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VG Nastätten

Welteroder dreifacher Familienvater beim Rollerfahren vom Blitz erschlagen: Spendenaufruf für mittellose Witwe und drei Kinder gestartet

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Symbolbild Envato

WELTEROD „Es ging am 13.09.2023 durch die Presse: “Rollerfahrer in Rheinland-Pfalz vom Blitz erschlagen”.  Wir ringen um Worte. Er (43) hinterlässt seine Frau und drei Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren – nun, da das einzige Gehalt wegfällt – quasi mittellos. Seine Frau war im März 2023 so schwer erkrankt, dass sie vorerst keiner Berufstätigkeit nachgehen kann.

Vor ein paar Jahren war es der Familie gelungen, sich ein altes Haus im Rhein-Lahn-Kreis zu kaufen und dessen dringend notwendige Renovierung in Angriff zu nehmen – Stück für Stück. Es sind keine Notreserven vorhanden, keine Versicherungen, die zahlen. Nach seinem Tod fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Das beginnt bei den Beerdigungskosten, den Raten für den Hauskredit, der Sicherung der Existenz der Familie“, heißt es auf dem herzzerreißenden GoFundMe-Spendenaufruf, den Sabine Borries aus Welterod nun ins Leben rief.

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50.000€ sollen mit diesem nun mindestens zusammenkommen und der nun alleinerziehenden Mutter der drei Kinder in dieser schweren Zeit zumindest die finanziellen Sorgen. Organisator der Spenden aktion ist Sabine Borries aus Lollschied. Link zur Spendenaktion: https://www.gofundme.com/f/familienvater-von-blitz-erschlagen?utm_medium=referral&utm_source=unknown&utm_campaign=comms_5ft6+familienvater-von-blitz-erschlagen

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VG Nastätten

Wir im Rhein-Lahn: Der Familienbetrieb Gebrüder Heymann in Nastätten

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Foto: BEN Kurier

NASTÄTTEN Vor rund 90 Jahren legte Karl Heymann den Grundstein für das heutige mittelständische Unternehmen Gebrüder Heymann, das über 120 Mitarbeiter beschäftigt. Ob er damals erahnte, was er geschaffen hatte? Wahrscheinlich nicht, denn der Anfang war durchaus mühsam. Von einer Familiensaga oder betrieblichen Dynastie konnte keine Rede sein. Der Fuhrpark bestand aus einem Fahrrad und einem Bollerwagen für die Malerfarbe. Eine motorisierte Unterstützung gab es 1934 nicht. Später übernahmen die Söhne Helmut und Herbert den elterlichen Betrieb. Ihre malerische Premiere feierten die Brüder in den 50er Jahren mit dem Anstrich des Geschäftshauses Schlieper in Nastätten.

1963 wurde der Firmensitz in Geisig eingerichtet, und 1965 gab es die erste Lackierkabine mit Frischluftzufuhr. 1973 kam der Durchbruch mit dem Anbau einer großen Halle mit Spritzkabine. Ab diesem Moment gab es auch drei verschiedene Geschäftszweige: die ursprünglichen Maler und Lackierer, Werbeschildmaler und Fahrzeuglackierer. Besonders die Fertigung der Werbeschilder war eine Kunst. Was heute präzise mit dem Drucker ausgeführt wird, war früher reine Handarbeit.

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Die Gebrüder Heymann erkannten frühzeitig Trends. Die Werbung auf Fahrzeugen gewann an Bedeutung. Auch dort wurde die Beschriftung zunächst in reiner Handarbeit ausgeführt. Vorgefertigte Schablonen gab es nicht, und heutige Klebetechniken waren gänzlich unbekannt. Heymann wurde zu einer festen überregionalen Größe bei der Fertigung von Werbeschildern. Eines kennen Sie bestimmt, ohne zu wissen, dass auch dahinter Heymann-Technik steckt: Der Schriftzug der Spielbank Bad Ems stammt aus dem Hause Heymann.

Die Gebrüder Heymann gingen nicht nur mit der Zeit, sondern setzten auch eigene Trends und Maßstäbe. Die Geschäftserweiterungen waren durchaus logisch, auch wenn sie im ersten Augenblick herrlich verrückt klingen mögen: vom Malerbetrieb zum Werbegestalter und Automobilbeschrifter. Schon in den 60er Jahren frönten die Heymänner dem Motorsport. Mit einem eigenen Stockcar-Team nahmen sie an zahlreichen Rennen teil. Und damit dürfte es nicht verwundern, dass es bei Heymann heute auch eine Unfallwagenreparatur für PKW und Busse gibt.

Was ist denn nun eigentlich Heymann? Eine Marke, aber wofür? Vielleicht von allem ein wenig. Wer heute das große neue Betriebsgelände in Nastätten besucht, findet dort verschiedene Geschäftsfelder des Familienbetriebs. Einerseits der herkömmliche Malerbetrieb, der aber nur noch wenig gemein hat mit der Vorstellung von 1934. In einer Karikatur aus den 70er Jahren heißt es: „Wir montieren einfach alles.“ Das passt auch zum Malerbereich. Vom Trockenbau über die Verlegung sämtlicher Bodenbeläge bis hin zur Wandverkleidung – es gibt nichts, was es nicht gibt. Und wer das Außergewöhnliche sucht, der wird auch das bekommen.

An der nächsten Stelle findet sich die Werbeabteilung. Per Hand wird da nur noch wenig getan. Ausgerüstet ist die Abteilung mit modernsten Plottern und Druckern. Ob Busbeschriftung für die Nationalmannschaft, das kleine Klingelschild oder die Autobeschriftung bis hin zu Wahlplakaten – sie machen wieder alles.

Die Heymänner und Heyfrauen bei den Gebrüdern Heymann in nastätten | Foto: BEN Kurier

Noch nicht genug? Weiter geht es zur Busabteilung. Dort werden Unfallfahrzeuge repariert, Sonderfahrzeuge ausgebaut und natürlich auf Wunsch beklebt. Bei Ausbauten darf es auch einmal eine Nummer größer sein. Für den arabischen Raum gibt es Notfallwagen, die mit unseren Vorstellungen von Rettungsdienst wenig zu tun haben. Alles luxuriöser und größer. Für die Monteure eine spannende und herausfordernde Aufgabe. Nicht ohne Grund erhält der Spezialist aus Nastätten Aufträge aus aller Herren Länder.

Die letzte Abteilung findet sich oberhalb der Heymann-Hallen im Gewerbegebiet von Nastätten. Dort werden Unfallfahrzeuge fachgerecht repariert. Dazu gehört auch die Pflege von Oldtimern und Rennwagen. Nun könnte man denken, dass es sich um eine Vielzahl von autonomen Unternehmen handelt, aber am Ende ist es eine Symbiose, die nur gemeinsam funktionieren kann. Das haben bereits die Gebrüder Helmut und Herbert Heymann erkannt, als sie das Zepter an ihre Kinder weitergaben.

Heute sind es nicht nur die Heymänner, sondern auch die Heyfrauen, die die Geschicke des Unternehmens leiten. Und schon jetzt folgen deren Kinder in verantwortliche Positionen oder stehen kurz davor. Die Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen verbunden und vermitteln eine Art Lebensgefühl, das auf die Kunden übergesprungen ist. Und da sind wir wieder mitten im Artikel: Heymann ist längst zu einer bekannten Marke geworden.

Bescheidenheit, gepaart mit hervorragender Arbeitsqualität: ein Erfolgsrezept. Genau das sind die Unternehmen in unserer Serie „Wir im Rhein-Lahn“, die den Kreis repräsentieren und die wir suchen. Eine schöne Geschichte.

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Gesundheit

Gespräche laufen: Erhalt des Paulinenstifts als notwendig anerkannt

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Foto: BEN Kurier

NASTÄTTEN/MAINZ Eine Antwort auf seine aktuelle Kleine Anfrage zum Erhalt des Krankenhauses Paulinenstift in Nastätten hat jetzt der Diezer CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Lammert erhalten.  Zumindest sieht man die Notwendigkeit, dass das Krankenhaus in Nastätten bestehen bleibt und möchte dabei unterstützen“, fasst Lammert die Antwort zusammen.

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Die Landesregierung geht in ihrer Stellungnahme auf das Landeskrankenhausgesetz ein und sieht eine Verpflichtung, den Erhalt zu fördern. Konkret verweist die Landesregierung auf Gespräche mit dem Träger und dem Rhein-Lahn-Kreis. Anlass für die Kleine Anfrage ist die mögliche Schließung des Krankenhauses in Nastätten im Zusammenhang mit der Zukunft des Gemeinschaftsklinikums.

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Land antwortet auf Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Lammert

Lammert hatte betont: „Das Paulinenstift in Nastätten stellt eine wichtige Säule der Grundversorgung für den Bereich der Verbandsgemeinde Nastätten und für den Rhein-Lahn-Kreis dar. Rund 30 000 Menschen in diesem Teil des Kreises hätten ansonsten Wege von mehr als einer halben Stunde zum nächstgelegenen Krankenhaus. Deshalb wollte der CDU-Abgeordnete wissen, mit welchen Maßnahmen die Landesregierung die Standortschließung des Paulinenstifts verhindern will und ob sie ihrer besonderen Rechtspflicht und ihrem Sicherstellungsauftrag nachkommen wird, indem sie das Paulinenstift erhält. Außerdem fragte er, ob die Landesregierung die Gefahr sieht, dass die Region medizinisch und kritisch unterversorgt wäre, wenn das Krankenhaus geschlossen wird. Er erkundigte sich, ob noch Gespräche zwischen der Landesregierung, dem Rhein-Lahn-Kreis und den Gesellschaftern des Gemeinschaftsklinikums laufen und wann das Gutachten zur medizinischen Versorgung in Rheinland-Pfalz und dem Rhein-Lahn-Kreis vorliegen soll, das Gesundheitsminister Hoch beim Besuch des Kreisausschusses am 4. März 2024 angesprochen hatte.

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Hoch erklärte nun, dass das Paulinenstift „einen wichtigen Beitrag für die Grundversorgung im Rhein-Lahn-Kreis und darüber hinaus“ leistet. Das Landeskrankhausgesetz (LKG) schreibt vor, dass die Bevölkerung mit leistungsfähigen Krankenhäusern versorgt werden muss. Dieser Sicherstellungsauftrag ist eine öffentliche Aufgabe des Landes, der Landkreise und der kreisfreien Städte.

Das Land erfüllt diese Aufgabe, indem es den Landeskrankenhausplan und das Investitionsprogramms aufstellt und Krankenhäuser öffentlich fördert. Die Landkreise und kreisfreien Städte erfüllen ihre Aufgabe laut LKG als Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung, indem sie Krankenhäuser errichten und unterhalten, soweit Krankenhäuser nicht von freigemeinnützigen, privaten oder anderen geeigneten Trägern errichtet und unterhalten werden.

Laut Gesundheitsminister Hoch befindet sich das Land aktuell in Gesprächen mit dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein als Träger des Krankenhauses in Nastätten: Die Bedeutung des Krankenhauses ergebe sich auch daraus, dass für viele Menschen kein anderes Krankenhaus in unmittelbarer Nähe erreichbar sei. Deshalb erörtere man mit dem Träger und dem Rhein-Lahn-Kreis, in welcher Form und welchem Umfang in Nastätten weiter und wirtschaftlich tragfähig Leistungen der Grundversorgung angeboten werden können.

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Das Gutachten zur Vorbereitung des neuen Landeskrankenhausplanes soll laut Hoch voraussichtlich im Herbst 2024 vorliegen.  Matthias Lammert kündigte abschließend an, das Thema auch weiter zu beobachten und zu hinterfragen.

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Gesundheit

Koblenzer Stadtrat und Kreistag stimmen Sanierungskonzept für das Gemeinschaftsklinikum in Grundzügen zu

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KOBLENZ/NASTÄTTEN Der Stadtrat der Stadt Koblenz sowie der Kreistag des Landkreises Mayen-Koblenz haben sich mit dem von der Roland Berger GmbH erstellten Entwurf des Sanierungsgutachtens für die Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH (GK-Mittelrhein) befasst und diesen in den Grundzügen zur Kenntnis genommen. Damit verbunden ist die Bereitschaft der beiden Kommunen, dass dem Klinikunternehmen erneut starke finanzielle Unterstützungen von jeweils bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt und jeweils bis zu 25 Millionen Euro als kommunale Bürgschaften gewährt werden. Oberbürgermeister David Langner und Landrat Dr. Alexander Saftig wurden beauftragt, im nächsten Schritt mit den kirchlichen Stiftungen, als weitere Gesellschafter des GK-Mittelrhein, über die Umsetzung der Sanierungsvorschläge zu verhandeln. Bei einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung Mitte Juli soll über das Sanierungskonzept und die damit verbundenen einzelnen Maßnahmen beschlossen werden.

Die Umsetzung der Ein-Standort-Lösung, als Zusammenlegung der Krankenhäuser Kemperhof und Ev. Stift in Koblenz sowie die Generalsanierung des Standortes St. Elisabeth in Mayen werden weiterhin priorisiert verfolgt und bilden die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Aufstellung des GK-Mittelrhein.

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Für die Standorte Heilig Geist in Boppard und Paulinenstift in Nastätten besteht die Möglichkeit des Erhalts durch bindende Vereinbarungen mit den beiden zuständigen Landkreisen, aufkommende Verluste auszugleichen. Dies kann beispielsweise durch den Abschluss eines Verlustübernahmevertrages zwischen der Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH und dem Rhein-Lahn-Kreis für den Krankenhausstandort Nastätten sowie dem Rhein-Hunsrück-Kreis für den Krankenhausstandort Boppard geschehen. So haben die betroffenen beiden heimischen Landkreise die Möglichkeit, die Zukunft der beiden im Sanierungsgutachten zur Schließung vorgeschlagenen Standorte selbst zu bestimmen und die Krankenhäuser in Boppard und Nastätten dauerhaft zu erhalten. Da zwischenzeitlich die Landkreise Rhein-Hunsrück sowie Rhein-Lahn ihre Zustimmung zur Aufnahme von Verhandlungen erklärt haben, werden die Gespräche zügig und zielführend geführt.

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