VG Bad Ems-Nassau
Nachbarschaftshilfegruppen „Nette Nachbarn“ suchen dringend ehrenamtliche Unterstützung
Nachbarschaftshilfegruppen „Nette Nachbarn“ suchen dringend ehrenamtliche Unterstützung
RHEIN-LAHN Seit 1997 – als eines der ersten Projekte nach der Eröffnung des Seniorenbüros „Die Brücke“ im Jahr 1995 – gibt es die „Netten Nachbarn“. Das Pilotprojekt in der Verbandsgemeinde Loreley startete im Februar 1997, Jahr für Jahr kam eine Gruppe hinzu: 1998 in der VG Nastätten, in der ehemaligen Verbandsgemeinde Diez/Hahnstätten im Frühjahr 1999 und in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau im Mai 2000. Die Ortsgemeinde Filsen hat sich 2005 dazu entschieden, die „NeNa’s“ ins Leben zu rufen.
Nachbarschaftshilfegruppen „Nette Nachbarn“ aus den Verbandsgemeinden Bad Ems-Nassau und Loreley suchen dringend ehrenamtliche Unterstützung
Seitdem konnten schon viele Hilfen für jüngere, ältere, kranke oder alleinstehende Menschen vermittelt werden. Es ist den engagierten Helferinnen und Helfern eine Herzensangelegenheit, anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Sie bieten Besuchsdienste in Seniorenheimen oder Privathaushalten an, begleiten bei Spaziergängen, beim Einkauf oder Arztbesuch, erledigen kleine Reparaturen oder kommen einfach mal auf ein Gespräch vorbei.
„Gerade in dieser besonderen Zeit, in der die Corona-Pandemie auch weiterhin unseren Alltag bestimmt und der Kontakt mit anderen eingeschränkt ist, sind Hilfe und Solidarität sehr wichtig und gefragt“, so Uschi Rustler vom Seniorenbüro „Die Brücke“. Die Nachbarschaftshilfegruppen „Nette Nachbarn“ werden durch das Seniorenbüro „Die Brücke“ organisiert und durch die Ansprechpartner*innen der Pflegestützpunkte fachlich begleitet.
Das Angebot der „Netten Nachbarn“ wird von der Gemeindeschwesterplus, Yvonne Weiland in der Verbandsgemeinde Loreley unterstützt. Sie freut sich darauf, mit neuen Ehrenamtlichen in der Nachbarschaftshilfe in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und eine gute Gemeinschaft der Zusammenarbeit zu pflegen. Der Einsatz der „Netten Nachbarn“ ist unentgeltlich, lediglich sind anfallende Fahrtkosten zu erstatten. Es werden keine pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Tätigkeiten übernommen.
Die Ehrenamtlichen sind keine Konkurrenz oder Ersatz für Betriebe und soziale Dienste. Ein regelmäßig stattfindender Erfahrungsaustausch wird für alle Nachbarschaftshilfegruppen vor Ort angeboten. Einmal im Jahr lassen es sich alle Beteiligten bei einem kreisweiten Fortbildungstag gut gehen. Wer sich für das Ehrenamt mit Herz interessiert, willkommen sind Menschen jeden Alters und für alle Nachbarschaftsgruppen, wendet sich an: Uschi Rustler, Seniorenbüro „Die Brücke“, Tel. 02603/972-336, Uschi.Rustler@rhein-lahn.rlp.de oder an die Ansprechpartner*innen der Pflegestützpunkte: Stefan Hauser, Bad Ems-Nassau, Tel. 02603/5750, Stefan.Hauser@pflegestuetzpunkte-rlp.de, Bettina Eimuth, VG Loreley, Tel. 06772/939620, Bettina.Eimuth@pflegestzuetzpunkte-rlp.de, Sarah Morsy, VG Nastätten, Tel. 06772/9396-14, Sarah.Morsy@pflegestuetzpunkte-rlp.de, Peggy Reyhe, Lahnstein-Braubach, Tel. 02621/9408-20, Peggy.Reyhe@pflegestuetz-punkte-rlp.de, Gabriele Schönweitz, Pflegestützpunkt Diez, Tel. 06432/9198-13, Gabriele.Schoen-weitz@pflegestuetzpunkte-rlp.de oder an die Fachkraft im Projekt Gemeindeschwester plus: Yvonne Weiland, VG Loreley, Telefon, 06771/9597059, E-Mail: VGLoreley-gemeinde-schwesterplus@cv-ww-rl.de
Politik
Wahlkreis 7 vor der Landtagswahl: Acht Bewerber kämpfen um das Direktmandat SPD, CDU, Grüne, AfD, FDP, Linke, Freie Wähler und ÖDP stellen Direktkandidaten
POLITIK Am 22. März findet die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz statt. Im Wahlkreis 7, zu dem die Verbandsgemeinden Diez, Aar-Einrich, Nastätten und Bad Ems-Nassau gehören, bewerben sich acht Kandidaten um ein Direktmandat.
Für die SPD tritt erneut Manuel Liguori aus Nassau an. Er gehört dem rheinland-pfälzischen Landtag seit drei Jahren an. Liguori ist gelernter Maler- und Lackierer, war zuvor Lehrer an der Berufsbildenden Schule Diez und ist aktuell Stadtbürgermeister von Nassau. Zudem ist er Mitglied des Kreistags Rhein-Lahn und Kreisvorsitzender der SPD Rhein-Lahn. Liguori ist verheiratet und hat ein Kind.
Die CDU schickt Matthias Lammert ins Rennen. Der gebürtige Tübinger ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und gelernter Jurist. Seit 2001 gehört er ununterbrochen dem Landtag Rheinland-Pfalz an und ist dort Vizepräsident. Lammert ist Mitglied des Kreistags Rhein-Lahn, war von 2009 bis 2022 Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und von 2019 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Zudem ist er Mitglied im Verbandsgemeinderat Diez.
Für Bündnis 90/Die Grünen kandidiert Annemarie Imgrund. Die 38-Jährige lebt in Nassau, wuchs am Niederrhein auf und ist beruflich als Autorin und Creatorin tätig. Sie ist verheiratet, besitzt das Abitur und gehört der Partei seit dem Sommer 2024 an.
Direktkandidat der AfD ist Robin Classen. Der 35-jährige Familienvater ist Jurist und als Rechtsanwalt tätig. Er ist Mitglied des AfD-Landes- und Kreisvorstands und steht auf Platz 11 der Landesliste.
Für die FDP tritt Frank Michael Schöberl aus Diez an. Der 60-jährige Diplom-Volkswirt ist Mitglied des Stadtrats und Vorsitzender der FDP-Fraktion im Verbandsgemeinderat. Er arbeitet als kaufmännischer Niederlassungsleiter und belegt Platz 33 der FDP-Landesliste.
Die Partei Die Linke wird durch Ann-Kathrin Brings vertreten. Die 25-jährige Mutter lebt in Obernhof, ist Heilerziehungspflegerin und in der Pädagogik für Menschen mit Beeinträchtigungen tätig. Sie steht auf Platz 10 der Landesliste und ist Mitglied im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit.
Für die Freien Wähler kandidiert erneut Lisa-Marie Jäckel. Die 32-jährige Volljuristin gehört dem Landtag seit 2021 an und war 2024 parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfraktion. Jäckel ist Vorsitzende der Jungen Freien Wähler Rheinland-Pfalz und stammt aus Weilburg.
Erstmals stellt die ÖDP im Wahlkreis einen eigenen Kandidaten. Der 26-jährige Wolfgang Schaefer ist Verwaltungsfachangestellter, stammt aus Nassau, steht auf Platz 11 der Landesliste und ist Co-Bundesvorsitzender der Parteijugend JÖ.
VG Bad Ems-Nassau
JOBNOX 2026 in Pohl: Jetzt schnell anmelden! Noch wenige Standflächen frei
POHL Die Zeit drängt, bald endet die Bewerbungsfrist für die Berufs- und Ausbildungsmesse des Rhein-Lahn-Kreises, JOBNOX®. Schon über 100 Unternehmen haben sich einen Platz in einem der beiden riesigen Zelte oder auf der Außenfläche gesichert, jetzt gibt es nur noch wenige freie Standflächen bis es heißt: „Wir sind ausgebucht!“
Das Team der JOBNOX® freut sich riesig über die großartige Resonanz. „Wir haben in diesem Jahr nach dem Start der Bewerbungsphase so schnell so viele Anfragen erhalten, wir sind total überwältigt!“ sagt Tanja Steeg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Lahn mbH. „Ja, die Fläche ist zwar groß, wir haben auch in diesem Jahr wieder zwei riesige Zelte, in denen die Messe stattfinden wird, aber irgendwann ist der Platz einfach belegt,“ sagt Andreas Minor, stvtr. Geschäftsführer der WFG und im Team hauptverantwortlich für die Zeltplanung.
Kostenfrei, aber nicht aufwandsfrei
Mittlerweile hat es sich schon weit herumgesprochen, aber man kann es nicht oft genug betonen: Die Teilnahme an der JOBNOX® ist kostenfrei, aber nicht aufwandsfrei. Was bedeutet das? Bei einer Teilnahme stellt die WFG Rhein-Lahn den Messestand mit einer bedruckten Blende, einer Messetheke mit Logoaufdruck, Tisch und Stühlen sowie einen normalen Stromanschluss zur Verfügung. Auf dieser Basis können sich die Teilnehmenden ganz auf ihre Präsentation konzentrieren. „Es gilt, den Arbeitsalltag so plastisch wie möglich erlebbar zu machen“, sagt Jutta Schützdeller, die im JOBNOX®Team für Marketing und Kommunikation zuständig ist. „Dabei helfen wir gerne und setzen uns gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern die Denkkappe auf, falls gewünscht.“
Auch für kleine Unternehmen machbar
Nadine Hehner, die im WFG Team für die Zusammenarbeit mit den Schulen zuständig ist, weiß, was die mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler erwarten, wenn sie zur JOBNOX® kommen: „Die JOBNOX® bietet eine breite Auswahl an Berufen, die man vor Ort kennenlernen kann. Aber wir finden, da geht noch mehr. Wir würden uns über Bewerbungen von Apotheken, Friseuren oder Kosmetikinstituten freuen, denn auch für Berufe aus diesem Bereich gibt es viele Interessenten und wir haben noch keine Aussteller aus diesem Bereich.“
Jetzt aber schnell!
Was jetzt zu tun ist? Wer noch bei der JOBNOX® am 8. und 9. Mai 2026 dabei sein will, der sollte sich bis spätestens 31.01.2026 unter https://aussteller.jobnox.de/ anmelden und Teil einer der größten Berufs- und Ausbildungsmessen zwischen Frankfurt und Köln werden!
Blaulicht
Betrugsserie mit falschen Polizeibeamten im Rhein-Lahn-Kreis: Prozess gegen 19-Jährigen startet in Koblenz
OBERNHOF|BAD EMS Vor der 9. Strafkammer des Landgericht Koblenz beginnt am 22. Januar ein Strafprozess gegen einen 19 Jahre alten Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Teil einer Betrugsgruppe, die ältere Menschen mit der Masche angeblicher Polizeianrufe um ihr Vermögen gebracht haben soll. Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt.
Nach dem Vorwurf der Anklage soll der Angeklagte als Heranwachsender an einer Serie von Betrugstaten beteiligt gewesen sein, die sich unter anderem in Bad Ems, Obernhof und Koblenz ereignet haben sollen. Insgesamt stehen elf Fälle im Raum, wobei es in einem Fall bei einem Versuch geblieben sein soll.
Die mutmaßlichen Täter sollen arbeitsteilig vorgegangen sein. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft übernahmen einzelne Beteiligte Telefonanrufe, in denen sie sich als Polizeibeamte ausgaben. Den Angerufenen sei vorgespiegelt worden, dass Einbrüche oder andere Straftaten in ihrer Nähe stattgefunden hätten und ihre Ersparnisse deshalb in Gefahr seien.
In der Folge sollen die Geschädigten dazu gebracht worden sein, Bargeld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherstellung bereitzulegen. Diese seien anschließend von weiteren Beteiligten persönlich abgeholt worden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, selbst mehrfach bei solchen Abholungen eingesetzt gewesen zu sein.
Mindestens eine geplante Übergabe scheiterte laut Anklage, weil die Betroffenen misstrauisch wurden und die echte Polizei einschalteten. Dadurch konnte ein weiterer Schaden verhindert werden.
Mit dem nun beginnenden Prozess will das Gericht klären, welche Rolle der Angeklagte innerhalb der mutmaßlichen Betrugsstruktur spielte und ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs vorliegen.
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