Schülerinnen und Schüler der Hans-Zulliger-Schule sowie der Diesterweg-Schule gedachten mit Lebensläufen und Rosen am Mahnmal am Reichenspergerplatz an die Opfer des Nationalsozialismus. Foto: Stadt Koblenz/Egenolf

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde in Koblenz auf vielfältige Weise begangen

in Koblenz

KOBLENZ 77 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz gedachte Koblenz am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, in einer bewegenden Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus. Oberbürgermeister David Langner verlas bei einer Statio am Mahnmal am Reichenspergerplatz die Namen von 15 Schicksalen, Einzelpersonen und Familien.

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Die Gedenkstunde fand in diesem Jahr im kleinen Kreis statt. Vertreter der ausrichtenden Vereine, der Kirchen und der Stadtverwaltung nahmen an der Veranstaltung teil, die anschließend in der Citykirche ihre Fortsetzung fand.

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Langner appellierte in seiner Ansprache an die Verantwortung aller gesellschaftlichen Bereiche, in Politik, Verwaltung und bei jedem Einzelnen. Es reiche nicht aus, an diesem einen Tag zusammenzukommen und der Opfer zu gedenken.

Oberbürgermeister David Langner erinnerte bei der Gedenkfeier in der Citykirche an die Verantwortung der aktuellen Gesellschaft, die sich aus den Taten der NS-Zeit auch noch heute ergibt. Foto: Stadt Koblenz/Egenolf

Neben der Trauer über die Toten und das Leid der Angehörigen müsse immer wieder das Bewusstsein dafür geschärft werden, welche Verantwortung und welche Schuld damals Koblenzer Bürgerinnen und Bürger auf sich geladen hätten. Es sei daher die Verantwortung der heutigen Generationen, das Erinnern aufrechtzuhalten und gleichzeitig dafür einzustehen, ein Miteinander der Gesellschaft ohne Diskriminierung für die kommenden Generationen zu sichern. Sein Dank galt daher im Besonderen den Schülerinnen und Schülern, die die Gedenkstunde auch in diesem Jahr begleiteten. Die Jugendlichen der Hans-Zulliger und der Diesterweg-Schule brachten am Mahnmal Rosen und Informationen zu den verlesenen Opfern an.

Die Feierstunde an der Statio und in der Citykirche wurde veranstaltet durch den Förderverein Mahnmal, vertreten durch Dr. Jürgen Schumacher, die Christlich jüdische Gesellschaft Koblenz, vertreten durch Pfarrer Wolfgang Hüllstrung, den Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva, vertreten durch Hilde Arens und die Stadt Koblenz, vertreten durch den Oberbürgermeister und die Dezernentin für Bildung und Kultur, PD Dr. Margit Theis-Scholz.

Bei einer Kranzniederlegung am Gedenkstein für die durch die Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma gedachten unter anderem Koblenzer Bürger und Politiker am Peter-Altmeier-Ufer der NS-Opfer. Foto: Django Reinhardt Music Friends e.V.

Gedenken an die Opfer der Sinti und Roma

Am Nachmittag hatte bereits eine Gedenkstunde des Django Reinhardt Music Friends e.V. zum Erinnern an die deportierten und ermordeten Sinti und Roma stattgefunden. Am Gedenkstein unweit des Deutschen Ecks wurde im Beisein der Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz sowie von Michael Weiss vom Landesrat der Sinti und Roma ein Kranz niedergelegt. In ihrer Ansprache ging Theis-Scholz auf die lokale Historie der Gräueltaten an den In Koblenz lebenden Sinti und Roma ein. 

Schülerinnen und Schüler der Hans-Zulliger-Schule sowie der Diesterweg-Schule gedachten mit mit Lebensläufen und Rosen am Mahnmal am Reichenspergerplatz an die Opfer des Nationalsozialismus. Foto: Stadt Koblenz/Egenolf
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