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Lahnstein

Lahnsteiner Kinder zeigten wie man Fastnacht feiert

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Fotos: CCO / Wolfgang Nagel / Eva Bonn /Thomas Grebel

LAHNSTEIN Bei der großen CCO-Kinderfastnacht war die Stadthalle rappelvoll, obwohl draußen die Sonne vom Himmel lachte. Die Stimmung drinnen war nicht minder fröhlich, denn die Organisatoren beim Carneval Comité Oberlahnstein unter der Ägide der Jugendwartin Renate Faßbender und ihrem Team hatten schon wochenlang ein schönes kindgerechtes Programm geplant. Auch wenn der neue Kinder- und Jugendelferrat noch nicht ganz komplett war, so konnte das Elferratspodium auch dank der Jüngsten von der uniformierten Gruppe dern CCO-Narren voll besetzt werden und der neue Präsident Carl Will konnte mit seinen acht Lebensjahren zeigen, was er jetzt schon drauf hat. Mit viel kindlichem Charme und vor allem Humor kündigte er die Programmpunkte an und animierte die junge Narrenschar immer wieder zum Mitmachen.

Stadthalle voll, CCO sehr zufrieden, Kinder glücklich

Aufgelockert wurde der närrisch bunte Nachmittag von tollen Schau- und Gardetänzen der jüngsten Tanzkinder vom CCO und von den Lahnsteiner Garden, der Prinzengarde Funken Blau-Weiß, der Närrischen Turmgarde und der Traditionsgarde Rot-Weiß. Kinderlahno-Rhenania Lotta Fuß konnte ebenso als Solotanzmariechen ihre Tanzkünste unter Beweis stellen und erntete Riesenbeifall. Zu einem großen Spektakel geriet auch der Besuch der Lahnsteiner Tollitäten und Kindertollitäten. Prinz Marco I von der geselligen 24er Schar in ihrem hundertsten Jubeljahr, Lahno-Rhenania Marie I, Kinderprinz Marlon I und Kinderlahno-Rhenania Lotta I mitsamt ihren Prinzenstäben brachten die Halle zum Toben und stimmten die Besucher auf die kommenden tollen Tage ein.

Polonaise Kinderfastnacht | Fotos: CCO / Wolfgang Nagel / Eva Bonn /Thomas Grebel

Hans-Georg Meier sorgte als singender Till Eulenspiegel mit seiner Gitarre für eine volle Tanzfläche und ließ die Kinder samt den Aktiven zur großen Polonaise quer durch den Saal marschieren und tanzen, angeführt vom CCO-Kindermaskottchen, dem Freddy-Bär.

Discjockey Julian Kapp bewies ein geschicktes Händchen bei der Auswahl der Tanztitel, denn die Kids sind ja heutzutage schon wahre Experten wenn es um die „Mucke“ geht.

Und schließlich wurden die verkleideten Kinder für ihre tollen Kostüme mit schönen Preisen ausgezeichnet, die von Gönnern und Sponsoren des CCO gespendet worden waren, bevor hunderte bunter Luftballons von der Decke schwebten, die natürlich zum Platzen gebracht werden mussten.

Viel zu schnell war das dreistündige Programm vorbei, aber Carl Will mit seinen jungen Elferratskolleginnen und- Kollegen war am Schluss dann doch recht geschafft und glücklich über diesen tollen Einstand. Jetzt freuen sich alle auf den großen Lahnsteiner Kinder-und Jugendumzug am Fastnachtssamstag, bei dem gerne auch wieder die Sonne draußen lachen soll.

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Gesundheit

Wenn die Seele weint: Besuch im Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein

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Foto: BEN-Kurier

LAHNSTEIN Psychische Probleme sind zur führenden Volkskrankheit geworden. In einer Hochgeschwindigkeitsgesellschaft bleiben einige Menschen auf der Strecke, dazu gehört das Gefühl ausgebrannt zu sein und nicht mehr so funktionieren zu können, wie es die Umwelt verlangt. Viele Betroffene stoßen auf Unverständnis. “Jetzt stell dich einmal nicht so an. So schlimm ist das doch gar nicht”, sind häufige Reaktionen im direkten Umfeld. Angehörige können vielfach mit der neuen Situation nicht umgehen.

Neben der Therapie- und Akutstation, gibt es im Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein auch eine geschützte Abteilung, Tagesklinik und die Institutsambulanz

Einfacher scheint ein offensichtlich gebrochenes Bein oder ein Herzinfarkt zu sein, da versteht jeder den Heilungsprozess, aber bei einer psychischen Erkrankung? Vielleicht kennen auch Sie den tiefen Schmerz nach einer Trennung oder Tod eines geliebten Menschen. Das kann richtig weh tun und geht mit der Zeit vorüber, doch stellen Sie sich einmal vor, dass jeden Tag das Gleiche spüren ohne es beeinflussen zu können? Gefangen in den eigenen Gefühlen in einer schier ausweglosen Situation. So ergeht es vielen Menschen mit einer Depression und da sind wir wieder bei dem gebrochenen Bein, das von einem Chirurgen versorgt wird. Am Ende bleiben Narben und die Erinnerungen an den möglichen Unfall, aber der Patient wird in der Regel wieder laufen lernen.

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Nicht so viel anders ist es bei einer psychischen Erkrankung. Im Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein kümmert sich ein ganzes Spezialistenteam von Ärzten, Psychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Pflegepersonal um die Patienten. Während Unfallopfer das Laufen wieder lernen müssen, wird den Patienten in der Psychiatrie beigebracht, mit ihrem Schmerz umzugehen und gezeigt, wie der Weg anders verlaufen kann. Das ist harte Arbeit und das funktioniert nur dann, wenn der Patient bereit ist mitzuarbeiten.

Wer mit einer Erkrankung in eine Klinik kommt, muss wissen, dass es trotz aller Verzweiflung nur gemeinsam geht. In der sicheren Atmosphäre einer Psychiatrie darf man versagen, muss nicht perfekt sein und auch das Ausprobieren gehört ein Stück weit zum Weg dazu. Ob ein Patient geheilt entlassen wird, hängt zum großen Teil von ihm selber ab. Dazu gehören die ehrlichen Gespräche mit den Psychologen, die Bereitschaft sich fallenlassen zu können in der Ergotherapie und besonders auch in der Patientengruppe Erfahrungen zu sammeln, die oft sehr wertvoll sind.

Das von der BBT-Gruppe betriebene Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein behandelt nahezu alle Arten der psychiatrischen Erkrankungen

Das von der BBT-Gruppe betriebene Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein behandelt nahezu alle Arten der psychiatrischen Erkrankungen. Neben einem klassischen Burn-out und Depressionen besuchen auch Patienten mit bipolaren Störungen die Klinik. Andre Krankheitsbilder sind die Schizophrenie oder die emotional-instabile Erkrankung. Fällt ihnen vielleicht etwas auf? Schnell bildet man sich ein Urteil über die Menschen. Eine Gesellschaft urteilt zu gerne gnadenlos und schnell, denn das passt in das Munster einer Umwelt und genau das ist oft die Problematik für die Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Sie fühlen anders und sehen sich ausgegrenzt. Nicht wenige sind hochsensibel veranlagt und leiden unter der Situation.

Zwei Pillen und alles ist gut funktioniert in der Regel nicht. Wer nun vorschnell über Menschen mit psychischen Krankheitsdiagnosen urteilen mag, sollte wissen, dass auch ihn ein solches Schicksal treffen kann, denn gerade Depressionen treffen im Schnitt jeden fünften Erwachsenen in seinem Leben. 1:5 mag sich gut anhören, ist es jedoch nicht.

Mit der BBT-Gruppe ist einer der größten kirchlichen Träger in Lahnstein eingestiegen. Im Nachhinein eine Win-win-Situation für die Beschäftigten, denn die Gruppe kann auf ihre jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem psychiatrischen Brüderkrankenhaus in Saffig verweisen. Das kommt jetzt den Angestellten und auch den Patienten zugute. Wir durften zwei Tage lang das Krankenhaus in Lahnstein besuchen und den Beschäftigten mit der Videokamera über die Schulter sehen. Ein toller Einblick.

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Lahnstein

2 Pfennig: Vor 75 Jahren wurde das Brückengeld in Lahnstein abgeschafft

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Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein

LAHNSTEIN Es ist bereits 75 Jahre her, aber viele reden noch heute von der Zeit, als sie oder ihre Vorfahren Geld zahlen mussten, wenn sie von Ober- nach Nieder- bzw. von Nieder- nach Oberlahnstein mussten. Das war keine reine Willkür oder Schikane, sondern die Refinanzierung der Lahnbrücke, deren Baukosten die beiden Kommunen zu tragen hatten.

Auf der Lahnbrücke wurde seit Eröffnung der ersten Brücke im Jahr 1873 Brückengeld erhoben. Die Einnahmen und Ausgaben für die Erhebung teilten sich beide Städte. Die Brückengelderhebung wurde für einen bestimmten Zeitraum an den Meistbietenden verpachtet, der dann monatlich den im Pachtvertrag ausgehandelten Betrag zahlen musste, unabhängig von seinen Einnahmen aus Brückengeld und seit Januar 1927 auch Toilettenbenutzung.

Der Tarif für Fußgänger war abhängig davon, ob diese ohne Last, mit Handwagen, Fuhrwerk oder Vieh unterwegs waren. Ab 1911 war die Höhe des Brückengeldes auch für Kraftfahrzeuge festgelegt. Für einen leeren Lieferwagen mussten damals 30 Pfennig, für einen beladenen 50 Pfennig bezahlt werden. Ein Kraftrad kostete 10 Pfennig, ein Fuhrwerk (Einspänner) leer 15 Pfennig und beladen 30 Pfennig. Der Preis für eine Arbeitermonatskarte betrug 60 Pfennig. Immer wieder wurden Ausnahmegenehmigungen ausgehandelt, z. B. für Besucher des evangelischen Gottesdienstes.

Ab 1. Juli 1927 durfte aufgrund eines Reichsgesetzes kein Brückengeld für Kraftfahrzeuge aller Art mehr erhoben werden. Da damit die übrige Erhebung unwirtschaftlich würde, wurde die Erhebung des Brückengeldes gänzlich aufgehoben. Das mit dem Neubau der Lahnbrücke im Januar 1927 eingeweihte steinerne Brückenhäuschen – der Vorgänger war aus Blech – diente daher nur noch als Kiosk, in dem unter anderem Tabakwaren und Zeitschriften verkauft wurden, und Toilette.

Im März 1945 wurden alle Lahnbrücken von der Deutschen Wehrmacht gesprengt, darunter auch diese. Das Brückenhäuschen jedoch hat den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden. Im gleichen Jahr wurde noch eine Notbrücke errichtet. Für die Benutzung dieser Ponte wurde ab Juli 1945 Brückengeld erhoben, deren Einnahme sich wiederum beide Städte teilten.

Ab 14. September 1946 war allerdings durch Verfügung des Oberpräsidenten von Rheinland-Hessen-Nassau die Erhebung von Brückengeld für Kraftfahrzeuge verboten worden. Folglich wurde nur von den übrigen Verkehrsteilnehmern Brückengeld erhoben, auch nach Einweihung der neuen Lahnbrücke am 22. Dezember 1947 täglich von 6.00 bis 22.00 Uhr. Viele ältere Lahnsteiner erinnern sich noch, dass sie damals fünf Pfennige zu zahlen hatten.

Auch von den Fahrgästen der Straßenbahn wollten die beiden Städte diese Gebühr verlangen, jedoch erhielten sie erst im Januar 1949 die Zustimmung des Regierungspräsidenten.

Am 1. Oktober 1949 wurde die Brückengelderhebung ganz eingestellt. Das Brückenhäuschen, das die Kriegsjahre unbeschadet überdauert hatte, diente noch bis in die 1970er Jahre als Kiosk und öffentliche Toilette. Es befindet sich heute in Privatbesitz und wurde kürzlich renoviert.

Zweites Brückenhäuschen von 1927 als Kiosk, hier kurz nach Eröffnung der neuen Lahnbrücke mit Bürgermeister Dr. Walter Weber (2. v. l.) und weiteren Personen (Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)
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Lahnstein

Ilse Back feierte ihren 100. Geburtstag in Lahnstein

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Foto: Stadtverwaltung Lahnstein | Back

LAHNSTEIN Ein besonderes Jubiläum wurde in Lahnstein gefeiert: Am 27. September 2024 beging Ilse Elisabeth Dorothea Back ihren 100. Geburtstag. Zu diesem besonderen Anlass ließ es sich Lahnsteins Beigeordneter Manfred Radermacher nicht nehmen, der Jubilarin persönlich zu gratulieren. Im Namen der Stadt überreichte er einen Präsentkorb mit fair gehandelten Produkten aus dem Eine-Welt-Laden und würdigte das lange, ereignisreiche Leben der Jubilarin.

Ilse Back verbrachte diesen besonderen Tag in Anwesenheit ihrer gesamten Familie, die aus Mecklenburg-Vorpommern angereist war. Sie genoss die Zeit im Kreise ihrer Liebsten und zeigte sich dankbar für die vielen herzlichen Glückwünsche.

Radermacher überbrachte zudem die Glück- und Segenswünsche des Oberbürgermeisters Lennart Siefert, des Landrats Jörg Denninghoff und des Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer. Außerdem überreichte er der Jubilarin ein Geldpräsent des Rhein-Lahn-Kreises.

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