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VG Loreley

Bornicher Kreyton Wusch: heißes WM-Eisen als eiskalter Handwerker

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Kreyton Wusch, 21-jähriger Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik, tritt als Bundessieger seines Handwerks nun für Team Deutschland bei den Weltmeisterschaften im französischen Lyon an.
Foto: HwK Koblenz | Jörg Diester
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BORNICH/LYON Mit dem deutschen Mannschaftsbus geht es am Donnerstag, 5. September, ins 700 Kilometer entfernte Lyon, dann ins dortige Mannschaftshotel. Die Stadt im Südosten Frankreichs ist Austragungsort der Berufs-Weltmeisterschaften WorldSkills 2024, die vom 10. bis 15. September stattfinden. Team Deutschland wird mit 43 Teilnehmern sowie einem Betreuer- und Trainerstab anreisen. Kreyton Wusch, 21-jähriger Handwerksgeselle und Bundessieger seines Gewerks aus Ruppertshofen im Rhein-Lahn-Kreis, ist mit dabei. Er hat den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft und zählt bereits vor den Wettbewerben zu den besten Spezialisten für Kälte- und Klimatechnik weltweit. 27 Vertreter aus 27 Nationen werden in seiner Disziplin an den Start gehen und um den WM-Titel kämpfen. „Ich freue mich sehr auf dieses Event, doch dabei sein ist nicht alles“, verrät er wenige Tage vor Beginn der WorldSkills.

Dass er sein Handwerk so gut beherrscht wie wenig andere Jugendliche auf diesem Planeten, hat er längst bewiesen. Der Bundessieg ist bereits Teil seiner Vita. Der nächste Sprung ist nun die WM-Teilnahme. „Darauf habe ich mich selbst, aber auch dank des Trainerteams unserer Nationalmannschaft und im Betrieb gut vorbereiten können.“ Ausgebildet im Unternehmen „Melzer Kälte Klima Lüftung GmbH“ in Bornich, hat sich Kreyton insgesamt sechs Wochen im Trainingslager Duisburg auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. „Das orientiert sich natürlich stark an dem, was in Lyon zu erwarten ist“, erklärt er die Wettkampfmodalitäten. Denn erst zwei Tage vor dem eigentlichen Start erfahren die 27 Teilnehmer, was es zu lösen gilt. „Wir haben im Vorfeld das Aufbauen einer Kälteanlage geübt mit allem, was dazu gehört.“

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Rohre biegen, bördeln, löten, Elektrik anschließen, Kompressoren aufbauen, Steuerung programmieren und das alles zu einer funktionierenden Anlage für die Kältegewinnung zusammenbauen – das beherrscht der 21-Jährige nun quasi im Schlaf. Handwerklich ist er fit, nur die Frage, ob er all das unter Wettkampfbedingungen ohne Stress und Aufregung umsetzen kann, wird in Lyon beantwortet. Ganze zwei Wochen wird er in Frankreich dabei sein, selbst an vier Tagen jeweils viereinhalb Stunden täglich zu Werkzeug und Material unter Wettkampfbedingungen greifen. „Meine Eltern wollen mich unterstützen und haben Ihr Kommen zugesagt, darüber freue ich mich sehr. Erwartet werden einige Tausend Zuschauer.“

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Unterstützung, erzählt er, habe er auch im Ausbildungsbetrieb erhalten, in dem er nun als Geselle weiterarbeitet. „Meine Chefs haben eine großzügige Regelung der Arbeitszeit vorgeschlagen, denn ich bin ja nun oft und lange in Sachen WM unterwegs und stehe im Betrieb nicht uneingeschränkt zur Verfügung“. Auf der anderen Seite ist Kreyton Wusch natürlich auch ein Botschafter und Aushängeschild des Familienunternehmens mit seinen 150 Mitarbeitern, denn seine Leistung ist eng mit einem hohen Ausbildungsniveau verbunden. „Wir haben eine eigene Werkstatt für die Azubis und einen Ausbildungsmeister, der ausschließlich für unsere Lehrlinge da ist“, geht Chef Martin Melzer auf Hintergründe ein.

Wir drücken Kreyton nun ganz fest die Daumen“, motiviert Martin Melzer, zusammen mit seinem Bruder Axel Geschäftsführer im Familienunternehmen und selbst einst zweiter Bundessieger. Axel Melzer stand sogar ganz oben auf dem Podest, „nur eine Weltmeisterschaft gab es damals noch nicht und so ist Kreyton der erste Melzer-Mitarbeiter, der zu einer WM fährt.“ Und auch Sohn Tom Melzer (22) ist fachlich gut unterwegs, denn er ist nach dem Abitur und der Ausbildung amtierender Landessieger als Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik. So haben die Melzers schon wieder ein heißes Eisen im Feuer ihres eiskalten Handwerks …

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Bauarbeiten für Mobilfunkmast in Hinterwald haben begonnen: Fertigstellung im Frühjahr 2026 geplant

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Foto: Peter Steinmetz
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HINTERWALD Lange warten die Menschen aus Braubach-Hinterwald bereits auf eine bessere Mobilfunkversorgung. Nun ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Bauarbeiten für den neuen Mobilfunkmast haben bereits im Dezember begonnen. Dies teilte der Telekommunikationsanbieter gegenüber dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Loreley, Mike Weiland, mit und er ist erleichtert: „Seit nunmehr 5 Jahren habe ich mich dafür eingesetzt, zunächst einen Anbieter zu finden, der bereit ist, zu investieren, dann diesen bis zum Erhalt der Baugenehmigung zu unterstützen und schlussendlich auch in Kontakt zu bleiben, bis der Funkmast tatsächlich in die Umsetzung geht.“

Kurz vor Weihnachten tauschten sich Mike Weiland und Hinterwalds Ortsvorsteher Tobias von Tippelskirch über diesen Meilenstein noch einmal aus. Zuletzt hatten sich die beiden gemeinsam am Rande des Sommerfestes des Vereins zur Erhaltung und Sanierung von gemeindlichen Einrichtungen in Hinterwald auch mit der stellvertretenden Ortsvorsteherin Claudia Dommershausen über die lange Vorlaufzeit unterhalten, in der sich viele politisch versuchten, für eine bessere Mobilfunkversorgung einzusetzen, jedoch jeweils ohne messbaren Erfolg.

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Im vergangenen Jahr wurde nach langer Vorbereitungszeit die Baugenehmigung durch die Kreisverwaltung erteilt. Diese enthielt die Auflage, dass in der Vegetationsperiode aus Natur- und Artenschutzgründen bis September keine Rodung hinter der Sellwaldhütte vorgenommen werden durfte. Nach Abschluss dieser Phase und weiteren Abstimmungen konnten die Arbeiten nun im Dezember aufgenommen werden.

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Bürgermeister Mike Weiland noch im September im Gespräch mit Hinterwalds Ortsvorsteher Tobias von Tippelskirch (Mitte) und seiner Stellvertreterin Claudia Dommershausen (links) beim Sommerfest an der Sellwaldhütte über die langen Bemühungen und die Vorlaufzeit. | Foto: Tanja Arndt

Der aktuelle Zeitplan des Telekommunikationsanbieters sieht Mitte Januar die Fertigstellung des Fundaments vor, anschließend in der ersten Februarhälfte die Fertigstellung des Antennenträgers und darauf folgt die Fertigstellung der Anlage (ohne EVU-Anschluss) in der zweiten Märzhälfte. Ihm sei erzählt worden, dass es bereits Wetten unter Bürgern von Hinterwald gegeben habe, ob mit dem Bau wie angekündigt begonnen werde, so Mike Weiland. Er sei gespannt, zu erfahren, wer hier die Wetten verloren habe, aber eines steht fest: Gewonnen haben auf jeden Fall die Bürger von Hinterwald“, so der Bürgermeister und fährt fort: „Damit rückt eine spürbare Verbesserung der Mobilfunkversorgung für die Menschen in greifbare Nähe. Was lange währt, wird endlich gut“, zeigt sich Mike Weiland optimistisch mit Blick auf den weiteren Baufortschritt.

„Es war wichtig und richtig, in den zurückliegenden fünf Jahren einen langen Atem zu beweisen, immer wieder Hand in Hand mit dem Telekommunikationsanbieter zusammenzuarbeiten und auch jetzt am Projekt dranzubleiben, bis der Mast steht.“ Die Mobilfunkversorgung gerade im ländlichen Raum sei existenziell wichtig – nicht nur für Unternehmen, sondern ebenso für die Bürgerinnen und Bürger, betont der Bürgermeister.

Mike Weiland hatte sich bereits im Jahr 2020 als damaliger neuer Bürgermeister der Verbesserung der Mobilfunkversorgung im Bereich Hinterwald angenommen, nachdem andere politische Initiativen, unter anderem im Rahmen der Aktion „Wir jagen Funklöcher“, ins Leere gelaufen waren. Auf eine Zeitungsannonce eines großen Mobilfunkanbieters hin, die dazu aufrief, Mobilfunklücken zu melden, wandte sich der Bürgermeister damals an verschiedene Unternehmen – mit Erfolg. Seitdem begleitete die Verwaltung das Verfahren sehr eng. Auch die Bürgerinnen und Bürger von Hinterwald wurden frühzeitig durch eine Umfrage beteiligt.

Zudem konnte der Mast entgegen der ursprünglichen Planung in der Höhe reduziert werden; weitere Mobilfunkanbieter sollen den Standort künftig ebenfalls nutzen können. „Es hat sich gelohnt, für eine bessere Mobilfunkversorgung in Hinterwald einzutreten und gegenüber großen Unternehmen zum Wohl der Menschen und der Entwicklung kleiner Gemeinden beharrlich zu bleiben“, zieht Mike Weiland abschließend gemeinsam mit Tobias von Tippelskirch Bilanz.

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Straßenausbau im Braubacher Rosenacker startet

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Foto: Markus Fischer
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BRAUBACH Im Stadtteil Braubach Nord beginnen am Montag, 12. Januar 2026, die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der Straße „Im Rosenacker“. Mit der Maßnahme haben die Verbandsgemeindewerke Loreley und die Stadt Braubach die Firma EUROVIA Bau GmbH beauftragt.

Der erste Bauabschnitt erstreckt sich vom Kreuzungsbereich Im Rosenacker / Dautenstielweg bis zur Mitte der Einfahrt der Firma Schöntges Automobile. Die Arbeiten in diesem ersten Bauabschnitt werden voraussichtlich bis zum Sommer 2026 dauern“, informiert der für Bauen zuständige Beigeordnete der Stadt, Marius Risch. Bereits vor dem eigentlichen Baubeginn fänden Kampfmittelsondierungen statt. In diesem Zusammenhang würden Halteverbote eingerichtet, die aus Sicherheitsgründen zwingend einzuhalten seien, so Risch.

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Während der Bauphase ist die Erreichbarkeit der anliegenden Grundstücke im Bauabschnitt mit Kraftfahrzeugen nicht möglich. Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, ihre Fahrzeuge außerhalb des gesperrten Bereichs abzustellen. Die Stadt Braubach bittet alle Betroffenen um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen, die mit der Maßnahme verbunden sind.

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Ansprechpartner auf der Baustelle ist der Kolonnenleiter Markus Retzmann. Für allgemeine Rückfragen stehen zudem die Verbandsgemeindewerke Loreley sowie die Stadt Braubach und die Firma Eurovia, Telefon 0261 80890, zur Verfügung.

Anliegerversammlung zur Baumaßnahme im Rosenacker

Um die Anliegerinnen und Anlieger umfassend zu informieren, lädt die Stadt Braubach zu einer Anliegerversammlung ein. Diese findet am Mittwoch, 21. Januar 2026, um 18 Uhr im Rathaus der Stadt Braubach statt. Dort werden weitere Informationen zur Baumaßnahme sowie zum geplanten zeitlichen Ablauf gegeben (pm Stadt Braubach).

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Zum Jahreswechsel: Danke für Vertrauen, Hinweise und Kritik

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RHEIN-LAHN Mit dem Übergang von 2025 zu 2026 endet für den BEN Kurier ein weiteres intensives Jahr regionaler Berichterstattung. Ein Jahr mit vielen Themen, Gesprächen, Recherchen und Geschichten aus unserer Heimat – getragen vor allem von den Menschen, die diese Region ausmachen.

Journalismus lebt vom Vertrauen der Leserinnen und Leser. Vom offenen Hinweis, von der kritischen Nachfrage, vom Widerspruch ebenso wie von der Zustimmung. Auch im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Hinweise erreicht, viele davon aus der Mitte der Gesellschaft. Sie haben Themen angestoßen, Missstände sichtbar gemacht, Entwicklungen begleitet und Diskussionen ermöglicht. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.

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Der BEN Kurier versteht sich als unabhängiges regionales Medium. Unser Anspruch ist es, sachlich zu berichten, kritisch nachzufragen und Entwicklungen transparent darzustellen, unabhängig von parteipolitischen oder persönlichen Interessen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies nicht immer bequem, aber notwendig. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit braucht verlässliche Informationen.

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2025 war zugleich ein Jahr, das gezeigt hat, wie wichtig lokaler Journalismus weiterhin ist. Entscheidungen vor Ort, gesellschaftliche Debatten, ehrenamtliches Engagement, wirtschaftliche Herausforderungen und persönliche Schicksale, all das findet nicht abstrakt statt, sondern direkt vor unserer Haustür. Diese Nähe verpflichtet zu Sorgfalt, Verantwortung und Fairness.

Zum Jahreswechsel blicken wir mit Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Verantwortung auf das Kommende. Auch 2026 wird der BEN Kurier aufmerksam hinschauen, zuhören und berichten. Nicht lauter als nötig, aber klar. Nicht gefällig, sondern verlässlich. Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre kritische Begleitung.
Der BEN Kurier wünscht einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.

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