VG Diez
Irres Oktoberfest in Holzappel – Ausverkauftes Haus mit der Münchener Zwietracht!
HOLZAPPEL Da hat sich der Veranstalter Thomas Gerheim so richtig etwas einfallen lassen. Oktoberfest ist eine Sache doch das war ein Feuerwerk. Auf den Bänken sitzen bleiben? Kaum möglich. Ausverkauftes Haus in Holzappel. Die Münchener Zwietracht brachte die Halle zum Beben. Dazu natürlich eine gute Maß und Weißwürstchen.
Wie es auf einem Münchener Oktoberfest üblich ist, wird natürlich auch das schönste Dirndl prämiert und die Burschen konnten sich im Maßkrugstemmen messen. 10 Sekunden lang durften die Teilnehmer trinken soviel sie konnten und dann heißt es: Arme ausstrecken und das Gewicht halten. Gar nicht so einfach.
Für die zahlreichen Besucher eine Riesengaudi. Wahrscheinlich hätte die Halle doppelt so groß sein können und wäre dennoch ausverkauft gewesen. Die Stimmung ausgelassen, Mitsingqualitäten waren gefragt. natürlich spielten die Münchener Zwietracht auch die altbekannten Klassiker wie zum Beispiel: In München steht ein Hofbräuhaus.“ Nun könnte man denken, dass dieses nur was für alte Hasen wäre doch weit gefehlt. Am lautesten grölten die jungen Menschen textsicher den Song mit.
Bei einer solchen gigantischen Veranstaltung liegt die Messlatte für das kommende Jahr hoch, doch wer Thomas Gerheim kennt weiß schon heute, die Superlative wird in einem Oktoberfest 3.0 im Jahre 2023 münden. O´zapft is wird es auch weiterhin geben. Herrlich!
Politik
Wahlkreis 7 vor der Landtagswahl: Acht Bewerber kämpfen um das Direktmandat SPD, CDU, Grüne, AfD, FDP, Linke, Freie Wähler und ÖDP stellen Direktkandidaten
POLITIK Am 22. März findet die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz statt. Im Wahlkreis 7, zu dem die Verbandsgemeinden Diez, Aar-Einrich, Nastätten und Bad Ems-Nassau gehören, bewerben sich acht Kandidaten um ein Direktmandat.
Für die SPD tritt erneut Manuel Liguori aus Nassau an. Er gehört dem rheinland-pfälzischen Landtag seit drei Jahren an. Liguori ist gelernter Maler- und Lackierer, war zuvor Lehrer an der Berufsbildenden Schule Diez und ist aktuell Stadtbürgermeister von Nassau. Zudem ist er Mitglied des Kreistags Rhein-Lahn und Kreisvorsitzender der SPD Rhein-Lahn. Liguori ist verheiratet und hat ein Kind.
Die CDU schickt Matthias Lammert ins Rennen. Der gebürtige Tübinger ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und gelernter Jurist. Seit 2001 gehört er ununterbrochen dem Landtag Rheinland-Pfalz an und ist dort Vizepräsident. Lammert ist Mitglied des Kreistags Rhein-Lahn, war von 2009 bis 2022 Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und von 2019 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Zudem ist er Mitglied im Verbandsgemeinderat Diez.
Für Bündnis 90/Die Grünen kandidiert Annemarie Imgrund. Die 38-Jährige lebt in Nassau, wuchs am Niederrhein auf und ist beruflich als Autorin und Creatorin tätig. Sie ist verheiratet, besitzt das Abitur und gehört der Partei seit dem Sommer 2024 an.
Direktkandidat der AfD ist Robin Classen. Der 35-jährige Familienvater ist Jurist und als Rechtsanwalt tätig. Er ist Mitglied des AfD-Landes- und Kreisvorstands und steht auf Platz 11 der Landesliste.
Für die FDP tritt Frank Michael Schöberl aus Diez an. Der 60-jährige Diplom-Volkswirt ist Mitglied des Stadtrats und Vorsitzender der FDP-Fraktion im Verbandsgemeinderat. Er arbeitet als kaufmännischer Niederlassungsleiter und belegt Platz 33 der FDP-Landesliste.
Die Partei Die Linke wird durch Ann-Kathrin Brings vertreten. Die 25-jährige Mutter lebt in Obernhof, ist Heilerziehungspflegerin und in der Pädagogik für Menschen mit Beeinträchtigungen tätig. Sie steht auf Platz 10 der Landesliste und ist Mitglied im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit.
Für die Freien Wähler kandidiert erneut Lisa-Marie Jäckel. Die 32-jährige Volljuristin gehört dem Landtag seit 2021 an und war 2024 parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfraktion. Jäckel ist Vorsitzende der Jungen Freien Wähler Rheinland-Pfalz und stammt aus Weilburg.
Erstmals stellt die ÖDP im Wahlkreis einen eigenen Kandidaten. Der 26-jährige Wolfgang Schaefer ist Verwaltungsfachangestellter, stammt aus Nassau, steht auf Platz 11 der Landesliste und ist Co-Bundesvorsitzender der Parteijugend JÖ.
Sport
Sportliche Herausforderung für Diezer Verbandsbürgermeisterin Maren Busch Bürgermeisterin startet neue Serie „Bürgermeisterin in Bewegung“
DIEZ Sportlich, nahbar und mitten im Vereinsleben: Mit der neuen Serie „Bürgermeisterin in Bewegung“ startet Bürgermeisterin Maren Busch aktiv ins Jahr 2026. In den kommenden Monaten wird sie regelmäßig Sportvereine aus der Verbandsgemeinde Diez besuchen, verschiedene Sportarten ausprobieren und dabei die Menschen und die ehrenamtliche Arbeit vor Ort kennenlernen.
Ziel der neuen Reihe ist es, Einblicke in die abwechslungsreiche Vereinsarbeit der Verbandsgemeinde Diez zu geben. Durch die regelmäßigen Besuche sollen persönliche Begegnungen gefördert, Engagement sichtbar gemacht und der Austausch zwischen Verwaltung und Ehrenamt gestärkt werden.
„Sport verbindet Menschen. Mit dieser Serie möchte ich zeigen, wie vielfältig, lebendig und offen unser Vereinsleben in der Verbandsgemeinde Diez ist“, betont Bürgermeisterin Maren Busch. Gleichzeitig sollen die Vereine eine Plattform erhalten, um ihre Arbeit vorzustellen und neue Interessierte zu erreichen.
Die Serie richtet sich ausdrücklich an alle Sportvereine der Verbandsgemeinde Diez. Vereine, die Interesse haben, Teil von „Bürgermeisterin in Bewegung“ zu werden und die Bürgermeisterin sportlich herauszufordern, sind herzlich eingeladen, sich zu melden.
Interessierte Vereine können sich per E-Mail an presse@vgdiez.de wenden. Dabei sollten ein Ansprechpartner, die Sportart sowie mögliche Termine für einen gemeinsamen Trainingsbesuch angegeben werden. Die Verbandsgemeinde Diez freut sich auf viele sportliche Begegnungen und einen aktiven Austausch mit den Vereinen vor Ort.
Aktuelle Eindrücke, Termine und Einblicke hinter die Kulissen der Serie „Bürgermeisterin in Bewegung“ gibt es auf den Social-Media-Kanälen der Verbandsgemeinde Diez. Jetzt abonnieren und nichts verpassen.
Politik
AfD-Bürgerdialog in Isselbach: Polizei zählt rund 150 Demonstranten
ISSELBACH Während in der Gaststätte »Zur Alten Brauerei!« in Isselbach (Verbandsgemeinde Diez) am gestrigen Abend rund 50 bis 60 Menschen an einem AfD-Bürgerdialog teilnahmen, protestierten außerhalb nach offiziellen Polizeiangaben rund 150 Demonstranten gegen die Veranstaltung. Die AfD hatte zu dem Bürgerdialog in die knapp 400 Einwohner zählende Gemeinde eingeladen. Als Redner waren die Bundestagsabgeordneten Andreas Bleck, Jörg Zirwes und Thomas Stephan angekündigt. Der Bürgerdialog war öffentlich und für jedermann zugänglich; Personen wurden nach Angaben aus dem Umfeld der Veranstaltung nicht abgewiesen.
Zur Gegendemonstration hatten die Kreisverbände von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD aufgerufen. Unterstützt wurde der Protest unter anderem von Heimatliebe Westerwald, Demos e.V., Omas gegen Rechts sowie der Equipe EuroDeK. Zeitgleich mit der Veranstaltung fand in der evangelischen Kirchengemeinde Esterau ein Friedensgebet statt.
Im Vorfeld des Bürgerdialogs hatte der AfD-Kreisvorsitzende Alexander Heppe befürchtet, Demonstranten könnten Interessierten den Zutritt zur Gaststätte verwehren. In einem Statement sagte er: »Im Vorfeld gab es riesen Aufregung. Von der Linkspartei, den Grünen und der SPD wurde zum Boykott der Veranstaltung aufgerufen, und die wollen wohl versuchen, nachher Gäste daran zu hindern, hier unsere Veranstaltungen zu besuchen. Das ist ein sehr undemokratischer Vorgang, der hier passiert. Und ich hoffe, dass sie wieder zur Vernunft kommen und auch endlich aufhören, die Gastronomen so unter Druck zu setzen.«
Diese Befürchtung bestätigte sich am Abend nicht. Es sei nicht versucht worden, Interessierten den Zugang zum Veranstaltungsort zu verwehren. Die Demonstration verlief nach Polizeiangaben durchgehend friedlich.
Polizei hält Abstand: Straße muss frei bleiben
Die Polizei trennte Versammlungsort und Gaststätte räumlich und verwies die Demonstrierenden rund 200 Meter vom Veranstaltungsort weg. Als schwierig erwies sich dabei, dass die Straße freigehalten werden musste: Für den Protest konnte deshalb nur der Randbereich genutzt werden. In Zusammenarbeit mit den Ordnern der Versammlung wurden Plätze zugewiesen, von denen aus die Kundgebung stattfinden konnte.
Kundgebung mit Redebeiträgen und klaren Botschaften
Zu den Rednern der Gegendemonstration gehörte die Landtagskandidatin Ann-Kathrin Brings (Wahlkreis 7) von der Partei Die Linke. Sie sagte: »Wir sind heute hier und demonstrieren, weil die AfD eben keine normale Partei ist, sondern eine rechtsextremistische Partei. Und wenn wir unsere Demokratie beschützen wollen, dann müssen wir das hier machen, auch wenn es nur ein kleiner Klecks ist. Wenn man zu viele kleine Kleckse übersieht, werden sie eines Tages zu einem ganz großen.« Brings ergänzte: »Wenn Hass normalisiert wird, wenn rechte Hetze unwidersprochen bleibt, ja, dann geht uns das alle an.« In ihrer Rede verwies sie außerdem auf Themen wie Miete, Wohnen und soziale Fragen und kritisierte, dass politische Debatten aus ihrer Sicht zu oft über Sündenböcke geführt würden.
Auch Vertreter der CDU waren vor Ort. Merline Bratenstein, Vorstandsmitglied in der LSU (Vielfalt in der CDU), sagte: »Ich bin von der CDU und wir unterstützen natürlich die Aktion. Wir wollen Menschenwürde, wir wollen Menschenrechte schützen. Und wir wollen auf jeden Fall klare Kante gegen die AfD zeigen. Und dafür stehen wir hier und wir sind auf jeden Fall mit dabei.«
Deutliche Kritik richtete sich auch an den Veranstaltungsort de AFD-Bürgerdialogs. Uli Schmidt von den Radsportlern der Equipe EuroDeK erklärte in einem Online-Statement: »Wir sind entsetzt über das AfD-Treffen in Isselbach: Die Alte Brauerei ist unsere Stammkneipe und wir treffen uns da regelmäßig zum Radler-Stammtisch. Wir treten als traditionsreiches regionales Radsportteam im RSV Oranien Nassau und der RSG Montabaur für Europa, Demokratie und Klimaschutz (= EuroDeK) ein. Das geht künftig nicht mehr in einem ‚Nazi-Treff‘!«
Mehrere Demonstranten schilderten ihre Beweggründe. Rita Landau aus Dörnbach sagte: »Ich habe mich verpflichtet gefühlt, heute Abend hierherzukommen, weil Deutschland bunt ist und nicht braun. Weil wir Zuwanderung benötigen, weil wir eine mannigfaltige Vielfalt in Deutschland brauchen. Ja, und es nicht sein kann, dass nur noch ein paar wenige bestimmen, wie der Rest zu leben hat. Also meine Heimat ist bunt, bunt wie der Garten und nicht braun.«
Josefin Reusch, Schülerin: »Ich stehe hier heute, um für meine Meinung einzustehen, um zu zeigen, dass kein Mensch illegal ist, und Hass ist keine Meinung.«
Josefin Reusch, Schülerin, erklärte: »Ich stehe hier heute, um für meine Meinung einzustehen, um zu zeigen, dass kein Mensch illegal ist, und Hass ist keine Meinung.« Dominik aus Limburg sagte: »Wir sind heute hier, weil wir nicht damit einverstanden sind, dass die AfD unter dem Vorwand eines Bürgerdialogs hier rechte Hetze betreibt.« Line Machalet, ebenfalls Schülerin, formulierte: »Ich bin hier, um für eine demokratische Zukunft zu kämpfen, denn nie wieder ist heute!«
Viele Demonstrierende hatten Plakate dabei und positionierten sich gegen Rassismus. Immer wieder wurde gesungen und skandiert, unter anderem: »Wehrt euch, leistet Widerstand, gegen den Faschismus hier im Land.« Gegen 19.30 Uhr endete der Abend ohne Zwischenfälle. Die AfD führte ihren Bürgerdialog in der Gaststätte durch, während die Demonstrierenden im von der Polizei zugewiesenen Bereich protestierten.
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