Connect with us

Politik

„CDU im Dialog“ – Investitionen in den Umweltschutz

Veröffentlicht

am

„CDU im Dialog“ – Investitionen in den Umweltschutz | digital statt analog. Auch die 73. „CDU im Dialog“-Veranstaltung erfreute sich eines großen Interesses und fand digital statt.

RHEIN-LAHN Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Seit einigen Jahren bietet die CDU-Kreistagsfraktion Rhein-Lahn mit ihrer Veranstaltungsreihe „CDU im Dialog“ eine Plattform, um regelmäßig mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen.

Mit Beginn der Corona-Krise waren die Christdemokraten die ersten, die das Format auch als Videositzung angeboten haben. Vorsitzender Matthias Lammert (MdL) und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Jens Güllering luden auch diesmal zu einer Videokonferenz, mit dem Lahnsteiner OB-Kandidaten Thomas Becher ein.

Anzeige

„Investitionen in den Umweltschutz“ lautet das Thema der jüngsten Veranstaltung. Am Beispiel der Kläranlage in Lahnstein zeigten Werkleiter Thomas Becher und Abwassermeister Alexander Groß welche Maßnahmen in die Wege geleitet wurden und welche Kosten dies für die Kommune bedeutet.

Anzeige

CDU-Kreisvorsitzender Matthias Lammert begrüßte die über 30 Teilnehmer in der Web-Konferenz – unter ihnen auch den Bürgermeister der Stadt Lahnstein Adalbert Dornbusch – sowie weitere Teilnehmer, die über den Live-Stream via facebook zugeschaltet waren.

Thomas Becher begann mit der Ausgangssituation und der letzten großen Erweiterung der Anlage, die im Jahre 2000 mit der 3. Reinigungsstufe – der sog. Phosphor- und Stickstoffelimination – für 44.000 Einwohnerwerte (EW) erstellt wurde.

Seitdem, so der Referent, wurden etliche Reparaturen und Sanierungsarbeiten durchgeführt: ein Blockheizkraftwerk wurde errichtet, die Rechenanlage erneuert ebenso wie die Klärschlammpresse und das Regenüberlaufbecken. Auch die Mittelspannungsschaltanlage und die Niederspannungshauptverteilung (also die Trafo-Station) wurden neu erstellt.

Die Aufgabenstellung der „Ertüchtigung“, wie es im verwaltungsdeutsch heißt, war zunächst die Erweiterung der Gebläsetechnik. Im Rahmen der Voruntersuchungen einer Studie hat sich herausgestellt, dass dies allein nicht ausreicht.

So haben die Gremien der Stadt Lahnstein und der VG Loreley beschlossen, die Anlage von Grund auf zu sanieren. Die fertiggestellte Kostenberechnung lag bei 6,3 Mio €. Da es sich um eine förderungsfähige Klimaschutzmaßnahme handelte konnte ein Fördermittelantrag gestellt werden. Baubeginn, so Thomas Becher, war im August 2020, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Alexander Groß, Abwassermeister und Betriebsleiter der Kläranlage, erläuterte sehr detailliert den Weg des Abwassers. Vom Kanal gelangt das Abwasser zunächst in das „Schneckenpumpwerk“ mit einer Leistung von 6,95 m³ pro Sekunde, was ca. 35 Badewannen entspricht. Von dort geht es dann in die „Rechenanlage“, dann in den „Sand- und Fettfang“. Von dort in das jetzige Vorklärbecken, welches nach Umbau Teil der sogenannten Belebungsanlage wird; ein aus zwei Straßen bestehendes Vorklärbecken, das im Zuge der Umbauarbeiten neu erstellt wird. Nach der Vorklärung, wo auch der Schlamm entnommen und in den Faulturm weitergeleitet wird, gelangt das Abwasser in die Belebungsbecken, in denen Sauerstoff zugeführt wird (= Nitrifikation). Nach dem Belebungsbecken geht der Weg des Abwassers in das Nachklärbecken, hier setzt sich der Überschussschlamm ab. Das nun gereinigte Abwasser geht dann in den Vorfluter, also den Rhein.

Werkleiter Becher, der auch schon Kämmerer der Stadt war, gab am Ende seiner Ausführungen noch einen kurzen Blick auf die Finanzierung. Von den gesamten Kosten in Höhe von 6.3 Mio € verbleiben – nach Abzug der Förderungen – noch 3,9 Mio € bei der Stadt für diese wichtige Umweltinvestition, wie der OB-Kandidat der CDU Lahnstein bemerkte.
Die geplanten Ziele, so Becher abschließend, seien eine dauerhafte Verbesserung der Reinigungsleistung (weniger Stickstoff und Phosphat), eine deutliche Energieeinsparung (ca. 20% oder rund 200.000 kw/h p.a) sowie eine moderne, digital Steuerungs- und Auswertungstechnik.

Jens Güllering, stv. Vorsitzender der CDU Kreistagsfraktion und Bürgermeister der VG Nastätten dankte in seinem Schlusswort den beiden Referenten für den hochinteressanten Vortrag und warb gleichzeitig für den Beruf der Abwassertechnik, der zum einen ein sehr zukunftsträchtiger ist und zum anderen gerade in den Kommunen auch künftig benötigt würde, wie der Vortrag gezeigt hat.

Die nächste „CDU im Dialog“-Veranstaltung findet am 10. Mai 2021 statt. Ob in Präsenz oder als Videositzung hängt vom Infektionsgeschehen ab. Eine Einladung erfolgt auf jeden Fall rechtzeitig. Einwahldaten werden frühzeitig bekanntgegeben.

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen
Zum Kommentieren klicken

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gesundheit

Landrat Denninghoff und Stadtbürgermeister Ludwig wenden sich an Minister Hoch

Veröffentlicht

am

von

Foto: BEN Kurier

BAD EMS/NASTÄTTEN Landrat Jörg Denninghoff und Stadtbürgermeister der Stadt Nastätten Marco Ludwig haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an Minister Clemens Hoch bezüglich der Thematik rund um das Krankenhaus Nastätten gewandt. Wie der Berichterstattung zu entnehmen war, sollen die Standorte Nastätten und Boppard geschlossen werden. Diese Vorgehensweise erschließt sich Landrat und Stadtbürgermeister nicht.

Anzeige

Bei einem Liquiditätsdefizit des Gemeinschaftsklinikums von 26 Mio. Euro spielt das Krankenhaus Nastätten mit einem Defizit von rund 2,5 Mio. Euro eher eine untergeordnete Rolle. Des Weiteren hat das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein den Versorgungsauftrag und kann einen Standort, der laut Minister Hoch bedarfsnotwendig ist, nicht einfach aus dem Verbund des Klinikums lösen.

Anzeige

Deshalb bitten Landrat und Stadtbürgermeister Minister Hoch um die Moderation der zukünftigen Gespräche, damit die weitere Vorgehensweise kompetent strukturiert wird. Landrat Jörg Denninghoff und Stadtbürgermeister Marco Ludwig sind sich einig: „Der Standort Nastätten ist ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung im Rhein-Lahn-Kreis. Deshalb muss der Standort Nastätten erhalten bleiben. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um eine gute Lösung herbeizuführen. Dafür sind wir jederzeit für konstruktive Gespräche bereit.“

Anzeige
Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Politik

Kandidaten der Unabhängigen Liste Bad Ems-Nassau (UL BEN) für den Stadtrat Bad Ems

Veröffentlicht

am

von

Foto: Iris Brahm BLUEHTOPIA Bad Ems

BAD EMS Die  am 01. Februar gegründete Unabhängige Liste Bad Ems-Nassau e.V. (kurz UL BEN) wurde am 23.04. offiziell zur Wahl zugelassen. Mit einem größeren Spektrum an engagierten Persönlichkeiten stellt sich die UL BEN e.V nun der anstehenden Wahl und den Herausforderungen der Kommunalpolitik.

Die Kandidatenliste für die Stadtratswahl in Bad Ems setzt sich wie folgt zusammen:

Anzeige

1. Jennifer Redert, Rechtsanwaltfachangestellte  2. Michael Brüggemann, Künstler 3. Iris Brahm, Gymnasiallehrerin  4. Jens Adams, Selbstständiger Handwerker 5. Chantal Kullmann, Physiotherapeutin  6. Ralf Clos, KFZ- Meister  7. Thomas Eifler, Fachlagerist 8. Uwe Bauer, Dipl.-Ingenieur 9. Igor Bandur, Hotelbetriebswirt 10. Sigrid Schmitz, Feinwerkmechanikermeisterin 11. Anabell Hofmann, Bürokauffrau 12. Sven Scharf, Lagerist 13. Bernard Abt, Regisseur 

Anzeige

Die KandidatInnen der UL BEN e.V verfügen teils schon über Erfahrungen in der Kommunalpolitik. Auch verfügen alle KandidatInnen über ein breites Portfolio an Erfahrungen, Interessen und Fachkompetenzen, die dazu beitragen sollen, die Stadt Bad Ems weiterzuentwickeln und die Anliegen ihrer Mitmenschen zu vertreten.

Die UL BEN freut sich auf die Wahl und die darauf folgenden Herausforderungen.  Ganz nach ihrem Slogan: “Geht nicht, gibt‘s nicht!” Für weitere Informationen oder Interviews steht die UL BEN e.V gerne zur Verfügung (Pressemitteilung: Unabhängige Liste Bad Ems-Nassau – UL BEN)

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Lahnstein

Herrlich verrückt: Einmal in Lahnstein Gartenbahn fahren beim Modelleisenbahn-Club

Veröffentlicht

am

von

Foto: Grüne Lahnstein

LAHNSTEIN Am Sonntag, den 14.04.2024 besuchten Mitglieder von Bündnis ´90/Die Grünen Lahnstein die Gartenbahn des MEC Rhein-Lahn e.V. in der Max-Schwarz-Straße 3-5 in Lahnstein. Bei strahlendem Sonnenschein machten sie sich ein Bild von dem liebevoll angelegten Vereinsgelände und ließen sich von der Leidenschaft der Clubmitglieder vor Ort anstecken.

Anzeige

Zunächst drehten die Besucher einige Runden mit den zur Verfügung stehenden Zügen und bestaunten die Bahnanlage. Anschließend standen die Mitglieder des Clubs Rede und Antwort und gaben ihr Wissen begeisternd weiter.

Anzeige

Lahnsteiner Grüne besuchen Modelleisenbahn-Club (MEC) Rhein-Lahn

Die Gartenbahn ging 2011 als eine eigene Abteilung des bereits im Jahr 1977 gegründeten Modelleisenbahn-Clubs hervor. Nachdem ein geeignetes Gelände auf dem ehemaligen Sportplatz Viktoriabrunnen gefunden war und die Gartenbahnfreunde gleichzeitig mit der Planung der Bahn begonnen hatten, konnte zwei Jahre später der Bau der Anlage starten.

Anzeige

Über die Jahre sind auf der Strecke einige Highlights entstanden: eine befahrbare Stahlbogenbrücke, ein drehbarer Rangierbahnhof, ein Weinberg mit einer gelungenen Nachbildung der Marksburg in Braubach, um nur einige Beispiele zu nennen.

Das aktuellste und noch nicht komplett fertig gestellte Projekt des Clubs ist ein voll funktionstüchtiger Wasserturm der zur Befüllung von echten kleinen Dampfloks dient.

Aus grüner Sicht besonders bemerkenswert an der Arbeit des Modellbahn-Clubs ist deren Einfallsreichtum. So gut wie nichts was auf der Anlage zu sehen und verbaut ist, kann man einfach so im Laden kaufen. Weder die Loks und deren Anhänger, noch die einzelnen Schienenelemente. Fast alles wurde von Grund auf selbst geplant, entworfen und gebaut. Vieles ist sogar durch Upcycling entstanden. Das ist eine Form der Wiederverwertung von Müll oder scheinbar unbrauchbaren Sachen, die in etwas Neues, Besonderes und damit Wertvolleres verwandelt werden. Dadurch werden Ressourcen geschont und die Natur und das Klima geschützt.

Eine Gartenbahn mittewn in Lahnstein | Foto: Grüne Lahnstein

Der MEC Rhein-Lahn ist nur ein Beispiel für das funktionierende Vereinsleben in Lahnstein. In mühevoller Fleißarbeit und mit viel Liebe zum Detail hat sich der Verein hier eine sehenswerte 5-Zoll-Bahnanlage aufgebaut. Hier lohnt sich ein Besuch für kleine und große Gäste.“ so Björn Schmeling Listenplatz 2 und Mitglied des Vorstandes bei den Grünen in Lahnstein, der zu dem Besuch auch gleich die ganze Familie mitgebracht hat.

Vereine wie diese und das Ehrenamt allgemein müssen unbedingt unterstützt und gefördert werden, damit solche Attraktionen wie die größte öffentliche Gartenbahn in Rheinland-Pfalz dauerhaft erhalten bleiben.“ so Anne-Marie Tensorer-Blüm Listenplatz 16 der Grünen Lahnstein weiter.

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Trending

×

Hallo.

Klicke auf den Button um uns eine WhatsApp Nachricht zu senden oder sende uns eine Mail an redaktion@ben-kurier.de

× Whats App zum BEN Kurier