Montabaur
VG-Werke Montabaur setzen Wickelrohrverfahren zur Sanierung von Abwasserrohren ein
Das Wickelrohrverfahren zur Sanierung von Abwasserohren mit großem Durchmesser testen die Verbandsgemeindewerke Montabaur erstmals bei einem Verbindungssammler in Holler. Das Verfahren kann im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Fachleute der benachbarten VGn haben sich die Vorführung der Firma Geiger angesehen.
Als erste Kommune im Westerwaldkreis nutzen die Verbandsgemeindewerke Montabaur ein innovatives Verfahren zur Sanierung von großen Abwasserrohren, bei dem alte Rohre von innen ausgekleidet, stabilisiert und verbunden werden. Dieses in Japan entwickelte Wickelrohrverfahren wurde vom Betriebszweig Abwasser und der Firma Geiger Kanaltechnik nun erstmals bei Holler eingesetzt und vorgeführt. Hierzu waren auch Vertreter der umliegenden VGs eingeladen.
Haushalte und Unternehmen produzieren tagtäglich Abwasser. Wie jede Infrastruktur, müssen die Abwasserrohre regelmäßig überprüft und instandgehalten werden. Um aufwändiges Ausgraben und das Verlegen neuer Rohre zu vermeiden, werden sogenannte Inliner-Verfahren genutzt. Bei kleineren Rohren können Schläuche eingeführt, durch Aufblasen an die Rohrgröße angepasst und anschließend verhärtet werden.
VG Montabaur: Werke setzen innovatives Verfahren zur Instandsetzung von Abwasserkanälen ein
Für Rohre mit großem Durchmesser gibt es das sogenannte „Wickelrohrverfahren“. „Das Verfahren kann im laufenden Betrieb eingesetzt werden“, beschreibt Michael Maurer, der das Projekt bei den Abwasserwerken der VG Montabaur betreut, die Vorteile. „Der Kanal muss somit nicht gesperrt und trockengelegt werden. Außerdem werden die Rohre nicht ausgegraben. Es wird lediglich ein Verbindungsschacht geöffnet. Damit spart die Methode nicht nur erheblichen Arbeitsaufwand und Straßensperrungen, sondern auch Kosten. Außerdem wird die Natur geschont und CO2 eingespart. Mit dem Einsatz dieser innovativen Technik sind wir Vorreiter im Westerwald“, berichtet er weiter.
Erstmals wird nun das 1,2 km lange Rohr in der Gemarkung Holler mit dem neuen Verfahren in 12 Abschnitten saniert – der längste davon 300 Meter. Das Rohr misst 400 Millimeter im Durchmesser. Nach der Sanierung wird es einen Durchmesser von 350 Millimeter haben. „Das ist der einzige Nachteil des Verfahrens“, erklärt Maurer. „Der Durchmesser des Rohres verkleinert sich geringfügig. Für die anfallende Abwassermenge reicht die Größe jedoch trotzdem aus.“ Insgesamt betreibt die VG-Werke beim Abwasser ein Leitungsnetz von 380 km sowie 60 km immer größer werdender Verbindungssammler, die das Abwasser der einzelnen Haushalte, Straßen und Gemeinden zusammenführen und auf die acht Kläranlagen verteilen. Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der VG Montabaur folgt dabei soweit es möglich ist der Topographie, denn das Wasser bzw. Abwasser soll möglichst bergab laufen. „Da sich das neue Verfahren bewährt hat, werden wir es auch künftig einsetzen“, berichtet Maurer.
So funktioniert das Wickelrohrverfahren
Zunächst einer der Kontrollschächte geöffnet und ein breites Kunststoffband in das zu sanierende Rohr eingeführt. Eine Maschine schiebt dieses PVC-Auskleidungsprofil am inneren Rand des Rohres kontinuierlich vorwärts, so dass es sich spiralförmig im Rohr aufwickelt und miteinander verbindet. Der Kunststoff bildet so eine neue, dichte Ableitungsoberfläche.
Danach wird eine Stützkonstruktion aus Metall eingebaut, die die PVC-Auskleidung während der nachfolgenden Mörtelinjektion abstützt. Anschließend wird ein quellfähiger Spezial-Mörtel zwischen die Innenwand des alten Rohres und die neue Wickelrohrschicht gespritzt. So entsteht ein dauerhafter und stabiler Verbund. Anschließend wird die Stützkonstruktion entnommen und schon ist die Leitung wieder einsatzbereit.
Montabaur
Wildpark Westerwald und Radsportteam machen künftig gemeinsame Sache „Equipe Euodek“ ist mobiler Werbepartner fur Freizeiteinrichtung in Gackenbach
MONTABAUR Der so erfolgreich neu gestartete Wildpark Westerwald hat das traditionsreiche Radsportteam Equipe EuroDeK in den beiden heimischen Radsportvereinen RSG Montabaur und RSV Oranien Nassau als Werbepartner gewonnen. Die Radsportler wollen auf und neben dem Rennrad bei ihren Rundfahrten und weiteren Veranstaltungen landesweit für den Park im Buchfinkenland werben. Präsentiert wurde diese neue Partnerschaft beim jährlichen Radler-Neujahrstreff. Dazu waren viele Aktive, Partner, Angehörige und Freunde des heimischen Radsportteams in den Saal des Gasthauses „Zum grünen Baum“ in Horbach gekommen.
Mit dabei waren auch Tanja Stephan und Bernd Höhne, Eigentümerin und Geschäftsführer der Firma Medizintechnik Stephan GmbH in Gackenbach. Beide sind mit Holger Kappler Gesellschafter der neu gegründeten „Wildpark Westerwald gGmbH“ als Träger des Parks ganz im Süden des Westerwaldes an der Grenze zum Rhein-Lahn-Kreis. „Wir sind als Trio mit viel Leidenschaft für die Region das Risiko eingegangen, in eine neue Zukunft des Parks zu investieren und uns stark zu engagieren“, so Höhne, der auch Vorsitzender des neuen Fördervereins für den Wildpark ist. Er fügte hinzu, dass mit dem engagierten Team im Park und dem wachsenden Förderverein der Start mehr als gelungen ist. Tanja Stephan zeigte sich zufrieden, dass mit der weithin bekannten Equipe ein optimaler Werbepartner gefunden wurde! Schon im Frühling sollen alle 25 aktiven Radsportler mit dem Logo des Wildparks auf dem Trikot unterwegs sein und für diesen werben.
Zweiter Schwerpunkt des Radler-Neujahrstreffs war ein Rückblick mit vielen Fotos und Geschichten auf die große „Sachsen-Rundfahrt“ der Equipe EuroDeK im Juni letzten Jahres auf den Spuren der untergegangenen DDR und des „Aufbau Ost“ 35 Jahre nach der Wiedervereinigung. Den Gästen wurde eindrucksvoll klar, dass die 6 Etappen mit zurückgelegten 874 km durch 369 Dörfer und Städte nicht nur sportlich, sondern auch politisch bei vielen Gesprächen, Begegnungen und Besichtigungen eine große Herausforderung für die 19 Teilnehmenden waren. Im Mittelpunkt stand immer wieder die Frage, was die Wiedervereinigung, für die nicht mehr ganz so neuen Bundesländer im Osten gebracht hat und wie sich beispielsweise Sachsen zwischen Tradition und Zukunft entwickelt hat.
Als Ergebnis der Rundfahrt konnten die beteiligten Radsportler in der Präsentation beim Neujahrstreff feststellen, dass der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl mit der Aussicht auf blühende Landschaften nicht ganz daneben lag: es hat sich sehr viel getan! Erstaunlich sei nur die schlechte Stimmung und der wachsende Trend zu vermeintlich einfachen rechtsradikalen „Lösungen“. Darüber wurde auch nach der letzten Etappen in Sebnitz viel geredet, der Partnerstadt von Montabaur. Deren Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher als Schirmherrin der Tour und der Sebnitzer Oberbürgermeister Ronald Kretzschmar äußerten ihre Hoffnung, dass die etwas eingeschlafene Städtepartnerschaft wieder etwas belebt werden kann.
Für die Aktiven und Verantwortlichen der inzwischen mit ihrem einzigartigen Ansatz, nämlich dem Einsatz für Europa, Demokratie und Klimaschutz auf und neben dem Rennrad, über die Landesgrenzen hinaus einzigartigen Equipe EuroDeK, war der Neujahrsempfang auch eine passende Gelegenheit, die umfassenden Planungen für das neue Radsportjahr kurz vorzustellen. Ein Höhepunkt dabei die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt vom 14. bis 21.6.2026 zum Thema „Tourismus ist ein Plus für alle“. Schirmherr der Tour ist Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Etwas Besonderes auch am 5. und 6.9.2026 ein Zweietappenfahrt im Norden unseres Bundeslandes, die sich bei 6 Stationen mit dem Thema „Lebenselixier Wasser“ beschäftigt.
Darüber hinaus wird über die Weiterentwicklung der Equipe intensiv bei einem gemeinsamen zweiten „Arbeitsfrühstück“ am 28.2.2026 im Karlsheim in Kirchähr gesprochen. Auf dem Programm auch viele weitere Ausfahrten und Treffen: so das „Kirmesrennen“ am 9.5. in Daubach und die Radlerfete am 8.8. in MT-Bladernheim. Erstmals wird am 19.2. in Kooperation mit AB-Radsport in Holler ein Rennrad-Service-Workshop stattfinden. Und bereits am 26.1. wird zusammen mit der DFG Montabaur zu einem Infoabend zur politischen Situation im Nachbarland Frankreich eingeladen, zu dem es viele langjährige Radsportkontakte der Equipe im Rahmen bestehender Städtepartnerschaften gibt.
Für diese und weitere Vorhaben suchen die Equipler in den beiden heimischen Radsportvereinen RSG Montabaur und RSV Oranien Nassau noch einige Sponsoren, die das Team mit ihren Leitzielen Europa, Demokratie und Klimaschutz sowie der deutsch-französischen Freundschaft und der Unterstützung heimischer Einrichtungen, noch bei der Realisierung ihrer vielen Projekte unterstützen wollen. Bisher freuen sich alle über die Förderung durch die Sparkasse Westerwald-Sieg und Holzbau Kappler mit Sitz im Gelbachtal. Da einige bisher aktive Radsportler ihr aktive Laufbahn beendet haben und zu den „Radsportveteranen“ in der Equipe gewechselt sind, gibt es auch für Interessierte Radler die Möglichkeit im Team neu einzusteigen. Mehr Infos zur Equipe EuroDeK und den Möglichkeiten, diese zu unterstützen sowie einer aktiven Teilnahme, gerne beim Equipe-Koordinator Uli Schmidt unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.
Montabaur
Internationaler Eisbachtaler Budenzauber lockt am Wochenende nach Montabaur
MONTABAUR Hallenfußball mit Nachwuchs von Bundesliga- und Profiteams bieten die Sportfreunde Eisbachtal am 10. und 11. Januar in den Kreissporthallen in Montabaur. Der „Eisbachtaler Budenzaubers“ lockt dabei bereits zum dritten Mal in die Westerwälder Kreisstadt ein, wo sich U10- und U12-Teams messen werden – dieses Mal sogar mit Teams aus vier Nationen. Los geht es am Samstag, 10. Januar, mit den Teilnehmern mit der U12-Konkurrenz: Ab 11 Uhr treten dann hier neben den gastgebenden Sportfreunden Eisbachtal, deren Kooperationspartner 1. FSV Mainz 05, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf, Viktoria Köln, Royal Sporting Club Charleroi, KAS Eupen (beide aus Belgien), der SC Staaken aus Berlin sowie zwei Teams der Sportfreunde Eisbachtal an.
Tagsdrauf wird am Sonntag, 11. Januar, dann ab 11 Uhr der Sieger in der Altersklasse U10 ermittelt. Neben dem 1. FSV Mainz 05, dem 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Fortuna Düsseldorf, der FC Barcelona Academy Zürich sowie der Swiss Football School gehen auch die Sportfreunde Eisbachtal als Gastgeber an den Start. Los geht es hier ab 11 Uhr. Parallel läuft am Sonntag in Halle 2 ab 10 Uhr ein Leistungsvergleich von U12-Teams an dem neben den Eisbären Viktoria Köln, der SC Staaken, der FC Racing Union aus Luxemburg und der SV Wehen Wiesbaden teilnehmen. Der Eintritt an beiden Turniertagen ist frei.
Koblenz
Zum Jahreswechsel: Danke für Vertrauen, Hinweise und Kritik
RHEIN-LAHN Mit dem Übergang von 2025 zu 2026 endet für den BEN Kurier ein weiteres intensives Jahr regionaler Berichterstattung. Ein Jahr mit vielen Themen, Gesprächen, Recherchen und Geschichten aus unserer Heimat – getragen vor allem von den Menschen, die diese Region ausmachen.
Journalismus lebt vom Vertrauen der Leserinnen und Leser. Vom offenen Hinweis, von der kritischen Nachfrage, vom Widerspruch ebenso wie von der Zustimmung. Auch im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Hinweise erreicht, viele davon aus der Mitte der Gesellschaft. Sie haben Themen angestoßen, Missstände sichtbar gemacht, Entwicklungen begleitet und Diskussionen ermöglicht. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.
Der BEN Kurier versteht sich als unabhängiges regionales Medium. Unser Anspruch ist es, sachlich zu berichten, kritisch nachzufragen und Entwicklungen transparent darzustellen, unabhängig von parteipolitischen oder persönlichen Interessen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies nicht immer bequem, aber notwendig. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit braucht verlässliche Informationen.
2025 war zugleich ein Jahr, das gezeigt hat, wie wichtig lokaler Journalismus weiterhin ist. Entscheidungen vor Ort, gesellschaftliche Debatten, ehrenamtliches Engagement, wirtschaftliche Herausforderungen und persönliche Schicksale, all das findet nicht abstrakt statt, sondern direkt vor unserer Haustür. Diese Nähe verpflichtet zu Sorgfalt, Verantwortung und Fairness.
Zum Jahreswechsel blicken wir mit Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Verantwortung auf das Kommende. Auch 2026 wird der BEN Kurier aufmerksam hinschauen, zuhören und berichten. Nicht lauter als nötig, aber klar. Nicht gefällig, sondern verlässlich. Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre kritische Begleitung.
Der BEN Kurier wünscht einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.
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