Julia Klöckner

Waldbesitzende Gemeinden der Verbandsgemeinde erhalten Bundeswaldprämie

in VG Bad Ems-Nassau
Waldbesitzende Gemeinden der Verbandsgemeinde erhalten Bundeswaldprämie (v.l. Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser, Julia Klöckner)

BAD EMS-NASSAU Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt Städte und Gemeinden im ganzen Bundesgebiet mit der Bundeswaldprämie zur Bewältigung der Folgen durch die entstandenen Schäden, z.B. durch den Borkenkäfer.

Die Prämie ist an die Voraussetzung einer forstlichen Zertifizierung geknüpft, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Zum Beispiel braucht es in den Bewirtschaftungsplänen eine Strategie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Außerdem muss die nachzuweisende Zertifizierung zehn Jahre gehalten werden.

Die waldbesitzenden Gemeinden in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau haben in den vergangenen Monaten dieses Antragsprozedere durchlaufen. Die entsprechenden Prämien wurden nun durch Bundesministerin Julia Klöckner stellvertretend für die Waldbesitzer an die Bürgermeister übergeben.

Bürgermeister Uwe Bruchhäuser konnte für die Verbandsgemeinde Bad Ems und eine Waldfläche von 4.803 Hektar insgesamt Zuwendungen in Höhe von 493.256 € in Empfang nehmen.

Dieser Zuschuss für den Wald ist auch dringend notwendig, damit zumindest ein geringer Teil der notwendigen Aufforstung, ermöglicht wird. Wer sich umsieht –und das betrifft nicht nur die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau- sieht viele kahle Waldstücke. Große Abholzungen, verursacht durch Windbruch und den Borkenkäfer, haben den Deutschen Wäldern stark zugesetzt. Die letzten sehr trockenen Jahre haben die Probleme verstärkt. Auch wenn zur Zeit jeder von einem verregneten Sommer spricht, so ist die derzeitige Wettersituation für unsere Wälder ein kleiner Lichtblick. Das Bewirtschaften und Aufforsten ist für die waldbesitzenden

Kommunen und die privaten Waldeigentümer zum Kraftakt geworden. Aber ein intakter Wald ist für ein gutes Klima unverzichtbar und ist eine Generationenaufgabe.

Umso wichtiger ist es, dass hier von Seiten des Bundes Anreize geschaffen werden, unsere Wälder bodenschonend wieder aufzuforsten. Hierbei sind auch die geänderten klimatischen Bedingungen zu beachten.

Bundesministerin Julia Klöckner bedankte sich bei allen anwesenden Bürgermeistern für das Engagement der Waldbesitzenden Kommunen. Nur gemeinsam könne man den Wald dem Klimawandel anpassen.

Neujahrs-Talk mit Julia Klöckner und Matthias Lammert

in Politik/Rhein-Lahn-Kreis/VG Nastätten
Digitaler Neujahrs-Talk“ mit Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und dem Landtagsabgeordneten Matthias Lammert

NASTÄTTEN Am Dienstag, 19. Januar 2021 findet um 19.00 Uhr ein “Digitaler Neujahrs-Talk“ mit Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und dem Landtagsabgeordneten Matthias Lammert statt.

Der CDU-Gemeindeverband Nastätten mit Klaus Brand an der Spitze lädt Sie herzlich zu dieser kurzweiligen und spannenden Videokonferenz ein. Im Fokus des Talks steht die Landtagswahl am 14. März 2021, aber auch regionale Themen wie Wald oder Landwirtschaft, die in unserem ländlichen Raum eine zentrale Rolle spielen, werden thematisiert.

Jens Güllering, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, wird ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen. Die Zugangsdaten zu Microsoft-Teams werden nach Eingang der Anmeldung an info@cdu-rhein-lahn.de verschickt. Gerne können Sie der CDU vorab Fragen an Julia Klöckner und Matthias Lammert schicken.

Julia Klöckner zu Besuch im künftigen Kur- und Heilwald

in Lahnstein/Politik/Rhein-Lahn-Kreis
ulia Klöckner enthüllte den Waldwichtel für den Kinderheilwald, der auf den Namen Till hört

LAHNSTEIN Die Stadt Lahnstein als eine der größten kommunalen Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz verfolgt seit nunmehr zwei Jahren die Ausweisung eines Kur- und Heilwaldes zur Nutzung für gezielte Therapiezwecke.

In dieser Zeit wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt Lahnstein schon weit vorangetrieben: Für die geplante Gesamtfläche von ca. 240 Hektar liegen die entsprechenden Gutachten bereits vor.

Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft informierte sich über den aktuellen Stand – Waldwichtel für Kinderheilwald vorgestellt

Am Freitagnachmittag informierte sich die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, gemeinsam mit Vertretern aus Stadtverwaltung und Forstamt, Projektteilnehmern, Landrat Frank Puchtler, MdL Matthias Lammert sowie Vertretern der Lahnsteiner Fraktionen vor Ort über den derzeitigen Stand des Projekts. Nach einer kurzen Begrüßung, in der Oberbürgermeister Peter Labonte auch seine Freude über das Interesse der Bundesministerin zum Ausdruck brachte, startete ein kleiner Rundgang durch das in Aussicht genommene Kur- und Heilwaldgebiet.

Julia Klöckner und Peter Labonte

Dabei wurden der aktuelle Stand der Entwicklung erläutert und darauf eingegangen, wieso man sich für diesen Teil des Lahnsteiner Waldes entschieden hat: Das für den Kur- und Heilwald ausgewählte Waldgebiet eignet sich aufgrund seines Reichtums an alten Eichen und Buchen sowie seiner abwechslungsreichen Vegetation hervorragend. Dies ist dem seit nun schon 30 Jahren währenden Bekenntnis der Stadt zu einer naturnahen Waldbewirtschaftung zu verdanken.

Erläuterungen durch Forstamtsleiter Andreas Nick zum künftigen Heilwaldgebiet. Links im Bild Dr. Jörg Henning

Auf Grundlage von anerkannten medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien soll Menschen im Kur- und Heilwald geholfen werden, gesund zu bleiben und wieder zu gesunden. In Lahnstein wird die Kindergesundheit ein besonderer Projektschwerpunkt sein. „Auch dank der Mitwirkung und des engen Austauschs mit Dr. Jörg Henning und des medizinischen Zentrums Lahnhöhe, der Malberg-Kliniken, des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses und der Gesellschaft für Gesundheitsberatung wird Heilen im Wald in Lahnstein konkret. Aufgrund der Eignung des Waldes und der Schwerpunkte der beteiligten medizinischen Partner bieten sich die Therapiecluster Psychiatrie, Psychosomatik, Orthopädie, Pulmonologie, Schmerztherapie, Onkologie,  Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hals-, Nasen- Ohrenerkrankungen, Immunologie, Adipositas, Kindermedizin und Ernährungsmedizin an. Hiermit würde der Stadtwald in einem hohen Maße zum Wohl der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit beitragen“, erläuterte Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte und führte die Gruppe zu einer künftigen Therapiestation mit einer Art großen Wippe, die Julia Klöckner zusammen mit der Rhein-Lahn-Nixe Sira I. testen durfte.

Julia Klöckner hatte im Rahmen der Deutschen Waldtage 2020 den Fokus ohnehin auf der grünen Lunge: „Der Wald ist ein Alleskönner: Er bindet CO2, ist unser Klimaschützer Nummer 1, ist Arbeitgeber und liefert den nachhaltigen Rohstoff Holz. Aber er ist eben auch ein wichtiger Erholungsraum – wissenschaftlich ist bewiesen, dass ein Aufenthalt im Wald gesundheitsfördernd ist. Und zwar präventiv wie kurativ – hier in Lahnstein werden diese Effekte sogar gezielt zu Therapiezwecken eingesetzt. Das ist ein spannender Ansatz. Gleichzeitig sehen wir aber, dass unsere Wälder seit drei Jahren unter Dauerstress stehen. Uns deshalb brauchen wir im Herbst jetzt eine Pflanzoffensive. Um den Wald umzubauen und fit zu machen für den Klimawandel: stabil, klimaresilient und angepasst an den Standort. Dafür haben wir als Bund finanzielle Unterstützung bereitgestellt. Das ist wichtig, denn jeder Baum, der heute nicht gepflanzt wird, fehlt den künftigen Generationen.“

Ein neuer Baum wird gepflanzt. (Fotos: Eva Dreiser / Stadtverwaltung Lahnstein)

Für den in Lahnstein ansässigen Kinderheilwald wurde ein eigenes Maskottchen kreiert, für dessen Namen (Kita-)Kinder Vorschläge einreichen konnten. Und da Julia Klöcker die Patenschaft speziell für den Kinderheilwald gerne übernommen hat, wurde dieser Name samt Maskottchen am Freitag enthüllt: Waldwichtel Till wird den Kindern in naher Zukunft das Thema Wald näher bringen, ihnen spannende Dinge erklären und ihnen zeigen, was es alles zu entdecken gibt. Vor allem sollen im Kinderheilwald die Themen Ruhe, Bewegung, Sinneswahrnehmung, Kommunikation und Kreativität eine besondere Bedeutung haben.

Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, zu Gast im künftigen Lahnsteiner Kur- und Heilwald

Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Kinder Gedanken gemacht haben, wie der Waldwichtel heißen soll“, so Oberbürgermeister Peter Labonte. „Fast 20 Namensvorschläge sind im Forstamt Lahnstein eingegangen und ich danke jedem, der seinen Vorschlag zugesandt hat, sehr. Ich denke, mit „Till“ haben wir einen schönen, frechen Namen für unseren Waldwichtel gefunden. Besonders freue ich mich, dass du, liebe Julia, die Patenschaft speziell für den Kinderheilwald übernommen hast.“

Abschließend pflanzten Julia Klöckner und Peter Labonte zusammen noch einen Baum im künftigen Heilwald.

Gehe zu Start
×

Hallo.

Klicke auf den Button um uns eine WhatsApp Nachricht zu senden oder sende uns eine Mail an redaktion@ben-kurier.de

× Whats App zum BEN Kurier