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Montabaur

Die alten Bäume sind wieder zurück in der Kita St. Martin in Montabaur

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Die Kinder enthüllen ihr neues Spielgerät zusammen mit der Künstlerin Jutta Faßhauer-Jung
Foto: Stadt Montabaur/ Viola Marschall
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MONTABAUR Die Kita St. Martin in Montabaur derzeit umfangreich umgebaut und erweitert. Für die Bauarbeiten mussten ein paar Bäume gefällt werden. Diese sind nun in Form eines bespielbaren Holz-Kunstwerks zur Kita zurückgekehrt: Die Kinder können ab sofort mit der „Bärenbande“ auf große Fahrt gehen. Das neue Kunstwerk mit massiver Holzüberdachung stammt von der Bildhauerin Jutta Faßhauer-Jung. Wir waren sehr traurig, als die Bäume gefällt werden mussten, um Platz für den neuen Anbau zu schaffen“, sagt Kita-Leiterin Ulrike Floreth. „Aber jetzt sind sie wieder zu Hause“. Aufgrund des steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen wird die Kita St. Martin in Montabaur seit Mai 2024 erweitert. Der Baumaßnahme fielen leider einige der alten Bäume zum Opfer, um Platz für den neuen Anbau zu schaffen.

Kunst am Bau“ – mehr als eine gesetzliche Vorgabe

Bei öffentlichen Bauprojekten muss ein bestimmter Prozentsatz der Baukosten (hier 1,5%) für „Kunst am Bau“ investiert werden. „Kunst am Bau“ ist Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses eines Landes, sichert Kunstförderung und unterstützt Kunstschaffende. Bereits vor Baubeginn hatte die Stadt Montabaur einen Künstlerwettbewerb durchgeführt und verschiedene Vorschläge verschiedener Künstler erhalten. „Unsere Vorgabe war, dass die gefällten Bäume Verwendung auf dem Spielgelände finden und somit einen Erinnerungswert erhalten, erzählt Projektleiterin Julia Moser-Winterweber. Eine weitere Vorgabe war, dass ein für die Kinder bespielbares Kunstwerk entsteht.

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Gewonnen hat den Wettbewerb die Künstlerin Jutta Faßhauer-Jung mit ihrem Entwurf für die „Bärenbande – vom Baum zum Schiff. Entstanden ist eine stabile Holzkonstruktion, die sicher verarbeitet ist und den Kindern als Klettergerüst zusätzlichen Spielspaß bietet. „Die fröhliche Bärenbande hat sich den alten Baumstamm geschnappt und nutzt ihn von nun an als Schiff“, erklärt die Künstlerin ihre Idee dahinter. Und „es ist noch viel Platz an Bord“. Die Kinder können sich also dazusetzen und mit den Bären auf große Fahrt gehen und die Welt entdecken.

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Gemeinsam mit den künftigen Passagieren hat sie das Kunstwerk enthüllt, die auch gleich fröhlich auf dem „Schiff“ Platz nahmen. Und es gibt viel zu entdecken. So stecken Blumen hinter den Ohren, ein Mäuschen fährt mit und es scheint, als „schwimmen“ einige Bären neben dem Floß im Sand. Die liebevolle und gleichzeitig stabile Arbeit begeistert die Kinder vom ersten Moment an. „Wir ziehen demnächst in das gelbe Zimmer. Von dort aus haben wir den allerbesten Blick im ganzen Haus auf die Bärenbande“, freut sich ein Kind. Zum Schutz vor Hitze und Regen wurde das neue Spielgerät mit einer massiven Holzüberdachung versehen. „Die neue Konstruktion ergänzt unser naturnahes Außengelände mit dem alten Baumbestand ideal“, berichtet Kita-Leiterin Eva Schmidt. „Ganz im Sinne unseres Konzepts, bei jedem Wetter draußen spielen zu können.“

Jutta Faßhauer-Jung hat bereits im letzten Jahr mit den Arbeiten begonnen. „Die kleineren Teile konnte ich in der Werkstatt anfertigen. Für die großen Bäume musste ich auf gutes Wetter warten, damit ich sie draußen bearbeiten konnte. Rund 2.648 kg wiegt die Konstruktion, die schließlich mit einem Kran und fünf starken Männern zurück an Ort und Stelle transportiert wurde. „Ich wünsche mir, dass die Bärenskulptur als heitere Ecke, aber auch als Rückzugsort dient“, sagt die Künstlerin.

Dr. Andreas Wechsung, Erster Beigeordneter der Stadt Montabaur, gratulierte zum gelungenen Kunstwerk. „Ich freue mich, dass die Bäume eine neue Funktion und damit eine neue Qualität erhalten.“ Pfarrer Steffen Henrich spricht seinen Segen vor allem mit dem Ziel, dass die Kinder mutig und neugierig ihr neues Spielgerät erkunden und vor Verletzungen geschützt sind.

Infokasten: Neuer Parkplatz mit 35 Stellplätzen

Auch der neue Parkplatz, an der Elgendorfer Straße direkt neben dem Kita-Gelände gelegen, ist fertig und zur Nutzung freigegeben. Bereits im letzten Jahr hatte die Stadt das Grundstück erworben. Die 35 Stellplätze stehen ab sofort für das Kita-Personal und für Kita-Eltern zur Verfügung; abends und an den Wochenenden kann dort jeder Bürger parken. Die Baukosten liegen bei rund 100.000 Euro. Zusätzlich wird noch ein kleiner Parkplatz für das Bringen und Abholen der Kinder vor dem künftigen Eingang der Kita an der Martin-Luther-Straße entstehen. (PM Ortsgemeindeverwaltung Montabaur)

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Zum Jahreswechsel: Danke für Vertrauen, Hinweise und Kritik

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RHEIN-LAHN Mit dem Übergang von 2025 zu 2026 endet für den BEN Kurier ein weiteres intensives Jahr regionaler Berichterstattung. Ein Jahr mit vielen Themen, Gesprächen, Recherchen und Geschichten aus unserer Heimat – getragen vor allem von den Menschen, die diese Region ausmachen.

Journalismus lebt vom Vertrauen der Leserinnen und Leser. Vom offenen Hinweis, von der kritischen Nachfrage, vom Widerspruch ebenso wie von der Zustimmung. Auch im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Hinweise erreicht, viele davon aus der Mitte der Gesellschaft. Sie haben Themen angestoßen, Missstände sichtbar gemacht, Entwicklungen begleitet und Diskussionen ermöglicht. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.

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Der BEN Kurier versteht sich als unabhängiges regionales Medium. Unser Anspruch ist es, sachlich zu berichten, kritisch nachzufragen und Entwicklungen transparent darzustellen, unabhängig von parteipolitischen oder persönlichen Interessen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies nicht immer bequem, aber notwendig. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit braucht verlässliche Informationen.

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2025 war zugleich ein Jahr, das gezeigt hat, wie wichtig lokaler Journalismus weiterhin ist. Entscheidungen vor Ort, gesellschaftliche Debatten, ehrenamtliches Engagement, wirtschaftliche Herausforderungen und persönliche Schicksale, all das findet nicht abstrakt statt, sondern direkt vor unserer Haustür. Diese Nähe verpflichtet zu Sorgfalt, Verantwortung und Fairness.

Zum Jahreswechsel blicken wir mit Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Verantwortung auf das Kommende. Auch 2026 wird der BEN Kurier aufmerksam hinschauen, zuhören und berichten. Nicht lauter als nötig, aber klar. Nicht gefällig, sondern verlässlich. Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre kritische Begleitung.
Der BEN Kurier wünscht einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.

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Montabaur

Großer Gewinn für E-Bike-Fan in Montabaur evm-Kunde freut sich über 2.000 Euro-Gutschein

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Foto: Johanna Berenz.
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MONTABAUR Roland Goerke aus Montabaur hat bei einem Gewinnspiel der Energieversorgung Mittelrhein (evm) einen Gutschein von Fahrrad Franz im Wert von 2.000 Euro gewonnen. Teilgenommen hatte er bei einer der zahlreichen Veranstaltungen, auf denen die evm in der Region präsent ist.

Uns ist es wichtig, in der Region sichtbar und ansprechbar zu sein – nicht nur in unseren 11 Kundenzentren, sondern auch auf Messen und Events“, erklärt Nicole Schröder, bei der evm verantwortlich für das Veranstaltungsmanagement. „So zeigen wir unsere Verbundenheit mit den Menschen vor Ort. Und weil Gewinnspiele einfach Spaß machen, verlosen wir bei jeder Veranstaltung kleine Preise – sowie einmal im Jahr einen großen Hauptgewinn.“

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Der zufriedene Gewinner nutzte die Gelegenheit und sicherte sich mit etwas Glück den Hauptpreis. Als begeisterter E-Bike-Fahrer möchte er den Gutschein für Winter-Fahrradkleidung und ein kleines Fahrrad für seinen Enkel einsetzen.

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Gesundheit

Damit Hilfe wirklich hilft: Anziehpunkt Montabaur bittet um wohlüberlegte Sachspenden Caritas dankt für große Spendenbereitschaft – und ruft zur Achtsamkeit auf: Gut erhalten statt aussortiert

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Foto: Caritasverband Westerwald - Rhein-Lahn | Holger Pöritzsch
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MONTABAURWir gehen unter“, sagt Vera Zimmermann, Einrichtungsleiterin des Caritas-Anziehpunkts in Montabaur – und meint das wörtlich. Der Secondhand-Laden in der Kirchstraße 17 mitten in der Innenstadt wird derzeit überflutet mit Sachspenden. „Wir freuen uns sehr über die Hilfsbereitschaft der Menschen. Aber leider ist ein großer Teil der Spenden einfach nicht mehr zu gebrauchen“, erklärt Zimmermann.

Immer wieder landen Kleidungsstücke und Haushaltswaren im Anziehpunkt, die sichtbare Gebrauchsspuren aufweisen: Flecken, ausgeleierte Hosen, Kragenspeck an Hemden, Knötchen im Pulli. „So schade es ist: Solche Dinge können wir nicht weitergeben. Uns fehlt schlicht die Zeit und das Personal, alles zu waschen oder zu reparieren“, so Vera Zimmermann.

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Was nicht in den Verkauf kann, muss entsorgt werden – und das kostet künftig sogar Geld. „Bisher wurden die aussortierten Dinge kostenlos abgeholt. Künftig aber müssen wir die Entsorgung bezahlen. Das belastet uns zusätzlich – und steht natürlich im Widerspruch zu unserem Nachhaltigkeitsgedanken“, betont die Leiterin. Ein Teil der aussortierten Ware wird recycelt oder geht in Drittländer, ein kleiner Teil wird endgültig vernichtet.

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Der Appell an die Bevölkerung ist daher eindeutig: Spenden Sie gerne – aber bitte nur einwandfreie und saubere Ware. „Unsere Kundinnen und Kunden freuen sich über gute, gepflegte Kleidung und intakte Haushaltswaren. Das, was Sie selbst noch guten Gewissens tragen oder verschenken würden, ist auch für uns geeignet“, so Zimmermann.

Um die Flut an Spenden künftig besser bewältigen zu können, gelten im Anziehpunkt Montabaur ab Januar 2026 feste Annahmezeiten:

  • Montag 9 bis 12 Uhr

  • Mittwoch 9 bis 12 Uhr

  • Freitag 13 bis 16 Uhr

  • Samstag 10 bis 13 Uhr

Wir bitten alle Spenderinnen und Spender dringend, sich an diese Zeiten zu halten“, sagt Vera Zimmermann. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Spenden auch ordentlich entgegengenommen und sortiert werden können.“ Wer etwas Wartezeit mitbringt, wird im Anziehpunkt freundlich empfangen: „Natürlich bieten wir unseren Spenderinnen und Spendern gerne einen Sitzplatz und eine Tasse Kaffee an“, fügt sie mit einem Lächeln hinzu. Maximal sollten die Spenden nicht mehr als ein bis zwei Einkaufstaschen umfassen, Spenden in Säcken oder Kartons sind nicht möglich.

Der Anziehpunkt in Montabaur ist ein Secondhand-Laden des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn. Hier kann jeder einkaufen – unabhängig vom Einkommen. Angeboten werden u.a. Baby- und Kinderkleidung (bis Größe 176), Schwangerenbekleidung, Kinderwagen, Kinderbetten, Spielsachen, Damen- und Herrenbekleidung, Bett- und Tischwäsche, Handtaschen, Haushaltswaren (bitte keine Einzelteile), Modeschmuck, Accessoires und Dekoartikel.

Unsere Arbeit lebt vom Miteinander“, sagt die Einrichtungsleiterin. Rund 60 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit im Montabaurer Anziehpunkt. Sie sortieren, beraten, verkaufen und hören zu – denn längst ist der Laden mehr als ein Ort zum Stöbern. „Viele Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Reden. Der Anziehpunkt ist für sie ein Stück Gemeinschaft geworden.“

Kontakt: Anziehpunkt Montabaur, Kirchstraße 17, 56410 Montabaur, Telefon: (02602) 997043, E-Mail: anziehpunkt-ww@cv-ww-rl.de. (pm Caritas Westerwald | Rhein-Lahn)

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