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VG Bad Ems-Nassau

Nach gescheiterter Sanierung: Glasfaserbauer Phoenix Engineering vor dem endgültigen Aus Viele Haushalte in Bad Ems-Nassau und der Verbandsgemeinde Loreley warten weiter auf einen Anschluss an das UGG-Glasfasernetz

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Phoenix Engineering: Millionen-Ausfälle, gescheiterte Sanierung und Folgen für den Glasfaserausbau in der Region
Foto: BEN Kurier | Fotomontage
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RHEIN-LAHN Der BEN Kurier hat am 17. September (siehe hier:) nach umfangreichen Recherchen erstmals über ausbleibende Zahlungen der Phoenix Engineering an Subunternehmen berichtet. Der entstandene Schaden liegt nach den Recherchen im zweistelligen Millionenbereich. Phoenix Engineering war im Auftrag der UGG als Generalunternehmen maßgeblich am Ausbau des Glasfasernetzes in den Verbandsgemeinden Bad Ems-Nassau und Loreley beteiligt.

Ausbleibende Mieten, Mitarbeiter ohne Unterkunft

Im Verlauf der Recherchen wurden auch gravierende Missstände bei der Unterbringung von Beschäftigten bekannt. Mitarbeiter waren in angemieteten Wohnungen untergebracht worden, Mietzahlungen blieben jedoch aus. Teilweise wurden die mehrheitlich ausländischen Arbeitnehmer über Nacht aus den Unterkünften gesetzt, ohne ausreichende Sprachkenntnisse. In Koblenz und Lahnstein unterstützte die Partei Die Linke die Betroffenen mit Essen und Übernachtungsmöglichkeiten.

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Zweistellige Millionenforderungen: Ausmaß erst durch Berichterstattung sichtbar

Nach der Veröffentlichung meldeten sich weitere betroffene Unternehmen beim BEN Kurier. Erst dadurch wurde das tatsächliche Ausmaß der offenen Forderungen deutlich: Zweistellige Millionenbeträge stehen nach Angaben der Firmen im Raum. Ob alle Forderungen inzwischen beim Insolvenzverwalter angemeldet wurden, ist unklar.

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Fakt ist jedoch: Der Betrieb des Kölner Unternehmens steht vor dem Aus. Von den einst hunderten Mitarbeitern ist kaum noch jemand beschäftigt. Die letzten Arbeitsverhältnisse dürften bis Ende Februar beendet sein. Von dem öffentlich angedeuteten Sanierungsverfahren ist aktuell nichts mehr erkennbar.

Gläubiger unter Druck – Arbeiten trotz offener Rechnungen

Für die Gläubiger ist die Situation existenzbedrohend. Mehrere Unternehmen berichten, selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu sein. Zahlungspläne seien vereinbart, aber nur selten eingehalten worden. Gleichzeitig habe Phoenix Engineering Gläubigerunternehmen aufgefordert, weiterzuarbeiten. Viele kamen dem nach, in der Hoffnung, zumindest noch einen Teil der offenen Forderungen zu erhalten.

Auch zahlreiche Mitarbeiter warteten teils wochen- oder monatelang auf ihre Löhne. Nach Angaben Betroffener wurde selbst die tägliche Versorgung schwierig. Das Insolvenzverfahren brachte in dieser Hinsicht Entlastung durch das Insolvenzgeld. Unabhängig davon bleibt die Frage bestehen, ob die Insolvenz rechtzeitig angemeldet wurde.

Nur eine geringe Quote für Gläubiger

Für die Gläubiger bleibt eine bittere Erkenntnis: Sie werden voraussichtlich nur einen Bruchteil ihrer Forderungen erhalten. In einem vorläufigen Insolvenzverfahren werden zunächst die Kosten des Insolvenzverfahrens gesichert. Zu Beginn hatte der Insolvenzverwalter über eine Presseagentur noch von guten Sanierungschancen gesprochen. Davon kann nach der aktuellen Entwicklung keine Rede mehr sein. Von den ehemals über 300 Beschäftigten ist kaum noch jemand im Unternehmen.

Offene Baustelle Glasfaser: Wie geht es weiter?

Für viele Menschen im Rhein-Lahn-Kreis stellt sich damit eine weitere Frage: Wie geht es mit dem Glasfaserausbau weiter? Noch immer sind zahlreiche Haushalte in den Verbandsgemeinden Bad Ems-Nassau und Loreley nicht an das Netz der UGG angeschlossen. Der Ausbau erfolgte eigenwirtschaftlich, ohne Förderung durch den Kreis.

Hinzu kommt die rechtliche Situation: Gerichte haben entschieden, dass die Mindestvertragslaufzeit mit dem Vertragsabschluss beginnt, nicht erst mit der Freischaltung. Verbraucher dürfen nicht länger als zwei Jahre gebunden sein. Damit droht ein weiteres Problem: Sollten sich Fertigstellung und Aktivierung weiter verzögern, könnten viele ursprünglich geschlossene Verträge ihre Bindungswirkung verlieren.

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Politik

Wahlkreis 7 vor der Landtagswahl: Acht Bewerber kämpfen um das Direktmandat SPD, CDU, Grüne, AfD, FDP, Linke, Freie Wähler und ÖDP stellen Direktkandidaten

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Foto: BEN Kurier - Fotomontage
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POLITIK  Am 22. März findet die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz statt. Im Wahlkreis 7, zu dem die Verbandsgemeinden Diez, Aar-Einrich, Nastätten und Bad Ems-Nassau gehören, bewerben sich acht Kandidaten um ein Direktmandat.

Für die SPD tritt erneut Manuel Liguori aus Nassau an. Er gehört dem rheinland-pfälzischen Landtag seit drei Jahren an. Liguori ist gelernter Maler- und Lackierer, war zuvor Lehrer an der Berufsbildenden Schule Diez und ist aktuell Stadtbürgermeister von Nassau. Zudem ist er Mitglied des Kreistags Rhein-Lahn und Kreisvorsitzender der SPD Rhein-Lahn. Liguori ist verheiratet und hat ein Kind.

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Die CDU schickt Matthias Lammert ins Rennen. Der gebürtige Tübinger ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und gelernter Jurist. Seit 2001 gehört er ununterbrochen dem Landtag Rheinland-Pfalz an und ist dort Vizepräsident. Lammert ist Mitglied des Kreistags Rhein-Lahn, war von 2009 bis 2022 Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und von 2019 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Zudem ist er Mitglied im Verbandsgemeinderat Diez.

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Für Bündnis 90/Die Grünen kandidiert Annemarie Imgrund. Die 38-Jährige lebt in Nassau, wuchs am Niederrhein auf und ist beruflich als Autorin und Creatorin tätig. Sie ist verheiratet, besitzt das Abitur und gehört der Partei seit dem Sommer 2024 an.

Direktkandidat der AfD ist Robin Classen. Der 35-jährige Familienvater ist Jurist und als Rechtsanwalt tätig. Er ist Mitglied des AfD-Landes- und Kreisvorstands und steht auf Platz 11 der Landesliste.

Für die FDP tritt Frank Michael Schöberl aus Diez an. Der 60-jährige Diplom-Volkswirt ist Mitglied des Stadtrats und Vorsitzender der FDP-Fraktion im Verbandsgemeinderat. Er arbeitet als kaufmännischer Niederlassungsleiter und belegt Platz 33 der FDP-Landesliste.

Die Partei Die Linke wird durch Ann-Kathrin Brings vertreten. Die 25-jährige Mutter lebt in Obernhof, ist Heilerziehungspflegerin und in der Pädagogik für Menschen mit Beeinträchtigungen tätig. Sie steht auf Platz 10 der Landesliste und ist Mitglied im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit.

Für die Freien Wähler kandidiert erneut Lisa-Marie Jäckel. Die 32-jährige Volljuristin gehört dem Landtag seit 2021 an und war 2024 parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfraktion. Jäckel ist Vorsitzende der Jungen Freien Wähler Rheinland-Pfalz und stammt aus Weilburg.

Erstmals stellt die ÖDP im Wahlkreis einen eigenen Kandidaten. Der 26-jährige Wolfgang Schaefer ist Verwaltungsfachangestellter, stammt aus Nassau, steht auf Platz 11 der Landesliste und ist Co-Bundesvorsitzender der Parteijugend .

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VG Bad Ems-Nassau

JOBNOX 2026 in Pohl: Jetzt schnell anmelden! Noch wenige Standflächen frei

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Foto: WFG Rhein-Lahn | Jutta Schützdeller
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POHL Die Zeit drängt, bald endet die Bewerbungsfrist für die Berufs- und Ausbildungsmesse des Rhein-Lahn-Kreises, JOBNOX®. Schon über 100 Unternehmen haben sich einen Platz in einem der beiden  riesigen Zelte oder auf der Außenfläche gesichert, jetzt gibt es nur noch wenige freie Standflächen bis es heißt: „Wir sind ausgebucht!“

Das Team der JOBNOX® freut sich riesig über die großartige Resonanz. „Wir haben in diesem Jahr nach dem Start der Bewerbungsphase so schnell so viele Anfragen erhalten, wir sind total überwältigt!“ sagt Tanja Steeg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Lahn mbH. „Ja, die Fläche ist zwar groß, wir haben auch in diesem Jahr wieder zwei riesige Zelte, in denen die Messe stattfinden wird, aber irgendwann ist der Platz einfach belegt,“ sagt Andreas Minor, stvtr. Geschäftsführer der WFG und im Team hauptverantwortlich für die Zeltplanung.

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Kostenfrei, aber nicht aufwandsfrei

Mittlerweile hat es sich schon weit herumgesprochen, aber man kann es nicht oft genug betonen: Die Teilnahme an der JOBNOX® ist kostenfrei, aber nicht aufwandsfrei. Was bedeutet das? Bei einer Teilnahme stellt die WFG Rhein-Lahn den Messestand mit einer bedruckten Blende, einer Messetheke mit Logoaufdruck, Tisch und Stühlen sowie einen normalen Stromanschluss zur Verfügung. Auf dieser Basis können sich die Teilnehmenden ganz auf ihre Präsentation konzentrieren. „Es gilt, den Arbeitsalltag so plastisch wie möglich erlebbar zu machen“, sagt Jutta Schützdeller, die im JOBNOX®Team für Marketing und Kommunikation zuständig ist. „Dabei helfen wir gerne und setzen uns gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern die Denkkappe auf, falls gewünscht.“

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Auch für kleine Unternehmen machbar

Nadine Hehner, die im WFG Team für die Zusammenarbeit mit den Schulen zuständig ist, weiß, was die mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler erwarten, wenn sie zur JOBNOX® kommen: „Die JOBNOX® bietet eine breite Auswahl an Berufen, die man vor Ort kennenlernen kann. Aber wir finden, da geht noch mehr. Wir würden uns über Bewerbungen von Apotheken, Friseuren oder Kosmetikinstituten freuen, denn auch für Berufe aus diesem Bereich gibt es viele Interessenten und wir haben noch keine Aussteller aus diesem Bereich.“

Jetzt aber schnell!

Was jetzt zu tun ist? Wer noch bei der JOBNOX® am 8. und 9. Mai 2026 dabei sein will, der sollte sich bis spätestens 31.01.2026 unter https://aussteller.jobnox.de/ anmelden und Teil einer der größten Berufs- und Ausbildungsmessen zwischen Frankfurt und Köln werden!

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Blaulicht

Betrugsserie mit falschen Polizeibeamten im Rhein-Lahn-Kreis: Prozess gegen 19-Jährigen startet in Koblenz

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Bildrechte: Landgerichtgericht Koblenz
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OBERNHOF|BAD EMS  Vor der 9. Strafkammer des Landgericht Koblenz beginnt am 22. Januar ein Strafprozess gegen einen 19 Jahre alten Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Teil einer Betrugsgruppe, die ältere Menschen mit der Masche angeblicher Polizeianrufe um ihr Vermögen gebracht haben soll. Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt.

Nach dem Vorwurf der Anklage soll der Angeklagte als Heranwachsender an einer Serie von Betrugstaten beteiligt gewesen sein, die sich unter anderem in Bad Ems, Obernhof und Koblenz ereignet haben sollen. Insgesamt stehen elf Fälle im Raum, wobei es in einem Fall bei einem Versuch geblieben sein soll.

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Die mutmaßlichen Täter sollen arbeitsteilig vorgegangen sein. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft übernahmen einzelne Beteiligte Telefonanrufe, in denen sie sich als Polizeibeamte ausgaben. Den Angerufenen sei vorgespiegelt worden, dass Einbrüche oder andere Straftaten in ihrer Nähe stattgefunden hätten und ihre Ersparnisse deshalb in Gefahr seien.

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In der Folge sollen die Geschädigten dazu gebracht worden sein, Bargeld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherstellung bereitzulegen. Diese seien anschließend von weiteren Beteiligten persönlich abgeholt worden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, selbst mehrfach bei solchen Abholungen eingesetzt gewesen zu sein.

Mindestens eine geplante Übergabe scheiterte laut Anklage, weil die Betroffenen misstrauisch wurden und die echte Polizei einschalteten. Dadurch konnte ein weiterer Schaden verhindert werden.

Mit dem nun beginnenden Prozess will das Gericht klären, welche Rolle der Angeklagte innerhalb der mutmaßlichen Betrugsstruktur spielte und ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs vorliegen.

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