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Gesundheit

Elisabeth-Krankenhaus Lahnstein in Zukunft ohne Intensivstation?

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Elisabeth-Krankenhaus Lahnstein in Zukunft ohne Intensivstation?

LAHNSTEIN Für viele Mitarbeiter war es Ende 2023 ein Schock: Das Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein meldete Insolvenz an. Für viele der Mitarbeiter begann eine Zeit der Ungewissheit. Mittlerweile wurde deutlich, dass es weitergehen soll mit dem Schwerpunkt der altersspezifischen psychiatrischen Angebote. Für die Gynäkologie und Wirbelsäulenchirurgie scheint jedoch das Ende besiegelt zu sein. Auch die ästhetische Chirurgie sollte nach dem Willen der Betreiber geschlossen werden. Die wiederum haben bereits angekündigt, weitermachen zu wollen, wenn auch möglicherweise nicht am Standort in Lahnstein.

Nun wurde dem BEN Kurier aus der Belegschaft des Krankenhauses mitgeteilt, dass auch die Intensivstation möglicherweise geschlossen wird. Zwar soll es in Zukunft noch vereinzelte Überwachungsbetten mit Monitorüberwachung geben, doch ob das ausreichend sein wird für mögliche eintretende Notfälle, wird bezweifelt. Für den Gesundheitsstandort des Rhein-Lahn-Kreises keine gute Nachricht. Nach dem Wegfall der Paracelsus-Klinik in Bad und der Sanierung der Lahntalbrücke, wird es immer schwieriger eine adäquate vollumfängliche Hospitalversorgung sicherzustellen.

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Ausgestanden ist die Krise des Krankenhauses noch nicht. Während der Betreiber im Vorfeld den Mitarbeitern vollumfängliche Transparenz versprach, warten diese seit Anfang Dezember auf eine angekündigte Versammlung, die es bis heute noch nicht gab. Die Zeit drängt, denn ab Februar muss sich das Krankenhaus des Betreibers St. Vinzenz wieder selber tragen.

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Gesundheit

190 Mitarbeiter werden ab morgen im Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein entlassen: Hospital wird zur Psychiatrie!

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LAHNSTEIN Heute fand im Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein die erwartete Mitarbeiterversammlung statt. Schon beim letzten Zusammentreffen wurden die Diskussionen zwischen dem Geschäftsführer Claudius David Walker und den Bediensteten hitzig und kontrovers geführt. Die Übernahmeverhandlungen zwischen der BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier) und dem St. Vinzenz-Verbund sind weit fortgeschritten und stehen möglicherweise kurz vor einem Abschluss, aber die Bedingungen für das Personal sind hart.

190 Mitarbeiter sollen ab morgen ihre Kündigung erhalten und sind ab dem 01. März freigestellt. Das Arbeitsverhältnis endet zum 31. Mai 2024. Sonderkündigungsrechte für Behinderte und Schwangere sollen außer Kraft gesetzt werden. Dahingehend ist bereits Widerstand seitens der Schwerbehindertenbeauftragten angekündigt worden.

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Sämtliche Abteilungen des Elisabeth-Krankenhauses sollen geschlossen werden. Das beinhaltet auch die Chirurgie, das medizinische Versorgungszentrum, die Kurzeitpflege und die Endoskopie. Alle OP Termine wurden für sofort abgesagt. Die Abteilungen werden umgehend dicht gemacht! Einzig übrig bleibt die Psychiatrie. Von der neuen Gerontopsychiatrie war nicht mehr die Rede.

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Der Schock dürfte tief sitzen. Nicht nur die Mitarbeiter der zu schließenden Abteilungen werden entlassen, sondern auch zahlreiche Beschäftigte in der Verwaltung. Wie es mit den Auszubildenden in den einzelnen Abteilungen außerhalb der Psychiatrie weitergehen könnte, ist noch unklar.

Das Ganze hat einen Beigeschmack. Bereits im vergangenen Sommer gab es Verhandlungen mit der BBT-Gruppe. Schon damals war die Rede von einer reinen Psychiatrie in Lahnstein. Genau die wurde jetzt in der Insolvenz in Selbstverwaltung auf dem Präsentierteller serviert. Zufall?

Laut dem Geschäftsführer Claudius David Walker gibt es keine Alternative, da die Gelder, trotz Insolvenz in Eigenverwaltung, nur noch bis April reichen werden. Die BBT-Gruppe ist sicherlich ein guter und namhafter Arbeitgeber, aber die Einschnitte sind gravierend. Während die Mitarbeiter mit Durchhalteparolen über Monate hingehalten wurden, bekommen sie nun die Quittung für ihr Verständnis: die Kündigung!

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Gesundheit

Nach vorläufigem Sana Rückzug: Wie geht es weiter mit dem Paulinenstift in Nastätten?

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Foto: BEN Kurier

NASTÄTTEN Nachdem die Sana Gruppe am 07. Februar die Übernahme-Verhandlungen mit dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein als gescheitert betrachtet hatte, ist auch das Paulinenstift in Nastätten als letztes verbliebenes Krankenhaus mit nahezu Grundversorgung von den weiteren Entscheidungen in Koblenz betroffen.

Immerhin gehören sie dem Verbund mit den Standorten in Koblenz, Mayen und Boppard an. Seit Jahren wird nach einer Lösung gesucht. Für die Sana ist das Kostenrisiko der betrieblichen Altersvorsorge der Belegschaft nicht kalkulierbar. Dabei soll es um etwa 300 Millionen Euro gehen. Bisher wurde das GKM (Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein) vom Kreis Mayen-Koblenz, der Stadt Koblenz und drei Stiftungen getragen. Eine davon ist die Nassauische Diakonissen-Mutterhaus Paulinenstiftung, die für das Hospital in Nastätten zuständig ist. Den Standort im Blauen Ländchen gibt es bereits seit der Grundsteinlegung im Jahre 1904. Seit 1921 wird es durch die Stiftung geführt. Rund 150 Mitarbeiter versorgen jährlich 2700 stationäre oder teilstationäre Patienten. Einzigartig im Rhein-Lahn-Kreis ist die Palliativstation.

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Neben der Inneren und Palliativmedizin, wird in der Klinik auch die Akutgeriatrie, Chirurgie, Intensiv und Notfallmedizin, Schmerztherapie, HNO und Frauenheilkunde angeboten. Rund 9100 ambulante Patienten, inklusive ambulante Operationen, werden jährlich dargestellt.

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In Schieflage ist das Krankenhaus nicht. Im Gegenteil. Das Paulinenstift ist zu einem hochmodernen Krankenhaus mit Perspektive im Rhein-Lahn-Kreis ausgebaut worden. Dennoch herrscht Verunsicherung, die wahrscheinlich unnötig ist. Bisher galt ein Bestandschutz für das Krankenhaus und das aus gutem Grund: Nach dem Wegfall der Hospitäler in Katzenelnbogen, Diez, Nassau und zuletzt Bad Ems, sowie der Insolvenz in Eigenverwaltung beim Elisabeth Krankenhaus in Lahnstein, mit der Neuausrichtung zum großen psychiatrischen Gesundheitsstandort mit dem Wegfall der Chirurgie, verbleibt einzig das Nastätter Paulinenstift im Kreis als stationärer Grundversorger.

»Das Land hat den Standort Nastätten als bedarfsnotwendig erklärt. Somit unverzichtbar, um die Fläche zu versorgen. Da hat meines Wissens nach der Minister Hoch auch noch einmal bekräftigt!«, teilt der Nastätter Bürgermeister Marco Ludwig mit. »Die Paulinenstiftung steht ganz klar zum Standort und ist in den Gesprächen zu vielen bereit, soweit der Standort sichergestellt bleibt.«

»Die Frage, wie es hier weitergeht, beschäftigt nicht nur mich, sondern die ganze kommunale Politik seit Wochen.« für Nastättens Verbandsbürgermeister Jens Güllering aus. »Ich bin zunächst erleichtert, dass es durch Entscheidungen der kommunalen Gesellschafter gelungen ist, den Fortbestand des Gemeinschaftsklinikums insgesamt zu gewährleisten. Für die Klinik in Nastätten sehe ich die bestehenden Gesellschafter in der Verantwortung und Verpflichtung, ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten.«

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Gesundheit

Übernimmt die BBT-Gruppe das Lahnsteiner Elisabeth Krankenhaus?

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Foto: BEN kurier

LAHNSTEIN Am kommenden Montag wird es für die Mitarbeiter des Elisabeth Krankenhauses eine neue Mitarbeiterversammlung geben. Bereits in der letzten Mitarbeiterversammlung war der Unmut der Belegschaft deutlich zum Ausdruck gebracht worden. Während in der ersten Mitarbeiterversammlung den Beschäftigten vollständige Transparenz im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zugesichert wurde, war ein Anfang Dezember angekündigte neue Versammlung auf Mitte Januar verschoben worden.

Mittlerweile hat die Klinik mit der neuen Ausrichtung zum geriatrischen Krankenhaus mit psychiatrischem Vollangebot begonnen. Erhalten und ausgeweitet werden die bisherigen psychiatrischen Angebote. Eine Intensivstation soll es nicht mehr geben. Die meisten chirurgischen Abteilungen werden schließen. Dem BEN Kurier gegenüber wurde aus der Belegschaft mitgeteilt, dass neben dem bisherigen Betreiber St. Vinzenz Verbund auch die Barmherzigen Brüder (BBT) Trier Interesse an einer Übernahme der Klinik haben.

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 Bereits vor einem halben Jahr berichtete der BEN Kurier über Gespräche des St. Vinzenz Verbundes mit der BBT-Gruppe. Überscheidungen in der Zusammenarbeit waren zu diesem Zeitpunkt bereits intensiviert worden. Seinerseits wurde dem BEN Kurier aus internen Kreisen mitgeteilt, dass die BBT Gruppe Interesse an einem psychiatrischen Vollversorger hat, aber sicherlich nicht an den chirurgischen Leistungen wie die Wirbelsäulenchirurgie. Die betreibt die BBT Gruppe sehr erfolgreich im angeschlossenen Brüderkrankenhaus in Koblenz.

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Und nun darf man sich ein wenig verwundert die Augen reiben, wenn genau das Konzept während der Sanierungsphase umgesetzt und das Elisabeth-Krankenhaus auf einem Präsentierteller serviert wird. Die Barmherzigen Trier sind ein Big-Player in der Branche und zählt mit über 100 betreuten Einrichtungen zu den großen christlichen Trägern von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. Über 14.000 Mitarbeitende sind im Konzern beschäftigt. Für die Angestellten im Elisabeth-Krankenhaus ist das durchaus eine sichere Zukunftsperspektive bei einem Arbeitgeber mit mitarbeiterwertschätzenden Grundsätzen.

Und es dürfte auch sicherlich normal sein, dass ein neuer Träger seine Vorstellungen durchsetzen möchte, die  in das Gefüge einer solchen Gemeinschaft passen. Und dennoch gehört es zur Transparenz den Beschäftigten gegenüber zu erklären, ob es bereits vor der Insolvenz in Eigenverwaltung Gespräche mit der BBT-Gruppe gab, die genau das jetzt erarbeitete Sanierungskonzept vorsahen. Und jetzt? Ende gut, alles gut?

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