Etienne Heimann wird im März 25 Jahre jung. Mit seinen Rhein-Lahn-Krimis „Bauernopfer“ im Jahr 2015 und „Jammertal“ im Jahr 2017, oder „Rhein-Lahn-von oben“ mit Sky du Mont 2020 hat er sich weit über die Grenzen des Einrichs hinaus einen Namen gemacht.

Etienne Heimann – Regisseur & Filmproduzent

in VG Aar-Einrich

KATZENELNBOGEN Etienne Heimann wird im März 25 Jahre jung. Mit seinen Rhein-Lahn-Krimis „Bauernopfer“ im Jahr 2015 und „Jammertal“ im Jahr 2017, oder „Rhein-Lahn-von oben“ mit Sky du Mont 2020 hat er sich weit über die Grenzen des Einrichs hinaus einen Namen gemacht. „Jammertal“, der Film stammt aus seiner Feder und teilweise führte Etienne – damals erst 21 Jahre alt – auch Regie.

Viele Menschen denken noch gerne zurück an die Feier zur Premiere im Kloster Eberbach. Es mag an der besonderen Atmosphäre des Klosters Eberbach liegen, dass dies damals ein faszinierender – schon auch magischer Abend war. Das Kloster Eberbach spielte darüber hinaus für eine Szene als Drehort eine Rolle.   

Nun ist Etienne Heimann dabei, sich einen Namen als Regisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor in bekannten Fernsehserien wie beispielsweise „Letzte Spur Berlin“,  „SOKO Hamburg“, „SOKO Leipzig“ oder „Die Rosenheim-Cops“ zu erwerben. Er macht Vieles und Vielschichtiges.

Etienne Heimann aus Katzenelnbogen, Regisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor auf neuen Pfaden

 Viel Lob erfuhr seine Arbeit aktuell in dem Freitagskrimi „Die Chefin“ mit Katharina Böhm. 6,35 Millionen Menschen schalteten seine Folge mit dem Titel „Heilung“ ein. Damit wurde der Krimi an diesem Abend zur meistgesehenen Sendung.

Er lebt mittlerweile in Köln. Es lag nahe, ihn anzurufen und mit ihm über seine Arbeit zu sprechen.

Etienne Heimann erzählt zunächst etwas über den Werdegang eines Films

Am Anfang eines Drehbuchs steht die Idee. Diese wird auf zwei Seiten kurz und knapp umrissen. Wenn der Produzent und der Sender die Idee für die Serie passend finden, geht es ins Exposé, das bezeichnen sie als eine vorausschauende Inhaltsangabe, die je nach Format circa acht bis zwölf Seiten umfasst. Ein Fließtext, der Figuren, Handlung, Blindspuren, das Thema und mehr genauer umreißt. Danach geht es dann ins Drehbuch.

Das Drehbuch enthält alle Dialoge, die später von den Schauspielern gespielt werden. Ist das Buch von Produktion und Senderseite abgenommen, dann wird der Regisseur hinzugezogen. Mit ihm wird über die Umsetzung und Visualisierung gesprochen. Vor dem Dreh gibt es meist nochmal eine Lesung mit den Schauspielern. Hier werden die Dialoge nochmals auf Spielbarkeit überprüft, bevor dann der eigentliche Dreh ansteht. 

Er berichtet weiter: „Vor jedem Drehbuch gibt es meistens eine erste Idee oder ein Thema oder ein Milieu, das mich interessiert und um das ich dann die Geschichte oder den Fall stricke.“ Bei SOKO Hamburg: Raserhölle – die Geschichte spielt in einem Dorf vor Hamburg in dem Milieu der Freiwilligen Feuerwehr. „Das fand ich spannend zu erzählen.“ Die Folge holte vor zwei Wochen 4,55 Millionen Zuschauer vor den Fernsehapparat.

Oder auch der Film „Letzte Spur Berlin: Schuld“. Die Idee am Anfang: Es gab einen Amoklauf an einer Schule und der Vater eines Opfers kommt in einem Dialog dem Vater des Amokläufers näher. Dieser Dialog führt zu einer berührenden Szene, in dem sich die beiden Männer näherkommen, sich über den Verlust ihrer Söhne klar werden und wo man von „Vergebung“ spricht.

Am besten an dem Beruf ist, dass ich egal wann und egal wo arbeiten kann. Ich suche mir kreative Orte zum Denken. Das ist in Corona-Lockdown-Zeiten nicht so einfach, aber die Freiheit zu haben, überall zu arbeiten, genieße ich sehr. Auch, dass ich mir mein Pensum selbst einteilen und planen kann.“

Ohne die regional gedrehten Filme “Bauernopfer” und “Jammertal” wäre ich sicher noch nicht so weit, wie gerade jetzt. Ich bin sehr dankbar, die Filme in Katzenelnbogen und im Rhein-Lahn-Kreis gedreht zu haben. Dadurch bin ich letzten Endes doch tatsächlich in die Branche reingekommen – und wer weiß – vielleicht gibt es irgendwann noch einmal einen neuen Rhein-Lahn-Krimi.“

 Etienne Heimann wird seit zwei Jahren von einer sehr renommierten Agentur vertreten. Regisseure und Drehbuchautoren, das ist üblich, werden von einer Agentur vertreten. Sie verhandelt die Verträge, kümmert sich um Karrierestrategien, vernetzt ihre Klienten mit Produzenten und der Branche. Sie ist ein oder der wichtigste berufliche Partner. 

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