VG Loreley
Wanderausstellung „Loreley Momente“ begeisterte 2025 die Besucher nicht nur in der Verbandsgemeinde
Die Ausstellung im Rathaus in Weisel und im Loreley-
Besucherzentrum
LORELEY Mit großem Erfolg blickt die Verbandsgemeinde (VG) Loreley auf die Wanderausstellung „Loreley Momente“ zurück, die im Laufe des Jahres 2025 in den Ortsgemeinden und Städten der VG zu sehen war. Die Ausstellung präsentierte eindrucksvolle Fotografien des Hobby-Fotografen Klaus Breitkreutz aus Lehmen und machte die landschaftliche Vielfalt sowie besondere Perspektiven der Region erlebbar. „Von der ersten Idee zur Ausstellung, der Kommunikation mit dem Fotografen, über die Auswahl der Bilder bis hin zur letzten Station in Reitzenhain war die Wanderausstellung ein voller Erfolg“, resümiert Bürgermeister Mike Weiland.
Aus über 900 Aufnahmen wurden mehr als 30 großformatige Fotografien ausgewählt, die bekannte Wahrzeichen wie die Marksburg, die Filsener Rheinschleife oder die Insel mit der Pfalzgrafenstein ebenso zeigten wie weniger bekannte, teils überraschende Motive aus den Höhen- und Tallagen der VG. Gerade diese ungewohnten Blickwinkel machten den besonderen Reiz der Ausstellung aus und luden Besucher zum Entdecken und Wiedererkennen ein.
Initiiert wurde die Wanderausstellung von Bürgermeister Mike Weiland im Rahmen der VG Loreley-Kulturförderung. Ziel war es, die Schönheit der Heimat bewusst zu machen, den Zusammenhalt zu stärken sowie Kultur, Brauchtum und Identität der Region zu fördern.
„Die Ausstellung hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und lebenswert unsere VG ist. Sie hat Menschen zusammengebracht und den Blick für unsere Heimat geschärft“, so Bürgermeister Mike Weiland. Den Auftakt machte die Ausstellung im Januar im Bürgerhaus Dachsenhausen. Weitere Stationen waren das Loreley-Besucherzentrum, das Blüchermuseum Kaub, das Rathaus Weisel, der Rathaussaal der Stadt Braubach, das Rathaus Bornich, das Dorfgemeinschaftshaus Dörscheid sowie schließlich im Rathaus Reitzenhain, wo die Ausstellung bis Jahresbeginn 2026 hinein zu sehen war.
Durch die mobile Präsentation auf Stellwänden konnte die Ausstellung flexibel in unterschiedlichen Räumlichkeiten gezeigt werden und erreichte so ein breites Publikum in der gesamten VG. Viele positive Rückmeldungen bestätigten das große Interesse und die hohe Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit den gezeigten Motiven.
Die VG Loreley bedankt sich herzlich bei Fotograf Klaus Breitkreutz für die Bereitstellung seiner Aufnahmen sowie bei allen beteiligten Städten und Ortsgemeinden für die Unterstützung und Gastfreundschaft. Die Wanderausstellung Loreley Momente“ hat sich als gelungenes Beispiel regionaler Kulturarbeit erwiesen und wird vielen Besuchern in Erinnerung bleiben.
VG Bad Ems-Nassau
Glasfaser-Ausbau stockt weiter: UGG kann betroffenen Gemeinden keinen Anschluss-Termin nennen Unternehmen verweist auf Genehmigungen und Baupartner, bleibt bei Zeitangaben vage
RHEIN-LAHN Der Glasfaserausbau in mehreren Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis kommt weiterhin nur schleppend voran. Auf eine Presseanfrage des BEN Kurier teilte die Unsere Grüne Glasfaser (UGG) mit, dass die Ursachen für die Verzögerungen je nach Gemeinde unterschiedlich seien. Konkrete Zeitpläne für die vollständige Inbetriebnahme nannte das Unternehmen jedoch nicht.
Nach Angaben der UGG müsse zwischen zwei Situationen unterschieden werden. In einigen Gemeinden, darunter Teile von Bad Ems, Nassau, Winden, Dahlheim, Dachsenhausen und Prath, seien bereits erste Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen und aktiv. Weitere Anschlüsse sollen im Laufe des Jahres 2026 folgen. Voraussetzung sei jedoch unter anderem der Abschluss noch ausstehender Arbeiten, etwa bei Gewässerquerungen.
In anderen Gemeinden fehlt nach Angaben des Unternehmens weiterhin die sogenannte Backbone-Anbindung. Dabei handelt es sich um die Verbindung vom lokalen Netz zum überregionalen Glasfasernetz. Diese Lücken seien unter anderem durch die Insolvenz des bisherigen Baupartners Phoenix entstanden. Die UGG erklärte, man arbeite derzeit daran, diese Strecken schnellstmöglich zu schließen.
Als Gründe dafür, dass vielerorts Tiefbauarbeiten abgeschlossen seien, ohne dass die Netze bereits in Betrieb gingen, nennt die UGG insbesondere lange Genehmigungsverfahren. Allein für Gewässerquerungen hätten mehr als 400 Genehmigungen eingeholt werden müssen. Hinzu komme die unerwartete Insolvenz des Baupartners während laufender Arbeiten an der Backbone-Strecke.
Für noch ausstehende Arbeiten setzt die UGG nach eigenen Angaben auf neue Kooperationen. In einzelnen Gemeinden, etwa in Oberwies, arbeite man mit dem regionalen Energieversorger Syna zusammen, um doppelte Tiefbauarbeiten zu vermeiden. Für weitere Ausbauabschnitte und die Beseitigung von Mängeln aus der Phoenix-Insolvenz befinde sich das Unternehmen in Gesprächen mit neuen General- sowie lokalen Tiefbauunternehmen.
Zur Frage abgelaufener Vertragslaufzeiten äußerte sich die UGG nicht konkret. Das Unternehmen verweist darauf, dass es eine anbieteroffene Glasfaserinfrastruktur errichte und Internetverträge nicht mit der UGG selbst, sondern mit den auf dem Netz verfügbaren Internetanbietern abgeschlossen würden. Nach eigenen Angaben stehen aktuell bis zu acht Anbieter zur Verfügung.
Für viele betroffene Bürger bleibt damit weiterhin offen, wann ihre Anschlüsse tatsächlich in Betrieb gehen. Konkrete Termine für einzelne Gemeinden oder Straßenzüge nannte das Unternehmen nicht.
VG Loreley
Neubau der Verwaltung in St Goarshausen: Baustellenbegehung stößt erneut auf großes Interesse
ST. GOARSHAUSEN Bereits zum dritten Mal hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich im Rahmen einer öffentlichen Baustellenbegehung über den Fortschritt des Neubaus des Verwaltungsgebäudes in der Wellmicher Straße in St. Goarshausen zu informieren. Mehr als 30 Teilnehmende nutzten die Möglichkeit, sich aus erster Hand ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten zu machen.
Dass das Bauprojekt weiter gut voranschreitet, ist inzwischen deutlich sichtbar. Derzeit werden die Glasscheiben in die bereits montierten Fensterrahmen eingesetzt. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird es auch mit der Außenfassade weitergehen, sodass das Gebäude Schritt für Schritt sein endgültiges Erscheinungsbild erhält.
Parallel dazu werden in Kürze die Dachdeckerarbeiten fortgesetzt. Im Anschluss kann auf dem Dach die technische Gebäudeausrüstung weiter aufgebaut werden, darunter später auch die Photovoltaik-Anlage. „Mit dem Schließen der Gebäudehülle schaffen wir die Voraussetzung, um witterungsunabhängig mit dem Innenausbau beginnen zu können“, erläuterte Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, beim Rundgang über die Baustelle.
Ab Mitte Februar ist der Start der Innenausbaugewerke vorgesehen. Dann beginnen die Arbeiten der Gewerke Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär. Auch der innere Trockenbau steht kurz vor der Vergabe, sodass der Innenausbau insgesamt zeitnah voll durchstarten kann. Positiv stellt sich weiterhin die Kostensituation dar. Aktuell liegen die vergebenen Auftragssummen um etwas mehr als 200.000 Euro unterhalb der ursprünglich kalkulierten Gesamtkosten. „Das ist ein erfreulicher Zwischenstand, den wir angesichts der allgemeinen Preisentwicklung sehr aufmerksam im Blick behalten“, so Mike Weiland.
Parallel zum Baufortschritt laufen bereits die nächsten vorbereitenden Schritte. So befindet sich die Auslobung für „Kunst am Bau“ in Vorbereitung. Zudem werden derzeit die Abstimmungen zu Boden-, Decken- und Wandbelägen, den Innentüren sowie zur Büroausstattung vorgenommen, um die entsprechenden Ausschreibungen auf den Weg bringen zu können. Wie schon bei den vorherigen Begehungen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Details des Projekts zu informieren. Ziel bleibe es weiterhin, Transparenz zu schaffen und die Bürgerschaft aktiv über die Entwicklung des Neubaus zu informieren.
Denn diese gut informierten Menschen können mitreden und sich der Diskussion stellen, wenn Kritiker sich auf Grundlage veralteter Planunterlagen äußern oder schlichtweg mit viel Unwissen Mutmaßungen anstellen, die jeder Grundlage entbehren. „Beim nächsten Angebot zum Rundgang laufen wir sicherlich bereits durch erste aufgeteilte Räume“, zeigte sich Bürgermeister Mike Weiland optimistisch, denn die Maßnahme liegt im normalen Bauzeitenplan (pm Verbandsgemeinde Loreley).
VG Loreley
Starke Frauen im Rhein-Lahn-Kreis: Anja Schrock besuchte Kerstin Heuser aus Dachsenhausen
DACHSENHAUSEN In der Videoserie »Erzähl doch mal« hat die Redakteurin des BEN Kurier, Anja Schrock, eine Frau besucht, die für viele Menschen im Rhein-Lahn-Kreis weit mehr ist als eine Dienstleisterin. Kerstin Heuser lebt und arbeitet in Dachsenhausen und ist seit fast 23 Jahren selbstständig mit ihrer mobilen Hand- und Fußpflege. Ihr Weg, ihre Haltung und ihre Disziplin machen sie zu einer starken Frau aus der Region.
Verwurzelt im Dorf, unterwegs für die Menschen
Kerstin Heuser ist in Dachsenhausen geboren und lebt bis heute dort. Das Dorf, das sie liebevoll als »Plattländchen« bezeichnet, ist für sie Heimat und Rückzugsort zugleich. Beruflich führte ihr Weg zunächst nach Bad Ems, wo sie ihre Ausbildung zur Parfümerie-Fachverkäuferin absolvierte. Später folgte dort auch die Ausbildung zur Fußpflegerin. Mehrere Jahre arbeitete sie in der Parfümerie, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.
Seitdem ist sie mobil unterwegs und besucht ihre Kunden zu Hause. Dieser persönliche Ansatz ist für sie bis heute zentral. Die Entscheidung für die Selbstständigkeit war anfangs ungewohnt, geprägt von neuen Freiheiten, aber auch von Verantwortung. Unterstützung fand sie dabei vor allem in ihrem Mann, der selbst seit vielen Jahren selbstständig ist und ihr mit Erfahrung, Struktur und Rückhalt zur Seite stand. Disziplin, Verlässlichkeit und Organisation wurden zur Grundlage ihres Alltags.
Nach etwa einem halben Jahr hatte sie ihren eigenen Rhythmus gefunden. Termine, Fahrzeiten und Abläufe griffen ineinander. Heute ist ihr Arbeitstag klar getaktet. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind für sie selbstverständlich. Herausforderungen wie Verkehr, Bahnübergänge oder winterliche Straßen gehören ebenso dazu wie Gespräche, die während einer Behandlung länger dauern als geplant. Gerade diese Gespräche sind für Kerstin Heuser ein wichtiger Teil ihrer Arbeit, denn über die Jahre entstehen Nähe, Vertrauen und echte Bindungen.
Disziplin, Nähe und Lebensqualität
Die mobile Arbeit empfindet sie bis heute als Bereicherung. Sie kommt zu den Menschen nach Hause, nimmt sich Zeit und ist in diesem Moment ganz bei ihrem Kunden. Das gibt nicht nur den Menschen, die sie besucht, viel zurück, sondern auch ihr selbst. Die Dankbarkeit, das Vertrauen und das Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, begleiten sie bis in den Feierabend.
Trotz des eng getakteten Berufsalltags achtet Kerstin Heuser auf Ausgleich. Feste Arbeitstage und ein freier Tag pro Woche schaffen Raum für Haushalt, Garten, private Termine und Hobbys. Besonders im Sommer widmet sie sich mit viel Liebe ihrem Garten und ihrer kreativen Ader. Dekorationen, Kränze und Gestecke entstehen aus Blumen und Naturmaterialien. Kreativität ist für sie ein Gegenpol zur strukturierten Arbeit.
Gedanken ans Aufhören gab es in all den Jahren nur selten und meist nur kurz. Schlechte Tage, Wetter oder körperliche Belastung gehören dazu, verschwinden aber schnell wieder. Ihr Beruf erfüllt sie nach wie vor. Schwierige Kunden begegnet sie mit Erfahrung und Ruhe. Zuhören, Zeit geben und Menschen ernst nehmen sind Fähigkeiten, die sie sich über Jahrzehnte erarbeitet hat.
Rückblickend weiß sie, dass Selbstständigkeit als Frau oft unterschätzt wird. Der Aufwand, die Disziplin und die körperliche Arbeit sind für Außenstehende nicht immer sichtbar. Für ihre Kunden hingegen schon. Ihnen ist bewusst, was Kerstin Heuser täglich leistet.
Jungen Menschen, die über eine Selbstständigkeit in der Fußpflege nachdenken, rät sie zur Offenheit und zur ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Beruf. Der Bedarf ist groß, die Arbeit erfüllend, verlangt aber Einsatz, Struktur und Durchhaltevermögen.
Erfolg bedeutet für sie heute vorwiegend Lebensqualität. Die Freiheit, das eigene Leben zu gestalten, Wertschätzung zu erfahren und auch nach 23 Jahren noch gebraucht zu werden. Ihrem jüngeren Ich würde sie raten, mutiger zu sein, früher aus dem Schneckenhaus zu kommen und sich mehr zuzutrauen.
Privat träumt sie davon, noch einmal nach New York zu reisen, gemeinsam mit ihrem Mann. Und doch weiß sie, dass sie danach wieder gerne zurückkehrt – nach Dachsenhausen, in die dörfliche Gemeinschaft, in die Nähe zur Natur und zu den Menschen, die ihr Leben prägen.
Kerstin Heuser steht für eine stille, aber kraftvolle Stärke. Für Verlässlichkeit, Nähe und echte Lebensqualität. Genau deshalb gehört sie in die Serie »Starke Frauen im Rhein-Lahn-Kreis«.
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