Manuel Neuer

AFD schämt sich für Kniefall in Wembley – Wir schämen uns für die AFD!

in Panorama/Sport
AFD schämt sich für Kniefall in Wembley - Wir schämen uns für die AFD!

PANORAMA Führende Politiker der AFD spotten über den Kniefall der deutschen Nationalmannschaft im Spiel gegen England in Wembley. Dabei setzte die Löw Elf gemeinsam mit dem britischem Team ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Toleranz.

Der Rhein-Lahn-Kreis ist bunt und das ist gut so

Grund genug für den nordrhein-westfälischen AFD Landtagsabgeordneten Sven Tischler über die Aktion zu wettern. „Wer im Trikot der ‘National’-Mannschaft auf Knien herumrutscht, sollte nie mehr den Adler auf der Brust tragen”, schrieb er in einem Twitter Beitrag.

Und dieses hat nunmehr eine neue Qualität der Menschenverachtung erhalten. Denn wir sprechen hier von dem vermeintlich gemäßigten AFD Flügel um den Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen der sich ebenfalls wie folgt äußerte: „Damit stellt sich „Die Mannschaft“ ohne jede Not in den Dienst der sogenannten „Black Lives matter“-Bewegung …..“

Auf dem Boden der Verfassung? Eine Partei der Mitte? Gemäßigt? Deutschland aber normal… Offenbar nicht mit der AFD

Ohne jede Not? Wohl kaum. Das gesetzte Zeichen der deutschen Nationalmannschaft war keines nur zu Gunsten von George Floyd oder Black lives matter sondern vielmehr gegen Rassismus, Diskriminierung und Homophobie und somit auch ein klares Statement gegen die AFD.

Die sportliche Niederlage im Wembley Stadion wird in Vergessenheit geraten aber der Kniefall für die Freiheit, Würde und Menschenrechte wird als deutliches Zeichen überdauern und deshalb durften wir alle an diesem Abend als Sieger vom Platz gehen außer die AFD welche sich erneut in vaterländischen Allmachtsphantasien bedauerte.

Der BEN Kurier veröffentlicht keine AFD Pressemitteilungen mehr

Eine Beatrix von Storch schrieb am 28.06 in einem Facebook und Twitter Tweet, dass die deutsche „Schaft“ im Spiel gegen England vor der LSBTIQ-Lobby den Kniefall machen werde. Dann möge die „Schaft“ in die Knie gehen.

Und glücklicherweise solidarisierten sich die Engländer und deutschen Sportler gegen das ungarisch – orbansche Unrechtsregime und für die sexuelle Freiheit aller Coleur. Und genau dieses widerspricht der homophoben Weltanschauung der AFD.

Dabei kann ein solcher Kniefall vor den Menschenrechten einiges bewirken. Was wäre Deutschland ohne das Zeichen von Willy Brandt 1970 in Warschau? Nur eine spontane Geste? Weit gefehlt. Es war die klare Antwort, dass Deutschland zu seiner Geschichte steht und die Bitte um Vergebung für die Gräueltaten des Naziregimes. Und gleichzeitig sahen die Polen, dass es mehr wie eine freundliche Geste der Annäherung war. Es war die ausgestreckte Hand des Nachbarn der sich seiner Verantwortung bewusst war.

Und nun stehen wir einer AFD gegenüber, die sich selbst im Meuthen Lager gerne als gemäßigten Wolf im Schafspelz zeigt. Doch die Antwort AFD scheint klar: Ja zu Rassismus und Homophobie.

Die Ära Löw endete nicht mit einer Niederlage sondern mit einem Sieg für die bunte Vielfalt und Freiheit der Menschen in der Welt

Kaum anders lassen sich die AFD Äußerungen interpretieren. Nein zu den Rechten von Schwulen, Lesben usw. Nein zu den Rechten von unterdrückten Menschen weil sie eine andere Hautfarbe habe. Und genau diese Selektierung kennen wir aus 1933. Auch dort wurde entschieden welche Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sexuellen Ausrichtung lebenswert sind oder auch nicht.

Der Rhein-Lahn-Kreis ist so herrlich bunt wie die durch die AFD mit „Schwuchtelband“ stigmatisierte Kapitänsbinde von Manuel Neuer. Zahlreiche Projekte im Rhein-Lahn-Kreis stehen für Weltoffenheit. Wir möchten bunt sein. Eines davon unterhält der VfL Bad Ems e.V. mit der Fußball Integrationsmannschaft für Flüchtlinge. Ein tolles Projekt.

Sexuelle Selbstbestimmung? Ein Grundrecht und kein Privileg. Und dafür lohnt es sich zu kämpfen. Die AFD betrachtet jeden Deutschen als privilegiert, doch dabei ist es vielmehr eine Verantwortung für alle Mitmenschen, denn niemand kann sich sein Geburtsland aussuchen.

Die Presse gilt als vierte Gewalt im Staat. Und diese hat die Verpflichtung die Menschen auf unsägliche Umstände hinzuweisen und zum Nachdenken anzuregen. Wir vom BEN Kurier stehen für die Meinungs-, Zensurfreiheit und Überparteilichkeit aber wir setzen uns energisch gegen Ausgrenzung und Menschenverachtung ein. Aus diesem Grunde haben wir gemeinschaftlich in der Redaktion entschieden, dass wir in Zukunft keine Presseinformationen der AFD mehr veröffentlichen werden.

Die Ära Löw endete nicht mit einer Niederlage sondern mit einem Sieg für die bunte Vielfalt und Freiheit der Menschen in der Welt.

“Schwuchtelbinde” – AFD Politiker aus Rheinland-Pfalz beleidigt Manuel Neuer

in Politik/Rheinland-Pfalz/Sport
Schwuchtelbinde - AFD Politiker aus Rheinland-Pfalz beleidigt Manuel Neuer (Foto: Olaf Kosinsky CC By SA 3.0-de)

RHEINLAND-PFALZ Hass und Hetze des langjährigen AFD Fraktionschef in Rheinland-Pfalz gegen Manuel Neuer, die Stadt München und die Nationalmannschaft. Der  AFDler Uwe Junge schrieb über Twitter, dass die regenbogenfarbene Spielführerbinde im Match gegen Portugal eine “Schwuchtelbinde” sei. Und genau mit dieser Binde solidarisierte sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft mit der LGBT Communitiy in Ungarn.

Diese Communitiy setzt sich für die Rechte von Homo- und Transsexuellen ein und wird durch das Viktor Orbánische Regime unterdrückt. Die Reaktion von Uwe Junge zeigt in aller Deutlichkeit wie wenig Toleranz und Respekt der ehemalige Bundeswehroberstleutnant für Minderheiten in Deutschland hat.

“Münchener Arena soll beim Ungarn Spiel in Regenbogenfarben leuchten und Neuer trägt die Schwuchtelbinde statt unsere Nationalfarben. Jetzt fehlt nur noch der Kniefall und ihr werdet immer mehr Fans verlieren. Muss man sich leisten können.” – Uwe Jung, AFD

Auch der Berliner AFD Fraktionschef Georg Pazderski äußerte sich abfällig über die Kapitänsbinde. Durch diese Aktion beleidigten die AFDler nicht nur eine vielfältige und durch oleranz geprägte Nation sondern auch die gesamte Bundeswehr welche sich entsetzt zeigte zu den Bemerkunken des ehemaligen Offiziers. Wie sagte so schön Karl Lauterbach (SPD) in einem Twitter Tweet: Solche Kommentare zeigen, wie schrecklich intolerant Deutschland regiert würde, wenn jemals die AFD mitregieren würde. Alle demokratischen Parteien müssen daher zusammenstehen beim Prinzip: Egal was auch kommt, niemals eine Koalition mit der AFD…….”

Das war ein Eigentor Manuel Neuer

in Sport

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