Geschichte

Vor 20 Jahren: Freilegung und Teilwiederaufbau der ehemaligen Simultankirche in Friedrichssegen

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Simultankirche heute (Foto: Bernd Geil / Stadtverwaltung Lahnstein)

LAHNSTEIN Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde am 2. September 2001 die vom Arbeitskreis „Grube Friedrichssegen“ innerhalb der Grundmauern der alten Friedenskirche errichtete „Stätte zur Pflege heimatlichen Brauchtums“ der Bevölkerung übergeben. Unter Beteiligung des Posaunenchores der Christuskirche Niederlahnstein und des Männergesangvereins Eintracht Friedrichssegen wurde der ökumenische Gottesdienst vom katholischen Pfarrer Winfried Didinger und vom evangelischen Pfarrer Martin Stock gehalten. Dabei wurden auch die Lieder gesungen, die nachweislich schon bei der Einweihung der alten Friedenskirche am 14. Juli 1889 erklungen waren. Weiterlesen

Vor 50 Jahren zog das Marion-Dönhoff-Gymnasium an den Oberheckerweg in Lahnstein

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Das Marion-Dönhoff-Gymnasium 1982.

LAHNSTEIN Als 1873 ein privates Knabeninstitut von der Stadt Oberlahnstein übernommen und in die öffentliche „Höhere Bürgerschule“ mit Latein als erster Fremdsprache umgewandelt wurde, war damit vor fast 150 Jahren der Grundstein zum heutigen Gymnasium gelegt.

Für die ehemalige Stadt Oberlahnstein bedeutete dieser Beschluss einen finanziellen Kraftakt, der sich über neun Jahrzehnte hinziehen sollte. Das Schulgebäude befand sich zunächst in der Westallee, ab 1879 in einem Neubau an der Ecke Gutenbergstraße / Adolfstraße und ab 1897 in einem Neubau in der Gymnasialstraße. Im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, erfolgten der Wiederaufbau und Einzug schrittweise bis 1957. Erst mit der Verstaatlichung und Umbenennung in „Staatliches Neusprachliches Gymnasium Oberlahnstein“ endete an Ostern 1960 das seit 1873 bestehende Unterhaltsverhältnis zur Stadt Oberlahnstein. Die Schule wurde dem damaligen „Ministerium für Unterricht und Kultur“ in Mainz unterstellt, also in die Trägerschaft des Landes Rheinland-Pfalz. Weiterlesen

Zur Geschichte der auswärtigen Höfe auf Lahnsteiner Gemarkung

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Hof Buchholz (Foto: Stadt Lahnstein, 2010)

LAHNSTEIN Etwa die Hälfte des 3761 Hektar umfassenden Lahnsteiner Gemeindegebiets ist mit Wald bedeckt. Zwischen den Waldflächen lagen einst städtische Höfe, die zumeist im 17. Jahrhundert erbaut wurden und sich heute in Privatbesitz befinden. Diese oftmals landwirtschaftlich genutzt Höfe sollen hier vorgestellt werden.

Umrahmt von Fachbacher Gemarkung steht der Lahnberger Hof auf (Nieder-) Lahnsteiner Gebiet. Es handelt sich ursprünglich um zwei Höfe, die 1740 zusammengelegt wurden. Mit einem „hinteren“ Hof, Hof Mausloch, genannt, wurden sie 1690 von der Gemeinde Niederlahnstein erbaut und verpachtet. 1811 wurden sie veräußert, Hof Mausloch abgerissen. Außerdem gehörten zu Niederlahnstein, als dieses 1803 an Nassau-Weilburg veräußert wurde, „die Höfe Raffenberg (am Standort des heutigen Amtsgerichts) und Arnstein (heute Staatliches Forstamt an der Emser Landstraße) sowie das Eisenhütten- und Hammerwerk nebst Mühle zu Hohenrhein” (nahe der Ruppertsklamm). Weiterlesen

Von der Kinderbewahrschule zur Kita: Die Geschichte der Kinderbetreuungseinrichtungen in Lahnstein

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Von der Kinderbewahrschule zur Kita: Die Geschichte der Kinderbetreuungseinrichtungen in Lahnstein

LAHNSTEIN Als drei Dernbacher Schwestern 1858 in der Schwarzgasse ihre Berufstätigkeit als Krankenpflegerinnen aufnahmen, errichteten sie auch eine Kinderbewahr- und Handarbeitsschule. Da das Haus dem Bahnbau zum Opfer fiel, zogen sie zunächst in die Schulstraße, dann in die Adolfstraße und 1870 in ihr neuerbautes Kloster in der Frühmesserstraße 22.

Schließlich errichtete die katholische Kirchengemeinde 1896 ein Kinderheim in der Wilhelmstraße 59 (Gebäude des heutigen städtischen Jugendkulturzentrums). Das zunächst eingeschossige Gebäude bekam 1902 ein zweites Stockwerk, um oben eine Nähschule („Handarbeitsunterricht für junge Mädchen“) einzurichten. 1910/11 folgte ein Anbau, sodass der Kleinkinderbewahrschule zwei Räume im Erdgeschoss zur Verfügung standen. Als die westliche Giebelwand im Zweiten Weltkrieg durch eine Bombe vollständig zertrümmert wurde, musste das Gebäude instandgesetzt werden. Auf dem zugehörigen Spielplatz wurden zwei Bombentrichter auf Bitten der Leiterin des Kindergartens, Schwester Adelheidis, zugeschüttet und von der Stadt ein großer Sandkasten angelegt. Im Jahr 1959 wurden an den Kindergarten zur Frühmesserstraße hin zwei neue Spiel- und Aufenthaltsräume angebaut.

1978 ließ die Katholische Kirchengemeinde am Europaplatz einen Neubau für 100 Plätze errichten. Da er allerdings für alle Kinder zu klein war, wurde der Kindergarten Frühmesserstraße für 25 Plätze beibehalten. Das Hauptgebäude in der Wilhelmstraße wurde von der Stadt gekauft und zum Jugendzentrum umgebaut. Weiterlesen

Vor 100 Jahren wurde der Lahnsteiner Fotograf Werner Liebschner geboren

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Vor 100 Jahren wurde der Lahnsteiner Fotograf Werner Liebschner geboren - Atelier Bergstraße

LAHNSTEIN Viele Fotos aus dem Lahnsteiner Stadtgeschehen der 1950er bis 1970er Jahren, die heute im Stadtarchiv Lahnstein lagern, stammen von Fotografenmeister Werner Liebschner. Bekannt wurde er durch sein Geschäft „Foto Liebschner“, das er bis zu seinem frühen Tod in der Bergstraße führte, und durch sein Fotografieren und auch Filmen bei den Veranstaltungen in Lahnstein.

Vor 100 Jahren wurde der Lahnsteiner Fotograf Werner Liebschner geboren

Geboren wurde Werner Liebschner am 11. Juli 1921 in Nordenham/Oldenburg. Als sein Vater als Chemiker einen Arbeitsplatz in der Blei- und Silberhütte fand, verbrachte Werner die Jugend in Braubach. Nach seiner Lehre im Fotografenhandwerk in Koblenz wurde er bereits frühzeitig zum Militärdienst eingezogen. In Belgien verwundet, geriet er dort in Gefangenschaft. Weiterlesen

Vor 25 Jahren wurde der Lahnsteiner Fastnacht ein eigenes Museum gewidmet

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Vor 25 Jahren wurde der Lahnsteiner Fastnacht ein eigenes Museum gewidmet (Fotos: Stadtarchiv)

LAHNSTEIN Das CCO-Fastnachtsmuseum im Lahnsteiner Martinsschloss besteht seit nunmehr 25 Jahren. Bei einem Schlossfest am 14. September 1996 feierten Vorstand, einige Aktive und Freunde des Carneval Comité Oberlahnstein (CCO) im Innenhof des Martinsschlosses die Eröffnung des ersten Fastnachtsmuseums am Mittelrhein. Damit kamen sie sogar den Koblenzern (Eröffnung 2001) und Mainzern (2004) zuvor.

Die Idee entstand Anfang der 1990er-Jahre, als wir in unseren Archivkisten stöberten“, erzählt Eva Bonn, die CCO-Archivarin und Zweite Vorsitzende von Lahnsteins größtem Karnevalsverein. Leider seien schon in den 1970er Jahren viele historische Schätze und Artefakte aus der Lahnsteiner Fastnacht im Sperrmüll gelandet. „Aber es gab noch viele Zeitzeugen, die sich über das Interesse der jungen Generation an der Geschichte des CCO freuten.“ Weiterlesen

Serie: “Wir im Rhein – Lahn” | Gebrüder Heymann in Nastätten – Eine Erfolgsgeschichte

in Rhein-Lahn-Kreis/VG Nastätten/Wir im Rhein-Lahn
Foto von links: Andreas Heymann (Geschäftsführer: Maler & Lackierer), Michael Aulmann (Geschäftsführer: Busse & LKW), Kerstin Heymann (Geschäftsführerin), Pia Heyman (Prokuristin) Simon Schmitt (Prokurist & Abteilungsleiter Werbetechnik), Wolfgang Haxel (Mittlerweile im Ruhestand), Sibylle Heymann (Prokuristin) Thomas Heymann (Geschäftsführer: KFZ Branche), Jens Heymann (Prokurist), Heinz Heymann (Geschäftsführer: KFZ Lackierung)

NASTÄTTEN Vergangene Woche war der BEN-Kurier im Rahmen der Serie, “Wir im Rhein-Lahn“, beim Traditionsunternehmen Heymann in Nastätten zu Gast. Bereits 2009 gratulierte der ehemalige Staatsminister dem Unternehmen zum 75- jährigen Firmenjubiläum. Nur noch ein kleiner Wimpernschlag von 13 Jahren trennt den Betrieb von der 100 Jahr Feier.

Alles begann 1934 mit Karl Heymann“, erklärt mir stolz der 29-jährige Prokurist Jens Heymann. „Mein Ur-Opa hatte in der schwierigen Zeit der Wirtschaftskrise einen klassischen Malerbetrieb eröffnet. Das war damals sehr mutig. Und man darf nicht vergessen, wie er zu den Kunden kam. Ein Auto war ein seltener Luxus. Also fuhr mein Ur-Opa mit einem Moped, Leiter und Farbeimer zu den Baustellen. Heute schier undenkbar.“

Karl Heymann begründete 1934, mit der Eröffnung des Malerbetriebes, die Erfolgeschichte der Gebrüder Heymann

Jens Heymann gehört zu der jungen Generation im Unternehmen. Sie sind nicht nur Teil der Firma sondern werden diese einmal leiten. So war es schon immer und so wird es wohl auch bleiben. Wer sich den Betrieb Heymann genauer ansieht, wird ein wenig an die Dassler Brüder in Herzogenaurach erinnert. Parallelen zu den Weltunternehmen Puma und Adidas gibt es. Beide Firmen sind sich ihrer regionalen Wurzeln sehr bewusst und starteten von ganz unten. Und sowohl bei den Dasslers und Heymanns gab es Brüder, welche großen Einfluss auf die Entwicklung der jeweiligen Firmen nahmen.

Helmut und Herbert Heymann schrieben Firmengeschichte

Aber dort enden auch schon die Gemeinsamkeiten denn im Gegenzug zu den Dasslers, gab es zwischen den Geschwistern stete Einigkeit. Und auch die Frau spielten und spielen bei den „Heymännern“ eine große und gleichberechtigte Rolle.

Während der Gründer Karl Heymann nicht mehr aus dem 2ten Weltkrieg heimkehrte, war es seine Frau Rosa, welche die jungen Geschicke der Familie leiten musste. Aus der Ehe des Paares gingen die Kinder Helmut und Herbert hervor.

Und diese waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass es zum heutigen Unternehmen der Gebrüder Heymann kam. Während der 1935 geborene Helmut, sich mehr für den klassischen Malerbereich interessierte, war es sein jüngerer Bruder Herbert (1940 geboren), der den Bereich der Fahrzeuglackierung erschloss.

110 Mitarbeiter sind bei den Gebrüdern Heymann beschäftigt

Und dazu gibt es eine spannende Anekdote, wie uns Jens Heymann verriet. „Ja. Das war damals schon eine lustige Sache. Während mein Großvater Helmut die Malerfirma führte, war mein Großonkel Herbert bei der Bundeswehr. Und dort sprach ihn der vorgesetzte Schirmmeister an, ob er ihm ein Auto lackieren könnte. So färbte er den Käfer des Vorgesetzten pastell-grün und trocknete ihn mit einer Koksheizung. Das Ergebnis war ein regelrechter schwarzer Trauerflor auf dem geliebten VW. Zur „Belohnung“ durfte er den Wagen in Geisig noch einmal lackieren. Und diesmal lieferte mein Opa ein perfektes Ergebnis ab. Und so startete der Unternehmenszweig der Lackiererei“, erklärt uns uns Jens Heymann mit so einigem verschmitzten Lächeln in den Mundwinkeln.

Alles begann in Geisig…..

Aus einem Gründer Karl Heymann wurden die Gebrüder Heymann. Und aus den Gebrüdern Heymann wurde ein mittelständisches Unternehmen mit rund 110 Mitarbeitern. Das ging ihnen zu schnell? Sie haben Recht. Denn zwischen der Firma mit internationalen Ansehen und dem Geisiger Zwei-Mann Betrieb gab es noch so einige historische Momente.

Kinderbilder von Herbert und Helmut Heymann. Sie legten den Grundstein für die Gebr. Heymann

Während Helmut Heymann sich weiter um den Malerbetreib kümmerte, ging sein jüngerer Bruder Herbert 1964 noch einmal in die Lehre. Nach seiner Malerausbildung hieß es nun Lackierer werden.

Die Firmengründer 2.0 Helmut & Hubert Heymann

Ab da an nahmen die Gebrüder Heymann richtig Fahrt auf. 1965 bauten sie ihre erste Halle- 1966 kam eine in Eigenregie erstellte Lackierkabine hinzu und 1967 wurde ein weiteres großes Gebäude errichtet. Und genau dieser kleine Umweg, vom Maler zum Lackierer, passte zur Lebenseinstellung des Herbert Heymann. „Mann muss nicht immer gerade Wege gehen…“ Wie wahr. Denn so manche Male bedarf es diesen besonderen Umweg um ein gestecktes Ziel zu erreichen.

Von nun an gab es zwei Geschäftsfelder bei den Gebrüder Heymann. Die bewährte Malerei und die der Lackiererei. Beide wuchsen und wuchsen und…. Sie ahnen es bereits? Genau. Sie wuchsen. Langsam aber beständig. Und sie begeisterten sich für neue und innovative Ideen. Diesen sicheren Blick in die Zukunft hatte der spätere Werbeabteilungsleiter Erich Weißgerber. Durch seinen Impuls begannen die Anfänge in der Fahrzeugwerbung bzw. Beschriftung. In den frühen 70er Jahren wurde diese in Handarbeit ausgeführt. Somit wurde jede Reklame auf dem Wagen zu einem Unikat.

In den 80er Jahren erweiterte die Werbeabteilung ihr Portfolio um Leuchtreklamen, Reklameschilder und Werbeschriftzügen. So fahren wir durch den Rhein-Lahn-Kreis und treffen unwissentlich immer wieder auf Arbeiter der Gebrüder Heymann. Einer der bekanntesten regionalen Arbeiten der Werbeabteilung von den Gebrüdern Heymann, prangt auf der Kuppel der Spielbank Bad Ems.

Autos waren stets die heimliche Leidenschaft der Heymanns. Bereits in den 60er Jahren begeisterten sich die Mitarbeiter in Geisig für den Rennsport. Und nicht nur diese. Auch der eine oder andere Heymann soll aktiv an Stockcar Rennen teilgenommen haben.

Dieses hat sich bis heute nicht geändert. Für die TV Total Stock Car Challenge auf Pro Sieben waren so einige Heymann Mitarbeiter für die Sonderlackierungen, Umbauten und Sicherheit der Fahrzeuge verantwortlich. Und heute? Auf zahlreichen bekannten Rennwagen finden sie Design „made in Nastätten“.

 

Damals wie heute, pflegen die Gebrüder Heymann das gute Verhältnis zu den Mitarbeitern. Aus so manchen Maler und Lackierer wurden enge Freunde. Gelebte flache Hierarchien und ein gesundes Miteinander sind eines der Erfolgsrezepte der Gebrüder Heymann.

Aus den Wurzeln von Herbert, Irene, Helmut und Johanna ist die nächste Generation mit Kerstin, Pia, Sibylle, Heinz, Thomas und Andreas Heymann entsprungen. Und all diese sind heute in leitender Position der Gebrüder Heymann tätig.

Die Gebrüder Heymann waren immer ein zukunftsorientierter Bertrieb der oft seiner Zeit voraus war. Die erwähnte, legendäre Lackierkabine war ein Novum für die damalige Zeit. Und dennoch galt es für die jetzige Generation sich für die neuen computergesteuerten Technologien zu rüsten. Vorbei war es mit der Zeit der Handarbeit in der Werbebranche. Plotter und Drucker erleichterten das Handwerk aber der Berufszweig des Werbetechnikers änderte sich

Die Mitarbeiter der Gebrüder Heymann sind Spezialisten auf ihrem Gebiet

Genauso galt es im Bereich der Maler aufzurüsten. Auch heute ist dieses noch ein echtes Handwerk aber jeder Mitarbeiter ist mittlerweile ein Spezialist auf seinem Gebiet. Die Anforderungen sind hoch. Während so mancher PC einen Arbeitsplatz in der Industrie und dem Handwerk kostete, war dieses nie ein Thema bei den Gebrüdern Heymann. Im Gegenteil. Sie wissen bereits was kommt? Genau. Das Unternehmen wuchs und wuchs und……

2003 übernahmen die Gebrüder Heymann die Firma Rostock & Roeger. Ein logischer Zusammenschluss denn das Koblenzer Unternehmen ergänzt das Nastättener Tätigkeitsfeld im Bereich der High-End Mechatronik für Omnibusse.

Doch was genau ist das Unternehmen der Gebrüder Heymann? Eine Werbetechnikfirma? Sicherlich. Von Fahrzeugfolierungen über Lichtwerbung, Schilder, Fahnen, Banner, Gebäudesonnenschutz bis hin zu XXL Digitaldruck. Oder aber eher doch eine Lackierei und Omnibusspezialist? Auch das. Von Karroserie- & Lackierarbeiten über die Fahrzeugtechnik bis hin zu Busbeschriftungen, Ausbau, Handel und Fahrerschutz. Auch das ist Heymann.

Der weltweit größte, jemals gebaute, Rettungswagen wurde bei den Gebrüdern Heymann von innen ausgebaut. Damit stehen die Nastättener im Guinness Buch der Rekorde. Oder wie wäre es mit der deutschen Fußballnationalmannschaft? Die Folierung des Busses wurde ebenfalls in den Gebrüder Heymann Werkstätten im blauen Ländchen ausgeführt. Vielleicht lieber ein Bundesligist? Sie wären erstaunt, wie viele Reisebusse im Heymann Design auf der Straße sind.

Die Profis für die Omnibusse bei den Gebrüdern Heymann

Und nicht zu vergessen die Maler und Lackierer die schon lange nicht mehr mit einem Moped und Anhänger zur Baustelle fahren wie der seinerzeitige Begründer Karl Heymann. Heute ist es der Spagat zwischen HighTech und hoch qualifizierter Ausbildung. Vom Gestaltungsbüro über Bautenschutz bis hin zur Raumakustik, Wärmedämmung, Bodenbeläge, Innenraumgestaltung und dem Fassadenanstrich. Das hätte sich Karl Heymann 1934 nicht ausgemalt.

Die Maler & Lackierer Abteilung bei der Firma Heymann

Während früher alles mit dem Malerbetrieb begann, nimmt heute der KFZ- & Busbereich sowie die Werbetechnik einen sehr großen Stellenwert ein. Mehr als 90 der 110 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Die KFZ Abteilung bei der Firma Heymann. Von der Unfallinstandsetzung bis hin zur Lackiererei. Alles aus einer Hand.

Und diesen Mitarbeiter wird einiges geboten. Neben einer qualifizierten Weiterbildung gibt es auch einige Aufstiegschancen. Das beste Beispiel ist Michael Aulmann. Er ist kein gebürtiger Heymann und dennoch Geschäftsführer des Bereiches Bus und LKW. Ähnlich verhält es sich mit Simon Schmitt. Er führt als Prokurist und Abteilungsleiter den Bereich der Werbetechnik.

Die Werbetechniker der Firma Heymann

Ein unglaublich vielfältiges Unternehmen indem auch Auszubildende ihre Heimat gefunden haben. Aktuell lernen rund 15 Lehrlinge die Berufe des KFZ-Mechatronikers, Maler & Lackierer usw. Dabei kommt es den Gebrüdern Heymann nicht nur auf die Schulnoten drauf an. Schon so manchen ,vermeintlich schwachen, Schülern wurde die Chance einer Ausbildung eingeräumt.

Es geht nicht nur um Schulnoten…..

Es geht uns nicht immer nur um die Schulnoten“, erklärt mit Jens Heymann. „Wir schauen in einem Praktikum, was einer bereit ist zu leisten und wie er sich dabei anstellt. Und da kann es schon einmal sein, dass wir über die eine oder andere schwache Schulnote hinwegsehen können.“

Diese soziale Einstellung ist ein weiterer Baustein des Erfolgsmodell der Gebrüder Heymann. Nicht gleichgültig sein. Es gibt so einige Projekte in der Region, welche die Firma Heymann still und heimlich gefördert haben. Obligatorisch sind die beliebten und legendären Firmenfeste. Leider mussten diese wegen der Corona Pandemie in den vergangenen zwei Jahren ausfallen. Doch schon bald soll es wieder ein solches Miteinander geben. Und schon in den 70er Jahren galt: Was auf einer Heymann Party geschieht, bleibt auf einer Heymann Party.

Wir im Rhein-Lahn“ sind stolz auf die Heymänner und Heyfrauen der Gebrüder Heymann.

Vor 125 Jahren wurde der Oberlahnsteiner Bürgermeister Albrecht Claus geboren

in Lahnstein
Vor 125 Jahren wurde Albrecht Claus geboren - Bürgermeister von Oberlahnstein 1949-1961 (Bürgermeister Dr. Albrecht Claus Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)

LAHNSTEIN Von 1949 bis 1961 leitete Dr. jur. Albrecht Claus die Geschicke der Stadt Oberlahnstein. Geboren wurde er am 29. Juni 1896, also vor 125 Jahren, in Thale am Harz als Sohn des Generaldirektors des dort ansässigen Eisenhütten- und Emaillierwerks.

Nach dem Abitur an einem Berliner Gymnasium diente Albrecht als Soldat im Ersten Weltkrieg. Mit einer schweren Verletzung am rechten Unterarm wurde er entlassen. Hernach studierte er Rechtswissenschaften, promovierte und erlangte die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst. Stationen seiner kommunalpolitischen Laufbahn bei verschiedenen Kreisverwaltungen und Regierungen waren unter anderem die Stelle als kommissarischer Bürgermeister im brandenburgischen Rheinsberg und als Regierungsrat in Merseburg, unterbrochen von einem knapp zweijährigen Auslandsaufenthalt zu wissenschaftlichen Studien in den USA. Weiterlesen

Vor 125 Jahren starb der Lahnsteiner Anton Leikert senior

in Lahnstein
Die Lahneckstraße auf einer Ansichtskarte um 1906. Alle abgebildeten Häuser wurden von der Firma Gebrüder Leikert erbaut. (Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)

LAHNSTEIN Viele Bauten in Lahnstein wurden in den Jahren 1863 bis 1931 von der Baufirma Gebrüder Leikert errichtet. Seniorchef Anton Leikert wurde am 21. Februar 1835 als Sohn des Bauunternehmers und Architekten Johann Leikert senior (1808-1847) und seiner Frau Anna Maria Sutter in Horchheim geboren.

Anton Leikert erlernte das Bauhandwerk und wurde zunächst Geschäftsführer des Bauunternehmens Koch & Ody in Oberlahnstein. 1863 gründete er mit seinem Stiefbruder Johann Leikert jun. (1842-1917) das Bauunternehmen Gebrüder Leikert. Damals begann nach dem Anschluss Lahnsteins an das Schienennetz eine rege Bautätigkeit in Oberlahnstein. Zum Baugeschäft der Leikerts gehörten eine Dampfsägemühle „auf Brühl“ mit Kalkbrennerei und Ziegelei sowie zwei Steinbrüche außerhalb.  Sie haben sich auch als Architekten und Zeichenbüro betätigt. Weiterlesen

Vor 60 Jahren wurde die Lahnsteiner Schillerschule eröffnet

in Lahnstein/Schulen
So sah die Schillerschule um 1964 aus (Fotos: Stadtarchiv Lahnstein)

LAHNSTEIN In einer festlichen Stunde in der Aula der neuen Schillerschule übergab der Architekt J. A. Klein am 20. Mai 1961 die Schlüssel an Bürgermeister Retzmann, der sie an Rektor Schneider weiterreichte. „Voll Freude ist unser Herz erfüllt“ begann der Rektor seine Rede vor Kultusminister Dr. Orth, Vertretern der Bezirksregierung, der Kreisverwaltung, des Stadtrates, des Schulausschusses und den beiden Pfarrern. Nach den Reden folgte die Einsegnung durch den katholischen Pfarrer Fröhlich und ein Weihegebet des evangelischen Pfarrers Strack. Das Blasorchester des Johannesgymnasiums sowie die Schülerinnen und Schüler der Volksschule umrahmten die Feier mit Gedichten und Liedern. Zwei Jahre zuvor, im Schiller-Gedenkjahr 1959 (Friedrich Schillers 200. Geburtstag), war der Grundstein zum Schulhausneubau gelegt worden.

Bürgermeister Retzmann übergibt Schlüssel und Modell der Schule an Rektor Schneider.

Dieser wurde notwendig, weil die beiden vorhandenen Schulbauten in der Johannesstraße (neben dem Rathaus) und Bergstraße insgesamt zu klein waren. 22 Klassen (791 Schüler) der Stufen 1 bis 8 standen im Schuljahr 1960/61 nur 15 Räume zur Verfügung. Schichtunterricht war angesagt. Außerdem genügten die sechs Klassenräume in der alten Schule Johannesstraße schon lange nicht mehr den schulischen Anforderungen. Zudem hatte das Gebäude infolge der vielen Hochwasser stark gelitten. Der 1888/90 in der Bergstraße errichtete Schulbau sollte weiterhin seinem schulischen Verwendungszweck dienen, verfügte aber nur über acht Klassenräume. Die Planung eines neuen Schulgebäudes auf dem Marktplatz 1929/30 scheiterte an den Finanzierungssorgen nach der Weltwirtschaftskrise, später an der Not der Kriegs- und Nachkriegszeit. Weiterlesen

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