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Lahnstein

Erfolgreiche Gründung des Frauennetzwerks aktiver Frauen im Rhein-Lahn-Kreis

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Gründerinnentreffen für das Frauennetzwerk aktiver Frauen im Rhein-Lahn-Kreis (Foto: Martina Fink)

LAHNSTEIN Das Frauennetzwerk aktiver Frauen im Rhein-Lahn-Kreis wurde am 18. Juli 2023 von über 40 Frauen unterschiedlichster Berufsgruppen erfolgreich gegründet. Es will für aktive Frauen aus verschiedenen beruflichen, kulturellen, politischen und sozialen Bereichen eine Plattform schaffen.

Da sich die „Angebots-Landschaft für Chancengleichheit“ in den letzten Jahren veränderte, war es das Ziel, Frauen aller Altersgruppen der Region zusammenzubringen, um sich kennenzulernen, zu vernetzen und gemeinsam Projekte zu entwickeln. Organisiert wurde das Angebot von den Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinden, des Kreises und der Stadt Lahnstein zusammen mit dem Frauenlandhaus Charlottenberg.

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Dieser Einladung folgten Pfarrerinnen, Gesundheits- und Finanzexpertinnen, Künstlerinnen, Expertinnen zu Persönlichkeitsentwicklung, Politikerinnen, Therapeutinnen, Ingenieurinnen und viele mehr. Das Frauenlandhaus bot für diesen Tag mit ansprechenden Tagungsräumen, dem Sommergarten und der sehr leckeren Verpflegung ein perfektes Ambiente. Einem inspirierenden Impulsreferat zum Thema „weibliches Netzwerken“ folgten kurzweilige Partnerinnen-Interviews, die bereits erste Eindrücke zu der Vielfalt und Expertise der Anwesenden gaben.

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Durch einen dynamischen Austausch kristallisierten sich rasch Themenschwerpunkte heraus, die die Teilnehmerinnen künftig entwickeln und intensivieren werden: „Frauen und Finanzen“, „Frauen und Persönlichkeitsentwicklung“, „Frauen und Kreativität“, „Ganzheitliche Frauengesundheit“ und „Politik mit und für Frauen“. Dazu bildeten sich erste Arbeitsgruppen, sodass sich bereits jetzt kleinere Netzwerke gebildet haben, die sich intensiv mit bestimmten Themenbereichen auseinandersetzen möchten.

Die Resonanz auf das Gründungstreffen war großartig, wie die Veranstalterinnen bestätigen. „Wir möchten die Vernetzung der vielfältigen Kompetenzen regional erreichen, um Herausforderungen gemeinsam zu entdecken, Lösungsansätze zu entwickeln und umsetzen. Das ist uns in diesem lebendigen Treffen mit der wertschätzenden und offenen Atmosphäre sehr gut gelungen“ betonen die Organisatorinnen Dorothee Milles-Ostermann und Beate Schmittel.

Aufgrund dieses positiven Feedbacks streben sie an, regelmäßige Austauschtreffen einmal im Quartal an verschiedenen Standorten der Teilnehmerinnen im Kreis zu organisieren. Die Netzwerktreffen sollen offen gestaltet werden, so dass immer auch neugierige und engagierte Frauen, die sich einbringen möchten, eingeladen fühlen.

In dem jeweiligen Treffen wird ein bestimmter Themenkomplex vertiefend bearbeitet, dazu gehören die Vernetzung der Kompetenzen, der vorhandenen Beratungsangebote, aber auch die eventuelle Entwicklung von weiteren Lösungsideen oder Veranstaltungen.

Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und Teil dieses Netzwerks zu werden. „Wir freuen uns auf Sie und Ihre Ideen. Es ist wichtig, dass Frauen in unserer Gesellschaft eine starke Stimme haben und gemeinsam für ihre Rechte und Interessen eintreten können. Dieses Netzwerk soll dazu beitragen, dass Frauen sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können”, so die Veranstalterinnen. Das Frauennetzwerk aktiver Frauen im Rhein-Lahn-Kreis freut sich auf eine erfolgreiche und produktive Zusammenarbeit und ist gespannt auf die weiteren Entwicklungen.

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Lahnstein

Neueröffnung der Bäckerei Kugel: Ein Familienunternehmen kehrt zurück nach Lahnstein

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Foto: Eva Dreiser | Stadtverwaltung Lahnstein

LAHNSTEIN Seit März gibt es wieder ein vertrautes Schild in Lahnstein: Die Bäckerei Kugel hat in der Bahnhofstraße ihre Türen geöffnet. Früher schon einmal hier ansässig, kehren Laura und Klaus Kugel nun mit ihren traditionell handwerklich hergestellten Backwaren zurück. Und hier wird nicht nur auf Qualität und Geschmack geachtet, sondern auch auf den Ursprung der Zutaten. Das Getreide stammt aus regionalem Anbau in Heimbach-Weis, ist Bioland zertifiziert und wird in der dortigen Stammfiliale selbst vermahlen.

Ein Teil ihrer Philosophie ist es, einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten. Daher werden überschüssige Backwaren regelmäßig gespendet. Zur Neueröffnung der Bäckerei Kugel überreichte Oberbürgermeister Lennart Siefert einen Blumenstrauß. Im Gespräch mit Siefert erzählte das Paar, wie herzlich es in Lahnstein wieder aufgenommen wurde, was die Rückkehr zu den Wurzeln noch schöner mache. Auch sind viele ihrer früheren Mitarbeiter nun erneut bei ihnen angestellt.

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Ich freue mich, dass es wieder eine Bäckerei Kugel in Lahnstein gibt“, so OB Siefert. „Hier gehen Tradition und Innovation Hand in Hand!“

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Neueröffnung der Bäckerei Kugel: Ein Familienunternehmen kehrt zurück nach Lahnstein | Foto: Eva Dreiser | Stadtverwaltung Lahnstein
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Lahnstein

Lahnsteiner Schüler ist spitze in Mathe und Chemie

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Foto: Johannes-Gymnasium Lahnstein

LAHNSTEIN Thorben Weinhold besucht die 9. Klasse des Privaten Johannes-Gymnasiums in Lahnstein und steht kurz vor dem „Triple“ in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Wettbewerben in Rheinland-Pfalz. Thorben errang am 13.03.2024 bei der Landesrunde Rheinland-Pfalz/Saarland des Schülerwettbewerbs „Chemie-die stimmt!“ den 1. Platz in der Klassenstufe 9. Durch seine hervorragenden Leistungen in den ersten beiden Runden hat er sich nun für die 3. Runde der Länder Niedersachsen, Nordrhein-Westphalen, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes qualifiziert und nimmt vom 04.06. bis 07.06.2024 an einem dreitätigen Auswahlseminar in Münster teil.

Am 12. April wurde Thorben dann beim Landeswettbewerb Mathematik zum Landessieger gekürt. Er hat die Jury mit seinen mathematischen Leistungen sehr beeindruckt und konnte diese im Rahmen eines 3-tägigen Workshops an der Universität Kaiserlautern unter Beweis stellen. Am 25. und 26.04.2024 nimmt nun Thorben Weinhold zusammen mit seinen Mitschülern Enjo Westphal und Gero Hanrath am Landesfinale Schüler experimentieren mit ihrer Forschungsarbeit zur Balkonaufzuchtstation in der Sparte Biologie teil. „Wir drücken den drei Jungs die Daumen für das Landesfinale – die Leistungen von Thorben Weinhold sind schon mit den beiden Erstplatzierungen mehr als außergewöhnlich“ – so der stolze Schulleiter Rudolf Loch – „ein Landessieg bei Schüler experimentieren wäre dann tatsächlich das Triple“.

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Lahnstein

Niemals vergessen: Grüne Lahnstein besuchen die Gedenkstätte Hadamar!

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Foto: Bündnis 90/ die Grünen Lahnstein

HADAMAR An der Gedenkfahrt am Sonntag, den 07.04, nahmen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teil. Zur Teilnahme an der Fahrt war öffentlich eingeladen worden.  Die Idee für den Besuch kam im Zuge der jüngsten Entwicklungen rund um das Erstarken rechten Gedankengutes in der Gesellschaft auf. Ziel war es, allen Opfern der nationalsozialistischen Verbrechen und insbesondere denen der „Euthanasie“ zu gedenken. Zudem sollte die Teilnahme an dem Besuch dazu anregen, sich mit dem nationalsozialistischen Unrecht auseinanderzusetzen.

Die Gedenkstätte Hadamar hat eine besondere Bedeutung als Ort des Gedenkens und der Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“. In den Jahren 1941 bis 1945 wurden hier fast 15.000 Menschen ermordet. Zu den Opfern gehörten psychisch Erkrankte und Menschen mit Behinderung. Die Gedenkstätte hat auch den Zweck, über die damaligen Geschehnisse aufzuklären. Von Januar bis August 1941 wurden im Keller der Anstalt über 10.000 Kinder, Frauen und Männer mit Kohlenmonoxid in einer als Duschraum getarnten Gaskammer ermordet. Der Abbruch der Gasmorde 1941 bedeutete nicht das Ende der NS-„Euthanasie“-Verbrechen. Ab August 1942 wurde das Morden fortgesetzt, diesmal bspw. durch überdosierte Medikamente und Hungerkost. Während dieser Zeit kamen noch einmal 4.500 Menschen ums Leben.

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Das grausame Vorgehen dauerte bis zum Kriegsende im März 1945 an. Unter den Opfern der zweiten Mordphase befanden sich Anstaltspatienten und -patientinnen, durch den Bombenkrieg verwundete Menschen, Kinder, Tuberkulosekranke, Zwangsarbeiter sowie psychisch Kranke. Die Taten zeigen das Ausmaß der Grausamkeit, das im Namen der Ideologie des Nationalsozialismus begangen wurde. Die Exkursion beinhaltete neben der Führung auch einen Workshop mit Biografiearbeit.

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Die Anwesenden zeigen sich betroffen von dem erfahrungsreichen Tag, aber auch dankbar für die Arbeit der Gedenkstätte. Durch das Engagement haben alle die Möglichkeit, sich ein Bild von den Verbrechen, welche unter dem Vorzeichen der nationalsozialistischen Ideologie geschahen, zu machen und dadurch die Sensibilität für die Wahrung der Menschenwürde und der daraus folgenden Rechte zu stärken. Das Fazit der Gruppe ist, dass nur Erinnerung und Aufklärung sicherstellen können, dass sich solche Verbrechen nie wiederholen und eine entsprechende Ideologie nicht mehr Staatsdoktrin werden kann. „Nie wieder“, wie es in den letzten Monaten häufig heißt, bedeutet daher nicht nur, sich gegen den Anstieg rechtsextremer Ideologien und Rassismus einzusetzen, sondern auch die Aufarbeitung der Vergangenheit zu fördern und die Menschenwürde und die Menschenrechte in der Gesellschaft zu schützen. Die Gedenkstätte Hadamar ist ein Ort, an dem dieser Einsatz gelebt wird und an dem gegen das Vergessen angekämpft wird. Insbesondere wollen die Grünen der Workshopleiterin und Gedenkstättenmitarbeiterin Frau Kabs danken.

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