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VG Loreley

Geschafft: Freie Fahrt auf der L335 zwischen Dachsenhausen und Braubach

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Freie Fahrt auf der L335 zwischen Dachsenhausen und Braubach (Dachsenhausen, Straße vorne rechts frei)
Foto: BEN Kurier
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DACHSENHAUSEN|BRAUBACH Die L 335 zwischen Braubach und Dachsenhausen ist seit heute wieder für den Verkehr freigegeben. Damit endet eine lange Phase der Vollsperrung auf einem zentralen Abschnitt im Hinterland der Verbandsgemeinde Loreley. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez teilte mit, dass die Bauarbeiten an diesem Freitagabend abgeschlossen werden.

Baustelle seit Ende Juli: Lückenschluss auf knapp 2,7 Kilometern

Gebaut wurde auf dem Streckenabschnitt seit Ende Juli des vergangenen Jahres. Die Maßnahme schließt eine Lücke über rund 2,7 Kilometer zwischen zwei bereits fertiggestellten Teilabschnitten. In Dachsenhausen war die L 335 bereits 2014 auf etwa 1,1 Kilometern ausgebaut worden, bei Braubach folgte 2021/2022 ein weiterer Abschnitt über rund 1,7 Kilometer.

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Dass die Arbeiten so stark wahrgenommen wurden, lag auch an der Verkehrsführung: Der betroffene Abschnitt war nicht halbseitig, sondern voll gesperrt. Für viele Pendler, Anwohner und Betriebe bedeutete das über Monate Umwege, zusätzliche Fahrzeiten und einen deutlich höheren Druck auf Ausweichrouten.

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Verzögerung durch Schäden im Unterbau

Ursprünglich war die Hoffnung groß, die Strecke schon Ende Oktober wieder befahren zu können. Der Termin hielt jedoch nicht. Nach Angaben, die dem BEN Kurier vom Leiter des LBM Diez, Benedikt Bauch, übermittelt wurden, haben unerwartete Schäden im Unterbau den Zeitplan durcheinandergebracht. Die Folge: Die Asphaltierungsarbeiten dauerten länger als geplant – die Freigabe wurde auf 19. Dezember verschoben.

Der LBM nannte für die Schlussphase nicht nur die verlängerten Sanierungs- und Asphaltarbeiten, sondern auch typische Abschlussgewerke: Bankette, Schutzplanken sowie Fahrbahnmarkierung. Diese Punkte sind relevant, weil sie erklären, warum eine Straße nicht „irgendwie“ früher geöffnet wird: Ohne diese Arbeiten fehlt entweder Verkehrssicherheit oder es würden unmittelbar neue Einschränkungen entstehen.

Parallel lief eine Gemeinschaftsmaßnahme mit den Verbandsgemeindewerken Loreley. Im Zuge des Projekts wurde ein Schmutzwasserkanal hergestellt, um Dachsenhausen an die Gruppenkläranlage Lahnstein-Braubach anzuschließen. Bei den Investitionen nennt die Berichterstattung: rund 4,7 Millionen Euro vom Land Rheinland-Pfalz für den Straßen-Lückenschluss sowie rund 1,2 Millionen Euro der VG-Werke für den Kanal.

Was die Freigabe für die Region praktisch bedeutet

Mit der Wiedereröffnung endet nicht nur eine Baustelle – es endet vor allem der Umleitungsalltag. Die direkte Verbindung ist wieder da, der Verkehr verteilt sich wieder auf die dafür vorgesehene Landesstraße, und Nebenstrecken sowie Ortsdurchfahrten werden entlastet.

Im BEN-Kurier-Artikel war im Herbst auch ein Punkt aus der Bürgerschaft aufgegriffen worden: die Sorge, eine modernisierte und in Kurven entschärfte Strecke könne künftig mehr Verkehr anziehen. Ob das eintritt, bleibt abzuwarten – sicher ist zunächst vor allem: Der Verkehr fließt wieder dort, wo er hingehört.

Die Freigabe der L 335 zwischen Braubach und Dachsenhausen am 19. Dezember 2025 beendet eine Vollsperrung nach umfangreichen Bauarbeiten am Lückenschluss. Nach Verzögerungen durch Schäden im Unterbau ist die Strecke nun wieder durchgehend befahrbar, inklusive der notwendigen Abschlussarbeiten wie Schutzplanken, Bankette und Markierung.

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VG Loreley

Neubau der Verwaltung in St Goarshausen: Baustellenbegehung stößt erneut auf großes Interesse

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Foto: Jens Michel
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ST. GOARSHAUSEN Bereits zum dritten Mal hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich im Rahmen einer öffentlichen Baustellenbegehung über den Fortschritt des Neubaus des Verwaltungsgebäudes in der Wellmicher Straße in St. Goarshausen zu informieren. Mehr als 30 Teilnehmende nutzten die Möglichkeit, sich aus erster Hand ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten zu machen.

Dass das Bauprojekt weiter gut voranschreitet, ist inzwischen deutlich sichtbar. Derzeit werden die Glasscheiben in die bereits montierten Fensterrahmen eingesetzt. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird es auch mit der Außenfassade weitergehen, sodass das Gebäude Schritt für Schritt sein endgültiges Erscheinungsbild erhält.

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Parallel dazu werden in Kürze die Dachdeckerarbeiten fortgesetzt. Im Anschluss kann auf dem Dach die technische Gebäudeausrüstung weiter aufgebaut werden, darunter später auch die Photovoltaik-Anlage. „Mit dem Schließen der Gebäudehülle schaffen wir die Voraussetzung, um witterungsunabhängig mit dem Innenausbau beginnen zu können“, erläuterte Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, beim Rundgang über die Baustelle.

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Ab Mitte Februar ist der Start der Innenausbaugewerke vorgesehen. Dann beginnen die Arbeiten der Gewerke Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär. Auch der innere Trockenbau steht kurz vor der Vergabe, sodass der Innenausbau insgesamt zeitnah voll durchstarten kann. Positiv stellt sich weiterhin die Kostensituation dar. Aktuell liegen die vergebenen Auftragssummen um etwas mehr als 200.000 Euro unterhalb der ursprünglich kalkulierten Gesamtkosten. „Das ist ein erfreulicher Zwischenstand, den wir angesichts der allgemeinen Preisentwicklung sehr aufmerksam im Blick behalten“, so Mike Weiland.

Parallel zum Baufortschritt laufen bereits die nächsten vorbereitenden Schritte. So befindet sich die Auslobung für „Kunst am Bau“ in Vorbereitung. Zudem werden derzeit die Abstimmungen zu Boden-, Decken- und Wandbelägen, den Innentüren sowie zur Büroausstattung vorgenommen, um die entsprechenden Ausschreibungen auf den Weg bringen zu können. Wie schon bei den vorherigen Begehungen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Details des Projekts zu informieren. Ziel bleibe es weiterhin, Transparenz zu schaffen und die Bürgerschaft aktiv über die Entwicklung des Neubaus zu informieren.

Denn diese gut informierten Menschen können mitreden und sich der Diskussion stellen, wenn Kritiker sich auf Grundlage veralteter Planunterlagen äußern oder schlichtweg mit viel Unwissen Mutmaßungen anstellen, die jeder Grundlage entbehren. „Beim nächsten Angebot zum Rundgang laufen wir sicherlich bereits durch erste aufgeteilte Räume“, zeigte sich Bürgermeister Mike Weiland optimistisch, denn die Maßnahme liegt im normalen Bauzeitenplan (pm Verbandsgemeinde Loreley).

 

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Starke Frauen im Rhein-Lahn-Kreis: Anja Schrock besuchte Kerstin Heuser aus Dachsenhausen

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Foto: Anja Schrock
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DACHSENHAUSEN In der Videoserie »Erzähl doch mal« hat die Redakteurin des BEN Kurier, Anja Schrock, eine Frau besucht, die für viele Menschen im Rhein-Lahn-Kreis weit mehr ist als eine Dienstleisterin. Kerstin Heuser lebt und arbeitet in Dachsenhausen und ist seit fast 23 Jahren selbstständig mit ihrer mobilen Hand- und Fußpflege. Ihr Weg, ihre Haltung und ihre Disziplin machen sie zu einer starken Frau aus der Region.

Verwurzelt im Dorf, unterwegs für die Menschen

Kerstin Heuser ist in Dachsenhausen geboren und lebt bis heute dort. Das Dorf, das sie liebevoll als »Plattländchen« bezeichnet, ist für sie Heimat und Rückzugsort zugleich. Beruflich führte ihr Weg zunächst nach Bad Ems, wo sie ihre Ausbildung zur Parfümerie-Fachverkäuferin absolvierte. Später folgte dort auch die Ausbildung zur Fußpflegerin. Mehrere Jahre arbeitete sie in der Parfümerie, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

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Seitdem ist sie mobil unterwegs und besucht ihre Kunden zu Hause. Dieser persönliche Ansatz ist für sie bis heute zentral. Die Entscheidung für die Selbstständigkeit war anfangs ungewohnt, geprägt von neuen Freiheiten, aber auch von Verantwortung. Unterstützung fand sie dabei vor allem in ihrem Mann, der selbst seit vielen Jahren selbstständig ist und ihr mit Erfahrung, Struktur und Rückhalt zur Seite stand. Disziplin, Verlässlichkeit und Organisation wurden zur Grundlage ihres Alltags.

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Nach etwa einem halben Jahr hatte sie ihren eigenen Rhythmus gefunden. Termine, Fahrzeiten und Abläufe griffen ineinander. Heute ist ihr Arbeitstag klar getaktet. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind für sie selbstverständlich. Herausforderungen wie Verkehr, Bahnübergänge oder winterliche Straßen gehören ebenso dazu wie Gespräche, die während einer Behandlung länger dauern als geplant. Gerade diese Gespräche sind für Kerstin Heuser ein wichtiger Teil ihrer Arbeit, denn über die Jahre entstehen Nähe, Vertrauen und echte Bindungen.

Disziplin, Nähe und Lebensqualität

Die mobile Arbeit empfindet sie bis heute als Bereicherung. Sie kommt zu den Menschen nach Hause, nimmt sich Zeit und ist in diesem Moment ganz bei ihrem Kunden. Das gibt nicht nur den Menschen, die sie besucht, viel zurück, sondern auch ihr selbst. Die Dankbarkeit, das Vertrauen und das Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, begleiten sie bis in den Feierabend.

Trotz des eng getakteten Berufsalltags achtet Kerstin Heuser auf Ausgleich. Feste Arbeitstage und ein freier Tag pro Woche schaffen Raum für Haushalt, Garten, private Termine und Hobbys. Besonders im Sommer widmet sie sich mit viel Liebe ihrem Garten und ihrer kreativen Ader. Dekorationen, Kränze und Gestecke entstehen aus Blumen und Naturmaterialien. Kreativität ist für sie ein Gegenpol zur strukturierten Arbeit.

Gedanken ans Aufhören gab es in all den Jahren nur selten und meist nur kurz. Schlechte Tage, Wetter oder körperliche Belastung gehören dazu, verschwinden aber schnell wieder. Ihr Beruf erfüllt sie nach wie vor. Schwierige Kunden begegnet sie mit Erfahrung und Ruhe. Zuhören, Zeit geben und Menschen ernst nehmen sind Fähigkeiten, die sie sich über Jahrzehnte erarbeitet hat.

Rückblickend weiß sie, dass Selbstständigkeit als Frau oft unterschätzt wird. Der Aufwand, die Disziplin und die körperliche Arbeit sind für Außenstehende nicht immer sichtbar. Für ihre Kunden hingegen schon. Ihnen ist bewusst, was Kerstin Heuser täglich leistet.

Jungen Menschen, die über eine Selbstständigkeit in der Fußpflege nachdenken, rät sie zur Offenheit und zur ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Beruf. Der Bedarf ist groß, die Arbeit erfüllend, verlangt aber Einsatz, Struktur und Durchhaltevermögen.

Erfolg bedeutet für sie heute vorwiegend Lebensqualität. Die Freiheit, das eigene Leben zu gestalten, Wertschätzung zu erfahren und auch nach 23 Jahren noch gebraucht zu werden. Ihrem jüngeren Ich würde sie raten, mutiger zu sein, früher aus dem Schneckenhaus zu kommen und sich mehr zuzutrauen.

Privat träumt sie davon, noch einmal nach New York zu reisen, gemeinsam mit ihrem Mann. Und doch weiß sie, dass sie danach wieder gerne zurückkehrt – nach Dachsenhausen, in die dörfliche Gemeinschaft, in die Nähe zur Natur und zu den Menschen, die ihr Leben prägen.

Kerstin Heuser steht für eine stille, aber kraftvolle Stärke. Für Verlässlichkeit, Nähe und echte Lebensqualität. Genau deshalb gehört sie in die Serie »Starke Frauen im Rhein-Lahn-Kreis«.

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VG Loreley

Jessica Tiefenbach aus Reitzenhain holt Platz 2 beim BEN Kurier Leserfotowettbewerb 2025

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Foto: Jessica Tiefenbach
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REITZENHAIN Was für ein spektakulärer Schlusspunkt beim Leserfotowettbewerb 2025 im BEN Kurier. Mit dieser außergewöhnlichen Aufnahme konnte Jessica Tiefenbach die Leser besonders überzeugen. Entstanden ist das Bild bei einem Hubschrauberflug und zeigt das Loreley-Plateau aus einer beeindruckenden Perspektive.

Am Ende sammelte das Foto 397 Stimmen und erreichte damit Platz 2 im Wettbewerb. Wer den ersten Platz belegt, wird morgen bekannt gegeben. Insgesamt wurden 2025 mehr als 400 Leserfotos eingereicht.

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