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VG Loreley

Denkwürdiger Neujahrsemfang in der Verbandsgemeinde Loreley Ein Abend mit zwei Höhepunkten: Barleys ungewöhnlich klare Rede zur Lage Europas und die Auszeichnung für Roger Lewentz.

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Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Loreley
Foto: BEN Kurier
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AUEL Am Anfang sah alles nach einem Neujahrsempfang aus, wie man ihn kennt. Begrüßung, Rückblick, ein Ausblick auf Projekte, dazu der Dank an die vielen Menschen, die in den Gemeinden anpacken. Genau so begann der Empfang der Verbandsgemeinde Loreley am gestrigen Abend im Dorfgemeinschaftshaus in Auel. Erst im Verlauf wurde klar: Dieser Abend würde mehr sein als eine kommunale Jahresbilanz, nicht, weil etwas schlecht lief, sondern weil sich die Themen verschoben. Aus dem regionalen Blick wurde ein europäischer, zwischendurch sogar ein weltpolitischer. Und am Ende stand eine Auszeichnung, die den Fokus wieder zurück ins Tal holte.

Rund 80 Besucher waren in Auel zusammengekommen. Ortsbürgermeister Ralph-Dietmar Seitz stellte sein Dorf kurz vor: etwa 180 Einwohner, viele Feste, eine ehrenamtlich geführte Kneipe: Dinge, die in kleinen Gemeinden nicht nebenbei passieren. Den musikalischen Rahmen setzte der Männerchor aus Osterspai.

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Weiland: Ehrenamt, konkrete Vorhaben, viel Arbeitsliste

Verbandsbürgermeister Mike Weiland eröffnete mit der Würdigung des Ehrenamts wie Musik- und Kulturvereine, Heimat- und Karnevalsvereine, Feuerwehren, First-Responder-Gruppen, Bürgerinitiativen und Gemeinderäte. Er stellte einen Satz an den Anfang, der wie eine Klammer für viele Punkte diente: »Zuversicht ist immer auf der Seite derjenigen, die etwas zum Guten bewegen wollen.« Und er ergänzte mit Blick auf die Region: »Wo der Rhein glitzert, wächst die Zuversicht!«

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Danach ging es in den Rückblick und in das, was 2026 und die kommenden Jahre prägen wird. Weiland sprach über das Landesprogramm »Regional.Zukunft.Nachhaltig.«: über 2,6 Millionen Euro, geplant für drei Jahre, verbunden mit 88 Projekten. Er sagte, die Auswahl sei gemeinsam mit den Ortsgemeinden erarbeitet worden. Genannt wurden Themen von Dorf- und Stadtentwicklung bis zu Maßnahmen in Richtung Klima, Umwelt und Vorsorge. Als konkretes Beispiel erwähnte Weiland ein Starkregenvorsorge-Warnsystem, das aufgebaut werden soll.

Bei den großen Aufgaben nannte er die Projekte, die in der Verwaltung als »Big 5« geführt werden: Hallenbad, Verwaltungsneubau, Feuerwehr St. Goarshausen, Marksburgschule und die Gastronomie am »Mythischen Felsen«. Er blieb auch hier bei der praktischen Seite: Solche Vorhaben binden Planung, Personal, Geld und sie laufen parallel zu dem, was in den Ortsgemeinden zusätzlich ansteht, etwa innerörtlichen Straßen- und Sanierungsmaßnahmen.

Weiland nahm außerdem aktuelle Beispiele auf: Arbeiten in Osterspai (Wirtschaftsweg), Straßenmaßnahmen in Braubach und Dachsenhausen. Beim Mobilfunkmast im Hinterwald beschrieb er, dass nach vielen Anläufen am Ende der direkte Verwaltungsweg den Ausschlag gegeben habe und ein Anbieter gewonnen werden konnte. Dazu kam der Blick nach vorne: Ganztagsförderung, Digitalpakt, Sondervermögen: Themen, die nicht nur in Mainz und Berlin entschieden werden, sondern in der Verbandsgemeinde am Ende konkrete Folgen haben, etwa in Schulen oder bei Infrastruktur.

Auch die BUGA 2029 spielte in seiner Ansprache eine Rolle,  als Zielmarke, an der sich vieles orientiert. Weiland sprach über Planungen und Aufgaben rund um die Loreley und darüber, was bis dahin im Raum steht.

Zwischendurch ging es nicht nur um große Summen. Weiland nannte als Beispiel die Aktion »evm Ehrensache«. Kurz vor Weihnachten seien jeweils 500 Euro an den Kultur- und Verschönerungsverein Dachsenhausen und an die Freunde und Förderer des Blüchermuseums Kaub gegangen; auch Braubach habe eine Unterstützung bekommen, für den Versuch, den Abendumzug neu aufzustellen. Solche Beträge lösen keine Großprojekte aus, aber in Vereinen entscheiden sie oft mit, ob etwas gemacht werden kann oder nicht.

Ein weiterer, erneuter Block war das Ehrenamt, dieses Mal nicht als Dank, sondern als Strukturfrage: Weiland kündigte an, wie die Verwaltung unterstützen will, unter anderem mit einem Ehrenamtslotsen als Ansprechpartner, mit Abstimmungen rund um Umzüge, mit Vereinskonferenzen. Er nannte außerdem einen »Vereinsabend«, der erstmals am 14. Januar in Braubach stattfinden soll. Und er erwähnte eine Idee, die bewusst schlicht gehalten ist: die »Plauderbank« als Ort, an dem Menschen wieder leichter ins Gespräch kommen.

Bis hierhin war es ein Neujahrsempfang, wie viele ihn erwarten: regional, konkret, doch dann verlagerte sich allmählich der rhetorische Schwerpunkt.

Erste Verschiebung: Denninghoff zieht die Linie nach außen

Landrat Jörg Denninghoff würdigte zunächst ebenfalls Zusammenhalt und Projekte. Dann setzte er an einer anderen Stelle an: Er sprach die internationale Lage an und nahm Ereignisse auf, die Anfang Januar weltweit diskutiert wurden, darunter auch Venezuela. Die Botschaft war erkennbar: Auch auf kommunaler Ebene spürt man, dass die Welt unruhiger geworden ist, nicht als Schlagzeile, sondern als Hintergrund, der immer öfter mitschwingt.

Denninghoff erlaubte sich dabei einen kurzen Satz mit einem Augenzwinkern: Er werde im Zweifel »die Loreley verteidigen«, falls jemand auf abwegige Ideen komme. Das wirkte wie ein Übergang. Denn danach kam der Programmpunkt, der den Abend endgültig in eine andere Richtung zog.

Barley: Europa, Rechtsruck, Machtpolitik und ein Satz, der hängen blieb

Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, trat ans Rednerpult und hielt keine klassische Festrede.  Im Saal wurde es auffällig still. Man merkte: Das Publikum hörte anders zu als bei üblichen Grußworten.

Barley zeichnete die Lage aus europäischer Sicht. Sie sprach über Machtpolitik, über autoritäre Tendenzen, über den Rechtsruck in Teilen Europas und darüber, wie sich Debatten verschieben, wenn radikale Positionen nicht mehr nur am Rand stehen. Als Beispiel nannte sie Viktor Orbán und schilderte Symbolik, die in ihrer Lesart nicht zufällig ist: Orbán sei mit einem Schal aufgetreten, der die Umrisse eines »Groß-Ungarn« zeigte, Ungarn in historisch größter Ausdehnung.

Sie sprach auch über die AfD und über Entwicklungen im europäischen Parteienspektrum. Inhaltlich ging es ihr dabei weniger um einzelne Namen als um Muster: Wenn politische Kräfte sich auf nationale Größe, Abgrenzung und Stärke konzentrieren, ändert sich auch der Ton und am Ende die Entscheidungsspielräume.

Dann kam ein Satz, den Barley ausdrücklich als Maßstab für Politik und für Europa setzte. Sie zitierte Helmut Schmidt: »Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schießen.« Der Satz fiel nicht als rhetorische Dekoration, sondern als Gegenentwurf zu einem Denken, das Konflikte wieder schneller über Stärke und Druck lösen will.

Barley blieb damit nicht nur bei Warnungen. Sie sprach auch über das, was Europa ausmacht: 27 Staaten, die ihre Konflikte nicht militärisch austragen, sondern politisch, oft mühsam, oft langsam, manchmal anstrengend. Genau diese Langsamkeit sei aber Teil des Systems. Verhandeln statt Eskalieren, Kompromiss statt Siegerlogik.

Wer an diesem Abend nur für kommunale Themen gekommen war, bekam plötzlich eine sehr große Perspektive serviert, und zwar mitten in Auel, in einem Dorfgemeinschaftshaus, ohne großen Rahmen, aber mit klaren Worten.

Rückkehr in die Region: Ehrenmedaille für Roger Lewentz

Nach Barleys Rede wechselte der Abend wieder zurück in die Region mit einer Ehrung. Mike Weiland verlieh Roger Lewentz die Ehrenmedaille des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Loreley. In seiner Laudatio begründete Weiland die Auszeichnung anhand konkreter Stationen und Projekte. Ein Schwerpunkt war die Loreley selbst: die Entwicklung des Plateaus, die Umgestaltung, der Weg vom Symbolort zur gestalteten Fläche, die heute als Aushängeschild der Region gilt. Weiland schlug auch den Bogen zur BUGA 2029 und beschrieb Lewentz als jemanden, der solche Themen politisch begleitet und unterstützt habe.

Danach ging es um Vorhaben, die seit Jahren Diskussionen prägen: Ortsumgehung Braubach und Mittelrheinbrücke. Weiland sprach über das Ringen um Schritte, Bewertungen, Zuständigkeiten und über die Situationen, in denen Fortschritt nicht als »großer Durchbruch« kommt, sondern als Ergebnis langer Arbeit. Ein konkretes Beispiel aus dem Vereinsbereich brachte Weiland ebenfalls: das Brunnenprogramm zur Wässerung von Sportplätzen. Er sagte dazu wörtlich: »Ich glaube, dieses Programm hätte es nicht gegeben, wenn nicht der TV Bornich nach seiner Unterstützung gefragt hätte.« Weiland machte deutlich, dass daraus eine Regelung entstanden sei, von der später auch andere profitieren.

Auch Krisenmomente fanden Platz in der Laudatio. Weiland erinnerte an das Unglück des Tankschiffs Waldhof an der Loreley und an politische Verantwortung in solchen Lagen, wenn es darum geht, zu koordinieren, Entscheidungen zu treffen und Abläufe zu stabilisieren. Ohne Roger Lewentz, der sich über Jahrzehnte in besonderer Weise um den Rhein-Lahn-Kreis verdient gemacht hat, wäre vieles so nicht möglich gewesen; entsprechend dankte ihm das Publikum mit minutenlangem Applaus, während Lewentz, der von der Ehrung vorab nichts wusste, sichtlich überrascht reagierte.

So bekam der Abend am Schluss einen klaren regionalen Schwerpunkt. Nach den großen Linien aus Europa und Weltpolitik stand wieder das Mittelrheintal im Mittelpunkt, mit Projekten, mit Langstrecken-Themen, mit Namen, die viele hier seit Jahren einordnen können.

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VG Loreley

Wanderausstellung „Loreley Momente“ begeisterte 2025 die Besucher nicht nur in der Verbandsgemeinde

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Foto: Steffen Zimmermann | VG Loreley
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LORELEY Mit großem Erfolg blickt die Verbandsgemeinde (VG) Loreley auf die Wanderausstellung Loreley Momente“ zurück, die im Laufe des Jahres 2025 in den Ortsgemeinden und Städten der VG zu sehen war. Die Ausstellung präsentierte eindrucksvolle Fotografien des Hobby-Fotografen Klaus Breitkreutz aus Lehmen und machte die landschaftliche Vielfalt sowie besondere Perspektiven der Region erlebbar. „Von der ersten Idee zur Ausstellung, der Kommunikation mit dem Fotografen, über die Auswahl der Bilder bis hin zur letzten Station in Reitzenhain war die Wanderausstellung ein voller Erfolg“, resümiert Bürgermeister Mike Weiland.

Aus über 900 Aufnahmen wurden mehr als 30 großformatige Fotografien ausgewählt, die bekannte Wahrzeichen wie die Marksburg, die Filsener Rheinschleife oder die Insel mit der Pfalzgrafenstein ebenso zeigten wie weniger bekannte, teils überraschende Motive aus den Höhen- und Tallagen der VG. Gerade diese ungewohnten Blickwinkel machten den besonderen Reiz der Ausstellung aus und luden Besucher zum Entdecken und Wiedererkennen ein.

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Initiiert wurde die Wanderausstellung von Bürgermeister Mike Weiland im Rahmen der VG Loreley-Kulturförderung. Ziel war es, die Schönheit der Heimat bewusst zu machen, den Zusammenhalt zu stärken sowie Kultur, Brauchtum und Identität der Region zu fördern.

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„Die Ausstellung hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und lebenswert unsere VG ist. Sie hat Menschen zusammengebracht und den Blick für unsere Heimat geschärft“, so Bürgermeister Mike Weiland. Den Auftakt machte die Ausstellung im Januar im Bürgerhaus Dachsenhausen. Weitere Stationen waren das Loreley-Besucherzentrum, das Blüchermuseum Kaub, das Rathaus Weisel, der Rathaussaal der Stadt Braubach, das Rathaus Bornich, das Dorfgemeinschaftshaus Dörscheid sowie schließlich im Rathaus Reitzenhain, wo die Ausstellung bis Jahresbeginn 2026 hinein zu sehen war.

Durch die mobile Präsentation auf Stellwänden konnte die Ausstellung flexibel in unterschiedlichen Räumlichkeiten gezeigt werden und erreichte so ein breites Publikum in der gesamten VG. Viele positive Rückmeldungen bestätigten das große Interesse und die hohe Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit den gezeigten Motiven.

Die VG Loreley bedankt sich herzlich bei Fotograf Klaus Breitkreutz für die Bereitstellung seiner Aufnahmen sowie bei allen beteiligten Städten und Ortsgemeinden für die Unterstützung und Gastfreundschaft. Die Wanderausstellung Loreley Momente“ hat sich als gelungenes Beispiel regionaler Kulturarbeit erwiesen und wird vielen Besuchern in Erinnerung bleiben.

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VG Bad Ems-Nassau

Glasfaser-Ausbau stockt weiter: UGG kann betroffenen Gemeinden keinen Anschluss-Termin nennen Unternehmen verweist auf Genehmigungen und Baupartner, bleibt bei Zeitangaben vage

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Foto: BEN Kurier - Fotomontage
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RHEIN-LAHN Der Glasfaserausbau in mehreren Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis kommt weiterhin nur schleppend voran. Auf eine Presseanfrage des BEN Kurier teilte die Unsere Grüne Glasfaser (UGG) mit, dass die Ursachen für die Verzögerungen je nach Gemeinde unterschiedlich seien. Konkrete Zeitpläne für die vollständige Inbetriebnahme nannte das Unternehmen jedoch nicht.

Nach Angaben der UGG müsse zwischen zwei Situationen unterschieden werden. In einigen Gemeinden, darunter Teile von Bad Ems, Nassau, Winden, Dahlheim, Dachsenhausen und Prath, seien bereits erste Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen und aktiv. Weitere Anschlüsse sollen im Laufe des Jahres 2026 folgen. Voraussetzung sei jedoch unter anderem der Abschluss noch ausstehender Arbeiten, etwa bei Gewässerquerungen.

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In anderen Gemeinden fehlt nach Angaben des Unternehmens weiterhin die sogenannte Backbone-Anbindung. Dabei handelt es sich um die Verbindung vom lokalen Netz zum überregionalen Glasfasernetz. Diese Lücken seien unter anderem durch die Insolvenz des bisherigen Baupartners Phoenix entstanden. Die UGG erklärte, man arbeite derzeit daran, diese Strecken schnellstmöglich zu schließen.

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Als Gründe dafür, dass vielerorts Tiefbauarbeiten abgeschlossen seien, ohne dass die Netze bereits in Betrieb gingen, nennt die UGG insbesondere lange Genehmigungsverfahren. Allein für Gewässerquerungen hätten mehr als 400 Genehmigungen eingeholt werden müssen. Hinzu komme die unerwartete Insolvenz des Baupartners während laufender Arbeiten an der Backbone-Strecke.

Für noch ausstehende Arbeiten setzt die UGG nach eigenen Angaben auf neue Kooperationen. In einzelnen Gemeinden, etwa in Oberwies, arbeite man mit dem regionalen Energieversorger Syna zusammen, um doppelte Tiefbauarbeiten zu vermeiden. Für weitere Ausbauabschnitte und die Beseitigung von Mängeln aus der Phoenix-Insolvenz befinde sich das Unternehmen in Gesprächen mit neuen General- sowie lokalen Tiefbauunternehmen.

Zur Frage abgelaufener Vertragslaufzeiten äußerte sich die UGG nicht konkret. Das Unternehmen verweist darauf, dass es eine anbieteroffene Glasfaserinfrastruktur errichte und Internetverträge nicht mit der UGG selbst, sondern mit den auf dem Netz verfügbaren Internetanbietern abgeschlossen würden. Nach eigenen Angaben stehen aktuell bis zu acht Anbieter zur Verfügung.

Für viele betroffene Bürger bleibt damit weiterhin offen, wann ihre Anschlüsse tatsächlich in Betrieb gehen. Konkrete Termine für einzelne Gemeinden oder Straßenzüge nannte das Unternehmen nicht.

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VG Loreley

Neubau der Verwaltung in St Goarshausen: Baustellenbegehung stößt erneut auf großes Interesse

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Foto: Jens Michel
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ST. GOARSHAUSEN Bereits zum dritten Mal hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich im Rahmen einer öffentlichen Baustellenbegehung über den Fortschritt des Neubaus des Verwaltungsgebäudes in der Wellmicher Straße in St. Goarshausen zu informieren. Mehr als 30 Teilnehmende nutzten die Möglichkeit, sich aus erster Hand ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten zu machen.

Dass das Bauprojekt weiter gut voranschreitet, ist inzwischen deutlich sichtbar. Derzeit werden die Glasscheiben in die bereits montierten Fensterrahmen eingesetzt. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird es auch mit der Außenfassade weitergehen, sodass das Gebäude Schritt für Schritt sein endgültiges Erscheinungsbild erhält.

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Parallel dazu werden in Kürze die Dachdeckerarbeiten fortgesetzt. Im Anschluss kann auf dem Dach die technische Gebäudeausrüstung weiter aufgebaut werden, darunter später auch die Photovoltaik-Anlage. „Mit dem Schließen der Gebäudehülle schaffen wir die Voraussetzung, um witterungsunabhängig mit dem Innenausbau beginnen zu können“, erläuterte Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, beim Rundgang über die Baustelle.

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Ab Mitte Februar ist der Start der Innenausbaugewerke vorgesehen. Dann beginnen die Arbeiten der Gewerke Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär. Auch der innere Trockenbau steht kurz vor der Vergabe, sodass der Innenausbau insgesamt zeitnah voll durchstarten kann. Positiv stellt sich weiterhin die Kostensituation dar. Aktuell liegen die vergebenen Auftragssummen um etwas mehr als 200.000 Euro unterhalb der ursprünglich kalkulierten Gesamtkosten. „Das ist ein erfreulicher Zwischenstand, den wir angesichts der allgemeinen Preisentwicklung sehr aufmerksam im Blick behalten“, so Mike Weiland.

Parallel zum Baufortschritt laufen bereits die nächsten vorbereitenden Schritte. So befindet sich die Auslobung für „Kunst am Bau“ in Vorbereitung. Zudem werden derzeit die Abstimmungen zu Boden-, Decken- und Wandbelägen, den Innentüren sowie zur Büroausstattung vorgenommen, um die entsprechenden Ausschreibungen auf den Weg bringen zu können. Wie schon bei den vorherigen Begehungen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Details des Projekts zu informieren. Ziel bleibe es weiterhin, Transparenz zu schaffen und die Bürgerschaft aktiv über die Entwicklung des Neubaus zu informieren.

Denn diese gut informierten Menschen können mitreden und sich der Diskussion stellen, wenn Kritiker sich auf Grundlage veralteter Planunterlagen äußern oder schlichtweg mit viel Unwissen Mutmaßungen anstellen, die jeder Grundlage entbehren. „Beim nächsten Angebot zum Rundgang laufen wir sicherlich bereits durch erste aufgeteilte Räume“, zeigte sich Bürgermeister Mike Weiland optimistisch, denn die Maßnahme liegt im normalen Bauzeitenplan (pm Verbandsgemeinde Loreley).

 

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