Stadtwald

Stadtwald Nassau – überall Plastiktuben….?

in VG Bad Ems-Nassau
Plastiktuben schützen für einige Jahre junge Bäume im Kaltbachtal (Foto von Anne Neidhöfer, Ursula Braun und Manfred Braun)

NASSAU Da werden neue Bäumchen gepflanzt oder die Natur pflanzt selbst. Die jungen Bäumchen wachsen von der Spitze aus und haben dort auch ihre größten Energiereserven, vor allem Eiweiß. Das kennen in beeindruckender Weise auch andere, die im Wald leben, vor allem Rehe, ein mittelgroßes einheimisches Tier, das in der Obhut der Jäger liegt. Es grast nicht wie eine Kuh oder ein Pferd auf einer Fläche, sondern ist Selektierer und sucht sich „Häppchen“ im Wald. Weiterlesen

Stadtwald Nassau – neuer Wald muss her

in VG Bad Ems-Nassau
Junger Wald wächst im oberen Kaltbachtal heran (Foto von Anne Neidhöfer, Ursula Braun und Manfred Braun)

NASSAU Im Moment haben wir weltweit ein erhebliches Defizit an dem Rohstoff Holz, der unsere Bauwirtschaft ins Schlingern bringt. Daher ist auch auf den heimisch produzierten Rohstoff Holz wert zu legen, da hier bei uns die Standards sicherlich höherwertiger sind als in Sibirien, dem Tropischen Regenwald oder in Nordkanada. Das Problem wird sich mit der wachsenden Weltbevölkerung und dem steigenden Rohstoffbedarf zukünftig noch verschärfen.

Seit 2018 sind im Stadtwald Nassau ca. 21 ha Freiflächen entstanden, vor allem durch das fast komplette Absterben der Fichte, vereinzelt auch durch Windwurfereignisse. Was ist nun auf den Flächen zu tun? Vor allem auch für unsere Folgegenerationen haben wir hier die Verantwortung, ordentliche Grundlagen zu legen. Und das alles bei einer klimatischen Veränderung, sei es durch Zunahme der Temperatur, Trockenereignisse etc.

Ca. 70 % der freien Flächen wurden bepflanzt, dabei kamen 41.000 Bäume in die Erde. 80000.-€ wurden von der Stadt Nassau und einzelnen Sponsoren investiert. Die Pflanzabstände wurden je nach Standort weit gewählt. Gut anzuschauen ist dies im Kaltbachtal, etwas bei einem Spaziergang ab der Autowendebrücke Richtung Charlottenruhe und auch noch weiter bachaufwärts. Rotbuche, Fichte, Eberesche, Bergahorn, Douglasie, Vogelkirsche, Stieleiche, Traubeneiche sind hier zu finden, teilweise schon mehrere Jahre alt und manchmal üppig wachsend.

Vereinzelt wurde auch mit Küstentanne, Baumhasel und Eßkastanie experimentiert. Unterpflanzungen mit Eibe, der einzigen echten einheimischen Nadelholzart, sind erfolgt. Etliche Flächen wurden der Sukzession überlassen, was bedeutet, dass die Natur hier die Richtung vorgibt, was sich an Sträuchern und Bäumen einstellt. Hier ist auch Geduld vonnöten, denn das klappt nicht immer ganz so schnell. Flugfrüchte aller Art sind unterwegs, aber auch der eine oder andere Eichelhäher, Eichhörnchen oder manche Rabenkrähe sind eifrig Wintervorräte am Verstecken und vergessen viele Plätze, wo die Samen auskeinen können.

Man wird auch austesten müssen, wie das Anwachsen, zumeist in Steillage, erfolgreich oder weniger erfolgreich ist. Niemand weiß, wie die klimatischen Verhältnisse in 10 oder gar 100 Jahren sind, und aus diesem Grund setzt die Stadt auf viele Varianten und Baumarten. An Holznutzung ist hier ohnehin erst in 50-100 Jahren zu denken; dass wird unsere Folgegeneration zu bewerten, zu entscheiden und durchzuführen haben.

In diesem Jahr ist uns bisher das Wetter gut gesonnen gewesen, zumindest was den Niederschlag anbelangt. Man kann hoffen, dass der Sommer weiterhin atlantisch bleibt, also eher kühl und feucht.

Wiederaufforstung im Lahnsteiner Stadtwald

in Lahnstein
Wiederaufforstung im Lahnsteiner Stadtwald

LAHNSTEIN Wie in ganz Deutschland, so leidet auch der Lahnsteiner Stadtwald stark unter den Folgen des Klimawandels. Nach nunmehr drei Dürrejahren, verbunden mit einem massiven Borkenkäferbefall, musste deutschlandweit eine Waldfläche in der Größenordnung des Saarlandes gefällt werden. Auch im Lahnsteiner Stadtwald sind hiervon ca. 220 ha stark betroffen. Viele Flächen, auf denen einst die Fichte wuchs, sind heute kahl. Die früher oft zu findende Fichte hat in Lahnstein keine Zukunft mehr.

Jetzt heißt es, die notwendige Wiederaufforstung zu starten. Hierbei stehen die Waldbesitzer vor der schwierigen Aufgabe Baumarten auszuwählen, die den zu erwartenden klimatischen Veränderungen standhalten. An vielen Stellen muss es zunächst die Natur selbst richten. Weiterlesen

Wanderwege im Lahnsteiner Stadtwald

in Lahnstein
Beim Besuch des Lahnsteiner Stadtwald sollte man auf den ausgewiesenen Wegen bleiben. (Foto: Stadtverwaltung Lahnstein)

LAHNSTEIN Die Corona-Pandemie bringt viele Einschränkungen mit sich. Dinge, die noch vor einem Jahr selbstverständlich waren, sind aktuell nicht möglich. Glücklicherweise bietet der Lahnsteiner Stadtwald eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich im Freien zu bewegen und wenigstens ein bisschen Abstand vom Corona-Alltag zu bekommen. Nicht umsonst besuchen in „normalen“ Zeiten viele Gäste Lahnstein und Umgebung als Urlaubsdomizil.

Der Wald bietet eine Vielzahl von ausgebauten und ausgeschilderten Wegen, die spannende und abwechslungsreiche Stunden in der Natur ermöglichen.

Leider halten sich Besucher*innen immer wieder auch außerhalb der ausgeschilderten Wege auf. Zudem werden scheinbar ungenutzte Wiesen oder abgemähte Felder überquert oder zum Spielen oder Picknicken genutzt. Die Wiesen werden jedoch mehrmals im Jahr als Tierfutter abgemäht und auf den Feldern ist bereits Wintergetreide gepflanzt. Weiterlesen

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