VG Bad Ems-Nassau
Nassau feiert 75 Jahre Kanu-Club mit spektakulärem Fischerstechen und Rekordregatta
NASSAU Wassersportler, die mit gepolsterten Lanzen aufeinander los gehen und versuchen, den Gegner ins Wasser zu stoßen – ein auf der Lahn bei Nassau nie dagewesenes Spektakel hat der Nassauer Kanu-Club (NKC)1950 e.V. anlässlich seines 75. Jubiläums veranstaltet. Die Idee zu diesem „Fischerstechen“ auf Stand-up-Paddelboards (SuP) wurde in den Reihen des NKC vor einigen Monaten erst geboren – sie kam bei dem zahlreich erschienenen Publikum in den Nassauer Lahnanlagen bestens an, ebenso wie bei einem Fernsehteam des SWR, das aus diesem Anlass Mitglieder des NKC um seinen Vorsitzenden Kalli Wiemann interviewte. Zu Wort kam auch NKC-Urgestein Inge Noll, die kurz nach Gründung des Vereins vor 75 Jahren dem Verein beitrat.
Federführend bei dem Fischerstechen, an dem ein rundes Dutzend interessierter Hobbysportler von außerhalb des Vereins teilnehmen durften, waren Kirsten Glahn, Jörg und Barbara Goebels, Jessie Pebler und Nadine Ingulla. Nach spannenden Kämpfen auf dem Wasser stand am Ende ein strahlender Sieger fest: Benjamin Jurkschat durfte den Pokal in Empfang nehmen. Der Dank der Kanuten galt der DLRG-Ortsgruppe Nassau, die die Wettkämpfe wie immer professionell absicherte, ebenso DJ Manuel, der für die musikalische Unterhaltung sorgte. Für die Gäste gab es ordentlich Freibier, gesponsert vom Nassauer Kanu-Club und vom Campingplatz Wolf in Obernhof.
Das Fischerstechen bildete allerdings nur den gelungenen Auftakt zum Jubiläumswochenende des NKC Nassau. Der Höhepunkt folgte am Samstag mit der nunmehr 18. Nassauer Drachenbootregatta, die mit 435 teilnehmenden Sportlern aus 19 Mannschaften im 20er- und 10er-Drachenboot neue Rekorde feierte. Zeitweilig verfolgten weit über tausend Zuschauer die spannenden Zweikämpfe stromaufwärts zwischen Kaltbachmündung und Kettenbrücke. Sieger der „Königsklasse“ im 20er-Boot wurden einmal mehr die Judo Dragons des TV 1860 Nassau, die sich recht deutlich gegen die Mannschaft „Paddelzwerge“ der Nassauischen Sparkasse durchsetzen konnten.
Auf den weiteren Plätzen folgten die TuS Drachen, die Lazarettdrachen des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz sowie mit gleicher Platzierung das Inklusionsboot der Stiftung Scheuern, die Bad Emser Löwensteiner, Freya Lahnblick, Azurit Freya und die 21Pirat.es.
Im Zehnermix konnte die Schlossberg Paddel Crew erstmals den Titel eines Nassauer Drachenbootmeisters für sich gewinnen, äußerst knapp vor den Nettedrachen aus der Vordereifel. Die Syna Energie Dragons folgten auf dem dritten und die Nassauer Camper auf dem vierten Platz. Platz fünf belegten Eine schöne Tradition der Nassauer Drachenbootregatta ist und bleibt der sogenannte „Lauf der Herzen“, bei dem eine Auswahl der Teilnehmer gegen die La-Ola-Welle mit Bewohnern der Stiftung Scheuern antritt. Wie immer konnte die La-Ola-Welle dieses Rennen überzeugend gewinnen.
Last but not least zeigten auch vier Damen-Boote, dass sie den Herren auf dem Wasser in nichts nachstehen. Vier Teams lieferten sich spannende Rennen, wobei die „Damenschaft“ von „Rewelution“ am Ende den Sieg einheimsen konnte. Auf dem zweiten Platz folgten die Lanordrachen, danach Pink Power Kowelenz und schließlich die „Garnelen im Sturm“.
Zur Siegerehrung am Abend kamen alle Mannschaften noch einmal unter der Lahnbrücke zusammen, um eine gelungene Jubiläumsregatta zu feiern. Vorsitzender Wiemann überreichte die Pokale und Medaillen und bedankte sich bei den mehr als 70 Helferinnen und Helfern, die ein solches Großevent erst möglich gemacht hatten. Der Termin für die 19. Drachenbootregatta steht bereits fest: Am 22. August 2026 heißt es wieder: „Are you ready? Attention! Go!“
Bei der abendlichen Siegerehrung war die Freude bei den Judo Dragons groß über die erneut gewonnene Nassauer Drachenbootmeisterschaft. Vorsitzender Kalli Wiemann (l.) hielt die Laudatio auf das siegreiche Team. | Foto: Rolf Goeckel BEN Radio
Zum Jahreswechsel: Danke für Vertrauen, Hinweise und Kritik
RHEIN-LAHN Mit dem Übergang von 2025 zu 2026 endet für den BEN Kurier ein weiteres intensives Jahr regionaler Berichterstattung. Ein Jahr mit vielen Themen, Gesprächen, Recherchen und Geschichten aus unserer Heimat – getragen vor allem von den Menschen, die diese Region ausmachen.
Journalismus lebt vom Vertrauen der Leserinnen und Leser. Vom offenen Hinweis, von der kritischen Nachfrage, vom Widerspruch ebenso wie von der Zustimmung. Auch im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Hinweise erreicht, viele davon aus der Mitte der Gesellschaft. Sie haben Themen angestoßen, Missstände sichtbar gemacht, Entwicklungen begleitet und Diskussionen ermöglicht. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.
Der BEN Kurier versteht sich als unabhängiges regionales Medium. Unser Anspruch ist es, sachlich zu berichten, kritisch nachzufragen und Entwicklungen transparent darzustellen, unabhängig von parteipolitischen oder persönlichen Interessen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies nicht immer bequem, aber notwendig. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit braucht verlässliche Informationen.
2025 war zugleich ein Jahr, das gezeigt hat, wie wichtig lokaler Journalismus weiterhin ist. Entscheidungen vor Ort, gesellschaftliche Debatten, ehrenamtliches Engagement, wirtschaftliche Herausforderungen und persönliche Schicksale, all das findet nicht abstrakt statt, sondern direkt vor unserer Haustür. Diese Nähe verpflichtet zu Sorgfalt, Verantwortung und Fairness.
Zum Jahreswechsel blicken wir mit Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Verantwortung auf das Kommende. Auch 2026 wird der BEN Kurier aufmerksam hinschauen, zuhören und berichten. Nicht lauter als nötig, aber klar. Nicht gefällig, sondern verlässlich. Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre kritische Begleitung.
Der BEN Kurier wünscht einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.
BEN Radio
Das Ende einer Ära: Fachbacher Gasthof „Zum Engel“ schließt seine Türen
FACHBACH Mit dem 21. Dezember 2025 ging in Fachbach eine traditionsreiche Epoche zu Ende: Der Gasthof „Zum Engel“, über Jahrzehnte fester Bestandteil des Dorflebens, hatte an diesem Tag zum letzten Mal geöffnet. Liliane und Hubert, die das Lokal mit großem Engagement und herzlicher Gastfreundschaft geführt haben, verabschieden sich in ihren wohlverdienten Ruhestand.
Der „Engel“ war weit mehr als ein Gasthof. Er war Stammlokal zahlreicher Vereine, Treffpunkt für Jung und Alt und Schauplatz unzähliger Familienfeiern – von Taufen über Kommunionen, Firmungen und Konfirmationen bis hin zu Hochzeiten. Auch der traditionelle Kaffee nach der jährlichen Gräbersegnung fand stets dort seinen Platz und wurde zu einer festen sozialen Tradition im Ort.
Zum Abschied kamen im Laufe des Sonntags vor Weihnachten viele Fachbacher Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereine zu einem letzten Beisammensein im Gasthof. Auch eine Delegation des Ortsgemeinderates war vor Ort, um persönlich Dank und Anerkennung auszusprechen.
Im Namen der Gemeinde wurde Liliane und Hubert ein großer Präsentkorb überreicht – als Zeichen der Wertschätzung für die jahrzehntelange Bewirtung, die vielfältigen Gerichte und die stets offene Tür, die den „Engel“ zu einem besonderen Ort gemacht haben.
Die Ortsgemeinde Fachbach wünscht Liliane und Hubert für ihren neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und viele schöne Momente. Ihr Gasthof wird im Dorfgedächtnis einen festen Platz behalten (pm Ortsbürgermeister Thorsten Heibel im Namen aller Rats- und Ausschussmitglieder).
BEN Radio
Erheblicher Schaden: Hackerangriff auf BEN Medien-Seiten abgewehrt
DORNHOLZHAUSEN Die Webangebote der BEN-Medien sind nach einem massiven technischen Angriff inzwischen weitgehend wieder erreichbar. Der verursachende Schadcode konnte identifiziert und entfernt, die Systeme stabilisiert werden, dank eines außergewöhnlichen, stundenlangen und hochprofessionellen Einsatzes des Hostinganbieters, der in dieser Form alles andere als selbstverständlich war.
Nach aktuellem Stand handelte es sich um einen gezielten Angriff auf die Infrastruktur des BEN-Kuriers, bei dem eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, um den Betrieb der Webseiten massiv zu stören. Ziel war offenbar die Lahmlegung sämtlicher Angebote. Innerhalb weniger Stunden verursachte der Schadcode die automatisierte Erstellung von über 36.000 Systemdateien, die sich fortlaufend in nahezu allen Verzeichnissen vermehrten und dadurch die Ausführung von PHP-Dateien sowie weiterer Serverfunktionen gezielt verhinderten.
Nahezu alle Webseiten konnten zwischenzeitlich wiederhergestellt werden. In einzelnen Bereichen kann es weiterhin zu Einschränkungen kommen, da Inhalte aus Sicherungen rekonstruiert werden müssen. Der entstandene Schaden ist erheblich, da nicht alle Webseiten vollständig rekonstruierbar sind, zahlreiche redaktionelle Inhalte fehlen und umfangreiche technische Wiederherstellungen notwendig waren.
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