Stolz zeigen Nathalie Timm (rechts)und Hannelore Rück (links) die ehrenamtlich gefertigten Socken, die durch den Verkauf jetzt wieder 500 Euro erlösten. Bild- und Textquelle: Sigrid Baumann

Katzenelnbogens Strickfrauen spenden für Kinderkrebshilfe Mainz

in VG Aar-Einrich

KATZENENBOGEN Eifrig klapperten die Nadeln der Strickfrauen, sodass sie jetzt eine Spende über 500 Euro an die Kinderkrebshilfe in Mainz überweisen werden konnte.

Seit  rund 20 Jahren erfreuen die Einricher Strickfrauen die Bevölkerung mit ihren Stricksachen. Angefangen hat alles mit der Begeisterung von Hedwig Kaiser aus Katzenelnbogen, die gerne ihre Kunstfertigkeit in der Nachbarschaft  zeigte. Das machte Lust darauf selbst die Nadeln klappern zu lassen. So fand sich schnell eine Gruppe von Frauen, die anfingen Wolldecken, Pullover, Strümpfe, Socken und vieles mehr zu stricken. Zunächst ging es um Sachspenden. Dann kam schnell die Idee auf weiter ehrenamtlich zu arbeiten und die Sachen zu verkaufen, um damit einem guten Zweck zu dienen. Schnell war eine Anlaufstelle in der Kinderkrebshilfe in Mainz gefunden, die jedes Jahr eine Spende von 500 Euro bekommt und sich herzlich dafür bedankt. 

Die Sachen wurden privat verkauft, auf Märkten, wie im Fliednerstift, auf regionalen Oster- oder Weihnachtsmärkten angeboten. Sie stießen immer auf viel Resonanz.

Dann bot Hannelore Rück, die im Bekleidungsgeschäft, dem Knüllermarkt, tätig war, an, die Sachen auch hier anzubieten und das mit Erfolg. Heute ist die Anlaufstelle der Laden Leluna von Nathalie Timm in der Untertalstraße. Hier können auch Wollspenden entgegen genommen werden.

Die Frauen zogen weiter nach Laufenselden, wo das Heim Bärenherz , heute Kinderhaus Nesthäkchen und Villa Brosius tätig ist, um die Waren anzubieten. Auch hier spendeten sie eifrig und strickten neben Decken für Rollstuhlfahrer. Weiter ging die Spendenfreude an die Kirchengemeinde in Klingelbach für den Glockenstuhl oder das Kinderheim Leme in Brasilien. Eine solche Spende konnte sogar Schwester Ludwigis aus dem Kinderheim Leme, die auf Heimaturlaub war, selbst in Empfang nehmen.

Selbst für Weihnachtsgeschenke als Zugabe für eine finanzielle Unterstützung gingen die Socken über den Ladentisch und für erstaunliche 160 Euro kaufte eine Frau sogar Socken auf einen Schlag.

Zurzeit sind nur noch zwei Frauen, Sigrid Bornwasser und Marga Sauer, aktiv tätig, viele haben es aus Altersgründen aufgegeben oder leben nicht mehr.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Neueste von der VG Aar-Einrich

Gehe zu Start