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VG Bad Ems-Nassau

Hurra, der Lenz ist (fast) da: Demnächst eröffnet die Metzgerei Lenz in Singhofen!

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Pünktlich zur Grillsaison soll es losgehen mit der Metzgerei Lenz in Singhofen (Foto von links: Tobias Lenz, Michael Lenz)

SINGHOFEN Wer hätte das gedacht? Baustoffmangel, fehlende Handwerker und weitere Widrigkeiten waren in der Vergangenheit keine Seltenheit bei Arbeiten am Bau. So mancher Häuslebauer konnte davon jüngst ein melancholisches Lied singen. Nicht so bei der zukünftigen Metzgerei Lenz in Singhofen. Da laufen die Arbeiten wie am Schnürchen. Wo kürzlich noch gähnende Leere auf dem Feld im Gewerbegebiet in der H.-W.- Schmitz-Straße klaffte, ist im atemberaubenden Tempo ein imposantes Gebäude entstanden.

Bei unserem letzten Besuch, durfte man nur erahnen, was dort entstehen könnte, doch jetzt entsteht aus dem Puzzle ein erkennbares Bild. Seinerzeit war dort nur eine große Fläche in einer Halle ersichtlich. Mittlerweile sind die Räumlichkeiten aufgeteilt. Im hinteren Bereich befinden sich die Kühlhäuser und die Räumlichkeiten für die Fertigung und im vorderen Areal ist der Kunden zugängliche Ladenbereich abgetrennt. Doch was heißt eigentlich abgetrennt? Das stimmt nicht so wirklich. Offen soll es werden. Sehr bewusst will der Familienbetrieb sich über die Schultern schauen lassen.

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In der neuen Metzgerei soll der Fleischgenuss zu einem Erlebnis werden, den sich jeder leisten kann. Ein ambitioniertes Vorhaben. Während der Papa Michael das Fleisch portionsgerecht zerlegt und als Grillmeister die neuen Spezialitäten vorführen möchte, ist der Sohn Tobias als Fleisch-Sommelier mit der Zubereitung des perfekten Geschmackserlebnisses beschäftigt. Für ein solches Unterfangen braucht es Überzeugung, Unternehmensgeist und natürlich auch etwas Mut. Für das Familienunternehmen ist es aber noch einiges mehr. Regionalität ist nicht nur eine Floskel. Sie möchten zeigen, dass preisbewusstes Einkaufen und passionierter Fleischgenuss kein Widerspruch ist.

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Alles wird von Hand gefertigt. Die eigene Wurstkreation bis hin zum außergewöhnlichen Steak-Geschmackserlebnis. Besonders das Tierwohl liegt der Familie Lenz am Herzen. Sie schauen sich bewusst an, wie die Tiere gehalten werden. Freiluft ist der kleinste mögliche Nenner. Und jetzt? Heißt es noch ein wenig warten. Pünktlich zur Grillsaison soll es losgehen. Wir freuen uns schon jetzt auf den ersten täglichen Mittagstisch in der Metzgerei Lenz, denn sie machen gerade das vor, was wir uns alle wünschen: Regional und bezahlbar müssen kein Widerspruch sein. Eine schöne Geschichte an der wir dran bleiben.

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VG Bad Ems-Nassau

Niemals vergessen: Geisig stellt Erinnerungstafel am Standort der ehemaligen Synagoge auf

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Foto: Stefanie Witte

GEISIG In der Geisiger Dorfchronik haben die Verfasser Mona Gillmann und Berthold Krebs festgehalten, dass in Geisig von 1895 bis 1938 eine Synagoge stand.  Die jüdische Gemeinde bestand 1938 aus fünf Familien, welche acht Häuser im Ort bewohnten. Am ehemaligen Standort erinnerte bis jetzt nichts an die Synagoge.

Es ist eine sehr gepflegte Grünfläche der Gemeinde, um die sich dankenswerterweise die Familie Abt über Jahre hinweg kümmert. Die vormalige Beigeordnete Daphne Schmidt regte unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!“ im Gemeinderat an, eine Erinnerungstafel aufzustellen. Dem folgte der Gemeinderat einstimmig.

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Nun wurde von fleißigen Helfern die Tafel am einstigen Standort der Synagoge im Lärchenweg aufgestellt.

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Gesundheit

Eine Erfolgsgeschichte: Das KS Medical in Nassau feierte sein drittes Fest!

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NASSAU Zum nunmehr dritten Mal feierte das KS Medical Center in Nassau ein großes Fest und das ist ein richtig gutes Zeichen, denn beim ersten Mal ist es eine Premiere, beim zweiten Mal, eine Wiederholung und beim dritten Mal eine feste Veranstaltung und so darf man sich schon jetzt auf die gesundheitlichen Fortschritte am Standort für 2025 freuen.

Bei Würstchen und kalten Getränken durften die zahlreichen Besucher das komplette medizinische Center erkunden. In den unteren Etagen befindet sich die PuraVita mit ihren Arbeitstherapien für Menschen mit psychischer Einschränkung. Bei einem herrlichen Cocktail kam man mit den Mitarbeitern ins Gespräch und durfte parallel große Handwerkskunst der Heimbewohner bestaunen. So geht es zurück in den ersten Arbeitsmarkt.

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Gleichzeitig feierte auch 2nd Chance mit seinem Restpostenmarkt sein 2-jähriges Jubiläum. Ebenfalls eine Erfolgsgeschichte, doch bleiben wir ein wenig beim Gesundheitsstandort. »Wir haben vor vier Jahren das ehemalige Marienkrankenhaus übernommen und zum Gesundheitsstandort ausgebaut«, teilt der ansässige Allgemeinmediziner Dr. Thomas Klimaschka mit. »Mittlerweile ist das KS Medical Center zu Zweidritteln belegt.«

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Neben der Gemeinschaftspraxis im Nassauer Land und der PuraVita ist auch eine Physiotherapiepraxis im Haus, eine psychiatrische Institutsambulanz mit Tagesklinik, dazu ist der Gastroenterologe Dr. Münzel aus Bad Ems einen Tag die Woche vor Ort und zusätzlich gibt es noch eine Heilpraktikerin in den Räumlichkeiten.

So ist das KS Medical längst zu einem vollwertigen medizinischen Versorgungszentrum geworden, das vom Angebot mittelfristig noch weiter ausgebaut wird. Gerade durch solche vorhandenen Angebote können weggefallene Therapien des geschlossenen Paracelsus-Krankenhauses in bad Ems zu Teilen aufgefangen werden, ohne dass die Menschen bis nach Koblenz oder weiter fahren müssen.

Schon jetzt darf man sich auf das Fest im kommenden Jahr freuen, denn bis dahin wird sich das KS Medical in Nassau weiter gut entwickeln. Eine schöne Erfolgsgeschichte.

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Schulen

Stolpersteine: Schüler des Leifheit-Campus in Nassau setzen ein Zeichen der Erinnerung

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Fotos: Bilder: Ulrike Weiwad-Klenk und Wolfgang Dorr

NASSAU Es ist eine Tradition geworden: Im Rahmen eines Projekttages säuberten die beiden 9. Klassen des Leifheit-Campus auch in diesem Jahr wieder die Stolpersteine in Nassau. Die Messingsteine sind auf den Bürgersteigen vor den Häusern eingelassen, in denen jüdische Mitbewohner lebten und tragen die Namen der Menschen, die während des Holocausts umgebracht wurden. Sie erinnern uns daran, dass sich diese Geschichte nie wiederholen darf.

Im Beisein von Ulrike Weiwad-Klenk vom Beirat für Migration und Integration und Wolfgang Dorr, dem Vertreter der jüdischen Gemeinde in Bad Ems, sowie den Lehrkräften Oliver Janz und Theresa Ziegenfuß reinigten 41 Lernerinnen und Lerner die Steine von dem Schmutz, der sich im Lauf des Jahres auf den Messingplatten gelegt hat. Vor dem Rundgang informierten sich die beiden Klassen über die Biografien der Menschen, deren Namen die Stolpersteine tragen. Text: Ulrike Weiwad-Klenk

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