Connect with us

Koblenz

Koblenzer Hof: Sanierung rückt näher

Veröffentlicht

am

Der Koblenzer Hof wurde 1912 und 1913 als Grandhotel gebaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude durch Luftangriffe schwer beschädigt. Danach zog das neu gegründete Bundesamt für Wehrtechnik dort sowie in das benachbarte Preußische Regierungsgebäude ein, Ende 2011 musste der Koblenzer Hof wegen drohender Einsturzgefahr geräumt werden.
Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher
Anzeige

KOBLENZ Machbarkeitsstudie zu dem seit Jahren leerstehenden, einstigen Grandhotel zeigt einen gangbaren Weg für die Sanierung des Gebäudes. Bei dem vierten Runden Tisch, zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster eingeladen hatte, wurden die Ergebnisse der Studie unter die Lupe genommen. Alle wichtigen Akteure des Projekts – darunter die BAAINBw-Präsidentin Annette Lehnigk-Emden, Koblenz‘ Stadtchef David Langner und BImA-Sprecher Dr. Christoph Krupp sowie hochrangige Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums – nahmen an der Versammlung teil.

CDU-Bundestagsabgeordneter Josef Oster lud alle Beteiligten zum Runden Tisch – Bundeswehr bleibt langfristig in Rheinliegenschaft

Der favorisierte Plan: Die denkmalgeschützte Fassade des Koblenzer Hofes soll stehen bleiben. Der Rest wird abgerissen und neu gebaut. „Diese Variante ist sicher die sinnvollste und dürfte letztlich am schnellsten realisierbar sein“, so der Bundestagsabgeordnete. Die finale Entscheidung dazu, die hoffentlich bald getroffen werde, liege in der Hand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Anzeige

Josef Oster macht sich seit vielen Jahren für die Sanierung und Nutzung des geschichtsträchtigen Hauses stark und monierte in dieser Zeit häufig die Trägheit des Prozesses. Jetzt soll’s 2024 in die Ausschreibung gehen. Auftragsvergabe und Baubeginn könnten dann 2025 erfolgen. „Den Zeitplan werde ich weiterhin kritisch beobachten“, kündigte er an. Alle Beteiligten des Runden Tisches hoffen, dass die Umsetzung bis zur Bundesgartenschau 2029 abgeschlossen ist – ein ambitioniertes, aber schaffbares Ziel.

Anzeige

Eine weitere gute Nachricht: Das BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) signalisierte im Rahmen des Runden Tisches deutliches Interesse an einer längerfristigen Nutzung der gesamten Rheinliegenschaft, einschließlich des Koblenzer Hofes. Bis dato war man davon ausgegangen, dass die Bundeswehr auch den aktuell noch genutzten Gebäudekomplex räumen möchte. Für die BImA, die plant, aus dem Koblenzer Hof ein modernes, funktionales Bürogebäude zu machen, sei das ein wichtiges Signal, so Oster. Zunächst sei die Nutzung der Rheinliegenschaft bis zum Jahr 2036 angedacht. „Ich gehe davon aus, dass die Bundeswehr diese Koblenzer Immobilie dauerhaft nutzen wird“, so Oster.

Umfassende Sanierungsarbeiten seien übrigens auch für die ebenfalls vom BAAINBw genutzte Liegenschaft der Bundeswehr im Rauental geplant.

Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen
Zum Kommentieren klicken

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Koblenz

Koblenzer Sportstätte erhält neue Außenanlage: Bauarbeiten laufen nach Zeitplan

Veröffentlicht

am

von

Foto: Stadt Koblenz/ Mandy Steffens
Anzeige

KOBLENZ Bereits seit Ende Januar 2025 wird auf der Schmitzers Wiese im Auftrag des Sport- und Bäderamtes vom Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz die Außenanlage neu gebaut. Grund hierfür war der in die Jahre gekommene Zustand der bereits vorhandenen Außenanlage. Die notwendigen Funktionen als innerstädtische und überregionale Sportstätte wurden nicht mehr erfüllt. Es ist vorgesehen, die Kampfbahn mit einem Kernspielfeld in Kunstrasen für den Fußballsport, die Laufbahn und die Segmente mit Kunststoffbelag für die leichtathletische und multisportliche Nutzung auszustatten. Zudem wird im vorderen Bereich eine Beachvolleyballfläche entstehen. 

Ich bin froh, dass der Ausbau der Bezirkssportstätte Schmitzers Wiese gut verläuft und wir wahrscheinlich Ende des Jahres bereits die neue Außenanlage begutachten können. Koblenz ist eine Sportstadt und muss Sportlern ausreichend Möglichkeiten bieten, den Leistungs- und Freizeitsport auch in unseren Sportstätten ausüben zu können“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Mohrs. 

Anzeige

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes wird im Auftrag des Sport- und Bäderamtes seitens des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt Koblenz das Bestandshaus „Multifunktionsgebäude“ abgerissen und neu gebaut. Baubeginn soll im Jahr 2026 erfolgen. Insgesamt werden für die Gesamtmaßnahme rund 10,26 Millionen Euro investiert, wovon rund 8,11 Millionen Euro seitens des Landes Rheinland-Pfalz gefördert werden. 

Anzeige

Weitere Informationen sind auf auf der Großbauprojektseite bei Koblenz baut unter www.koblenz-baut.de/swerhältlich

Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Koblenz

Müll gefährdet Ziegen am Festungshang

Veröffentlicht

am

von

Foto: Stadt Koblenz
Anzeige

KOBLENZ Achtlos weggeworfener Müll gefährdet die ökologische Landschaftspflege am Festungshang Ehrenbreitstein. Seit 2011 findet eine Beweidung des steilen Areals mit rund 30 Ziegen statt. Die Tiere sorgen dafür, dass der Hang eines ehemaligen Weinberges nicht verbuscht und eine offene Landschaft mit prägenden Gehölzinseln erhalten bleibt. Dies dient vor allem dem Natur- und Biotopschutz. Wer den Rheinsteig entlangläuft oder die Aussichtsplattform hinaufgeht, kann die Tiere bei der Arbeit beobachten.

Doch die Gesundheit der tierischen Landschaftspfleger ist in Gefahr. Denn leider kommt es häufig vor, dass von der Aussichtsplattform oder vom Weg entlang des Zaunes Abfälle wie Plastikmüll, Glasflaschen und Essensreste auf die Weide geworfen werden. Es besteht die Gefahr, dass die Ziegen den Müll fressen und krank werden. Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen appelliert deshalb an die Vernunft der Menschen, die Tiere zu schützen und keine Abfälle in den eingezäunten Bereich zu werfen.

Anzeige
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Koblenz

Koblenz trauert um Rosenstolz Sängerin Anna R.

Veröffentlicht

am

von

Foto: Dirk Goldhahn | Rosenstolz live in Leipzig am 6. Mai 2006 | Creative Commons Lizenz 2.5
Anzeige

KOBLENZ Die Nachricht vom unerwarteten Tod der Singer-Songwriterin AnNa R. hat auch in Koblenz für große Bestürzung gesorgt. Tief betroffen sind Kulturdezernent Ingo Schneider, Theaterintendant Markus Dietze und Literaturprofessor Stefan Neuhaus, die Organisatoren der Joseph-Breitbach-Poetikdozentur von Stadt, Theater und Universität in Koblenz. Als Poetikdozentin des Jahres 2025 sollte AnNa R. für mehrere öffentliche Veranstaltungen im April und im Mai nach Koblenz kommen.

AnNa R. schrieb als Teil des Duos Rosenstolz Musikgeschichte, füllte Stadien und Hallen und führte mit ihren Alben die Charts an. Auch nach dem Ende von Rosenstolz war sie mit ihrer Band Gleis 8 sehr erfolgreich, war zeitweise Sängerin bei Silly und zuletzt mit ihrem ersten Solo-Album „König:in“ auf Tour. Für den 2. April war der Auftakt der Poetikdozentur in Koblenz im Theaterzelt geplant, gefolgt von Veranstaltungen in der Universität Koblenz und der Stadtbibliothek.

Anzeige

Wir haben AnNa R. in der Vorbereitung noch einmal näher als außergewöhnliche Künstlerin und als beeindruckenden Menschen kennen lernen dürfen“, berichtet Kulturdezernent Ingo Schneider. Den Angehörigen und Freunden gelte jetzt das tiefe Mitgefühl sowohl der Organisatoren und der Vertreter ihrer Einrichtungen als auch der vielen Fans aus dem Raum Koblenz.

Anzeige
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Trending

×

Hallo.

Klicke auf den Button um uns eine WhatsApp Nachricht zu senden oder sende uns eine Mail an redaktion@ben-kurier.de

× Whats App zum BEN Kurier