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VG Nastätten

Landwirt hat Tiere nicht im Griff: Kühe brechen immer wieder auf den Segelflugplatz Nastätten aus

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Diesmal verendete eine Kuh am Segelflugplatz in Nastätten
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NASTÄTTEN »Teilweise täglich erleben wir das gleiche Malheur«, teilt uns der 1. Vorsitzende des Nastätter Segelflugplatzes Peter Thomas mit. »Immer wieder brechen die Kühe des Landwirts aus und nutzen den Segelflugplatz und das umliegende Gelände, um etwas fressen zu können.« Seit gut einem Jahr sollen die Tiere in regelmäßiger Abfolge aus ihrem Gehege ausbrechen. Mal täglich und dann vielleicht nur wöchentlich oder monatlich.
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Außer so einigen Kodhinterlassenschaften und aufgefüllten Löchern auf der Start- und Landebahn sind die Schäden bisher in einem verschmerzbaren Rahmen für die Betreiber des Flugplatzes, aber ihnen geht es vielmehr um die möglichen Risiken. Bisher war es Glück, dass der Fugverkehr nicht eingeschränkt werden musste oder sogar ein Tier während des Betriebes auf dem Rollfeld stand. Noch gefährlicher dürfte die Tatsache sein, dass in unmittelbarer Nähe die schnell befahrene Bundesstraße 274 verläuft. Sollten die Kühe in Zukunft in die Richtung wandern, könnte es zur Katastrophe kommen.

Polizei musste immer wieder beim Ausbruch der Tiere vor Ort absichern

Bisher informierten die Betreiber des Segelflugplatzes beim Ausbrechen der Tiere die Polizei. Die gab es entsprechend an den Landwirt weiter, wenn der erreichbar war. Im Anschluss holte der die Kühe vor Ort wieder ab. Zwischenzeitlich soll das Kreisveterinäramt in Bad Ems eingeschaltet worden sein. Anwohner berichten uns gegenüber von schwierigen Zuständen auf dem Gehöft. Die Rede ist von stark verkoteten Tieren wegen Platzmangel, und Ausbrüchen wegen Fütterungsdefiziten.
Wir haben natürlich auch mit dem betroffenen Landwirt gesprochen. Dieser teilte lediglich mit, dass es in Zukunft zu keinen weiteren Ausbrüchen der Tiere mehr kommen wird. Angeblich wäre sein Zaun durchschnitten worden. Laut dem Landwirt wäre es bei den täglichen oder wöchentlichen Ausbrüchen immer Sabotage gewesen. Warum er denn gerade jetzt garantieren könnte, dass das nie wieder vorkäme, wollte er dann doch nicht beantworten.
Wir haben natürlich auch eine Anfrage an die Pressestelle der Kreisverwaltung gestellt, wieweit bisher seitens des Kreisveterinäramtes eingegriffen werden konnte oder ob es Sanktionen gab. Die Antwort steht bisher noch aus.
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Blaulicht

Nastätter zur dreieinhalb Jahren Haft wegen Waffen- und Sprengstoffbesitz verurteilt

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Foto: Landgericht Koblenz
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NASTÄTTEN Ein 63-jähriger Mann aus Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis wurde vom Landgericht Koblenz zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Ihm wurden Verstöße gegen das Waffenrecht sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last gelegt. Zuerst berichtete der SWR hier.

Die Polizei hatte im August des vergangenen Jahres bei einer Durchsuchung seines Wohnhauses eine große Menge an Waffen und Munition sichergestellt. Der Angeklagte stand unter Verdacht, mit diesen illegalen Gegenständen gehandelt zu haben. Dieser Vorwurf konnte im Prozess jedoch nicht abschließend bewiesen werden. Da der Mann in vielen Punkten geständig war und auf die Rückgabe seiner Waffen verzichtete, wurde dies von der Richterbank als strafmildernd gewertet.

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Erlaubte und verbotene Waffen

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Zwar besaß der 63-Jährige für einige der gefundenen Waffen eine offizielle Genehmigung, jedoch fehlte ihm diese für diverse Kriegswaffen, die sich ebenfalls in seinem Besitz befanden. Zudem hielt das Gericht ihm vor, die Waffen nicht ordnungsgemäß gelagert zu haben. Unter anderem wurde eine geladene Pumpgun in seinem Schlafzimmer entdeckt, während ein Sturmgewehr in einem provisorischen Holzverschlag in seiner Werkstatt versteckt war.

Besonders brisant war der Fund von zehn Kilogramm TNT-Sprengstoff in seiner Werkstatt. Laut Gericht hätte eine mögliche Explosion nicht nur sein eigenes Haus, sondern auch das eines Nachbarn erheblich gefährdet.

Ein Leben als Waffensammler

Der Angeklagte bezeichnete sich während der Verhandlung als passionierten Waffensammler. Bereits in seiner Jugend sei seine Begeisterung für Waffen entstanden, spätestens während seiner Bundeswehrzeit habe sich dieses Interesse intensiviert. Über viele Jahre hinweg habe er sich sein umfangreiches Arsenal zugelegt.

Obwohl er als Sportschütze legale Genehmigungen für einige Waffenarten besaß, gab er im Prozess zu, dass er auch illegale Waffen besessen hatte. Zudem stellte er selbst Munition her, da diese in den vergangenen Jahren zunehmend teurer geworden sei. Diese habe er nach eigener Aussage zum Selbstkostenpreis an andere weitergegeben, jedoch ohne finanzielle Gewinne daraus zu ziehen.

Illegale Waffenlagerung und brisante Funde

Im Rahmen der polizeilichen Durchsuchung Ende August 2024 wurden neben Waffen und Munition auch eine Anleitung zum Bau von Sprengkörpern in englischer Sprache entdeckt. Der Angeklagte gab an, diese bereits seit seiner Kindheit zu besitzen, jedoch niemals die Absicht gehabt zu haben, eine Bombe zu bauen.

Trotz seiner teilweise kooperativen Haltung vor Gericht und der fehlenden Beweise für einen aktiven Waffenhandel fiel das Urteil streng aus, da die Menge und Art der gelagerten Waffen sowie der Sprengstoff als besonders gefährlich eingestuft wurden. Das Gericht sah in diesen Umständen eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Sicherheit.

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VG Nastätten

„Heldin“ im Kino Nastätten: Ralf Holl schenkt Pflegekräften einen besonderen Abend

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Foto: BEN kurier
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NASTÄTTEN Ralf Holl vom Kino Nastätten ist bekannt für seine unkonventionellen und kreativen Aktionen. Daher verwundert es kaum, dass er sich zum sehenswerten Film „Heldin“, der den Alltag einer Pflegekraft im Krankenhaus beleuchtet, eine besondere Aktion für die Pflegekräfte der Region ausgedacht hat.

Jede Pflegekraft darf mit einer Begleitperson zum ermäßigten Preis von sieben Euro ins Kino und erhält dazu noch eine Tüte Popcorn gratis. Eine gelungene und wertschätzende Geste für diejenigen, die oft als selbstverständlich angesehen werden und täglich mit Idealismus für Kranke und Gebrechliche da sind.

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Doch „Heldin“ ist nicht nur für Pflegekräfte ein empfehlenswerter Film. Der auf der Berlinale uraufgeführte Streifen sollte für alle zur Pflichtvorstellung werden, denn der gezeigte Alltag in einem Schweizer Krankenhaus könnte genauso gut in Deutschland stattfinden. Zu dramatisch dargestellt? Leider nicht. Die realen Personalschlüssel und hohen Krankenstände führen genau zu den Szenarien, die im Film gezeigt werden. Hier liegt ein grundlegendes Problem im System.

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Eine Gesundheitsreform kommt, wenn überhaupt, zu spät. Die Einführung der Fallpauschalen mag einst eine Berechtigung gehabt haben, doch selbst die neue Vorhaltepauschale, die Krankenhäuser in strukturschwachen Regionen stärken soll, wird nichts an der angespannten Personalsituation ändern.

Heute wird immer mehr von Pflegekräften verlangt, doch eines fehlt: Zeit. Zeit, um zuzuhören, um innezuhalten, um Patienten individuell zu betreuen. Doch stattdessen ist genau festgelegt, wie lange eine Pflegehandlung dauern darf, wann Mahlzeiten ausgeteilt werden und wie lange Patienten im Krankenhaus verbleiben dürfen. Ein absurder Zustand, denn Krankheit und Genesung halten sich nicht an starre Vorgaben.

Besonders problematisch wird dies bei psychischen Erkrankungen, die in unserer Gesellschaft stetig zunehmen. Ist nach beispielsweise sechs Wochen keine Besserung in Sicht, müssen Krankenhäuser entscheiden, ob sie um eine kurzfristige Verlängerung bitten oder die gleichen Leistungen für weniger Geld erbringen. Ein gravierender Systemfehler: Wir erwarten höchstprofessionelle Behandlungen durch Spezialisten – zu denen auch Pflegekräfte mit jahrelanger Ausbildung gehören – doch wir bezahlen sie nicht entsprechend.

Andere Länder sind Deutschland hier weit voraus. Pflegekräfte verdienen dort nicht nur besser, sondern erfahren auch mehr gesellschaftliche Anerkennung. Ein Blick auf die Durchschnittsgehälter zeigt den Unterschied: In den Niederlanden verdienen Pflegekräfte durchschnittlich 66.851 Euro, in Belgien 66.061 Euro, in Dänemark 80.077 Euro, in Luxemburg 90.572 Euro und in der Schweiz sogar 98.658 Euro. Besonders Luxemburg hat erkannt, wie essenziell gut ausgebildete Pflegekräfte sind, und honoriert dies mit einer weit überdurchschnittlichen Bezahlung. Deutschland ist davon noch weit entfernt.

Zurück zu Ralf Holl: Seine Aktion ist ein wertschätzendes Zeichen für die Pflegekräfte in unserer Region. Sie werden sich im Film wiederfinden – ohne großes Erstaunen, denn er spiegelt ihren Alltag wider. Für alle anderen ist es eine wertvolle Gelegenheit, sich ein Bild davon zu machen, unter welchem Druck Pflegekräfte arbeiten. Wer nach dem Film glaubt, es handle sich um Fiktion, irrt. So sieht die Realität in deutschen Krankenhäusern aus. Angesichts des drohenden Nachwuchsmangels stellt sich am Ende die entscheidende Frage: Was ist uns unsere Gesundheit wert?

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VG Nastätten

Wenn das ganze Dorf feiert: Der legendäre Bunte Abend in Himmighofen

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Foto: BEN Kurier
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HIMMIGHOFEN Wenn die Karnevalszeit zu Ende geht, kehrt in vielen Orten langsam wieder der Alltag ein. Nicht so in Himmighofen! Hier beginnt das Feiern erst richtig. Seit fast 70 Jahren ist der legendäre Bunte Abend ein Highlight im Veranstaltungskalender der kleinen Gemeinde im Rhein-Lahn-Kreis. In diesem Jahr hatte der Turn- und Sportverein (TuS) Himmighofen die Federführung und verwandelte das Dorfgemeinschaftshaus in eine bunte Bühne der guten Laune.

Himmighofen ist mit seinen rund 318 Einwohnern eine der kleineren Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis, doch was den Zusammenhalt und die Feierfreude angeht, kann es mit jeder Stadt mithalten. Das beweist vor allem der Bunte Abend, der jährlich von entweder dem TuS Himmighofen oder der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wird. Dieses Jahr lag die Organisation beim TuS, der mit rund 200 Mitgliedern fast zwei Drittel der Dorfbewohner in seinen Reihen hat.

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Volles Haus und ausgelassene Stimmung

Kaum ein Platz blieb im Dorfgemeinschaftshaus leer, als sich Jung und Alt zu einem Abend voller Tanz, Musik und Sketch-Comedy versammelten. Das Publikum war bunt gemischt: Familien, Senioren, Jugendliche und viele auswärtige Gäste waren gekommen, um das Spektakel mitzuerleben. „So funktioniert Dorfleben! Alle packen mit an, jeder hilft, und am Ende haben wir eine Veranstaltung, die das ganze Dorf zusammenbringt“, freut sich Sabine Bröder, die erste Vorsitzende des TuS Himmighofen.

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Bühne frei für ein mitreißendes Programm

Der Bunte Abend bot auch in diesem Jahr eine gelungene Mischung aus Tanz und Unterhaltung. Neben einheimischen Gruppen waren auch Formationen aus anderen Orten dabei, die mit ihren Auftritten für Begeisterung sorgten. Besonders ins Herz geschlossen hat das Publikum die „Turnfrauen“ des TuS, die seit über 20 Jahren eine feste Größe des Programms sind. „Wir haben ein buntes Programm mit vorrangig jungen Menschen, die hier etwas aufführen. Das ist sehr schön zu sehen“, sagt Sabine Bröder. Einzig die Altersgruppe zwischen 35 und 50 Jahren sei etwas dünn vertreten, aber auch das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Der TuS Himmighofen – Sport und Gemeinschaft

Der TuS Himmighofen ist nicht nur als Veranstalter des Bunten Abends aktiv, sondern auch ein wichtiger Anlaufpunkt für den Sport im Dorf. Gegründet im Jahr 1904, zählt der Verein heute rund 200 Mitglieder, darunter viele Kinder und Jugendliche. Das Sportangebot ist breit gefächert: Neben Tischtennis und Turnen gibt es auch die spektakuläre Disziplin des Rhönrads. „Unser Verein ist ein Mehrspartenverein, und wir bieten für alle Altersklassen etwas – von den ganz Kleinen bis zu den Senioren„, erklärt Bröder.

Trainiert wird von Montag bis Samstag, nur der Sonntag bleibt frei. Eine kleine Verschnaufpause, bevor es weitergeht mit Sport und Vereinsleben. Ein großes Jubiläum steht ebenfalls bevor: 2029 feiert der TuS sein 125-jähriges Bestehen – parallel zur Bundesgartenschau. „Wie wir das feiern, wissen wir noch nicht, aber es wird definitiv etwas Besonderes“, verrät Bröder.

Gemeinschaft, die begeistert

Was den Bunten Abend so besonders macht, ist nicht nur das Programm, sondern vor allem das Gefühl von Zusammenhalt und Gemeinschaft. Ob Vereinsmitglieder oder Feuerwehrleute, ob Alt oder Jung – alle sind mit Herzblut dabei.

Himmighofen beweist einmal mehr, dass auch kleine Dörfer große Feste feiern können. Und so freuen sich die Bewohner schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Bühne frei für den Bunten Abend!

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