VG Bad Ems-Nassau
Erbe macht es möglich: Neubau der Mühlbachbrücke in Nassau
Stadtbürgermeister Liguori mit der Redaktion beim Ortstermin Brücke im Mühlbachtal.
NASSAU Die in den 60er-Jahren ohne Genehmigung errichtete Fußgängerbrücke des Rundwanderweges über den Mühlbach an den Nassauer Fischweihern, wurde im vergangenen Jahr aufgrund von Sicherheitsbedenken wie zum Beispiel: stark angerostet, punktuell durchgerostet, Absturz- und Ertrinkungsgefahr – welche bei der Prüfung durch einen Sachverständigen festgestellt wurden – gesperrt. Ursprünglich ging man davon aus, die Brücke wieder in einen betriebsbereiten Zustand herzustellen. Doch die Bauwerksbegehung ergab – da eine Querung an einer abweichenden Stelle aus topografischen Gründen nicht sinnvoll und eine Instandsetzung technisch unwirtschaftlich ist -, eine neue Brücke an dieser Stelle zu errichten.
160 000 Euro für Nassau von einer in Kanada lebenden Nichte der 1999 verstorbenen Unternehmerin und Nassaus Ehrenbürgerin Ingeborg Leifheit
Im vergangenen Jahr wurde ein Ingenieurbüro mit der Bedarfsplanung für die Erneuerung der Fußgängerbrücke über den Mühlbach bei den Fischteichen beauftragt. Dabei wurden verschiedene Varianten betrachtet und mit Kosten hinterlegt. Da die Stadt Nassau die erforderlichen finanziellen Mittel für eine Erneuerung derzeit nicht aufbringen kann, bekommt die Stadt Nassau, wie Stadtbürgermeister Manuel Liguori gegenüber der Redaktion sagte, von der seit Mitte der 1950er-Jahre in Kanada lebenden Ute Fleischhacker – eine Nichte der 1999 verstorbenen Unternehmerin und Ehrenbürgerin von Nassau, Ingeborg Leifheit, geborene Kaiser – 160 000 Euro für die Brücke im Mühlbachtal. Als Bedingung bittet die Spenderin um Realisierung einer barrierearmen Variante.
Ersatzneubau der Mühlbachbrücke bei den Fischteichen in Nassau
Aber bevor die Maßnahme umgesetzt werden können, wird im nächsten Schritt ein Planungsbüro – da die Kostenschätzung noch vergleichsweise ungenau ist – mit den erforderlichen Ingenieurleistungen, bis einschließlich Leistungsphase 4 der HOAI (Genehmigungsplanung), beauftragt. Ziel ist es, den Erhalt eines Genehmigungsbescheids inklusive Nebenbestimmungen, um eine möglichst große Sicherheit im Hinblick auf die Kosten zu erhalten. Hierfür sind Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 4 für die Leistungsbilder Ingenieurbauwerke und Verkehrsplanung, sowie Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 3 für das Leistungsbild Tragwerksplanung zu erbringen (Text: Achim Steinhäuser)
BEN Radio
Zum Jahreswechsel: Danke für Vertrauen, Hinweise und Kritik
RHEIN-LAHN Mit dem Übergang von 2025 zu 2026 endet für den BEN Kurier ein weiteres intensives Jahr regionaler Berichterstattung. Ein Jahr mit vielen Themen, Gesprächen, Recherchen und Geschichten aus unserer Heimat – getragen vor allem von den Menschen, die diese Region ausmachen.
Journalismus lebt vom Vertrauen der Leserinnen und Leser. Vom offenen Hinweis, von der kritischen Nachfrage, vom Widerspruch ebenso wie von der Zustimmung. Auch im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Hinweise erreicht, viele davon aus der Mitte der Gesellschaft. Sie haben Themen angestoßen, Missstände sichtbar gemacht, Entwicklungen begleitet und Diskussionen ermöglicht. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.
Der BEN Kurier versteht sich als unabhängiges regionales Medium. Unser Anspruch ist es, sachlich zu berichten, kritisch nachzufragen und Entwicklungen transparent darzustellen, unabhängig von parteipolitischen oder persönlichen Interessen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies nicht immer bequem, aber notwendig. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit braucht verlässliche Informationen.
2025 war zugleich ein Jahr, das gezeigt hat, wie wichtig lokaler Journalismus weiterhin ist. Entscheidungen vor Ort, gesellschaftliche Debatten, ehrenamtliches Engagement, wirtschaftliche Herausforderungen und persönliche Schicksale, all das findet nicht abstrakt statt, sondern direkt vor unserer Haustür. Diese Nähe verpflichtet zu Sorgfalt, Verantwortung und Fairness.
Zum Jahreswechsel blicken wir mit Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Verantwortung auf das Kommende. Auch 2026 wird der BEN Kurier aufmerksam hinschauen, zuhören und berichten. Nicht lauter als nötig, aber klar. Nicht gefällig, sondern verlässlich. Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre kritische Begleitung.
Der BEN Kurier wünscht einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.
BEN Radio
Das Ende einer Ära: Fachbacher Gasthof „Zum Engel“ schließt seine Türen
FACHBACH Mit dem 21. Dezember 2025 ging in Fachbach eine traditionsreiche Epoche zu Ende: Der Gasthof „Zum Engel“, über Jahrzehnte fester Bestandteil des Dorflebens, hatte an diesem Tag zum letzten Mal geöffnet. Liliane und Hubert, die das Lokal mit großem Engagement und herzlicher Gastfreundschaft geführt haben, verabschieden sich in ihren wohlverdienten Ruhestand.
Der „Engel“ war weit mehr als ein Gasthof. Er war Stammlokal zahlreicher Vereine, Treffpunkt für Jung und Alt und Schauplatz unzähliger Familienfeiern – von Taufen über Kommunionen, Firmungen und Konfirmationen bis hin zu Hochzeiten. Auch der traditionelle Kaffee nach der jährlichen Gräbersegnung fand stets dort seinen Platz und wurde zu einer festen sozialen Tradition im Ort.
Zum Abschied kamen im Laufe des Sonntags vor Weihnachten viele Fachbacher Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereine zu einem letzten Beisammensein im Gasthof. Auch eine Delegation des Ortsgemeinderates war vor Ort, um persönlich Dank und Anerkennung auszusprechen.
Im Namen der Gemeinde wurde Liliane und Hubert ein großer Präsentkorb überreicht – als Zeichen der Wertschätzung für die jahrzehntelange Bewirtung, die vielfältigen Gerichte und die stets offene Tür, die den „Engel“ zu einem besonderen Ort gemacht haben.
Die Ortsgemeinde Fachbach wünscht Liliane und Hubert für ihren neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und viele schöne Momente. Ihr Gasthof wird im Dorfgedächtnis einen festen Platz behalten (pm Ortsbürgermeister Thorsten Heibel im Namen aller Rats- und Ausschussmitglieder).
BEN Radio
Erheblicher Schaden: Hackerangriff auf BEN Medien-Seiten abgewehrt
DORNHOLZHAUSEN Die Webangebote der BEN-Medien sind nach einem massiven technischen Angriff inzwischen weitgehend wieder erreichbar. Der verursachende Schadcode konnte identifiziert und entfernt, die Systeme stabilisiert werden, dank eines außergewöhnlichen, stundenlangen und hochprofessionellen Einsatzes des Hostinganbieters, der in dieser Form alles andere als selbstverständlich war.
Nach aktuellem Stand handelte es sich um einen gezielten Angriff auf die Infrastruktur des BEN-Kuriers, bei dem eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, um den Betrieb der Webseiten massiv zu stören. Ziel war offenbar die Lahmlegung sämtlicher Angebote. Innerhalb weniger Stunden verursachte der Schadcode die automatisierte Erstellung von über 36.000 Systemdateien, die sich fortlaufend in nahezu allen Verzeichnissen vermehrten und dadurch die Ausführung von PHP-Dateien sowie weiterer Serverfunktionen gezielt verhinderten.
Nahezu alle Webseiten konnten zwischenzeitlich wiederhergestellt werden. In einzelnen Bereichen kann es weiterhin zu Einschränkungen kommen, da Inhalte aus Sicherungen rekonstruiert werden müssen. Der entstandene Schaden ist erheblich, da nicht alle Webseiten vollständig rekonstruierbar sind, zahlreiche redaktionelle Inhalte fehlen und umfangreiche technische Wiederherstellungen notwendig waren.
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