Montabaur
Kita Entdeckungskiste in Stahlhofen: Neuer Anbau feierlich eingeweiht
Leonard Stera durfte das Band durchschneiden und damit den Anbau offiziell eröffnen. Unterstützt wurde er von Pfarrer Steffen Henrich (r.) und von Bernd Schneider, dem Ersten Beigeordneten der Ortsgemeinde Daubach.
STAHLHOFEN Mehr Platz für Kinder: Mit dem neuen Anbau hat die Kita Entdeckungskiste in Stahlhofen 20 zusätzliche Plätze geschaffen und kann 70 Kinder in drei Gruppen betreuen. Es sind funktionale, moderne und helle Räume entstanden, die im Altbau teilweise gefehlt haben; nun erfüllt die Kita alle gesetzlichen Auflagen. Die Bauarbeiten wurden bei laufenden Betrieb durchgeführt, doch mit der Toleranz und viel Verständnis von allen Beteiligten verlief die Maßnahme problemlos. Ein besonderes Dankeschön geht an die Else-Schütz-Stiftung, die die Maßnahme mit 600.000 Euro unterstützt hat.
„Möge dieses Haus ein Ort für viele sein“, wünscht sich Patrick George, Ortsbürgermeister von Stahlhofen, zur Einweihung des Anbaus der Kita Entdeckungskiste. „Wir wollten junge Familien und eine gute Einrichtung im Ort halten“, begründet er den Ausbau. Bereits im Jahr 2017 war absehbar, dass die 50 Kita-Plätze für die Ortsgemeinden Stahlhofen und Daubach nicht ausreichen würden und die Einrichtung erweitert werden muss. Eine Voraussetzung war, dass die Gemeinde das angrenzende Grundstück erwerben konnte. Träger der KiTa ist die katholische Pfarrei St. Peter in Montabaur. Nach der Erweiterung Anbau werden nun 32 Ganztags-, 38 Teilzeitplätze inklusive drei U2-Plätze angeboten. 13 Erzieherinnen, eine Auszubildende, ein FSJler, zwei Köche, zwei Reinigungskräfte und ein Hausmeister sorgen täglich dafür, dass die Kleinen bestens betreut und versorgt werden, um einen guten Start ins Leben zu erhalten.
Seit dem Frühjahr ist der Anbau komplett in Betrieb und mit Leben erfüllt. Und so singen die Kita-Kinder zu Einweihung fröhlich: „Kita ist mehr als Toben und Tanzen, Kita heißt miteinander zu wachsen, Kita heißt Herz, Kita sind wir“. Nach einem feierlichen Einweihungsgottesdienst dankt George in seiner Eröffnungsansprache allen Beteiligten für viel Toleranz und Verständnis während der Bauphase. „Ohne das wäre es nicht möglich gewesen“. Er grüßte alle Gäste von seinem Amtskollegen Thorsten Hahn aus Daubach, der nicht anwesend sein konnte, aber ebenfalls an dem Bauprojekt beteiligt war, denn die Daubacher Kinder besuchen ebenfalls die Kita Entdeckungskiste. Die Projektleitung für die Baumaßnahme hatten Sascha Schmidt und David Stein von der Verbandsgemeinde Montabaur. Entwurf und Planung für den Anbau stammen vom Daubacher Architekturbüro Hartenstein, das auch die Bauleitung übernommen hatte.
Kita-Leiterin Andrea Löhr-Metternich berichtet von den besonderen Augenblicken, die ihr Team mit den Kindern erlebt hat. So war es für die kleinen Bewohner stets spannend, wenn Baumaterial angeliefert wurde, ein riesiger Kran auf dem Gelände stand oder das ganze Gebäude beim Einsatz der Rüttelplatte vibrierte. Auch dass die Fenster immer schnell geschlossen wurden, sobald die Bautoilette gereinigt wurde, sorgte bei den Kindern für Heiterkeit.
Ein Überraschungsgeschenk gab es zum Einzug vom FSV Gelbachtaler Sportfreunde, die den Kindern ein kleines Fußballtor schenkten. Andree Stein, Erster Beigeordneter der VG Montabaur, freut sich über 20 neue Kita-Plätze, denn sie sichern den Nachwuchs für die Region. Augenzwinkernd appelliert er an die Bewohner, dafür Sorge zu tragen, dass die Plätze stets besetzt bleiben. Anna Paris, die zuständige Kita-Koordinatorin der Pfarrei, betonte, dass das Projekt von vielen Händen getragen wurde und so erfolgreich war, weil jeder an seinem Platz mit angepackt habe. Nach der Segnung des Hauses durch Pfarrer Steffen Henrich durfte Kita-Kind Leonard Stera zur offiziellen Eröffnung das Band durchschneiden. Im Anschluss gab es ein buntes Rahmenprogramm, bei dem auch für Essen und Trinken bestens gesorgt war.
Insgesamt wurden rund 1,8 Mio. Euro in die Maßnahme investiert. Es werden Zuschüsse in Höhe von 163.500 Euro seitens des Landes und rund 440.000 Euro seitens des Westerwaldkreises erwartet. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die Else-Schütz-Stiftung, die den Bau mit Euro 600.000,- unterstützt hat. Die Spende wurde vor allem für ein modernes Raumluftkonzept und die Errichtung einer Frischkostküche verwendet. Somit haben die Kinder nun täglich die Möglichkeit, das von zwei Köchinnen frisch zubereitete Essen zu genießen und sich gesund zu ernähren (pm Verbandsgemeinde Montabaur).
BEN Radio
Zum Jahreswechsel: Danke für Vertrauen, Hinweise und Kritik
RHEIN-LAHN Mit dem Übergang von 2025 zu 2026 endet für den BEN Kurier ein weiteres intensives Jahr regionaler Berichterstattung. Ein Jahr mit vielen Themen, Gesprächen, Recherchen und Geschichten aus unserer Heimat – getragen vor allem von den Menschen, die diese Region ausmachen.
Journalismus lebt vom Vertrauen der Leserinnen und Leser. Vom offenen Hinweis, von der kritischen Nachfrage, vom Widerspruch ebenso wie von der Zustimmung. Auch im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Hinweise erreicht, viele davon aus der Mitte der Gesellschaft. Sie haben Themen angestoßen, Missstände sichtbar gemacht, Entwicklungen begleitet und Diskussionen ermöglicht. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.
Der BEN Kurier versteht sich als unabhängiges regionales Medium. Unser Anspruch ist es, sachlich zu berichten, kritisch nachzufragen und Entwicklungen transparent darzustellen, unabhängig von parteipolitischen oder persönlichen Interessen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies nicht immer bequem, aber notwendig. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit braucht verlässliche Informationen.
2025 war zugleich ein Jahr, das gezeigt hat, wie wichtig lokaler Journalismus weiterhin ist. Entscheidungen vor Ort, gesellschaftliche Debatten, ehrenamtliches Engagement, wirtschaftliche Herausforderungen und persönliche Schicksale, all das findet nicht abstrakt statt, sondern direkt vor unserer Haustür. Diese Nähe verpflichtet zu Sorgfalt, Verantwortung und Fairness.
Zum Jahreswechsel blicken wir mit Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Verantwortung auf das Kommende. Auch 2026 wird der BEN Kurier aufmerksam hinschauen, zuhören und berichten. Nicht lauter als nötig, aber klar. Nicht gefällig, sondern verlässlich. Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre kritische Begleitung.
Der BEN Kurier wünscht einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.
Montabaur
Großer Gewinn für E-Bike-Fan in Montabaur evm-Kunde freut sich über 2.000 Euro-Gutschein
MONTABAUR Roland Goerke aus Montabaur hat bei einem Gewinnspiel der Energieversorgung Mittelrhein (evm) einen Gutschein von Fahrrad Franz im Wert von 2.000 Euro gewonnen. Teilgenommen hatte er bei einer der zahlreichen Veranstaltungen, auf denen die evm in der Region präsent ist.
„Uns ist es wichtig, in der Region sichtbar und ansprechbar zu sein – nicht nur in unseren 11 Kundenzentren, sondern auch auf Messen und Events“, erklärt Nicole Schröder, bei der evm verantwortlich für das Veranstaltungsmanagement. „So zeigen wir unsere Verbundenheit mit den Menschen vor Ort. Und weil Gewinnspiele einfach Spaß machen, verlosen wir bei jeder Veranstaltung kleine Preise – sowie einmal im Jahr einen großen Hauptgewinn.“
Der zufriedene Gewinner nutzte die Gelegenheit und sicherte sich mit etwas Glück den Hauptpreis. Als begeisterter E-Bike-Fahrer möchte er den Gutschein für Winter-Fahrradkleidung und ein kleines Fahrrad für seinen Enkel einsetzen.
Gesundheit
Damit Hilfe wirklich hilft: Anziehpunkt Montabaur bittet um wohlüberlegte Sachspenden Caritas dankt für große Spendenbereitschaft – und ruft zur Achtsamkeit auf: Gut erhalten statt aussortiert
MONTABAUR „Wir gehen unter“, sagt Vera Zimmermann, Einrichtungsleiterin des Caritas-Anziehpunkts in Montabaur – und meint das wörtlich. Der Secondhand-Laden in der Kirchstraße 17 mitten in der Innenstadt wird derzeit überflutet mit Sachspenden. „Wir freuen uns sehr über die Hilfsbereitschaft der Menschen. Aber leider ist ein großer Teil der Spenden einfach nicht mehr zu gebrauchen“, erklärt Zimmermann.
Immer wieder landen Kleidungsstücke und Haushaltswaren im Anziehpunkt, die sichtbare Gebrauchsspuren aufweisen: Flecken, ausgeleierte Hosen, Kragenspeck an Hemden, Knötchen im Pulli. „So schade es ist: Solche Dinge können wir nicht weitergeben. Uns fehlt schlicht die Zeit und das Personal, alles zu waschen oder zu reparieren“, so Vera Zimmermann.
Was nicht in den Verkauf kann, muss entsorgt werden – und das kostet künftig sogar Geld. „Bisher wurden die aussortierten Dinge kostenlos abgeholt. Künftig aber müssen wir die Entsorgung bezahlen. Das belastet uns zusätzlich – und steht natürlich im Widerspruch zu unserem Nachhaltigkeitsgedanken“, betont die Leiterin. Ein Teil der aussortierten Ware wird recycelt oder geht in Drittländer, ein kleiner Teil wird endgültig vernichtet.
Der Appell an die Bevölkerung ist daher eindeutig: Spenden Sie gerne – aber bitte nur einwandfreie und saubere Ware. „Unsere Kundinnen und Kunden freuen sich über gute, gepflegte Kleidung und intakte Haushaltswaren. Das, was Sie selbst noch guten Gewissens tragen oder verschenken würden, ist auch für uns geeignet“, so Zimmermann.
Um die Flut an Spenden künftig besser bewältigen zu können, gelten im Anziehpunkt Montabaur ab Januar 2026 feste Annahmezeiten:
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Montag 9 bis 12 Uhr
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Mittwoch 9 bis 12 Uhr
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Freitag 13 bis 16 Uhr
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Samstag 10 bis 13 Uhr
„Wir bitten alle Spenderinnen und Spender dringend, sich an diese Zeiten zu halten“, sagt Vera Zimmermann. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Spenden auch ordentlich entgegengenommen und sortiert werden können.“ Wer etwas Wartezeit mitbringt, wird im Anziehpunkt freundlich empfangen: „Natürlich bieten wir unseren Spenderinnen und Spendern gerne einen Sitzplatz und eine Tasse Kaffee an“, fügt sie mit einem Lächeln hinzu. Maximal sollten die Spenden nicht mehr als ein bis zwei Einkaufstaschen umfassen, Spenden in Säcken oder Kartons sind nicht möglich.
Der Anziehpunkt in Montabaur ist ein Secondhand-Laden des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn. Hier kann jeder einkaufen – unabhängig vom Einkommen. Angeboten werden u.a. Baby- und Kinderkleidung (bis Größe 176), Schwangerenbekleidung, Kinderwagen, Kinderbetten, Spielsachen, Damen- und Herrenbekleidung, Bett- und Tischwäsche, Handtaschen, Haushaltswaren (bitte keine Einzelteile), Modeschmuck, Accessoires und Dekoartikel.
„Unsere Arbeit lebt vom Miteinander“, sagt die Einrichtungsleiterin. Rund 60 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit im Montabaurer Anziehpunkt. Sie sortieren, beraten, verkaufen und hören zu – denn längst ist der Laden mehr als ein Ort zum Stöbern. „Viele Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Reden. Der Anziehpunkt ist für sie ein Stück Gemeinschaft geworden.“
Kontakt: Anziehpunkt Montabaur, Kirchstraße 17, 56410 Montabaur, Telefon: (02602) 997043, E-Mail: anziehpunkt-ww@cv-ww-rl.de. (pm Caritas Westerwald | Rhein-Lahn)
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