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Bürgerstiftung Bad Ems: Wilfried Dieterichs stellt Biographie von Bernhard Strauß vor

in VG Bad Ems-Nassau
Bild: Wilfried Dieterichs signiert sein Buch „…und ihr habt alle „Heil“ geschrien!“

BAD EMS Im gut besuchten großen Sitzungssaal des Bad Emser Rathauses hat Wilfried Dieterichs sein Buch „…und ihr habt alle „Heil“ geschrien!“ im Rahmen einer Veranstaltung der Bürgerstiftung Bad Ems vorgestellt. Dieterichs hat darin den Lebensweg des Bad Emser Juden Bernhard Strauß beschrieben, der fünf Konzentrationslager der Nationalsozialisten überlebt hat.

Die Bürgerstiftung Bad Ems hatte zur offiziellen Präsentation der Strauß-Biografie in den Großen Sitzungssaal des Rathauses Bad Ems eingeladen. Trotz der Corona-Beschränkungen hatten viele interessierte Bürgerinnen und Bürger den Weg zu dieser Veranstaltung gefunden. Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser begrüßte als Hausherr die Gäste und unterstrich die Notwendigkeit, mit Hinweis auf konkrete Einzelschicksale, auf diese dunkle Zeit der deutschen Geschichte hinzuweisen. In diesem Zusammenhang erwähnte Bruchhäuser auch die Aktivitäten der Schulen in Bad Ems, die ein wichtiger Teil der Erinnerungskultur seien. Weiterlesen

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Bürgerstiftung Bad Ems lädt zur Buchpräsentation am 1. April ein – “…und ihr habt alle „Heil“ geschrien!“

in VG Bad Ems-Nassau
Bürgerstiftung Bad Ems lädt zur Buchpräsentation am 1. April ein - …und ihr habt alle „Heil“ geschrien!

BAD EMS Das Buch „…und ihr habt alle „Heil“ geschrien!“ ist in der Region bereits ein Bestseller, es findet auch bundesweit große Beachtung. Schon zehn Tage nach der Erstausgabe startet die Zweitauflage. Weiterlesen

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Ein Gotteshaus und seine Geschichte(n)

in VG Bad Ems-Nassau
Foto: Autor Peter Jung (links) stellte sein Werk dem Nassauer Stadtbürgermeister Manuel Liguori (Mitte) und Pfarrerin Mariesophie Magnusson (rechts), in der evangelischen Johanniskirche vor.

NASSAU Die evangelische Johanniskirche in Nassau – Ein Gotteshaus und seine Geschichte(n) – Die elf Grabmale – Familiengeschichte Busch / 11 Generationen sind in einem Buch nachzulesen, dass der in Bad Ems lebende Autor Peter Jung (links), im Beisein von Stadtbürgermeister Manuel Liguori (Mitte) und Pfarrerin Mariesophie Magnusson (rechts) – in der evangelischen Johanniskirche in Nassau – vorstellte.

Autor Jung hat darin – im Rahmen seiner Familien- und ortsgeschichtlichen Forschungen – eine Abhandlung über die evangelische Johanniskirche in Nassau erstellt. In hervorragender Weise ist es Peter Jung gelungen, auf rund 50 Seiten bisher unbekannte Aspekte sowie insbesondere die elf in und vor der Kirche erhalten gebliebenen Grabmonumente ausführlich zu dokumentieren und analysieren.

Wie Jung gegenüber der Redaktion sagte, ging es ihm eigentlich nur darum, die Identität der namentlich nicht benannten Kinder zu ermitteln. Dies erforderte – wie er weiter sagte – umfangreiche Recherchen und erweiterte die Fragestellung, wie etwa die nach der Identität der anderen Verstorbenen, deren Grabmale in der Kirche erhalten geblieben sind. Da in bereits vorhandenen Literatur hierüber nur wenig zu finden war, gelang es Jung – auf der Grundlage seiner umfangreichen Archivkenntnisse – letztendlich diese Lücke zu schließen. Dabei ergaben sich weitere Aspekte, welche die eigentliche Kirchengeschichte in den Focus einer näheren Betrachtung rückte.

Jungs Recherchen über die Vorfahren seiner Familie – hier insbesondere die Herkunft der mütterlichen Ahnen ihrer Kinder – führte Jung in einem Ast auf weit verzweigten Wegen in die Stadt Nassau des frühen 17. Jahrhunderts. Dabei wollte es der Zufall, dass die alt ehrwürdige evangelische Johanniskirche in den Focus einer näheren Betrachtung, welche erstaunliche Erkenntnisse, nicht nur bei der eigenen Familienforschung, sondern auch ortsgeschichtliche und zeitgenössische Aspekte betreffend, rückte.

Die in dem Zusammenhang gestellte Abfolge einer nassau-oranischen Beamtenfamilie bietet dem interessierten Leser Hinweise und Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung mit der eigenen Abstammung und Herkunft seiner Vorfahren. Die von Jung vorliegende erstellte Ausarbeitung beschränkt sich aber nicht nur damit, sondern weitgehend bezieht sie sich auf bisher unbekannte Aspekte und Ergänzungen zur Kirchengeschichte. Das Buch ist nach Vorbestellung bei Buchhandlung Jörg oder unter peupi@aol.com für 15 Euro erhältlich (Text und Foto: Achim Steinhäuser).

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Hilft mir denn kein Balduinsteiner?

in Panorama/VG Diez
Im neu erschienenen Buch "Juden in Balduinstein" verfolgt der Autor Willi Bode die jüdischen Spuren im Dorf.

BALDUINSTEIN In seinem neu erschienenen Buch „Juden in Balduinstein“ verfolgt Willi Bode die jüdischen Spuren im Dorf, von dessen Gründung im Jahre 1319 bis zu ihrer Vertreibung durch die Nazis. Erläuterungen zum Judenhuyss als eine jüdische Wohn- und Gebetsstätte sowie zum Judentodtenhof im Ortsteil Hausen runden das 306 Seiten mit 228 Abbildungen und Fotos umfassende Buch ab.

Es enthält mit Hinweisen auf jüdische Familien in Cramberg, Langenscheid, Isselbach, Diez und Montabaur auch zahlreiche über Balduinstein hinausgehende Bezüge.


Der Autor Willi Bode, 1937 geboren und in Balduinstein aufgewachsen, erforschte das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürger, um sie mit ihrem Namen und ihrem Gesicht der Anonymität zu entreißen und ihnen das zurückzugeben, was ihnen die Nationalsozialisten genommen hatten: ihre Individualität und ihre Würde. Gleichzeitig brandmarkt er die NS-Politik, und er will ein Stück Balduinsteiner Geschichte dem Vergessen entziehen und im dörflichen Bewusstsein verankern.
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