Nazis

Nachfahren der jüdischen Familie Mainzer besuchten die Heimat ihrer getöteten Großeltern in Lahnstein

in Lahnstein
ael Jean Dotan (Mainzer) mit Ehemann und ihren Töchtern und Stadtarchivar Bernd Geil im Juni 2022 bei ihrem Besuch in Lahnstein (Foto: Stadtverwaltung Lahnstein)

LAHNSTEIN Besuch aus Israel: Jael Jean Dotan (Mainzer) und Josef Jean besuchten mit ihren Töchtern Karin und Lilach für einige Tage die Heimat der Vorfahren in Niederlahnstein. Ihre Großeltern Emil und Julie Mainzer wurden wegen ihres jüdischen Glaubens Opfer des Holocaust. Vor dem Haus Johannesstraße 3 erinnern seit zehn Jahren zwei Stolpersteine an sie.

Emil Mainzer (Jahrgang 1881) stammte aus Nievern, seine Frau Julie Mainzer geb. Loeb aus Weinsheim (Jahrgang 1883). Sie hatten drei Töchter: Antonie (genannt Toni, Jahrgang 1909), Elly (Jahrgang 1912) und Anna (genannt Anny, Jahrgang 1915). Weiterlesen

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18. Juni 1938: „Juni Aktion“ in Bad Ems – Massenverhaftungen in der Kurstadt

in Allgemein

BAD EMS Vor 84 Jahren und fünf Jahre nach dem Start der Nazi-Diktatur begann in Deutschland und damit auch im Lahntal der organisierte Terror. Schon fünf Monate vor den organisierten Judenverfolgungen im November 1938 kam es auf Anweisung des „Führers“ reichsweit zu den ersten willkürlichen Massenverhaftungen.

Adolf Hitler lässt im Sommer 1938 fast 10 000 Männer, darunter etwa 2300 Juden als sogenannte „Asoziale“ in Konzentrationslager verschleppen. Auch in Bad Ems und in den Nachbargemeinden werden unliebsame Bürger im Rahmen der so genannten “Juni-Aktion“ auf der Straße festgenommen, oder gewaltsam aus ihren Wohnungen geholt. Die selektive Auswahl in der Kurstadt erfolgt in vielen Fällen nach dokumentarisch belegten Hinweisen des damaligen Rathaussekretärs und NS-Funktionärs Theodor Schüssler. Weiterlesen

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Hilft mir denn kein Balduinsteiner?

in Panorama/VG Diez
Im neu erschienenen Buch "Juden in Balduinstein" verfolgt der Autor Willi Bode die jüdischen Spuren im Dorf.

BALDUINSTEIN In seinem neu erschienenen Buch „Juden in Balduinstein“ verfolgt Willi Bode die jüdischen Spuren im Dorf, von dessen Gründung im Jahre 1319 bis zu ihrer Vertreibung durch die Nazis. Erläuterungen zum Judenhuyss als eine jüdische Wohn- und Gebetsstätte sowie zum Judentodtenhof im Ortsteil Hausen runden das 306 Seiten mit 228 Abbildungen und Fotos umfassende Buch ab.

Es enthält mit Hinweisen auf jüdische Familien in Cramberg, Langenscheid, Isselbach, Diez und Montabaur auch zahlreiche über Balduinstein hinausgehende Bezüge.


Der Autor Willi Bode, 1937 geboren und in Balduinstein aufgewachsen, erforschte das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürger, um sie mit ihrem Namen und ihrem Gesicht der Anonymität zu entreißen und ihnen das zurückzugeben, was ihnen die Nationalsozialisten genommen hatten: ihre Individualität und ihre Würde. Gleichzeitig brandmarkt er die NS-Politik, und er will ein Stück Balduinsteiner Geschichte dem Vergessen entziehen und im dörflichen Bewusstsein verankern.
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