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Koblenz

“Schweinedienste gibt es bei uns nicht” – Verdi bestreikt koveb Koblenz trotz übertariflicher Bezahlung

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KOBLENZ Die Coronapandemie hat auch den ÖPNV in Rheinland-Pfalz sehr hart getroffen. Durch die massiven Fahrgastrückgänge fehlen notwendige Fahrgeldeinnahmen zur Finanzierung. Dank der Corona-Hilfen konnten die Erlösverluste zumindest teilweise ausgeglichen werden.

Die Verluste, deren Folgen in den kommenden Jahren noch dramatischer zu spüren sein werden, treffen auch die Landesregierung, die Städte und Landkreise, die den ÖPNV letztlich finanzieren und in schwierigen Zeiten dennoch für eine Mobilitätswende hin zu mehr Klimaschutz eintreten.

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Zudem setzt die koveb aktuelle ver.di-Forderungen nach durchbezahlten Diensten bereits seit vielen Jahren um – die von ver.di sogenannten „Schweinedienste“ gibt es bei der koveb gar nicht

Ver.di spricht in Flugblättern davon, dass „Verkehrsunternehmen in Fördergeldern schwimmen“. Mit dieser und weiteren markigen Botschaften werden Beschäftigte unter Vortäuschung falscher Rahmenbedingungen zum Streik animiert. Offensichtlich sind aufgrund der falschen Markteinschätzung extreme Erwartungshaltungen entstanden, die dazu führen, dass eine – insbesondere in diesen Zeiten – völlig marktunübliche Lohnerhöhung von 30% noch immer als unzureichend angesehen wird. Der reine VAV-Stundenlohn im Fahrdienst liegt nun bei 2.900 € brutto. Hinzu kommen Spesen, Zulagen und Prämien.

Busfahrer verdienen zwischen 3400,00 und 3700,00 EUR Brutto

Dank des Engagements von Oberbürgermeister David Langner und des Koblenzer Stadtrats konnte die koveb rekommunalisiert werden. Das heißt: Die Arbeitsplätze der Beschäftigten können dauerhaft gesichert und übertarifliche Vergütungsbausteine umgesetzt werden. Auch die jahrzehntelange Expertise für den Betrieb ist gegeben – mit Blick auf die aktuellen Zustände in der Region ist auch dies ein großer Bonus für die Beschäftigten der koveb. Damit wurden die Grundlagen für eine solide Betriebsführung, Vergütung und ein wichtiger Schritt in Richtung Verkehrswende gelegt. In Summe liegt die koveb-Vergütung mit allen Bestandteilen im Fahrdienst seit dem 01.01.2022 im Schnitt zwischen 3.400 € und 3.700 € brutto monatlich. Zudem setzt die koveb aktuelle ver.di-Forderungen nach durchbezahlten Diensten bereits seit vielen Jahren um – die von ver.di sogenannten „Schweinedienste“ gibt es bei der koveb gar nicht.

Da der Gewerkschaft diese übertarifliche Vergütung der Koblenzer Verkehrsbetriebe noch nicht auskömmlich erscheint, wird auch die koveb bestreikt. Und sogar im durch die Flutkatastrophe schwer getroffenen Ahrtal wird gestreikt. Dieses Vorgehen wird den ÖPNV in Rheinland-Pfalz nachhaltig beschädigen – zum Nachteil aller Beteiligten. Die Vorgehensweise von ver.di ist aus Sicht der koveb-Geschäftsführung unanständig und maßlos. Bei unseren Fahrgästen, die vom Vorgehen der Gewerkschaft massiv betroffen sind, bitten wir um Verständnis für die Fahrausfälle. Die koveb setzt alles daran, das Fahrtangebot so umfangreich wie möglich und den Buslinienverkehr in Koblenz nach Kräften krisensicher zu gestalten (Pressemitteilung: Koveb Koblenz).

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Blaulicht

Polizei findet 26 gestohlene Fahrräder

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KOBLENZ (ots) Am Samstag, 03.12.2022, wurde der Polizei ein gestohlenes E-Bike gemeldet. Der Eigentümer hatte jedoch vorgesorgt: er ortete sein Fahrrad mittels GPS-Tracker und gab den Standort am gestrigen Sonntag an die Polizei weiter. Die Beamt/-innen zögerten nicht lange und suchten gemeinsam mit dem Geschädigten das Objekt auf – die Ortung führte zu mehreren kleinen Schuppen in Koblenz-Lützel.

Eines der gestohlenen E-Bikes (Foto: Polizei Koblenz)

Auf richterliche Anordnung wurden diese geöffnet und erbrachten den Volltreffer: in einem der Räume fand die Polizei das am Vortag entwendete hochwertige E-Bike, sowie 25 weitere, teils neuwertige Fahrräder. Sie wurden aufgrund des Verdachts des Diebstahls sichergestellt und mithilfe der Berufsfeuerwehr zur Dienststelle verbracht. Eine anschließende Überprüfung der Rahmennummern und damit die Zuordnung zu den rechtmäßigen Eigentümern verlief bisher ergebnislos. Alle aufgefundenen Fahrräder finden Sie auf unserer Internetseite: https://s.rlp.de/vM1F6

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Eigentümer werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Koblenz 2 unter 0261/103-2910 oder PIKoblenz2@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. Gegen entsprechenden Nachweis kann eine Aushändigung des Fahrrades – nach Abschluss der Spurensicherung – erfolgen.

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Koblenz

Sammeltour mit der Koblenzer Tafel

MdB Rudolph macht sich Eindruck von der Arbeit der Helfer

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KOBLENZ Auch in Koblenz und den angrenzenden Städten und Verbandsgemeinden haben viele Menschen Probleme, die Kosten für Lebensmittel aufzubringen und sind auf die Hilfe der Tafel angewiesen. Die Tafel Koblenz versorgt aktuell rund 5000 Menschen in der Region mit Lebensmitteln, die ansonsten vernichtet werden würden. Um sich einen Eindruck von der Arbeit der 230 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu machen, begleitete der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph den Vorsitzenden der Tafel, Peter Bäsch, bei einer Sammeltour.

Sammeltour mit der Tafel Koblenz: MdB Rudolph macht sich Eindruck von der Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer

Es ist unglaublich, welche Mengen an Lebensmitteln bei einer solchen Tour zusammenkommen. Und es ist gut, dass diese nicht in der Mülltonne landen, sondern dass Menschen damit konkret geholfen werden kann. Die Helferinnen und Helfer leisten hier einen enorm wichtigen gesellschaftlichen Beitrag“, so Rudolph.

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Im Rahmen der Sammeltour steuerten Bäsch und Rudolph diverse Supermärkte an, mit denen die Tafel Vereinbarungen getroffen hat, dass sie nicht benötigte Lebensmittel spenden. Insgesamt sind sechs Kühlfahrzeuge der Tafel unterwegs, die täglich circa 5 Tonnen Lebensmittel einsammeln. „Auf diese Weise werden jährlich 1200 Tonnen an Lebensmitteln vor der Vernichtung gerettet und unser Klima nachhaltig geschützt“, sagt Bäsch. Er schätzt, dass der Wert der ausgegebenen Lebensmittel rund 4 Millionen Euro beträgt. (mehr …)

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Koblenz

Zweiter Testlauf für neues Koblenzer Sirenennetz am bundesweiten Warntag – Ausbau dauert weiterhin an

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KOBLENZ Wenn am Donnerstag, 8. Dezember, der bundesweite Warntag 2022 stattfindet, dann wird es in Koblenz neben den diversen Warnmitteln, die vonseiten des Bundes ausgelöst werden, gegen 11 Uhr auch einen Test des städtischen Warn- und Informationsnetzes geben. Doch noch längst nicht in allen Stadtteilen werden die Warntöne und Lautsprecherdurchsagen an diesem Dezembertag zu hören sein – aus gutem Grund.

Bis in die 1990er-Jahre gab es in Koblenz bereits ein Sirenen- und Warnnetz mit rund 80 Sirenen. „Mit dem Ende des Kalten Krieges wurden die Sirenen allerdings nicht mehr für nötig erachtet vonseiten des Bundes und daher nach und nach demontiert“, erklärt Meik Maxeiner, Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz, die Historie. Durch Kriege, Großbrände und Katastrophen, wie beispielsweise die Flut im Ahrtal, hat sich diese Sichtweise mittlerweile allerdings grundlegend geändert und deutschlandweit läuft mittlerweile der Wiederaufbau von Sirenennetzen wieder an. Koblenz nimmt hierbei in der Region eine gewisse Vorreiterrolle ein. (mehr …)

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