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Koblenz

Für Postboten kaum tragbar: Neues Gesetz verpasst Ziele

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Der Bundestagsabgeordnete Josef Oster und Vertreter der CDU Moselweiß/Rauental besuchten die Frühschicht bei der Post im Zustellstützpunkt in Koblenz-Rauental.
Foto: Philip Rünz
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KOBLENZ Weniger Zeitdruck soll der Post helfen, ihre Kosten zu senken. Das ist ein Kernpunkt des neuen Postgesetzes, das das Bundeskabinett Ende Dezember auf den Weg gebracht hat. Wie kommt die Novelle bei der Belegschaft in den Postniederlassungen an? Der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster hat sich im Zustellstützpunkt in Koblenz-Rauental umgeschaut und mit dem Regionalbeauftragen Peter Mayer die Situation unter die Lupe genommen. Begleitet wurde er von dem Vorsitzenden der CDU-Moselweiß/Rauental und Stadtratsmitglied Peter Balmes sowie dessen stellvertretenden Vorsitzenden im Ortsverband Philip Rünz.

Sie sind in Berlin auf die Straße gegangen, die Beschäftigten der Post- und Paketbranche, um für bessere Arbeitsbedingungen und einen fairen Wettbewerb zu kämpfen. Sie wollen ein Postgesetz, das ihre Gesundheit schützt. Doch die Lockerung der bislang strammen Vorgaben, 80 Prozent der Briefe am nächsten Tag zustellen zu müssen, erleichtert den Arbeitsalltag für die Mitarbeiter nur in geringem Maß.

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Im Rauental herrscht an jedem Arbeitstag Hochbetrieb, auch an diesem Morgen. Hier kommen die Briefe und Pakete an, die sortiert und auf kleine Lieferfahrzeuge geladen werden, die in unübersichtlicher Zahl auf dem Gelände parken und von dort ihre Touren durch die Stadt und die Region starten. In Sachen Briefe hat die Post in Deutschland mit 85 Prozent zwar noch immer fast ein Monopol, aber Pakete machen mittlerweile den Löwenanteil der Zustellungen aus – und hier gibt es eine ganze Menge Konkurrenz auf dem Markt.

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Die Post liefere nachhaltiger aus, erfuhr Josef Oster, habe aber hohe Fixkosten. Dies sollte bei Ausschreibungen berücksichtigt werden. „Vor allem Subunternehmen sorgen immer wieder für Unmut“, weiß der Bundestagsabgeordnete. Die Gewerkschaft fordert deswegen auch ein Verbot dieser Subunternehmen, die Lohn- und Sozialdumping betreiben und fairen Wettbewerb nicht ermöglichen. Doch das neue Gesetz sieht dies so nicht vor.

Weiterer Knackpunkt: Das Gewicht der Pakete. Bis 31,5 Kilo dürfen diese aktuell wiegen – für viele Zusteller eine untragbare Situation. „Das ist einfach zu schwer für einen allein“, so Oster. „Zwar sollen nach der Gesetzesnovelle Pakete ab zehn Kilo gekennzeichnet werden, damit sich der Postbote nicht versehentlich verhebt, aber getragen werden müssen sie noch immer.“ Die Zusteller wünschen sich deswegen, dass bei Paketen ab 20 Kilo eine zweite Person verpflichtend mit anpackt.

Nach dem intensiven Austausch mit den Fachleuten im Rauental sind auch Peter Balmes und Philip Rünz überzeugt: „An diesem Gesetz muss nachgebessert werden, zum Wohl der Beschäftigten bei der Post.“ Josef Oster nimmt den Impuls aus Koblenz gern mit nach Berlin und bringt seine Kenntnisse in die Oppositionsarbeit der CDU/CSU-Fraktion ein (Text: Michaela Cetto/Büro Josef Oster).

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Koblenz

Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren: Mehrere Veranstaltungen in Koblenz Erinnerung an die Opfer aufrechterhalten!

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Foto: Stadt Koblenz/ Andreas Egenolf
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KOBLENZ Am 27. Januar jährt sich zum 81. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Aus diesem Anlass finden in Koblenz mehrere Veranstaltungen statt, die den Opfern des Nationalsozialismus gedenken und die Erinnerung an ihr Schicksal aufrechterhalten.

Noch bis Freitag, 6. Februar, wird in einer Ausstellung in der Citykirche an die Verschleppung von 150 Bewohnerinnen der damaligen „Idiotenanstalt Kühr“ im Mai 1943 in drei deutsche NS-Tötungsanstalten und von dort aus in weitere Tötungsanstalten im von Deutschland besetzten Polen erinnert. Ergänzend dazu zeigt die Ausstellung vom Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e. V., erarbeitete Biografien von Menschen aus Koblenz und Umgebung, die aufgrund des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ zwangsweise sterilisiert oder in der Tötungsanstalt Hadamar bei Limburg an der Lahn ermordet wurden.

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Am Dienstag, 27. Januar, gedenkt die Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ um 17 Uhr an der Stele Balduinstraße (Vorplatz des „Hotel Super 8“ / Görgenstraße) den Opfern aus der Altstadt. Die Balduinstraße war lange Zeit als „kleine Judengasse“ bekannt. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden Juden aus der Altstadt in sogenannten „Judenhäusern“ untergebracht, bis sie in die Vernichtungslager der NS-Diktatur deportiert wurden.

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Eine weitere Gedenkveranstaltung findet ebenfalls am 27. Januar um 17.30 Uhr am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz statt. Oberbürgermeister David Langner gedenkt dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Hans-Zulliger-Schule und der Diesterweg-Schule den NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung. Im Zentrum des Erinnerns stehen Menschen, die Opfer von Zwangssterilisationen und Krankenmorden wurden.

Den Schlusspunkt bildet eine anschließende Gedenkveranstaltung in der Citykirche mit Ansprachen des Oberbürgermeisters, des Vorsitzenden des Fördervereins Mahnmal Koblenz, Martin Schlüter sowie einem christlich-jüdischen Gebet. Die Gedenkstunde wird musikalisch umrahmt von Eleonore Ciupka (Flöte) und Werner Höss (Orgel). Anschließend besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen. (pm: Stadt Koblenz)

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Blaulicht

Betrugsserie mit falschen Polizeibeamten im Rhein-Lahn-Kreis: Prozess gegen 19-Jährigen startet in Koblenz

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Bildrechte: Landgerichtgericht Koblenz
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OBERNHOF|BAD EMS  Vor der 9. Strafkammer des Landgericht Koblenz beginnt am 22. Januar ein Strafprozess gegen einen 19 Jahre alten Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Teil einer Betrugsgruppe, die ältere Menschen mit der Masche angeblicher Polizeianrufe um ihr Vermögen gebracht haben soll. Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt.

Nach dem Vorwurf der Anklage soll der Angeklagte als Heranwachsender an einer Serie von Betrugstaten beteiligt gewesen sein, die sich unter anderem in Bad Ems, Obernhof und Koblenz ereignet haben sollen. Insgesamt stehen elf Fälle im Raum, wobei es in einem Fall bei einem Versuch geblieben sein soll.

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Die mutmaßlichen Täter sollen arbeitsteilig vorgegangen sein. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft übernahmen einzelne Beteiligte Telefonanrufe, in denen sie sich als Polizeibeamte ausgaben. Den Angerufenen sei vorgespiegelt worden, dass Einbrüche oder andere Straftaten in ihrer Nähe stattgefunden hätten und ihre Ersparnisse deshalb in Gefahr seien.

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In der Folge sollen die Geschädigten dazu gebracht worden sein, Bargeld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherstellung bereitzulegen. Diese seien anschließend von weiteren Beteiligten persönlich abgeholt worden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, selbst mehrfach bei solchen Abholungen eingesetzt gewesen zu sein.

Mindestens eine geplante Übergabe scheiterte laut Anklage, weil die Betroffenen misstrauisch wurden und die echte Polizei einschalteten. Dadurch konnte ein weiterer Schaden verhindert werden.

Mit dem nun beginnenden Prozess will das Gericht klären, welche Rolle der Angeklagte innerhalb der mutmaßlichen Betrugsstruktur spielte und ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs vorliegen.

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Koblenz

Sportfreunde Eisbachtal sichern sich den Sieg beim evm-Junior-Cup in Mülheim-Kärlich

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Foto: Irene Appel
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MÜLHEIM-KÄRLICH. Beim zehnten evm-Junior-Cup, ausgerichtet vom SG2000 Mülheim-Kärlich 1921 e.V. und unterstützt von der Energieversorgung Mittelrhein (evm), kämpften am Sonntag, 11. Januar, zahlreiche Jugendmannschaften mit großem Sportsgeist um den begehrten Titel. Rund 400 Gäste verfolgten die spannenden Begegnungen in der Philipp-Heift-Halle und sorgten für eine mitreißende Atmosphäre.

Nach packenden Spielen und einem nervenaufreibenden 9-Meter-Schießen setzten sich die Sportfreunde Eisbachtal gegen den Favoriten TUS Koblenz durch und sicherte sich den Turniersieg. Der Titelverteidiger TUS Koblenz belegte in diesem Jahr den zweiten Platz, gefolgt vom JFV Rhein-Hunsrück auf Rang drei.

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Doch nicht nur das: Auch Einzelleistungen wurden gewürdigt: Liam Tschauner vom JSG Rhein-Westerwald wurde als bester Torwart ausgezeichnet, während David Szymczuk von den Sportfreunden Eisbachtal den Titel des Torschützenkönigs erhielt. Bester Spieler war Mika Seul von TuS Koblenz.

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Der evm-Junior-Cup ist ein großartiges Event, das jedes Jahr aufs Neue die Bedeutung des Jugendsports in unserer Region unterstreicht. Alle Mannschaften haben mit viel Engagement und Fairness um den Sieg gekämpft“, betont Sara Burdenski, verantwortlich für das Sponsoring der evm. Gemeinsam mit Martina Böth-Baulig, Beigeordnete der Stadt Mülheim-Kärlich, und Winfried Erbar, Beigeordneter der Verbandsgemeinde, überreichte sie den Gewinnern den Pokal. „Wir freuen uns, auch 2026 wieder Partner dieses besonderen Turniers zu sein und den regionalen Sport weiterhin zu unterstützen. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner zu ihren herausragenden Leistungen“, so Burdenski weiter. Bereits jetzt ist klar, dass der evm-Junior-Cup auch im nächsten Jahr erneut stattfinden wird. Dann heißt es zum elften Mal: Wer gewinnt im Kampf um den begehrten Pokal? (pm: evm)

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