Connect with us

VG Bad Ems-Nassau

Müssen die Anwohner der Bad Emser Römerstraße auslöffeln was die Politik vermasselte?

Veröffentlicht

am

Gleiches Recht für alle? Nicht ganz. Die Bad Emser Bürger bekommen noch lange nicht das Gleiche wie Unternehmen oder Institutionen
Anzeige

BAD EMS Aber der Reihe nach. Nach den uns vorliegenden Unterlagen war es der planerische Wille der Stadt Bad Ems, aus der oberen Römerstraße eine Flanierzone, mit der rechtlichen Anordnung eines verkehrsberuhigten Bereichs, zu gestalten. Auch bekannt als Spielstraße (Tempo 7 = Schrittgeschwindigkeit). Doch daraus wurde nichts. Aufgrund der letztlich umgesetzten Gestaltung, war dies rechtlich nicht statthaft und musste in einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich (Tempo 20) umgewandelt werden. Die Straße ist „kerzengerade“ und die Gehwege sind deutlich vom der Straße abgegrenzt, sodass von einer Flanierzone keine Rede mehr sein kann. Genau diese „kerzengerade“ Straße verleitet halbstarke Raser die Römerstraße als Rennstrecke zu missbrauchen. Diese Lärmemissionen sind heute ein Ärgernis und Belastung für die Anwohner und Gäste, die in der Römerstraße verweilen.

Doch um was geht es hier eigentlich genau? Kennen Sie noch die alte Römerstraße vor dem Bau der Umgehungstraße? Richtig. Absolutes Chaos! Durch Bad Ems zu fahren war schwierig. Da musste man einige Geduld aufbringen. Der damalige Stadtrat entschied sich für eine verkehrsberuhigte Zone, die sogenannte Spielstraße. Diesen nachvollziehbaren und ambitionierten Plänen, machte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) einen Strich durch die Rechnung. Denn eine Spielstraße für Fußgänger und Autos erfüllt nur dann die baulichen Voraussetzungen, wenn diese gleichberechtigt für Autos und Fußgänger nutzbar ist und als durchgehende Fläche nicht zum Rasen animiert. Dieses wurde nicht umgesetzt. Ein ausgewiesener Fußgängerweg trennt die Straße von den Spaziergängern. Eine Spielstraße war vom Charakter her nicht erkennbar.

Anzeige

Porsche bestellt und Trabant erhalten – Die Römerstraße in Bad Ems

Schlussendlich untersagte der Landesbetrieb Mobilität der Stadt Bad Ems, die Römerstraße als Spielstraße zu deklarieren und es erfolgte die Umsetzung einer Tempo 20 Zone die heute noch gilt.

Anzeige

Warum das alles so kam? Eine verworrene Situation. Schauen wir einmal auf das Jahr 2005 und den damals zuständigen Stadtbürgermeister Ottmar Canz (CDU, 2015).  Lagen die Fehler bei ihm und den seinerzeitigen Stadtrat? Gesichert ist, dass die damals Verantwortlichen in der Kurstadt deutlich zum Ausdruck brachten, dass eine verkehrsberuhigte Anliegerstraße gebaut werden sollte. Die zuständige Kommunalaufsicht bestätigte schriftlich, dass der planerische Wille der Stadt Bad Ems stets die Errichtung einer Spielstraße gewesen sei. Demgegenüber wurde aber auch festgehalten, dass die Abstimmungen zwischen der Stadt Bad Ems, der Verbandsgemeinde und dem Landesbetrieb Betrieb Mobilität nicht stattgefunden haben.

Fauler Kompromiss? Firmen und Betriebe konnten sich von der Parkplatzstellung bei der Stadt Bad Ems freikaufen

Dies erklärt, weshalb es dazu kommen konnte, dass die Stadt Bad Ems sinnbildlich einen Porsche orderte und einen Trabant erhielt. Verzweifelt versuchten nachfolgende Stadtoberhäupte der Situation entgegenzuwirken. Blumenkübel zur Geschwindigkeitsbegrenzung wurden aufgestellt und ein vermeintlicher Spielstraßencharakter unter Tempo 20 Bedingungen suggeriert. Geholfen haben die Maßnahmen nicht. Erneuter Stein des Anstoßes wurde die Problematik 2013 wo die Anwohner ihre Gebührenbescheide für die Sanierung einer Straße erhielten die sie so niemals haben wollten. Diese zahlten die Zeche für eine verfehlte Politik. 

Was die Politik, Planer und Gestalter seinerzeit vermasselten, müssen die Anwohner und Gäste selbst heute noch auslöffeln. Die Problematik ist bekannt, doch kurz- oder mittelfristige Verbesserungen sind nicht in Sicht.  Es bleibt abzuwarten, ob die Vorschläge (z.B. Berliner-Kissen), die von Seiten der Bürgerschaft vorgebracht wurden, ernsthaft und zeitnah geprüft werden. Wir bleiben dran und werden nachhaken.

In Bad Ems sind alle gleich? Mit viel Geld sind sie gleicher!

Auch der Parkraumdruck bereitet den Anwohnern und Gästen Kopfschmerzen. Anhand der Topographie und Alter der teilweise historischen Gebäude (damals gab es noch keine KFZ), verfügt nicht jedes Haus über eigene Stellplätze.

Weiter verschärft wurde die Situation durch die seinerzeitige Nutzungsänderung des Badhauses.  Stellplätze für das Restaurant und Theater gab es nicht. Eine Erweiterung auf dem dazugehörigen Gelände war nicht umsetzbar. Doch wo sollten die zukünftigen Gäste und Besucher des Badhauses parken? Die damaligen Verantwortlichen in der Stadt Bad Ems suchten einen vermeintlichen Kompromiss indem sie sich die nicht vorhandenen Parkplätze bezahlen ließen.  Vereinbart wurde eine sogenannte Stellplatzablöse in der Villenpromenade bei der unteren Malbergbahn.

Ein durchaus fauler Kompromiss zu Lasten der Römerstraße denn welcher Besucher des Badhauses würde sein Fahrzeug in der weit entfernten Villenpromenade abstellen? Keiner. Die Gäste parkten natürlich in der stark belasteten Römerstraße.

Die gleiche Ablösepraxis wurde in der Straße bei einem umgewandelten Bürogebäude angewendet. Freikaufen zu Lasten der Anwohner. Zusehend erhöhte sich der Stellplatzbedarf in der Römerstraße ohne tatsächlich neue Parkplätze geschaffen zu haben. Dieses wäre anhand der Topographie kaum umsetzbar gewesen. 

Und heute? Wurde der damaligen Entwicklung Rechnung getragen und die tatsächlichen Anwohner entlastet? Die Parkscheibe ist Geschichte und die Parkgebühren werden erhöht. Die Anwohnerparkausweise in der Römerstraße soll es nach dem Willen des aktuellen Stadtbürgermeisters Oliver Krügel nicht geben. Vom Tisch ist diese Möglichkeit dennoch nicht. Die Stadtratsmitglieder Bernd Hewel von der FWG und Markus Bodo Wieseler von der FDP setzten durch, dass die umstrittenen Anwohnerparkausweise erneut von der Verwaltung geprüft werden müssen.

FWG und FDP lassen mögliche Anwohnerparkausweise prüfen

Der Leiter des Ordnungsamtes berichtete in der Ratssitzung, dass während der Corona-Zeit, zahlreiche freie Parkplätze verfügbar waren. Dieses könnte darauf deuten, dass die Anwohner in der Römerstraße keineswegs die Stellplätze belagern würden. In den teilweise verpflichtenden Homeoffice-Arbeiten, verschärfte sich die Parkplatzsituation nicht.

Die Anlieger der Römerstraße versprechen sich viel von möglichen Anwohnerparkausweise. Während Kurstadtgäste die Parkhäuser nutzen könnten, würde sich die Situation für die Anwohner deutlich entspannen.  

Gleiches Recht für alle? Nicht ganz. Die Bad Emser Bürger bekommen noch lange nicht das Gleiche wie Unternehmen oder Institutionen

Währen die Bürger sich stiefmütterlich behandelt fühlen, sollen Unternehmen und Institutionen privilegiert behandelt worden sein.  Beispielsweise wurde für die Paracelsiusklinik auf städtischem Grund und Boden über 30 Parkplätze exklusiv für die Mitarbeiter reserviert. Die Ausweise werden von der Paracelsius Klinik ausgestellt. Auf dem restlichen Gelände wurde die Höchstparkdauer auf 8 Stunden begrenzt. Eigentlich ein Widerspruch, da ein Parkautomat eine hohe Umschlagshäufigkeit bewirken soll. Für die Mitarbeiter des Statistischen Landesamts wird auf dem Spieß ein neuer Parkplatz gebaut.

Auf dem städtischen Gelände der Paracelsiusklinik werden Anwohner- und Mitarbeiterparkausweise großzügig ausgestellt. Für de Bürger der Stad Bad Ems scheint diese Möglichkeit ausgeschlossen.

Wie es weitergehen wird? Eine spannende Frage…. Der BEN Kurier bleibt dran.

Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen
Zum Kommentieren klicken

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

VG Bad Ems-Nassau

Verzögerungen bei der Müllabfuhr aufgrund der winterlichen Witterung möglich

Veröffentlicht

am

von

Foto: BEN Kurier | Fotomontage
Anzeige

RHEIN-LAHN Schnee, kalter Wind und glatte Straßen machen es nicht nur Autofahrern schwer. Auch die Müllabfuhr ist bei Wind und Wetter unterwegs und versucht, die Abfalltonnen weiterhin zu leeren. Leider werden verschneite oder rutschige Straßen für die schweren Müllfahrzeuge schnell zum Hindernis. Auch wenn PKWs die Straßen teilweise noch befahren können, kommt das Müllfahrzeug manchmal an seine Grenzen.

Durch das regelmäßige Anfahren vor jeder Tonne ist das Risiko viel größer, dass das Müllfahrzeug abrutscht oder sich festfährt. Zudem können die Mitarbeitenden der Müllabfuhr beim Leeren der Tonnen auf dem glatten Untergrund ausrutschen und sich verletzen. Die Sicherheit der Mitarbeitenden und der Anwohnerinnen und Anwohnern steht bei der Müllabfuhr immer an erster Stelle.

Anzeige

Ist eine Straße wegen Schnee und Eis nur schwer befahrbar, kann die Abfalltonne nach Möglichkeit an die nächste zugängliche Straße gebracht werden. Hierbei handelt es sich für gewöhnlich um Hauptstraßen und Durchfahrtsstraßen, welche meist zuerst geräumt und gestreut werden. Dies ist vor allem bei steilen oder vereisten Straßen die beste Möglichkeit, die Abfalltonne leeren zu lassen. Haushalte sollten zudem auch auf die Streupflicht achten, die in vielen Ortsgemeinden die Straße mit einbezieht. Straßen oder Ortsgemeinden, die wegen der Witterung nicht angefahren wurden, werden einmal nachgefahren.

Anzeige

Den Nachfahrtermin findet man zeitnah im Nachfahrplan auf der Webseite der Abfallwirtschaft. Generell sollen die Tonnen bis zur Leerung an der Straße stehen gelassen werden. Wenn Tonnen wegen zu viel Schnee beim Nachfahrtermin nicht geleert werden konnten, werden sie nicht erneut angefahren. Betroffene Haushalte können beim nächsten regulären Abfuhrtermin Mehrmengen neben die Tonnen stellen. Diese werden mitgenommen.

Wie schnell ein Müllfahrzeug bei winterlicher Witterung an seine Grenzen kommen kann, zeigen die Mitarbeitenden des Abfallwirtschaftsbetriebes Westerwaldkreis in einem Video:

Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Politik

EU-Parlaments-Vize Barley aus Arzbach wirft Trump Bruch des Völkerrechts vor Barley warnt in Phoenix und im ZDF vor Trumps Machtpolitik, drohenden Zöllen und dem Verlust von bis zu 300.000 Arbeitsplätzen

Veröffentlicht

am

von

Foto: BEN Kurier | Fotomontage
Anzeige

ARZBACH|STRAßBURG Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und mitten in der erneuten Machtübernahme von Donald Trump hat sich Katharina Barley so klar positioniert wie kaum eine andere Spitzenpolitikerin in Europa. Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, die in Arzbach lebt, führte innerhalb weniger Stunden zwei inhaltlich außergewöhnlich deutliche Interviews, zunächst im Europa Talk des Senders Phoenix aus dem EU-Parlament in Straßburg, anschließend live im ZDF-Morgenmagazin. In beiden Gesprächen machte Barley unmissverständlich klar, was sie von Trumps Politik hält: wenig bis nichts.

Bereits im Phoenix-Interview setzte sie den Ton. Trump kenne keine Freunde, sondern nur Geschäftspartner, sagte Barley und genau dieses Denken habe er auf die internationale Politik übertragen. Forderungen an die Europäische Union, mehr Autos, Lebensmittel und Energie aus den USA zu kaufen, seien keine Verhandlungen auf Augenhöhe, sondern blanke Erpressung. Zölle würden von Trump gezielt als Druckmittel eingesetzt, um wirtschaftliche Vorteile für die USA zu erzwingen. Europa müsse sich dem selbstbewusst entgegenstellen, statt in vorauseilendem Gehorsam nachzugeben.

Anzeige

Besonders scharf wurde Barley beim Blick auf die wirtschaftlichen Folgen. Sie verwies auf Berechnungen mehrerer Wirtschaftsinstitute, wonach Trumps angekündigte Zollpolitik bis zu 300.000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährden könnte. Gleichzeitig drohe eine Vertiefung der ohnehin bestehenden Rezession. Trumps Wirtschaftskurs sei damit kein abstraktes geopolitisches Problem, sondern eine ganz konkrete Gefahr für Beschäftigte, Unternehmen und den sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Wer diese Politik unterstütze oder verharmlose, stelle sich offen gegen deutsche Interessen.

Anzeige

Damit zielte Barley auch direkt auf die AfD, deren Europaabgeordneter René Aust Trump im Phoenix-Talk als Vorbild darstellte. Barley nannte das absurd: Trump habe offen erklärt, deutsche Unternehmen in amerikanische verwandeln zu wollen, also Arbeitsplätze aus Europa abzuziehen. Dass eine deutsche Partei einen Politiker feiere, der der eigenen Wirtschaft schaden wolle, sei politischer Widersinn. Für Barley war klar: Das sei kein Patriotismus, sondern wirtschaftspolitische Selbstsabotage.

Ein weiterer zentraler Punkt war Trumps Umgang mit Demokratie und Rechtsstaat. Barley erinnerte daran, dass Trump unmittelbar nach seinem Amtsantritt rund 1.600 rechtsradikale Gewalttäter begnadigt habe, die am Sturm auf das Kapitol beteiligt waren. Das sei ein deutliches Signal, welche Art von Politik diese Administration betreibe. Gleichzeitig warnte sie vor der wachsenden Macht großer Tech-Konzerne, die sich unter Trump weiter verfestige. Wer behaupte, Trump stehe für Meinungsfreiheit, ignoriere, dass Algorithmen von Konzernen wie Meta oder X darüber entschieden, welche Inhalte sichtbar seien und welche nicht, eine Form von faktischer Zensur ohne demokratische Kontrolle.

Diese Linie setzte Barley im ZDF-Morgenmagazin noch zugespitzter fort. Aus Arzbach zugeschaltet, sprach sie über das Vorgehen der USA in Venezuela und die zögerlichen Reaktionen von EU und Bundesregierung. Barley ließ keinen Zweifel daran, dass sie die rechtliche Lage für eindeutig hält: Donald Trump kenne und respektiere das Völkerrecht nicht. Der Eingriff in Venezuela sei kein bedauerlicher Grenzfall, sondern Ausdruck eines machtpolitischen Anspruchs. Trump selbst habe deutlich gemacht, dass es ihm um die Sicherung amerikanischer Einflusssphären gehe, um die westliche Hemisphäre als Herrschaftsbereich der USA.

Genau darin sieht Barley eine historische Gefahr. Wenn große Mächte wieder begännen, die Welt in Einflusszonen aufzuteilen, stehe die regelbasierte internationale Ordnung insgesamt zur Disposition. Völkerrecht werde dann zur Verhandlungsmasse. Barley kritisierte offen, dass der Eindruck entstehe, das Völkerrecht werde nur dann entschlossen verteidigt, wenn es von den »falschen« Akteuren gebrochen werde. Das untergrabe die Glaubwürdigkeit Europas massiv.

Für Barley geht es deshalb um mehr als um Venezuela oder einzelne Zollandrohungen. Sie spricht von einer Wegmarke in der internationalen Politik. Die Frage sei, ob Europa bereit sei, geschlossen für eine regelbasierte Ordnung einzustehen, oder ob es sich von wirtschaftlichem Druck und politischer Erpressung auseinanderdividieren lasse. Deutschland habe dabei eine Schlüsselrolle. Wer die Europäische Union schwäche oder spalte, spiele letztlich jenen Kräften in die Hände, die von einer Politik der Macht statt des Rechts profitierten.

Am Ende beider Interviews bleibt eine klare Kernaussage: Donald Trump ist für Katharina Barley kein schwieriger, aber legitimer Partner, sondern ein Präsident, der Völkerrecht missachtet, Demokratie relativiert und mit seiner Wirtschaftspolitik konkret hunderttausende Arbeitsplätze in Europa gefährdet. Ihre Warnung ist unmissverständlich: Wenn Europa jetzt nicht geschlossen und selbstbewusst reagiert, droht eine Weltordnung, in der nicht mehr Regeln gelten, sondern allein das Recht des Stärkeren (dk).

Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

VG Bad Ems-Nassau

Statistisches Landesamt bleibt in Bad Ems: Vorübergehender Umzug in die Paracelsus Kinik geplant!

Veröffentlicht

am

von

Anzeige

BAD EMS Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz (StaLa) ist seit mehr als 75 Jahren ein zentraler Pfeiler der amtlichen Statistik und liefert verlässliche Daten zu Gesellschaft, Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Umwelt. Gemeinsam mit den Statistischen Landesämtern der Länder und dem Statistischen Bundesamt erfüllt es wichtige Aufgaben für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Um auch künftig gute und attraktive Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sicherzustellen, ist es notwendig, die bauliche und technische Situation des Dienstgebäudes in Bad Ems nachhaltig zu verbessern. Der derzeit genutzte Gebäudekomplex, der sich im wirtschaftlichen Eigentum des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) befindet, weist aufgrund seines Alters und seiner Struktur einen zunehmenden Sanierungsbedarf auf.

Anzeige

Vor diesem Hintergrund steht der Präsident des Statistischen Landesamtes seit geraumer Zeit in engem Austausch mit dem Ministerium des Innern und für Sport, dem Ministerium der Finanzen sowie dem Landesbetrieb LBB. Ziel ist es, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die sowohl die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden verbessern als auch den Standort Bad Ems langfristig sichern.

Anzeige

Das Statistische Landesamt leistet eine unverzichtbare Arbeit für Rheinland-Pfalz. Gute Arbeitsbedingungen sind dafür eine zentrale Voraussetzung. Deshalb arbeiten wir gemeinsam und mit Nachdruck an einer Lösung, die sowohl den Beschäftigten als auch dem Standort Bad Ems gerecht wird“, sagte Marco Ludwig, Präsident des Statistischen Landesamts.

In den vergangenen Monaten haben die Gespräche spürbare Fortschritte erzielt. Das Ziel aller Beteiligten war es dabei, eine geeignete Interimsunterbringung weiterhin am Standort Bad Ems zu ermöglichen. Die intensive Suche des Landesbetriebs LBB nach einer passenden Liegenschaft, die Bereitschaft des Statistischen Landesamtes, sich unter anderem durch verstärkte Nutzung von Desk-Sharing-Modellen und Homeoffice räumlich zu verkleinern, sowie die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten inklusive des Personalrats haben dazu geführt, dass derzeit aussichtsreiche Gespräche mit dem Eigentümer der ehemaligen Paracelsus-Klinik in Bad Ems geführt werden.

Nach derzeitigem Stand erfüllt das ehemalige Klinikgebäude die wesentlichen Anforderungen an eine interimsweise Unterbringung des Statistischen Landesamtes. Sofern die laufenden Gespräche erfolgreich abgeschlossen werden können, könnte ein interimsweiser Umzug voraussichtlich bis zum Sommer 2027 umgesetzt werden.

Der Zeitraum der Interimsunterbringung soll zugleich genutzt werden, um den bisherigen Gebäudekomplex durch den Landesbetrieb LBB umfassend zu prüfen und im Rahmen einer Grundinstandsetzungsplanung Umfang, Dauer und Kosten der erforderlichen Maßnahmen zu konkretisieren. Dabei geht es insbesondere um die Möglichkeiten einer Generalsanierung sowie eines anschließenden Rückzugs des Statistischen Landesamtes an den bisherigen Standort in Bad Ems (pm Statistisches Landesamt Bad Ems).

Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Trending