VG Nastätten
Nastätten holt Hightech: Michel Formenbau startet Drohnenproduktion im Gewerbegebiet
Nastättens Stadtbürgermeister Marco Ludwig (links) freut sich mit Thorsten Michel über den neu entstehenden Produktionsstandort von T. Michel Formenbau im Gewerbegebiet Sandkaul II
NASTÄTTEN Im Gewerbegebiet Sandkaut II tut sich etwas – und zwar in einer Größenordnung, die weit über die Region hinausstrahlt. Nachdem die wirtschaftliche Lage in den Corona-Jahren und den Monaten nach Beginn des russischen Angriffskriegs spürbar abgebremst war, erlebt Nastätten nun einen neuen Schub. „Wir haben wieder richtig Drive in der Gewerbeentwicklung„, sagt Stadtbürgermeister Marco Ludwig, der sich sichtlich darüber freut, dass gleich mehrere innovativ ausgerichtete Unternehmen den Standort für sich entdecken.
30.000 Quadratmeter – und zwei starke Ansiedlungen
Rund 30.000 Quadratmeter Fläche stehen im erweiterten Gewerbegebiet zur Verfügung. Zwei Ansiedlungen konnten die Stadt und die Werbegemeinschaft zuletzt bereits finalisieren: Die Firma Comtec wird auf etwa 3.500 Quadratmetern ein neues Domizil errichten.
Noch weitreichender aber ist die zweite Neuansiedlung: Das Technologie- und Entwicklungszentrum der Firma Michel Formenbau aus Lautert. Ein Unternehmen, das bisher vor allem als hochpräziser Werkzeugbauer für die kunststoffverarbeitende Industrie bekannt ist und sich nun aufmacht, in eine neue Liga der Hightech-Industrie einzutreten.
Michel Formenbau: Vom Werkzeugbauer zum Hightech-Entwickler
Geschäftsführer Thorsten Michel beschreibt die Entwicklung seines Unternehmens als bewussten, strategischen Schritt: »Wir bauen Werkzeuge für die kunststoffverarbeitende Industrie und haben uns im Rahmen eines zweiten Standbeins weiterentwickelt. Forschung, Entwicklung, hochinnovative Leichtbauteile: das ist die Zukunft.«
Dafür entsteht in Nastätten jetzt ein komplett neues Technologiezentrum. Auf rund 2000 Quadratmetern Hallenfläche sollen zunächst 15 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen, weitere je nach Auftragslage möglich. Modernste Produktionsanlagen für die Partikelschaumstoffverarbeitung sind bereits bestellt. Doch der spannendste Teil folgt jetzt.
Hightech für ein großes Versandunternehmen: Eine Lieferdrohne von 2×2 Metern – made in Nastätten
Michel Formenbau hat einen ersten Großauftrag an Land gezogen: die Produktion eines zentralen Teils einer neuen Lieferdrohne. Die Größe: etwa 2 x 2 Meter. Gebaut wird nach Flugzeugbaunorm. Das Unternehmen übernimmt die Entwicklung und Fertigung der Flügel, die Konstruktion der Gehäusetechnik und die Abwurftechnik für die Paketzustellung.
Wie aus Branchenkreisen zu hören ist, handelt es sich um ein Projekt für ein bekanntes internationales Versandunternehmen, das seine Waren künftig verstärkt per Drohne zustellen möchte. Ein Zukunftsmarkt, der weltweit mit enormem Tempo wächst. Dass ein Unternehmen im Rhein-Lahn-Kreis hier eine Schlüsselrolle spielt, ist bemerkenswert und ein handfester Standortvorteil für Nastätten.
Warum Nastätten?
Auf die Frage, warum sich Michel Formenbau ausgerechnet hier niederlässt, antwortet Thorsten Michel überraschend deutlich: »Weil wir einfach Lust darauf hatten. Weil es mit der Stadt hervorragend gepasst hat und wir stolz sind, das Gewerbegebiet vielleicht ein Stück weit mitprägen zu dürfen.«
Stadtbürgermeister Marco Ludwig sieht die Entwicklung ebenfalls als starkes Signal: »Wir freuen uns über das Vertrauen in Nastätten. Das bringt Arbeitsplätze, Innovation und Strahlkraft in die Region.«
Ein Standort mit Zukunft: für die Region und darüber hinaus
Mit der neuen Ansiedlung setzt Nastätten ein Ausrufezeichen. Während viele ländliche Regionen in Rheinland-Pfalz händeringend nach zukunftsorientierten Unternehmen suchen, gelingt hier ein Schritt, der die Region auf die Landkarte moderner Hightech-Industrien bringt. Das Gewerbegebiet Sandkaut II wird damit nicht nur erweitert, sondern inhaltlich neu definiert: weg von reinen Produktionsflächen, hin zu einem Zentrum für Technologie, Leichtbau und autonomes Fliegen.
Der Spatenstich für das neue Michel-Technologiezentrum wird in Kürze erwartet. Wenn alles nach Plan läuft, könnte bereits im kommenden Jahr die erste Lieferdrohne aus Nastätten in die Testphase gehen.
VG Nastätten
Schnellladepunkte für die Zukunft: Neue High-Power-Stationen für E-Autos in Nastätten
NASTÄTTEN In der Webergasse entsteht derzeit ein hochmoderner Schnellladepark, der zukünftig eines der leistungsstärksten Angebote für Elektrofahrzeuge im Blauen Ländchen bereitstellen wird. Die Arbeiten laufen seit mehreren Wochen, und schon Anfang kommenden Jahres sollen die neuen Ladepunkte in Betrieb gehen. Die Stadt Nastätten setzt damit ein deutliches Zeichen für eine zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung.
Teil des Deutschlandnetzes : zwei Hypercharger mit jeweils 400 kW Leistung
Gebaut wird der Standort von Mer Germany, einem europaweit tätigen Spezialisten für Ladeinfrastruktur, der sowohl kommunale als auch gewerbliche Standorte plant, errichtet und betreibt. In Nastätten entstehen zwei sogenannte Hypercharger, die jeweils 400 Kilowatt Ladeleistung bieten und damit zu den leistungsstärksten öffentlichen Schnellladesystemen gehören.
Projektleiter Martin Krampfn erläutert: »Wir errichten hier einen Standort des Deutschlandnetzes, ausgestattet mit zwei Hyperchargern und einer WC-Anlage. Insgesamt stehen künftig 800 Kilowatt Ladeleistung zur Verfügung. Ein modernes E-Auto kann hier in rund 20 Minuten bis zu 80 Prozent aufgeladen werden.« Mer Germany betreibt bundesweit Ladeinfrastruktur und stellt auch das technische Backend sowie den laufenden Betrieb sicher.
Stadtbürgermeister Ludwig: »Ein wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung«
Auch Stadtbürgermeister Marco Ludwig betont die Bedeutung des Projekts für Nastätten. Die Nachfrage nach Lademöglichkeiten steige stetig, und die Stadt wolle frühzeitig auf diese Entwicklung reagieren. »Die Elektromobilität nimmt spürbar zu, das sehen wir tagtäglich auf unseren Parkplätzen«, so Ludwig. »Mit den neuen Schnellladestationen schaffen wir einen echten Standortvorteil. Wer hier lädt, kann die Zeit nutzen, um in der Innenstadt einzukaufen oder Besorgungen zu machen. Das stärkt unsere Geschäfte und bringt zusätzlichen Verkehr in die Stadt.«
Ludwig dankte zudem der Syna, die im Zuge der Neugestaltung der Webergasse die notwendige Stromversorgung sichergestellt und damit die Voraussetzungen für den leistungsfähigen Ladepark geschaffen hat.
Trotz zeitweiser wetterbedingter Verzögerungen liegen die Arbeiten im Plan. Die bauausführende Firma Mer rechnet damit, die wesentlichen Arbeiten im Februar abzuschließen. Bereits zum Jahresende wird die Anlage deutlich erkennbar sein, sodass die Inbetriebnahme spätestens im März erfolgen kann.
Mer Germany: Nachhaltiges Laden aus erneuerbaren Energien
Mer Germany ist Teil der europäischen Mer Group und betreibt deutschlandweit Ladeinfrastruktur, die zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben wird. Das Unternehmen ist sowohl im öffentlichen Bereich als auch für Firmenkunden aktiv und gehört zu den zentralen Partnern der Bundesregierung im Rahmen des Deutschlandnetzes.
Mit dem neuen Ladepark macht Nastätten einen großen Schritt in Richtung moderner und nachhaltiger Mobilität. Die leistungsstarken Hypercharger sollen nicht nur Pendlern zugutekommen, sondern auch Besucher der Region anziehen. »Für uns ist das ein weiteres Puzzlestück in der Stadtentwicklung«, sagt Ludwig. »Wir wollen Nastätten für die kommenden Jahre fit machen und dazu gehört eine verlässliche, schnelle und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur.«
VG Nastätten
4-Gänge Weihnachtsmenü in der Tafel: 100 Portionen für Bedürftige in Nastätten
NASTÄTTEN Weihnachtszeit bedeutet für viele Menschen festlich gedeckte Tische und reichlich gefüllte Teller. Doch nicht für alle ist ein besonderes Menü selbstverständlich. Umso bedeutender ist eine Aktion, die inzwischen im Blauen Ländchen zur jährlichen Tradition geworden ist: Ein sorgfältig zubereitetes Vier-Gänge-Menü für Bedürftige, gekocht von Ehrenamtlichen rund um Initiator Achim Sommer und ausgegeben über die Tafel Nastätten.
„Eine Botschaft von Weihnachten, die man schmecken kann“
Verbandsbürgermeister Jens Güllering zeigte sich im Gespräch mit dem BEN Kurier beeindruckt von der Solidarität in der Region: „An Weihnachten wird zu Hause der Tisch gedeckt und bei den allermeisten ist es reichlich. Aber für viele Menschen ist das nicht selbstverständlich, gerade in der festlichen Vorweihnachtszeit. Genau für diese Menschen gibt es nun seit zwei Jahren diese tolle Aktion.„
Rund 100 liebevoll gepackte Menüpakete wurden in diesem Jahr verteilt, gekocht am Vortag im Nastättener Bürgerhaus, heute ausgegeben in den Räumen der Tafel. Güllering betont die breite Unterstützung, die das Projekt trägt: »Achim Sommer, das Team von Gemeinde unterwegs, die Volksbank, NASPA, Stadt und Verbandsgemeinde, sie alle haben das möglich gemacht. Ich bin wirklich stolz, dass es so etwas bei uns gibt. Das kommt den Menschen zugute und bringt die Botschaft von Weihnachten ein Stück deutlicher rüber.«
Zum Abschluss richtet er persönliche Worte an die Menschen im Blauen Ländchen: »Ich wünsche Ihnen und Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und danke allen, die an dieser Aktion mitgewirkt haben.«
Ein Vier-Gänge-Menü für die, die sonst verzichten müssen
Projektleiter Achim Sommer hat Idee, Konzept und Organisation der Aktion verantwortet. Schon im vergangenen Jahr wurde ein ähnliches Event im Bürgerhaus durchgeführt. Für 2025 wurde das Projekt weiterentwickelt: »Dieses Jahr haben wir die Verbandsgemeinde, die Stadt, die Volksbank, die NASPA und Gemeinde unterwegs eingebunden. Gestern haben wir ein Vier-Gänge-Menü gekocht und rund 100 Päckchen abgefüllt, für Menschen, die es nötig haben.«
Für Sommer ist der Einsatz mehr als eine praktische Hilfeleistung: „Es war uns eine Freude, alles solidarisch zu machen. Schön, dass wir einen kleinen Akzent setzen konnten für diejenigen, die es sich sonst nicht erlauben können.„
Sein Wunsch ist schlicht, aber tief: »Wir hoffen, dass wir in der vorweihnachtlichen Zeit ein wenig Freude schenken konnten. Ich wünsche allen Familien ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest.« Wie es im kommenden Jahr weitergeht? Sommer zeigt sich motiviert: »Wir sind gespannt, wie wir das Projekt fortführen. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben.«
VG Nastätten
Kita Buntspechte schmückt den Weihnachtsbaum in Nastätter Verbandgemeindeverwaltung
NASTÄTTEN Auch in diesem Jahr werden die Gäste der Verbandsgemeindeverwaltung in Nastätten im Eingangsbereich von einem liebevoll geschmückten Weihnachtsbaum begrüßt. Auf Einladung der Verbandsgemeinde Nastätten wurde der Baum in diesem Jahr von den Kindern der Kita Buntspechte in Nastätten gestaltet. In liebevoller Arbeit haben die Kinder mit ihren Erzieherinnen den Baumschmuck gebastelt und für die Dekoration des Baumes zur Verfügung gestellt.
Natürlich gab es zum Dank auch für jedes Kind ein leckeres Dankeschön von Bürgermeister Jens Güllering. (pm Verbandsgemeinde Nastätten).
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