Lahnstein
Vor 20 Jahren: Freilegung und Teilwiederaufbau der ehemaligen Simultankirche in Friedrichssegen

LAHNSTEIN Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde am 2. September 2001 die vom Arbeitskreis „Grube Friedrichssegen“ innerhalb der Grundmauern der alten Friedenskirche errichtete „Stätte zur Pflege heimatlichen Brauchtums“ der Bevölkerung übergeben. Unter Beteiligung des Posaunenchores der Christuskirche Niederlahnstein und des Männergesangvereins Eintracht Friedrichssegen wurde der ökumenische Gottesdienst vom katholischen Pfarrer Winfried Didinger und vom evangelischen Pfarrer Martin Stock gehalten. Dabei wurden auch die Lieder gesungen, die nachweislich schon bei der Einweihung der alten Friedenskirche am 14. Juli 1889 erklungen waren.
Hans-Günther Christ, der inzwischen verstorbene Leiter des Arbeitskreises, erläuterte die Geschichte der Kirche, die damals in neugotischem Stil im Ortsteil „Kölsch Loch“ errichtet wurde. Man hatte einen Bauplatz im Hang gewählt, wodurch das Bauwerk die Siedlung im Tal weithin sichtbar überragte. Das Besondere der Kirche war, dass sie von beiden Konfessionen gemeinsam benutzt wurde, daher auch der Name „Simultankirche“.
Mit dem Rückgang der Erzausbeute und der Schließung der Grube 1913, begann die Entvölkerung der Ortsteile Tagschacht und Kölsch Loch. 1912 fand der letzte katholische und 1917 der letzte evangelische Gottesdienst in der Simultankirche statt. Von 1927 bis 1929 fand die Kirche nochmals Verwendung als Sommerschule, bis zur Eröffnung der neuen Volksschule. Die Renovierungskosten für die Kirche in Höhe von 29.000 Mark konnten nicht aufgebracht werden. Nachdem die Wehrmacht auf dem Tagschacht einen Pionier-Übungsplatz eingerichtet hatte, wurde die ungenutzte Kirche übungshalber gesprengt.
60 Jahre später fanden sich einige Menschen in Friedrichssegen, die dem gewaltigen Schuttberg von ca. 500 m³ zu Leibe rückten. Zum Vorschein kamen das etwa 12 mal 22 m große Fundament der Kirche und das kunstvoll gestaltete Fußbodenornament im Eingangsbereich mit einer erhaltenen Säule. Aus den Resten neugotischen Backsteinmauerwerks wurde die Kirche in ihren Grundmauern behutsam wiederaufgebaut, um den Ort wieder begehbar und erlebbar zu machen. Die Männer des Arbeitskreises Grube Friedrichssegen stammten weitgehend aus den Reihen des MGV Eintracht Friedrichssegen. Unterstützt wurden sie von ortsansässigen Firmen wie dem Bauunternehmen Lenz und der Schlosserei Blum.
Auch die verschollene zweite Säule wurde ausfindig gemacht, hergeholt und aufgestellt. Auf den mächtigen Säulen ruht nun ein Gestell mit Glocke und Kreuz, erstellt von Dieter Blum. Die Glocke wurde von der katholischen Kirchengemeinde St. Martin überlassen und stammt aus der kath. Herz-Jesu-Kirche Friedrichssegen. Die Altarplatte stiftete Steinmetz Karl-Heinz Lembke. Ein Schaukasten informiert Besucher über die Geschichte des Bauwerks.
Die Erinnerungsstätte steht – wie einst die Simultankirche – allen Konfessionen offen. Eine Fotodokumentation vom „Wiederaufbau“ ist im Bergbaumuseum Grube Friedrichssegen einsehbar.
Blaulicht
Nachtragsmeldung zum angekündigten Amoklauf am Schulzentrum Lahnstein

LAHNSTEIN In unserer Erstmeldung vom gestrigen Abend berichteten wir, dass am 1. April auf der Mädchentoilette der Realschule plus in Lahnstein eine bedrohliche Schmiererei entdeckt wurde, die einen Amoklauf ankündigte. Diese Darstellung bedarf jedoch einer Korrektur. Nach aktuellen Informationen der Polizei ist nicht eindeutig geklärt, ob die Verfasserin oder der Verfasser dieser Drohung tatsächlich eine Schülerin oder ein Schüler der Realschule plus oder des angrenzenden Marion-Dönhoff-Gymnasiums ist. Fest steht jedoch, dass sich die Schmiererei seit dem 01. April in einer Mädchentoilette des Gymnasiums befand, die sowohl von Schülerinnen des Gymnasiums als auch von Schülerinnen der Realschule plus genutzt wird.
Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurde eine Person in einem Chat identifiziert, die für die Verbreitung der Nachrichten in den sozialen Medien verantwortlich sein könnte. Mit der Person wurde ein klärendes Gespräch, eine sogenannte Gefährderansprache geführt. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass diese Person auch tatsächlich für die Drohung verantwortlich ist. Die Polizei setzt ihre Untersuchungen fort, um die Urheberin oder den Urheber der bedrohlichen Botschaft zweifelsfrei zu ermitteln.
Die Schulleitungen beider betroffenen Bildungseinrichtungen – der Realschule plus und des Marion-Dönhoff-Gymnasiums – haben unverzüglich reagiert und gemeinsam die Eltern der Schülerinnen und Schüler über die Vorfälle informiert. Trotz der schnellen Aufklärung bleibt die Tatsache bestehen, dass es sich hierbei um einen geschmacklosen und verantwortungslosen „Aprilscherz“ handelt, der große Unruhe und Angst innerhalb der Schulgemeinschaften ausgelöst hat.
Bereits am heutigen frühen Morgen zeigte die Polizei Lahnstein verstärkte Präsenz am Schulzentrum, um mögliche Unsicherheiten bei den Schülerinnen, Schülern sowie Lehrkräften zu minimieren. Es liegt keine akute Gefährdungslage vor.
Blaulicht
Schlechter Aprilscherz: Schülerin kündigt für Donnerstag Amoklauf an Realschule in Lahnstein an!

LAHNSTEIN Was als vermeintlicher Aprilscherz begann, endete in einem Schockmoment für eine gesamte Schulgemeinschaft. Pünktlich zum 1. April fand sich auf der Mädchentoilette, die von der Realschule plus und des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Lahnstein gemeinsam genutzt wird* (*nachträglich korrigiert, ursprünglich hieß es im Text, dass es eine Mädchentoilette der Realschule wäre) eine bedrohliche Ankündigung: Ein Amoklauf sollte am kommenden Donnerstag stattfinden. Doch damit nicht genug – die Nachricht verbreitete sich rasend schnell über Snapchat und andere soziale Medien. Eine makabere Drohung, die Erinnerungen an vergangene Tragödien wachrief und für Angst und Unruhe sorgte.
Kein harmloser Spaß – Die grausame Realität hinter solchen Drohungen
Es gibt Dinge, über die man keine Witze macht. Für viele Menschen sind die schrecklichen Bilder von Winnenden, Erfurt oder Parkland unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt. Das Entsetzen, die Angst, das Leid der Familien – all das lässt sich nicht einfach abschütteln. 2009 erschoss ein 17-Jähriger in Winnenden 15 Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm. Es war eine Tragödie, die sich in die Geschichte eingravierte. Drohungen dieser Art sind kein harmloser Streich, kein leichtfertiges Geplänkel – sie sind Ausdruck einer beunruhigenden Gedankenlosigkeit, die weitreichende Konsequenzen hat.
Die Polizei reagiert schnell – Sicherheit geht vor
Glücklicherweise handelten die Behörden umgehend. Innerhalb kürzester Zeit konnte die Polizei die Täterin identifizieren. Mit einer deutlichen Gefährderansprache setzten die Beamten ein klares Zeichen: Solche Drohungen werden nicht toleriert, unabhängig davon, ob sie ernst gemeint sind oder nicht. Denn die Konsequenzen sind real – nicht nur für die Täterin selbst, sondern auch für die vielen Schülerinnen und Schüler, die in Angst und Unsicherheit versetzt wurden.
Die Polizei verstärkte ihre Präsenz an der Schule merklich, um den Kindern und Jugendlichen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Mehr Streifenfahrten, mehr Beamte vor Ort – alles Maßnahmen, um das Vertrauen in die Sicherheit der Schule zu bewahren. Denn egal, ob eine Drohung ernst gemeint war oder nicht: Die Angst, die sie auslöst, ist echt.
Konsequenzen für die Schülerin – Ein hoher Preis für einen geschmacklosen Scherz
Für die Täterin wird dieser vermeintliche „Scherz“ ernsthafte Folgen haben. Seitens der Schule sind bereits Ordnungsmaßnahmen angekündigt, und auch strafrechtliche Konsequenzen stehen im Raum. Eine solch schwerwiegende Ankündigung einer vermeintlichen Tat bleibt nicht ohne Folgen – und das zu Recht. Wer mit der Angst anderer spielt, muss sich über die Konsequenzen im Klaren sein.*Die Rektoren der Realschule plus und des angrenzenden Marion-Dönhoff-Gymnasiums informierten gemeinsam die Sorgeberechtigten der jeweiligen Schüler in einem Elternbrief zu den Umständen des Vorfalls (*nachträglich hinzugefügt).
Unterstützung für die Schüler – Raum für Ängste und Sorgen
Um den Schülern die Möglichkeit zu geben, über ihre Ängste zu sprechen, wird der Unterricht am Donnerstag regulär stattfinden. Doch die Schulen haben vorgesorgt: Schülerinnen und Schüler, die sich unwohl fühlen, dürfen auf Wunsch zu Hause bleiben. Die Schulleitungen haben die Eltern über diese Möglichkeit informiert, um den jungen Menschen einen sicheren Raum für ihre Gefühle zu bieten.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass manche Dinge keine Späße sind. Gewaltandrohungen, egal in welchem Kontext, haben nichts mit Humor zu tun. Sie sind eine ernste Angelegenheit, die tiefgreifende Auswirkungen auf viele Menschen haben kann. Ein Aprilscherz sollte zum Lachen bringen – nicht zur Angst. Ein „Scherz“, der Menschen in Panik versetzt, ist keiner. Er ist schlichtweg verantwortungslos.
Lahnstein
Asphaltarbeiten im Lahnsteiner „Hohenrhein“ beginnen am 10. April

LAHNSTEIN Im Zuge der Ausbaumaßnahme „Hohenrhein“ werden am 10. und 11. April 2025 die Asphaltarbeiten zwischen der Abfahrt zum Campingplatz Wolfsmühle und der Einmündung zur Martin-Luther-Straße ausgeführt.
Aus diesem Grund ist die Baustelle ab Mittwochmittag, 09. April nicht mehr befahrbar. Die Durchfahrt wird am Morgen des 12. April wieder freigegeben. Aktuelle Informationen zur Baumaßnahme finden sich auch unter www.lahnstein.de/hohenrhein.
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