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Betrugsserie mit falschen Polizeibeamten im Rhein-Lahn-Kreis: Prozess gegen 19-Jährigen startet in Koblenz

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Foto: Landgericht Koblenz
Bildrechte: Landgerichtgericht Koblenz
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OBERNHOF|BAD EMS  Vor der 9. Strafkammer des Landgericht Koblenz beginnt am 22. Januar ein Strafprozess gegen einen 19 Jahre alten Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Teil einer Betrugsgruppe, die ältere Menschen mit der Masche angeblicher Polizeianrufe um ihr Vermögen gebracht haben soll. Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt.

Nach dem Vorwurf der Anklage soll der Angeklagte als Heranwachsender an einer Serie von Betrugstaten beteiligt gewesen sein, die sich unter anderem in Bad Ems, Obernhof und Koblenz ereignet haben sollen. Insgesamt stehen elf Fälle im Raum, wobei es in einem Fall bei einem Versuch geblieben sein soll.

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Die mutmaßlichen Täter sollen arbeitsteilig vorgegangen sein. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft übernahmen einzelne Beteiligte Telefonanrufe, in denen sie sich als Polizeibeamte ausgaben. Den Angerufenen sei vorgespiegelt worden, dass Einbrüche oder andere Straftaten in ihrer Nähe stattgefunden hätten und ihre Ersparnisse deshalb in Gefahr seien.

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In der Folge sollen die Geschädigten dazu gebracht worden sein, Bargeld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherstellung bereitzulegen. Diese seien anschließend von weiteren Beteiligten persönlich abgeholt worden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, selbst mehrfach bei solchen Abholungen eingesetzt gewesen zu sein.

Mindestens eine geplante Übergabe scheiterte laut Anklage, weil die Betroffenen misstrauisch wurden und die echte Polizei einschalteten. Dadurch konnte ein weiterer Schaden verhindert werden.

Mit dem nun beginnenden Prozess will das Gericht klären, welche Rolle der Angeklagte innerhalb der mutmaßlichen Betrugsstruktur spielte und ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs vorliegen.

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Zugbegleiter stirbt nach Angriff bei Ticketkontrolle: Bestürzung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland 36-Jähriger erliegt seinen Verletzungen, Tatverdächtiger festgenommen, Politik und Bahn reagieren erschüttert.

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Foto: BEN Kurier - Fotomontage -
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LANDSTUHL Ein 36 Jahre alter Zugbegleiter ist nach einem gewaltsamen Angriff in einem Regionalexpress gestorben. Der Mann war am Montagabend bei einer Fahrkartenkontrolle im Zug, der den Bahnhof Landstuhl (RLP) in Richtung Homburg (Saarland) verließ, schwer verletzt worden. Trotz notärztlicher Versorgung und Reanimation vor Ort erlag er am frühen Mittwochmorgen im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Nach Angaben der Ermittler war es während der Kontrolle zu einer Eskalation gekommen, nachdem ein Fahrgast keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte und aus dem Zug verwiesen werden sollte. Der 26-jährige Tatverdächtige soll den Bahnmitarbeiter körperlich angegriffen und ihm dabei schwere Kopfverletzungen zugefügt haben. Mehrere Fahrgäste wurden Zeugen, setzten den Notruf ab und leisteten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte Erste Hilfe.

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Der mutmaßliche Täter wurde noch am selben Abend festgenommen – beteiligt waren Kräfte der Landespolizei und der Bundespolizei. Die Staatsanwaltschaft erwirkte anschließend Haftbefehl; ermittelt wird wegen eines schweren Gewaltverbrechens. Zu weiteren Details – etwa zum genauen Ablauf oder möglichen Hintergründen – machten die Behörden zunächst keine Angaben.

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Der Tod des Zugbegleiters sorgt weit über die Region hinaus für Bestürzung. Er wirft erneut die Frage auf, wie Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr besser geschützt werden können – gerade bei Konflikten rund um Kontrollen und Durchsetzung von Regeln im Zug.

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Tatorte Fachbach und Bad Ems: 38-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes angeklagt

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BAD EMS|FACHBACH Das Landgericht Koblenz hat ein Strafverfahren gegen einen 38-jährigen Angeklagten terminiert. Nach der Anklage der Staatsanwaltschaft wird ihm vorgeworfen, in vier Fällen sexuelle Handlungen an einem Kind vorgenommen zu haben. Die mutmaßlichen Taten sollen sich über den Zeitraum vom 22. Oktober 2012 bis zum 27. Mai 2022 erstreckt haben; als Tatorte werden Fachbach und Bad Ems genannt. Das Kind soll zur ersten Tatzeit im Vorschulalter gewesen sein.

Nach Mitteilung des Landgerichts beginnt die Hauptverhandlung am Dienstag, 11. Februar, vor dem Landgericht Koblenz. Insgesamt sind vier Verhandlungstermine vorgesehen. Ob die Verhandlung öffentlich stattfindet, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.

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Rechtlich wird der Vorwurf dem § 176 Absatz 5 Strafgesetzbuch (StGB) zugeordnet. Weitere Einzelheiten wurden mit Blick auf den Schutz des Kindes nicht mitgeteilt. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.

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Weniger Unfälle, aber deutlich mehr Tote auf den Straßen in Rheinland-Pfalz Statistik für Januar bis November 2025 zeigt gegenläufige Entwicklung: Blechschäden sinken, Unfälle mit Personenschaden nehmen zu

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Foto: BEN Kurier - Fotomontage
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BAD EMS Auf den ersten Blick klingt es nach einer positiven Nachricht: In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Straßenverkehrsunfälle leicht gesunken. Doch der zweite Blick ist ernüchternd. Denn gleichzeitig ist die Zahl der Todesopfer deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Bad Ems wurden in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 rund 126.700 Verkehrsunfälle registriert – 1,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2024. Trotzdem verloren 152 Menschen ihr Leben, 27 mehr als im Vorjahr.

Weniger Unfälle insgesamt, aber mehr schwere Folgen

Der Rückgang betrifft vor allem Unfälle, bei denen nur Sachschaden entsteht. Von Januar bis November 2025 registrierte die Polizei in Rheinland-Pfalz rund 113.600 Sachschaden-Unfälle, das sind etwa 2.100 Fälle weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 1,8 Prozent).

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Gegenläufig ist die Entwicklung bei Unfällen mit Personenschaden: Diese stiegen um 4,6 Prozent auf rund 13.100. Insgesamt wurden bei diesen Unfällen 16.666 Menschen verletzt oder getötet.

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Verletzte: Plus bei Schwer- und Leichtverletzten

Nicht nur die Zahl der Unfälle mit Personenschaden nahm zu, auch die Folgen wurden häufiger gravierend:

  • Schwerverletzte: 2.366 (plus 5,2 Prozent)

  • Leichtverletzte: 14.148 (plus 4,4 Prozent)

Wer stirbt im Straßenverkehr? Vor allem Auto- und Motorradfahrer

Besonders auffällig: Der Anstieg der Todesopfer verteilt sich nicht gleichmäßig auf alle Gruppen. In der Statistik für Januar bis November 2025 entfallen die meisten Verkehrstoten auf Insassen von Personenkraftwagen: Ihre Zahl stieg von 51 auf 75, ein Plus von 47,1 Prozent.

Auch bei Krafträdern und Motorrollern nahm die Zahl der Getöteten zu, von 38 auf 42 (plus 10,5 Prozent).

Bei Fußgängern stieg die Zahl der Todesopfer von 10 auf 14 (plus 40 Prozent). Rückgänge gab es dagegen bei Bus-, Lkw- und Sattelschlepper-Unfällen (von 9 auf 7) sowie bei Fahrradfahrern (von 10 auf 8). Pedelec-Todesopfer blieben unverändert bei 5.

Langfristiger Trend sinkt, aber die Realität schwankt

Das Statistische Landesamt betont, dass die Zahl der Verkehrstoten „seit vielen Jahren tendenziell rückläufig“ sei. Gleichzeitig könne es wegen der insgesamt vergleichsweise niedrigen Fallzahlen immer wieder zu spürbaren Schwankungen kommen – selbst dann, wenn sich das Unfallgeschehen insgesamt nur leicht verändert.

So wurden die Zahlen erfasst

Grundlage der Auswertung sind die monatlichen Meldungen der Polizeidienststellen in Rheinland-Pfalz. Die Veröffentlichung datiert vom 22. Januar 2026, Autor ist Daniel Friesenhahn (Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz).

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