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Gesundheit

Caritas-Werkstätten in Rotenhain bieten Menschen mit Beeinträchtigung seit drei Jahrzehnten Teilhabe am Arbeitsleben

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Happy Birthday Standort Rotenhain: Beschäftigte, Mitarbeitende und Gäste feierten gemeinsam das 30-jährige Bestehen der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Rotenhain. Neben einem Gottesdienst standen vor allem Spiel, Spaß und kulinarische Leckereien im Mittelpunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten. Foto: Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn/Holger Pöritzsch
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ROTENHAIN Der Standort Rotenhain der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn hatte allen Grund zum Feiern: Die Einrichtung wurde 30 Jahre alt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 bietet die Caritas-Werkstatt in der Bahnhofstraße 9 Menschen mit Beeinträchtigung eine erfüllende Perspektive und fördert ihre Teilhabe am Arbeitsleben. Obwohl die Einrichtung am Ortsrand von Rotenhain liegt, ist sie ein fester Bestandteil der Gemeinde und voll in das Dorfleben integriert. Das wurde auch bei den Feierlichkeiten deutlich, zu denen zahlreiche Rotenhainerinnen und Rotenhainer gekommen waren.

In seiner Festrede erinnerte Betriebsleiter Günter Keßler an die bewegende Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte. „Heute feiern wir den 30. Geburtstag unserer Caritas-Werkstatt in Rotenhain“, so Keßler. „Angefangen haben wir mit rund 80 Beschäftigten, die zuvor überwiegend in Montabaur tätig waren.“ Damals wie heute boten die Werkstätten Arbeitsbereiche wie Verpackung, Montage, Küche, Schreinerei und Palettenbau. In den vergangenen Jahren wurden jedoch umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu gehören die Erweiterung des Außenlagers, neue Verpackungsgruppen sowie die Modernisierung der Küche und der Pflegebäder.

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Caritas-Werkstätten in Rotenhain bieten Menschen mit Beeinträchtigung seit drei Jahrzehnten Teilhabe am Arbeitsleben

Der Wandel im Selbstverständnis der Werkstätten spiegelt sich auch in der Namensänderung im Jahr 2001 wider, als aus der „Werkstatt für Behinderte“ die „Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn“ wurden. „Die Umbenennung war Ausdruck eines Entwicklungssprungs“, unterstrich Günter Keßler. Heute stünden die Caritas-Werkstätten für Professionalität und Qualität und böten berufliche Bildung sowie individuelle Fördermöglichkeiten, die gezielt auf die Bedürfnisse der Beschäftigten zugeschnitten seien.

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In den vergangenen Jahren gab es viele Herausforderungen, positive und negative Ereignisse, aber vor allem viel Arbeit, viele unvergessliche Momente und einen tollen Zusammenhalt“, betonte der Betriebsleiter. Er dankte allen Beteiligten – den Mitarbeitenden, den ehrenamtlich Engagierten, den Angehörigen und Freunden sowie den Menschen mit Beeinträchtigung selbst, „die mit ihrem Optimismus und ihrer Lebensfreude die Caritas-Werkstatt täglich bereichern“.

Das Jubiläum stand nicht nur im Zeichen des Rückblicks, sondern auch eines klaren Bekenntnisses zur Zukunft. Keßler betonte das Ziel, auch künftig für eine Welt zu arbeiten, „in der Inklusion und Teilhabe am Arbeitsleben ein fester Bestandteil sind“. Die Beschäftigten hatten sich aktiv an der Planung des Festes beteiligt – ein Zeichen für den starken Gemeinschaftssinn, der diesen Standort seit drei Jahrzehnten prägt. Besonderes Lob gab es für den eigens zum Jubiläum gegründeten Chor „ChorWerk Inklusiv“, der im Rahmen des Gottesdienstes eine gelungene Premiere feierte.

Mit Stolz, Dankbarkeit und einem positiven Blick auf die kommenden Jahre endete die Feier in Rotenhain. „Wir wollen auch weiterhin als starke Gemeinschaft zusammenstehen und uns für Vielfalt und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft einsetzen“, betonte Günter Keßler abschließend.

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Gesundheit

Dr. Bernice Schwab eröffnet demnächst neue Hausarztpraxis in Nastätten Die Landärztin übernimmt die Praxisräume in der Römerstraße

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GESUNDHEIT Nastätten bekommt wieder eine feste hausärztliche Anlaufstelle. Nach der Schließung der Praxis Abts in der Römerstraße standen viele Patienten kurzfristig ohne Hausarzt da. Übergangsweise half eine mobile Station der Kassenärztlichen Vereinigung. Nun folgt eine nachhaltige Lösung: Bernice Schwab eröffnet in den ehemaligen Praxisräumen eine neue Hausarztpraxis. Die Renovierungsarbeiten laufen bereits.

Die Ärztin reagiert damit auf einen spürbaren Versorgungsdruck im Blauen Ländchen. In den vergangenen Jahren schlossen mehrere Praxen in der Region, allein im Raum Bogel drei. „Mit dem Weggang von Dr. Abts ist die Belastung weiter gestiegen“, sagt Schwab. In ihrem bestehenden Hausarztzentrum wurden in einem Quartal rund 400 Patienten aus Nastätten aufgenommen. „Die Anmeldung stößt an Grenzen, es bildeten sich zeitweise Schlangen bis auf die Straße. Das war für uns das Signal, eine zusätzliche Bleibe zu suchen.

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Bewährter Standort statt Neubau

Zunächst sei ein Standort im Krankenhaus geprüft worden, der sich jedoch als zu klein erwiesen habe. Der entscheidende Impuls kam vom Vermieter der früheren Praxisräume. „Die Räume sind den Menschen vertraut, eine gewachsene Institution. Das weiterzunutzen, statt neu aufzubauen, ist sinnvoll“ so Schwab. Die Insolvenzmasse der ehemaligen Praxis wurde übernommen, die Abläufe werden neu organisiert.

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Zum Start ist ein gestuftes Konzept geplant. Zunächst öffnet die Praxis an drei Vormittagen pro Woche, täglich mit zwei Ärzten vor Ort. Perspektivisch soll der Betrieb rasch ausgeweitet werden. Insgesamt stehen sechs Ärzte zur Verfügung, darunter auch Dr. Palacios, der zuletzt in den Räumen tätig war und für viele Patienten ein bekanntes Gesicht bleibt. Ziel ist es, Patienten wieder wohnortnah zu versorgen, die zuletzt in andere Orte ausweichen mussten.

Eröffnung in wenigen Monaten

Parallel zur medizinischen Organisation laufen Umbau und Modernisierung. „Wir erneuern bewusst, damit die Praxis nicht nur funktioniert, sondern auch einladend ist„, sagt Schwab. Wenn die formalen Schritte abgeschlossen sind und die Kassenärztliche Vereinigung grünes Licht gibt, rechnet sie mit einer Eröffnung in zwei bis drei Monaten.

Unterstützung erhält das Vorhaben auch von der Stadt. Marco Ludwig begleitet die Gespräche seit längerem. „Es ist gut, dass hier vor Ort wieder ein Angebot entsteht. Einige Patienten sind Richtung Bogel abgewandert, umso wichtiger ist die Rückkehr einer Praxis nach Nastätten„, sagt Ludwig. Er dankt dem Vermieter für die Ermöglichung des Projekts und erwartet spürbare Stabilität für die Versorgung vor Ort. „Gemeinschaftspraxen mit Außenstellen sind aus meiner Sicht das Modell der Zukunft.

Regionale Strategie gegen Ärztemangel

Die neue Praxis in der Römerstraße ist die dritte von Bernice Schwab im Rhein-Lahn-Kreis, neben Standorten in Bad Ems und Bogel. Zusätzlich arbeitet sie weiterhin als Landärztin und versorgt Patienten, die ihre Praxis nicht aufsuchen können. Dass die Römerstraße nun wieder zur Praxisadresse wird, kommt nicht völlig überraschend. Der Kontakt zwischen Schwab und Stadtbürgermeister Ludwig bestand bereits länger und bei der damaligen Eröffnung des Hausarztzentrums in Bogel wurde schon darüber gesprochen, dass eine Erweiterung in Richtung Nastätten sinnvoll sein könnte. Der Draht zwischen beiden blieb bestehen. Als sich die Schließung der Praxis Abts abzeichnete, bekam diese Idee neue Dringlichkeit und wurde schneller Realität, als viele erwartet hatten.

Für Nastätten und die umliegenden Gemeinden ist die Ansiedlung ein wichtiges Signal. Sie zeigt, dass dem Ärztemangel mit regionalen Netzwerken, flexiblen Strukturen und verlässlicher Zusammenarbeit begegnet werden kann. Wenn alles nach Plan läuft, feiert die Römerstraße noch im Frühjahr die Rückkehr einer Hausarztpraxis.

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Gesundheit

Auch das ist Trauer: Wenn niemand stirbt und doch alles verloren scheint Anja Schrock spricht mit Dr. Mathias Jung über Trauer, Einsamkeit und Verlust ohne Tod

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Foto: BEN Kurier - Fotomontage
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GESUNDHEIT In der aktuellen Folge ihrer Videoserie zum Thema Trauer widmet sich Anja Schrock gemeinsam mit dem Philosophen und Psychologen Dr. Mathias Jung der Frage, wie Verlust, Einsamkeit und Trauer Menschen zwingen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Die Folge ist als Fortsetzung angelegt und vertieft Aspekte, die bereits im ersten Teil angerissen wurden.

Im Mittelpunkt steht die Erfahrung, dass Trauer nicht nur Schmerz bedeutet, sondern häufig auch eine Konfrontation mit dem eigenen Leben auslöst. Jung beschreibt das menschliche Ich als „fließend“: Verändern sich die äußeren Umstände, müsse sich auch das innere Selbst neu ausrichten. Dieser Prozess sei oft schmerzhaft und verlange Mut, insbesondere dann, wenn Menschen vertraute soziale Strukturen verlassen müssten, sei es eine Gemeinschaft, eine Beziehung oder ein Weltbild.

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Als eindrucksvolles Beispiel schildert eine anonyme Gesprächspartnerin namens Sandra ihre Geschichte. In einem Audio-Beitrag berichtet sie von ihrer Entscheidung, als Jugendliche eine religiöse Gemeinschaft zu verlassen. Mit diesem Schritt verlor sie den Kontakt zu ihren Eltern und engen Freunden. Obwohl niemand gestorben sei, habe sich die Trauer angefühlt wie ein Verlust durch Tod. Schuldgefühle, Einsamkeit und Zweifel begleiteten sie über Jahre. Erst durch Gespräche mit Freunden und die Erkenntnis, dass der Kontaktabbruch nicht von ihr ausgegangen sei, habe sie gelernt, ihre Trauer einzuordnen. Trauer, so Sandra, sei auch dann legitim, wenn sie aus einer selbst getroffenen Entscheidung resultiere.

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Jung ordnet diese Erfahrung ein und spricht von einer außergewöhnlichen Leistung. Der Bruch mit einem gesamten sozialen Kosmos verlange enorme innere Stärke. Angst sei dabei kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Hinweis auf Entwicklung. In der Psychotherapie gelte: Dort, wo die Angst sei, liege oft der Weg.

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist der Gedanke vom »Tod als Lehrmeister«. Jung greift dazu Gedanken der Lyrikerin Hilde Domin auf und beschreibt, wie der Tod nahestehender Menschen zur Selbstbefragung führt: Was war ein gutes Leben? Was möchte man selbst anders machen? Der Tod mache die Endlichkeit des Lebens bewusst und schärfe den Blick für das Hier und Jetzt.

Diese Perspektive ergänzt Jennifer Ingmann, Vorsitzende der Ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn. In einem Videobeitrag beschreibt sie Trauer als einen paradoxen Ort: zugleich Ort des Schmerzes und der Heilung. Trauer verlangsame, mache verletzlich, eröffne aber auch neue Sichtweisen auf Beziehungen, Zeit und Wahrhaftigkeit. Trauer sei letztlich Liebe, die keinen Ort mehr habe. Wer ihr Raum gebe, könne daraus Erkenntnisse für das eigene Leben gewinnen.

Im weiteren Verlauf der Diskussion thematisieren Schrock und Jung auch die Angst vor neuen Bindungen nach Verlusten. Diese Angst hänge oft mit fehlendem Urvertrauen und Selbstzweifeln zusammen. Gerade im Alter neigten viele Menschen dazu, sich selbst von Nähe und Beziehungen auszuschließen. Jung widerspricht dieser Haltung deutlich: Resignation sei keine Antwort. Attraktivität und Verbundenheit hätten viele Formen, jenseits äußerlicher Maßstäbe.

Zum Abschluss verweist Jung auf einen Satz der Lyrikerin Rose Ausländer: »Sei, was du bist. Gib, was du hast.« Gerade im Alter, so Jung, verfügten Menschen über Erfahrungen und Qualitäten, die sie früher nicht geben konnten.

Die Folge endet mit dem Ausblick auf das nächste Thema der Serie: die Dauer von Trauer und die Frage, warum sie nicht einfach vergeht. Rückmeldungen und persönliche Beiträge der Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht (dk).

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Gesundheit

Happy Birthday Hospiz Nassau: Ein Jahr Raum für Leben und Abschied

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Erste Geburtstagsfeier im Hospiz Rhein-Lahn | Foto: Christine Vary
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NASSAU Es war der 13. Januar 2025 als die Aufnahme des ersten Gastes im Hospiz Rhein-Lahn stattfand. Jetzt, genau ein Jahr später, wurde in Nassau der erste Geburtstag des Hauses gefeiert, in dem Menschen bis zuletzt bestmöglich leben und mit würdiger Begleitung sterben können.

Das Hospiz Rhein-Lahn ist lebendiger als man vielleicht vermuten mag. Dafür stehen zahlreiche Veranstaltungen wie das Sommerfest mit dem Tag der offenen Tür, Gedenkfeiern, private Feste wie Geburtstage, Musik, Gesang, Vorlesestunden oder jetzt die kleine Feier zum einjährigen Bestehen.

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Daran erinnerte Hospizleiterin Hanne Benz in ihrer Begrüßung. Geladen waren die Zimmerpaten, Förderer und Unterstützer des Hospizes. Lang war die Liste derjenigen Institutionen und Personen, die das Hospiz finanziell oder ehrenamtlich unterstützen. Neben den Zimmerpaten gehören dazu die Else-Schütz-Stiftung und die Stiftung Scheuern ebenso wie Marius Böttcher, Projektsteuerer seit der Bauplanung, die gemeinnützige Träger GmbH, der Vorstand des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn sowie die Stiftung Hospiz Rhein-Lahn, die Löwenstein Familienstiftung, das Leitungsteam des Hauses und Nassaus Ortsbürgermeister Manuel Liguori.

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In dem Maß, in dem der Bekanntheitsgrad des Hospizes nicht zuletzt dank der Presse, der Mund-zu-Mund-Propaganda, der sozialen Medien, der Homepage und der Hospizzeitschrift „Lebenskreise“ gesteigert worden sei, sei auch die Nachfrage gestiegen. Man habe Abläufe nachjustiert, das Personal mit inzwischen 30 Beschäftigten konsolidiert und lerne täglich noch dazu. „Nicht jedes Hospiz hat eigene Ärzte, wir haben drei“, betonte Hanne Benz.

Sehr glücklich“ schätzte sich Dr. Martin Schencking, Initiator des Hospizes, Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn und der Stiftung Hospiz Rhein-Lahn. Glücklich vor allem darum, weil das Hospiz von der Bevölkerung des Rhein-Lahn-Kreises und darüber hinaus angenommen sei. Es bestehe ein erheblicher Bedarf hin bis zu den Unikliniken in Wiesbaden und Frankfurt. Dr. Schencking überbrachte die besten Grüße von Ilse Leifheit, „der größten Unterstützerin“. „Ohne die Leifheit-Stiftung wäre hier kein einziger Quadratzentimeter entstanden“. Gleiches gelte für die Else-Schütz-Stiftung, vertreten durch Cordula Simmons.

Im ersten Jahr wurden im Hospiz Rhein-Lahn 77 Gäste begleitet. Ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug dreieinhalb Wochen. In Deutschland allerdings verursacht die Finanzierung für jedes Hospiz aufgrund der gesetzlichen Vorgaben Probleme. 10 bis 15 Prozent des täglichen Bedarfs müssen aus Spendengeldern bewältigt werden. Für das Hospiz Rhein-Lahn bedeutet das einen jährlichen Spendenbedarf von rund 200 000 Euro.

Erste Geburtstagsfeier im Hospiz Rhein-Lahn | Foto: Christine Vary

Allein die Zimmerpaten leisten einen großen Beitrag dazu. Für eine Zimmerpatenschaft bezahlen die Paten pro Jahr 12.000 Euro. Für alle acht mit Blumen- und Baumnamen benannten Zimmer gab es 2025 Paten, was auch für 2026 gilt.

Zimmerpaten 2025 waren: Schyns Medizintechnik, Rhein-Zeitung „Helft uns leben“, Löwenstein Medical, Fritz Stepahn GmbH, G. und I. Leifheit-Stiftung, Naspa-Stiftung, Willi Wagner, Rotary Club Nastätten- Loreley. Zimmerpaten 2026 sind: Rotary Nastätten-Loreley, Löwenstein Medical, G. und I. Leifheit-Stiftung, Schyns Medizintechnik, Fritz Stephan GmbH, Erich Roth sowie ein Stifter, der nicht genannt werden möchte.

Dr. Schencking dankte den Zimmerpaten herzlich für ihren Beitrag. Dann wurde die von der Bäckerei Elbert, Jochen Meffert, gespendete große Geburtstagstorte mit einem Bild des Hospizes angeschnitten. Für eine schwungvolle musikalische Umrahmung der Geburtstagsfeier sorgten Manuel Mock (Posaune) und Maximilian Lysien (Klavier) von der Lahn Sin(n)fonie. vy

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