VG Bad Ems-Nassau
Nasser Sommer: Die regenreichsten 12 Monate seit dem Messbeginn im Jahre 1881
Nasser Sommer: Die Regenreichsten 12 Monate seit dem Messbeginn im Jahre 1881
RHEIN-LAHN Der Deutsche Wetterdienst (DWD) teilte mit, dass in den letzten 12 Monaten deutschlandweit im Schnitt über 1000 Liter je Quadratmeter an Regen fiel. So viel Nass gab es nicht mehr seit dem Messbeginn im Jahre 1881. Von einem heißen Sommer kann kaum eine Rede sein, doch wie ungewöhnlich ist das eigentlich?
Laut dem DWD ist das keineswegs besorgniserregend, sondern vollkommen normal. In Mitteleuropa ist ein typischer Sommer geprägt von Tiefs, die über uns hinwegziehen, Regen und Schauer mitbringen, dann darf es wieder kurz Sonne sein und im Anschluss geht es wieder von vorne los. Gerade in den vergangenen Jahren gewöhnten wir uns an heiße Sommer mit Dürreperioden, doch genau die sollen nicht das typische Wetter für Deutschland widerspiegeln.
In den vergangenen 12 Monaten gab es in keinem Monat eine Rekordmenge an Regen, aber über die vergangenen 12 Monate zusammen gemessen, ist es der Niederschlagsrekord schlechthin. Die Mengen sollen das Ergebnis des Klimawandels sein. Laut dem DWD stieg die globale Durchschnittstemperatur in den vergangenen Monaten deutlich an und je heißer die Atmosphäre ist, umso mehr Wasser verdunstet. Bei nur einem Grad mehr, soll die Luft bis zu sieben Grad mehr Feuchtigkeit aufnehmen können. Damit verdunstet nicht nur mehr Wasser, es fällt auch entsprechend mehr Regen.
Die Weltmeere sind so warm, wie noch nie zuvor. Forschende registrieren immer neue Hitzerekorde an der Wasseroberfläche. Damit verdunstet deutlich mehr Wasser und regnet dann irgendwann ab. Der Klimawandel soll zudem Einfluss auf Großwetterlagen haben, in denen sich Hoch- oder Tiefdruckgebiete lange an einem Ort halten. Dadurch kann es zu wochenlangen heißen Sonnenphasen kommen oder wie bei uns langanhaltend regnen.
Etwas Gutes hat es natürlich. Die Wasserspeicher in Deutschland sind voll und auch das Grundwasser hat sich nach den heißen Sommern der vergangenen Jahre erholt.
Und nun? Weiter warten auf den Sommer. Vielleicht kommt er noch.
BEN Radio
Zum Jahreswechsel: Danke für Vertrauen, Hinweise und Kritik
RHEIN-LAHN Mit dem Übergang von 2025 zu 2026 endet für den BEN Kurier ein weiteres intensives Jahr regionaler Berichterstattung. Ein Jahr mit vielen Themen, Gesprächen, Recherchen und Geschichten aus unserer Heimat – getragen vor allem von den Menschen, die diese Region ausmachen.
Journalismus lebt vom Vertrauen der Leserinnen und Leser. Vom offenen Hinweis, von der kritischen Nachfrage, vom Widerspruch ebenso wie von der Zustimmung. Auch im vergangenen Jahr haben uns zahlreiche Hinweise erreicht, viele davon aus der Mitte der Gesellschaft. Sie haben Themen angestoßen, Missstände sichtbar gemacht, Entwicklungen begleitet und Diskussionen ermöglicht. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.
Der BEN Kurier versteht sich als unabhängiges regionales Medium. Unser Anspruch ist es, sachlich zu berichten, kritisch nachzufragen und Entwicklungen transparent darzustellen, unabhängig von parteipolitischen oder persönlichen Interessen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies nicht immer bequem, aber notwendig. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit braucht verlässliche Informationen.
2025 war zugleich ein Jahr, das gezeigt hat, wie wichtig lokaler Journalismus weiterhin ist. Entscheidungen vor Ort, gesellschaftliche Debatten, ehrenamtliches Engagement, wirtschaftliche Herausforderungen und persönliche Schicksale, all das findet nicht abstrakt statt, sondern direkt vor unserer Haustür. Diese Nähe verpflichtet zu Sorgfalt, Verantwortung und Fairness.
Zum Jahreswechsel blicken wir mit Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Verantwortung auf das Kommende. Auch 2026 wird der BEN Kurier aufmerksam hinschauen, zuhören und berichten. Nicht lauter als nötig, aber klar. Nicht gefällig, sondern verlässlich. Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre kritische Begleitung.
Der BEN Kurier wünscht einen guten und sicheren Start ins Jahr 2026.
BEN Radio
Das Ende einer Ära: Fachbacher Gasthof „Zum Engel“ schließt seine Türen
FACHBACH Mit dem 21. Dezember 2025 ging in Fachbach eine traditionsreiche Epoche zu Ende: Der Gasthof „Zum Engel“, über Jahrzehnte fester Bestandteil des Dorflebens, hatte an diesem Tag zum letzten Mal geöffnet. Liliane und Hubert, die das Lokal mit großem Engagement und herzlicher Gastfreundschaft geführt haben, verabschieden sich in ihren wohlverdienten Ruhestand.
Der „Engel“ war weit mehr als ein Gasthof. Er war Stammlokal zahlreicher Vereine, Treffpunkt für Jung und Alt und Schauplatz unzähliger Familienfeiern – von Taufen über Kommunionen, Firmungen und Konfirmationen bis hin zu Hochzeiten. Auch der traditionelle Kaffee nach der jährlichen Gräbersegnung fand stets dort seinen Platz und wurde zu einer festen sozialen Tradition im Ort.
Zum Abschied kamen im Laufe des Sonntags vor Weihnachten viele Fachbacher Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereine zu einem letzten Beisammensein im Gasthof. Auch eine Delegation des Ortsgemeinderates war vor Ort, um persönlich Dank und Anerkennung auszusprechen.
Im Namen der Gemeinde wurde Liliane und Hubert ein großer Präsentkorb überreicht – als Zeichen der Wertschätzung für die jahrzehntelange Bewirtung, die vielfältigen Gerichte und die stets offene Tür, die den „Engel“ zu einem besonderen Ort gemacht haben.
Die Ortsgemeinde Fachbach wünscht Liliane und Hubert für ihren neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und viele schöne Momente. Ihr Gasthof wird im Dorfgedächtnis einen festen Platz behalten (pm Ortsbürgermeister Thorsten Heibel im Namen aller Rats- und Ausschussmitglieder).
BEN Radio
Erheblicher Schaden: Hackerangriff auf BEN Medien-Seiten abgewehrt
DORNHOLZHAUSEN Die Webangebote der BEN-Medien sind nach einem massiven technischen Angriff inzwischen weitgehend wieder erreichbar. Der verursachende Schadcode konnte identifiziert und entfernt, die Systeme stabilisiert werden, dank eines außergewöhnlichen, stundenlangen und hochprofessionellen Einsatzes des Hostinganbieters, der in dieser Form alles andere als selbstverständlich war.
Nach aktuellem Stand handelte es sich um einen gezielten Angriff auf die Infrastruktur des BEN-Kuriers, bei dem eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, um den Betrieb der Webseiten massiv zu stören. Ziel war offenbar die Lahmlegung sämtlicher Angebote. Innerhalb weniger Stunden verursachte der Schadcode die automatisierte Erstellung von über 36.000 Systemdateien, die sich fortlaufend in nahezu allen Verzeichnissen vermehrten und dadurch die Ausführung von PHP-Dateien sowie weiterer Serverfunktionen gezielt verhinderten.
Nahezu alle Webseiten konnten zwischenzeitlich wiederhergestellt werden. In einzelnen Bereichen kann es weiterhin zu Einschränkungen kommen, da Inhalte aus Sicherungen rekonstruiert werden müssen. Der entstandene Schaden ist erheblich, da nicht alle Webseiten vollständig rekonstruierbar sind, zahlreiche redaktionelle Inhalte fehlen und umfangreiche technische Wiederherstellungen notwendig waren.
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