Führung in den Stollenbunker an der Allerheiligenbergstraße oberhalb des Friedhofs. Stadtarchiv Lahnstein bietet am 13. November Einblicke (Foto: Eingang Stollenbunker - Statarchiv Lahnstein).

Führung in den Lahnsteiner Stollenbunker

in Lahnstein

LAHNSTEIN Der Stollenbunker in der Lahnsteiner Allerheiligenbergstraße, in der Bevölkerung „Kellerchen“ genannt, ist ein ehemaliger Eiskeller, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzraum und bot ca. 150 bis 200 Menschen Platz. Hinter dem gemauerten Vorraum befindet sich ein längerer und höherer, ebenfalls gemauerter Hauptraum. Vor dem Haupteingang, der durch eine stählerne Luftschutztür gesichert ist, stand eine massive Splitterschutzmauer. Am bergseitigen Ende des Vorraums befand sich eine Grotte mit Sitzplätzen und der Eingang zu einem Notstollen, der Ende 1944, Anfang 1945 von der Wehrmacht in den Felsen gesprengt wurde. Letzterer wurde später zugeschüttet.

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Traurige Berühmtheit erlangte das „Kellerchen“, als am letzten Kriegstag, dem 26. März 1945, sechs Kinder und zwei Erwachsene vor dem Eingang durch die Splitter und den Luftdruck von Artillerie-Granaten ums Leben kamen. Daran erinnert heute über dem Eingang ein schlichtes Holzkreuz mit Namen und Alter der Toten, wenn auch unvollständig und mit falschen Altersangaben.

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Führung in den Stollenbunker an der Allerheiligenbergstraße oberhalb des Friedhofs

Stadtarchivar Bernd Geil bietet als Begleitprogramm zur Kriegsausstellung eine Führung in diesen Stollenbunker. Da die Wände heute sehr feucht sind und sich das Wasser am Boden ansammelt, ist die Führung nur mit Gummistiefeln möglich. Auch das Tragen eines Schutzhelms ist notwendig. Das Mitführen einer Taschenlampe ist von Vorteil, da keine Beleuchtung vorhanden ist.

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Hauptraum (Foto: Stadtarchiv Lahnstein)

Die Führung am 13. November beginnt um 14.00 Uhr und dauert 30 Minuten. Bei mehr als 15 Personen wird direkt im Anschluss eine zweite Führung um 14.30 Uhr und eine dritte um 15.00 Uhr angeboten. Der Eintritt ist frei.

Stadtarchiv Lahnstein bietet am 13. November Einblicke

Eine Anmeldung ist aufgrund der aktuellen Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus erforderlich unter 0176 99909910. Es gilt das Modell 2Gplus.  Neben Kontaktdatenerfassung muss jeder einen Impf-, Genesenen- oder negativen Testnachweis erbringen sowie ein Ausweisdokument vorzeigen. Im Anschluss an die letzte Führung werden die Gräber auf dem Ehrenfriedhof an der Allerheiligenbergstraße besucht.

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