

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Dank der Unterstützung des Kinderwaldteams und der Gönner der Aktion enthüllte Stadtbürgermeister Manuel Liguori (rechts) mit Stefan Eschenauer (links) vom Naturpark Nassau, diese Tafel im Nassauer Freiherr vom Stein-Park.

Symbolische Zeichen der Verbundenheit

Die gemeinsame Enthüllung der Tafel mit den Neugeborenen, deren Eltern, Geschwistern und Großeltern, musste in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Text und Foto: Achim Steinhäuser

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VG Bad Ems-Nassau

Erstes Gastro-Unternehmertreffen in Bad Ems: Herausforderungen und Erfolge im Fokus

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BAD EMS Am 8. Mai 2024 fand das erste Unternehmertreffen des Gastrobereichs in Bad Ems statt. Die folgenden Informationen stammen aus einem von Herrn Ernst Heilig erstellten Protokoll. Trotz der frühen Uhrzeit und der damit verbundenen geringeren Teilnehmerzahl war die Diskussion intensiv und vielfältig. Die Themen reichten von den wirtschaftlichen Herausforderungen der Beherbergungsbetriebe über den neuen Abendmarkt bis hin zu Stadtmarketing und zukünftigen Veranstaltungen.

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Saisonstart: Ernüchternde Bilanz

Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Saisonstart für die meisten Beherbergungsbetriebe enttäuschend verlaufen ist. Nur ein Betrieb konnte ein Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, während die anderen mit erheblichen Verlusten und hohen Stornierungsraten kämpften. Die Sturmschäden und unbefahrbaren Wege wurden als Hauptgründe genannt, die insbesondere Radfahrer von einem Besuch in Bad Ems abhielten.

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Abendmarkt: Positiver Anfang mit Verbesserungspotenzial

Der erste Abendmarkt wurde positiv aufgenommen, zog jedoch, nach Auffassung der Teilnehmer, hauptsächlich neugierige Einheimische an. Marktmeisterin Frau Fuchs erhielt Lob für die Organisation, allerdings waren die angrenzenden Gastrobetriebe überlastet. Verbesserungen wurden diskutiert, darunter die Erweiterung des Veranstaltungsareals und die Notwendigkeit besserer Werbung.

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Stadtmarketing und Kooperationen

Das Treffen offenbarte ein fehlendes eigenständiges Stadtmarketing. Es wurde vorgeschlagen, die Webseiten der Betriebe mit dem Veranstaltungskalender der Touristik zu verlinken und eine Welcome-App für Gäste einzuführen. Eine kulinarische Aufwertung der Stadtführungen durch kleine Verpflegungsstationen wurde angeregt.

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Bettensteuer: Sorge um negative Auswirkungen

Die geplante Bettensteuer wurde kritisch diskutiert. Ohne zusätzliche touristische Angebote könnte sie eher abschreckend wirken und Gäste dazu verleiten, in umliegenden Orten zu übernachten, die nicht der Steuer unterliegen.

Gemeinsame Werbung und neue Veranstaltungsformate

Die Möglichkeit gemeinsamer Werbemaßnahmen mit dem Tourismusverein wurde diskutiert.  Die geplante 700-Jahr-Feier der Stadt Bad Ems ließ bisher keine speziellen Buchungen verzeichnen, was auf mangelnde überregionale Werbung zurückgeführt wurde. Eine Reaktivierung des ehemaligen Brückenfests wurde in Betracht gezogen.

Ernüchternde Bilanz nach Rheinland-Pfalz-Tag und Weltkulturerbetitel

Bezüglich der nachhaltigen Wirkung des Rheinland-Pfalz-Tags und des Weltkulturerbetitels gab es keine positiven Rückmeldungen. Auch der Wegfall des Blumenkorsos, einst größter Besuchermagnet, sorgt für Besorgnis hinsichtlich zukünftiger Besucherzahlen.

Ausblick und Fazit

Die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Bad Ems stehen vor herausfordernden Zeiten, insbesondere durch gestiegene Kosten. Ein Zusammenhalt und Kooperation unter den Betrieben wird als Schlüssel für zukünftigen Erfolg gesehen. Das nächste Treffen wird im Hotel Monet stattfinden, organisiert von der Familie Yaman. Ernst Heilig, der die Veranstaltung leitete, schloss mit einem positiven Ausblick und der Aufforderung zur gegenseitigen Unterstützung: “Nur gemeinsam sind wir stark!”

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Gesundheit

Ärzte schlagen Alarm: Düsteres Bild für den Gesundheitsstandort Bad Ems

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BAD EMS Das Bild, dass die Allgemeinmedizinerin Dr. Hildegard Simons und der Kardiologe Dr. Thomas Reisinger in einer Sitzung im Kreishaus, dem zahlreich erschienen Publikum aufzeigten, erschreckte. Die Rede ist von einem 70-jährigen Mann, de verstorben ist, weil Krankenhäuser trotz Aufnahme den Patienten wieder nach Hause schickten. Ähnlich erging es einem 88-Jährigen oder auch einem 55 Jahre alten Mann, dem ein Herzinfarkt drohte. Nach dem alle umliegenden Krankenhäuser ablehnten wegen fehlender freier Kapazitäten, erbarmte sich endlich in Kaiserslautern ein Hospital den Patienten aufzunehmen.

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Lebensgefahr oder Sterben wegen einer ausgedünnten Krankenhauslandschaft im Rhein-Lahn-Kreis? Genau davon gehen die Mediziner aus. Nach der Schließung der Paracelsus-Klinik in Bad Ems, hätte sich die medizinische Lage in der Region dramatisch verschlechtert. Zwar wäre es theoretisch möglich, innerhalb von etwa 20 bis 25 Minuten ein umliegendes Krankenhaus zu erreichen, doch nicht selten würden die Patienten nicht annehmen, weil das Haus bereits voll ist.

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Der Landtagsabgeordnete Josef Winkler sieht die Lösung eher in einem zentral gelegenen, gut ausgestatteten Hospital im Herzen der Region und spricht sich damit eher gegen eine Wiederbelebung des Standortes in Bad Ems aus. Ein ähnliches Konzept wird derzeit in Müschenbach im Westerwald erwogen, das einhergehen würde mit dem Ende für die Häuser in Altenkirchen und Hachenburg. Auch dort wehren sich die Mitarbeiter und auch Bürger vehement gegen das umstrittene Projekt.

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Für die 1. Kreisbeigeordnete Gisela Bertram wird es höchste Zeit, dass es in den Räumlichkeiten der ehemaligen Paracelsus-Klinik oberhalb von der Kurstadt wieder eine wohnortnahe Versorgung für Patienten geben wird. Ideen für den Standort brachte Dr., Dietmar Stephan mit. Er sprach von der Möglichkeit, 30 Betten vorzuhalten, damit die hochmodernen Operationssäle wieder genutzt werden. Eine Anfrage beim land soll dahingehend beschieden worden sein, dass der Standort doch geschlossen wäre. Die Porterhouse-Gruppe war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Klinik auf der Höhe tot geritten wurde und wer möchte SCHON dem Konsortium vertrauen, auch wenn ein neuer Jockey mit Ideen übernehmen würde? Da dürfte die Skepsis überwiegen.

Quo Vadis: Wohin geht es mit dem Gesundheitsstandort Bad Ems?

Wie dramatisch die Situation im Rhein-Lahn-Kreis tatsächlich ist, zeigte sich bei Nachfragen aus dem Publikum, doch wer die Antwort nicht hören möchte, sollte besser nicht fragen. Die Rede war davon, dass man im Rhein-Lahn-Kreis besser nicht schwer erkranken sollte, denn es gibt keine Sicherheit mehr, dass man rechtzeitig eine Klinik erreichen wird, die einen Patienten aufnehmen kann. Dabei ist das nicht nur ein Problem für die Betroffenen, sondern auch für die Arztpraxen und die Rettungssanitäter. Sie sind es meist, die eine freie Klinik suchen und das kann zu bestimmten Zeiten sehr mühevoll sein.

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Die Forderungen werden laut nach einem landeseigenen Hospital. Geben wird es das wohl nicht, da das Ländergesetz so etwas nicht zulässt oder vorsieht. Nun möchte man aber, dass es in der Kurstadt wieder ein Krankenhaus gibt mit einer Grund- und Notfallversorgung. Für die Initiatoren der Veranstaltung bedeutet das, dass sogar ein Krankenhausneubau mit maximal 120 Betten und einer Notaufnahme debattiert werden soll. Mit einem Hubschrauberlandeplatz soll die Versorgung im Rhein-Lahn-Kreis sichergestellt werden. Eine Lösung wäre aus Sicht der beiden Ärzte auch ein angeschlossenes MVZ mit einem Hybrid-Arzt, der im MVZ und der Klinik tätig sein soll.

Am Ende der Versammlung formulierte die 1. Beigeordnete Gisela Bertram die Forderung an das Land nach einem Akutkrankenhaus am Standort Bad Ems.

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VG Bad Ems-Nassau

Besuch in Schweighausen: So leben Flüchtlinge im Rhein-Lahn-Kreis

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SCHWEIGHAUSEN Es ist nicht einfach für die Verwaltungen der Verbandsgemeinden adäquate Unterkünfte für die zahlreichen Flüchtlinge zu finden. Etwa 23 bis 25 Prozent aller Geflüchteten des Rhein-Lahn-Kreises leben in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Die zuständigen Mitarbeiter sind ständig auf der Suche nach Wohnmöglichkeiten für die Betroffen. Das gestaltet sich schwierig, da viele Vermieter Angst vor Zahlungsausfällen oder ähnliches haben, dabei ist die Sorge unbegründet. Mieter der Häuser und die direkten Ansprechpartner für die Vermieter sind die Verbandsgemeinden und die kümmern sich sorgfältig um die Gebäude. Wer sich vorstellen kann, ein Haus oder eine Wohnung für Flüchtlinge zu vermieten, kann sich direkt an die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau an Frau Carmen Meyen per Mail an c.meyen@vgben.de oder telefonisch an 02603-493-477 wenden.

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Eine dieser Flüchtlingsunterkünfte befindet sich in der kleinen Gemeinde Schweighauusen. Von außen ist es ein unscheinbares Haus. Früher war es die heimische Gaststätte. Zuletzt kam die Frage auf, wie die Menschen dort untergebracht sind. Die Rede war von bis zu 15 Geflüchteten auf 5 Räumen, doch dem war nicht so. In dem 130qm Haus sind sechs Zimmer hergerichtet worden. Aktuell sind dort 12 Personen gemeldet, wovon 10 tatsächlich die sechs Zimmer bewohnen. Die überwiegende Zahl hat Einzelzimmer. Andere Räume sind mit zwei Schlafmöglichkeiten belegt. Luxus ist sicherlich etwas anderes, aber das Nötige ist vorhanden. Dazu gehört auch eine Waschmaschine und ein Trockner.

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Der ÖPNV auf den Dörfern ist für die Geflüchteten keine einfache Situation. Im besten Fall fahren sie frühmorgens mit den Bussen in die Kreisstadt, wenn nicht gerade wieder gestreikt wird. Die Fahrpläne richten sie vielfach an den Schülerverkehr. Morgens raus, Mittags wieder zurück. Bei unvorhergesehenen Arztterminen organisierte die Verbandsgemeinde schon mal ein Taxi, sofern das unerlässlich war. Manchmal werden sie von Dorfbewohnern für Einkäufe oder Erledigungen mitgenommen.

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Für die Harmonie im Haus achtet Carmen Meyen von der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau auf eine homogene Zusammensetzung der Zimmerbewohner. Dabei spielen auch die Herkunft und Religion eine Rolle. So werden von Beginn an mögliche Konflikte vermieden.

Viele der männlichen Bewohner sind vor dem Krieg in Syrien geflohen oder kommen aus Pakistan. Es ist sicherlich keine Luxusunterkunft, aber eine zweckmäßige Beherbergung, die ein klein wenig Privatsphäre schafft. »Eine Containerlösung kam für uns nie infrage«, teilt der Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser mit. »Die menschenwürdige Unterkunft steht im Vordergrund und das funktioniert richtig gut in Schweighausen.« Das bestätigt auch das Schweighäuser Gemeinderatsmitglied Ralf Kuhnen: »Die Betroffenen sind gut in das Dorfleben integriert. Schwierig ist es für die Flüchtlinge Kontakt mit ihren Familien im Ausland zu halten, da die Mobilfunkverbindung im Ort nicht so gut ist. Dafür gehen die Bewohner häufiger auf einen Hügel, damit sie Empfang mit ihren Telefonen haben.«

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Auch dafür ist eine mittelfristige Lösung in Sicht. Es gibt Überlegungen, das Haus mit Internet zu versorgen. Damit könnten die Flüchtlinge über Skype nahezu kostenfrei telefonieren. Im Ort gab es Bedenken, dass zu viele Menschen auf engem Raum untergebracht sein könnten. Das bewahrheitete sich nicht. Die 235-Seelengemeinde Schweighausen meisterte mit Bravour die Königsdisziplin. Gerade auf den Dörfern wird jeder Neuankömmling zunächst ein wenig gemustert, aber auch integriert, wenn er das denn möchten und die Schweighäuser wollten. Sie haben es geschafft, Menschen in einer Notsituation mit offenen Armen aufzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit mehr in einer gespaltenen Gesellschaft.

Für sie gehörte es dazu, unbürokratisch zu helfen und sich für die meist vorübergehenden Neubürger zu interessieren. Nur so kann es funktionieren. Das zeigt auch, dass die angeblich konservativen Strukturen im ländlichen Raum nur in den Köpfen der Menschen außerhalb der kleinen Gemeinden bestehen, denn die Dorfbewohner gehen viel weltoffener mit der Situation um. Für die Menschen in den vermieteten Häusern ist es ein Stück weit ankommen und angenommen werden. Eine große Hilfe, denn sie stehen oft vor einem ungewissen Asylverfahren und einer unbestimmten Zukunft. Gelebte Toleranz ist in Schweighausen nicht nur ein Wort.

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